Aufstellen für den Übungsmarsch

  • Als die Männer der beteiligten Kohorten sich jeweils vor ihren Unterkünften sammelten, ließ Ursus sich sein Pferd bringen und schloß sich den Reitern an. Mit ihnen zog er schon mal zum Intervallum, wo sich die Truppen sammeln sollten. Troßknechte beluden an der Horrea Maultiere und Karren mit den Kriegsmaschinen, Vorräten und zusätzlichen Schanzmaterialien. Es war ein harter Kampf mit dem Praefectus Castrorum gewesen, der nur wenig Verständnis für solch eine Materialschlacht hatte, doch Ursus hatte sich durchgesetzt. Auch die Knechte würden bald soweit sein und sich den Truppen anschließen.

  • Als erstes traf Licinus centuria ein und wurde von diesem auf ihren Platz geführt, dort hieß er die Männer zu bleiben und machte sich auf zu dem tribunus. Dort salutierte er und tat das übliche Sprüchlein.


    "Tribunus Aurelius, melde die vierte centuria neunte cohors mit zusätzlicher Artiellerie zum Übungsmarsch angetreten!"


    Dann nahm er den Arm wieder herunter und stand kerzengerade vor seinem Vorgesetzten.

  • Antoninus stand wieder in reihe und Glied mit seinen Kameraden aus der Grundausbildung von eineigen war er belächelte worden weil sie glaubten er wehre aus der Reiterausbildung geflogen. Sie hatten nicht gesehen das er sich nach dem Antreten wieder um gezogen hatte. Nun gute er würde nach seiner Rück kehr noch mal in Pabula vorbei schauen. Ansonsten würde er auch diesen Übungsmarsch überstehen es war ja nicht sein erster er erinnerte sich an den Marsch zum Straßenbau den er damals als Probati gemacht hatte.



  • Irgendwo unter den annähernd hundert Mann der vierten Centurie der neunten Cohorte befand sich auch Mamercus, der nun zu seinem ersten Manöver ausrücken sollte. Es würde die erste Erproben des Gelernten werden, obwohl er nicht genau sagen konnte, was ihnen bevor stand. Besonders die zusätzliche Artillerie gab ihm noch Rätsel auf. Doch erkümmerte sich nicht weiter darum, sondern rückte seine Ausrüstung zurecht, um den Marsch dann in Angriff nehmen zu können.

  • Cimon hatte seinen Dominus, Titus Aurelius Ursus auf einen Übungsmarsch, wie dieser es bezeichnet hatte, zu begleiten. So wie er es verstand musste er sich eher um das Wohl seines Herren als um dessen Schutz kümmern. Was nicht verwunderlich war, denn schließlich hatte sein Herr noch keinen Einblick in das Können des Sklaven.


    Nun stand Cimon an dem Wagen der das Nötige für seinen Herren enthielt und verzurrte noch das ein oder andere. Alles musste gut liegen damit auch im Ernstfall ncihts geschehen mochte. Wie auch immer so ein Ernstfall aussehen konnte. Das Beledan eines Wagens, sodass der Schwerpunkt gut lag, hatte er bei seinem früheren, griechischen Herren Atonis gelernt. Jetzt konnte er es weiter anwenden.
    Cimon war der einzige Sklave seines Herren der mitkam, also musste er jetzt schon an alles denken. Er allein wäre am Ende sicher Schuld wenn etwas fehlen würde. Wie gut dass er sich im Vorraus eine Liste auf einer Wachstafel erstellt hatte, um die er seinen Herren gebeten hatte. Nun, wo alles fest saß, ging er noch einmal alles durch und befand es als vollzählig.


    Dann klappte er die Tafel zusammen und legte sie so in den Wagen das sie nicht verloren gehen konnte. Denn er würde später kontrollieren müssen ob auf dem Marsch nichts verloren gegangen wäre. Cimon stieg sehr behände auf den Wagen neben den Lenker, der kein Soldat sondern ein Knecht war.
    Was diesen aber nicht daran hinderte Cimon mit Verachtung zu strafen. Das konnte ein sehr langer Marsch werden.

  • Am Ende des Blocks der vierten Centurie der neunten Cohorte stand wie immer der Optio, der die Szene schweigsam beobachtete und aufpasste, dass die Männer sich ordentlich benahmen und die Maultiertreiber keinen Unfug mit den Maultieren anstellten. Ich Situationen wie dieser gab es für einen Optio nicht mehr zu tun als zu warten und Priscus war das ganz recht. Er war gerne mit seinen Leuten auf dem Exerzierplatz oder bei Arbeitseinsätzen unterwegs, aber ab und zu einfach mal dazustehen und drauf zu warten, was die Offiziere entschieden war auch ganz erholsam.

  • Übungsmarsch. Wer hatte sich das denn schon wieder ausgedacht? Lupercus stand zusammen mit den übrigen Soldaten Roms schon in der Aufstellung des Marsches. Offenbar sollte es aber mehr werden, als ein kleiner Marsch im freien. Doch Lupercus störte sich nicht daran. Inzwischen hatte er sich damit abgefundenn, das er noch sehr viele Übungsmärsche zu absolvieren hatte. Da konnte man nichts machen. Er zog noch einmal an seiner Ausrüstung, die Sachen klimpmperten, dann war er bereit, obwohl es scheinbar nicht direkt losgehen würde.

  • Die Männer stellten sich mehr oder weniger zügig geordnet auf. Ursus vergewisserte sich durch einen prüfenden Blick, daß Cimon dabei war und sich um alles Nötige gekümmert hatte. Nachdem ein Centurio nach dem anderen ihm gemeldet hatte, daß ihre Centurien vollständig angetreten waren, gab Ursus den Cornicen das Zeichen, daß sie zum Aufbruch blasen sollten. Selbst zu brüllen, wäre bei dieser Menge von Männern sinnlos gewesen. Sie hätten ihn niemals alles hören können. Der Zug setzte sich in Bewegung und bewegte sich auf das Tor zu.

  • Nachdem er die Meldung vollzogen hatte kehrte Licinus zu seinen Männern zurück und wartete auf das Abmarschsignal.
    Nach einer ganzen Weile ertönte es dann und die vorderen Einheiten setzten sich in Bewegung. Als sich die dritte centuria in Bewegung setzte donnerte Licinus.


    "Centuria quarta! Aequatibus passibus!" - eine kurze Pause, bis die III. den vorschriftsmäßigen Marschabstand aufgebaut hatten - "Peeergite! Laevum!Laevum! und Licinus fiel mit dem "Lebewesen" centuria in eine einzige Bewegung auf das Tor zu und durch diese hindurch.

  • Auf dem Wagen, neben dem Knecht sitzend beobachtete Cimon die Aufstellung. Dabei bemühte er sich die Gesichter sowie die Zeichen der Offiziere sich einzuprägen. Sie waren weiter entfernt, als das es einfach wäre, doch er wollte sich bemühen. Die Befehle und die anschließenden Reaktionen der Soldaten ließen ihn staunen.


    Sein Herr...sein Herr befeligte diese Menschen alle. Voller Stolz und Respekt saß er um einiges gerader da und bemerkte die eigene Freude im Leibe. Allerdings holte ihn ein leichter Stoß von neben ihm wieder zurück. Sein Blick traf den tadelnden des Knechtes und er wusste nicht wo er stand, wie er reagieren sollte. Besser er machte keinen Ärger. Er würde später seinen Herren fragen müssen.


    Als auch die Karren sich bewegten und dabei noch die ganzen Gerätschaften, staunte der Nubier immer mehr. Soetwas kannte er nur von Erzählungen, die beiweitem nicht an die Realität herankamen. Es ging Richtung des Tores und Cimon musste sich zusammenreißen mehr nieder zu schauen als umher zu blicken. Doch sein Gesicht blieb ansonsten von Regung unbeeinflusst.

  • Schließlich kam der Befehl zum Marsch und gleichzeitig mit allen anderen Männern seiner Einheit fiel Mamercus aufs Wort in den Gleichschritt, den sie gewohnt waren. Mit festem Schritt marschierten sie hinter der dritten Centurie drein, einem Abenteuer, wenn auch einem geplanten, entgegen. Fast schon begann sich Mamercus zu fragen wie er so lange in seiner Lehre hatte glücklich sein können, wo doch hier noch viel mehr Präzision herrschte als bei jedem Gerüst und jeder Dachkonstruktion. Vor allem war es die Exaktheit mit der Befehle ausgeführt wurden. Das begeisterte ihn, der sich schon in seiner Lehrzeit über Schlampereien aufgeregt hatte. Allerdings kam es zu gewissem Teil auch auf den Kommandierenden oder vielmehr die Offiziere an, ein Rang den er auch anzustreben gedachte.

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