Ludi Apollinares


  • Diokles gewann zuletzt die Cerealia-Rennen. Das war im Frühjahr und seitdem hat er die wohl schwerste Krise seiner Laufbahn durchstehen müssen. Ein schwerer Sturz in Tylus und ein miserables Abschneiden in Tarraco stehen zubuche. Aber im Vorlauf zeigte er sich wieder sehr stark und wirkte wie der Alte, den wir als großen Siegfahrer in Erinnerung haben.
    Man wird sehen, ob seine Form bereits ausreicht, mit den Allerbesten mithalten zu können.


    Zu Dareios muss man nicht mehr viel sagen. Er ist ein Spitzenfahrer mit allem ausgestattet, was man zum Siegen braucht. Sein Problem war bisher, dass er in seinem Rennstall häufig im Schatten von Diokles stand. Aber vielleicht kann er sich ja heute endgültig daraus befreien.

  • Zum langersehnten Wagenrennenfinale der Ludi Apollinaris war ich früh erschienen und nahm zusammen mit meiner mich begleitenden Ehefrau Liliana in der Ehrenloge Platz.


  • Voller Spannung erwarten wir nun den Start des Rennens.
    Heute, am Finaltag, wird der Praetor Urbanus Didius Falco das Zeichen geben. Dort, auf der Ehrentribüne sehe ich ihn schon.
    Jetzt muss es gleich soweit sein…

  • Die Wagenlenker standen mit ihren Gespannen bereit an der Startlinie. Ein prächtiger Anblick. Die kraftvollen Rösser, die blankgeputzten Wagen und die in den Farben ihrer Rennställe gekleideten Fahrer, wartend auf mein Signal.


    Ich hatte mich längst erhoben. Schaute jetzt noch einmal in das Stadion, auf die dichtgedrängten Zuschauermassen, die voll atemloser Spannung auf den Beginn des Rennens warteten.


    Die Hand, mit dem gelben Tuch erhoben, welches im Lichte des herrlichen Tages leuchtete wie die Sonne persönlich, wartete ich noch einen Moment. Die Spannung steigernd.


    Dann ließ ich es fallen, das Tuch, zum Zeichen des Starts...


  • Dareios in Blau setzt sich an die Spitze. Marsyas in Grün kurz dahinter.
    Dann Brinno in Rot, gefolgt von Dominator spectatorum und Magister Rotarum, beide in Purpur.
    Diokles ist Sechster und Lupus Siebenter.
    Plinius ist der Verlierer der Startphase, er ist Letzter.


  • Nach seinem furiosen Start hält Dareios sich noch immer auf dem ersten Platz, aber von hinten bedrängen ihn jetzt die Konkurrenten. Er hat alle Hände voll zu tun. Gleich geht das Feld in die zweite Runde.


  • Wir sind in der zweiten Runde.
    Dareios macht an der zweiten Wende einen großen Fehler! Sein Wagen schleudert heftig und er muss einen weiten Bogen fahren. Die erfahrene Konkurrenz nutzt das sofort aus. Marsyas, Dominator Spectatorum, Brinno und Lupus überholen ihn. Dareios reiht sich vor Diokles wieder ein. Dahinter jetzt Magister Rotarum und Plinius am Schluss des Feldes.
    Aber weiterhin ist alles eng beieinander.


  • Dritte Runde.
    Marsyas lässt eine kleine Lücke zwischen kurveninnerem Rad und Spina. Dominator Spectatorum erkennt es und schlüpft hindurch… Führungswechsel!
    Dahinter überholt Lupus den Drittplatzierten Brinno. Vorne also ein Fahrer der Purpurea, gefolgt von zwei Grünen und einem Roten. Dann kommen Dareios und Diokles von der Factio Veneta. Plinius, der dritte Praesina-Fahrer, hat sich inzwischen Magister Rotarum geschnappt und den letzten Platz abgegeben.

  • Erstaunt und völlig perplex beobachtete ich heute die Rennen. Ich war extra in den Circus gekommen, weil der Lenker der Albata gestern zweiter geworden war und alle erwartet hatten, dass er heute somit einen Platz in der nächsten Runde erhalten würde.


    Dies war jedoch scheinbar diesmal nicht so. Es schien eine Liste von gesetzten Fahrern gegeben zu haben, die keine Vorläufe fahren mussten und direkt qualifiziert waren.


    Enttäuscht über diese nicht veröffentlichte Tatsache, welche meiner Meinung nach doch eine krasse Regeländerung war, verliess ich die Loge der Gens Annaea wieder.


    Edit: Tippfehler

  • Ich lies mich von der Menge der Zuseher mitreissen und war ebenso begeistert.
    Auch wenn ich nicht genau wusste welcher Fahrer welcher Factio zugehörte erfreute ich mich an dem Rennen.
    Es war ein furioses Rennen. Alleine der Start der Gespanne lies einem den Atem kurz anhalten.
    Die Menge tobte und ich mit ihr.......


  • Die Mitte des Rennens ist erreicht, wir sind in der vierten Runde.
    Hier geht es wirklich Schlag auf Schlag und den Zuschauern wird ein großes Spektakel geboten.


    Da… gerade jetzt passiert schon wieder etwas! Beim Versuch sich etwas abzusetzen geht Dominator Spectatorum zu viel Risiko ein. Sein Rad berührt leicht die Mauer… Unfall?


    …der Wagen macht einen gewaltigen Sprung, der Wagenlenker wird fast herausgeschleudert… Staub wirbelt auf… die anderen weichen aus… aber… ah, alles ist glimpflich ausgegangen, er kann das Rennen fortsetzen. Aber der erste Platz ist verloren. Lupus ist jetzt vorne, gefolgt von seinem Stallgefährten Marsyas. Dominator Spectatorum jetzt auf Drei.


    Im allgemeinen Durcheinander setzt Diokles zum großen Doppelschlag an. Er überholt nicht nur den vor ihm liegenden Dareios, sondern auch Brinno, der auf Vier lag.
    Plinius und Magister Rotarum unverändert dahinter.

  • "Aaaaaaaaaaaaaaahhhhh... Wir sind zu spät!!!"
    Einer Panik nahe drängelt Aemilia sich durch die Menge nach vorn. Livianus lässt sie nach einer Weile einfach zurück, damit sie schneller vorankommt. :D Er wird sie schon noch wieder einholen. Dann steht sie endlich vorne an der Brüstung. Die Zuschauer hinter ihr können ohnehin über sie hinwegsehen. Aufgeregt spricht sie einen der anderen an.
    "Wie steht es? Wie steht es? Wo sind die Grünen?"
    Gespannt suchen ihre Augen die Rennbahn ab und versuchen, das Geschehen zu erfassen. Gerade bekommt sie noch einen Beinahe-Unfall mit und vor Aufregung verliert sie beinahe das Gleichgewicht, als sie sich weit vornüber beugt um noch besser sehen zu können. ;)


  • Hier noch mal ein kurzer Zwischenstand nach der vierten Runde:
    I. Lupus (Praesina), II. Marsyas (Praesina), III. Dominator Spectatorum (Purpurea), IV. Diokles (Veneta), V. Brinno (Russata), VI. Dareios (Veneta), VII. Plinius (Praesina), VIII. Magister Rotarum (Purpurea).

  • Zitat

    Original von Didia Aemilia
    Gerade bekommt sie noch einen Beinahe-Unfall mit und vor Aufregung verliert sie beinahe das Gleichgewicht, als sie sich weit vornüber beugt um noch besser sehen zu können. ;)


    Livianus, der bemüht war, mit Aemilia mit zu halten, kam gerade noch rechtzeitig an die Brüstung um sie festzuhalten. Er umgriff ihre Hüfte von hinten, zog sie wieder zurück und drückte sie fest an sich. Zuerst etwas geschockt, aber dann froh, dass nichts passiert war, streckte er seinen Kopf über ihre Schulter um ihr ins Gesicht zu schauen.


    „Aemilia! Du musst etwas aufpassen, sonst landest du noch da unten bei den Fahrern!“

  • Vor Aufregung sprang ich von meinem Sitz auf, hätte schreien mögen. Marsyas und Lupus auf den Rängen Eins und Zwei, nach mehr als der Hälfte des Rennens, da war alles drin. Nur Plinius enttäuschte mich etwas. Der Vorlauf, obwohl in überragender Manier gewonnen, steckte seinen Pferden wohl noch in den Gliedern. Allerdings gab ich auch für ihn noch nicht die Hoffnung auf.


    Lilianas Hand leicht drückend, "Liebling, dass ist so spannend....", machte ich meiner Aufregung Luft.


    Im weiten Stadionoval skandierten die Anhänger der Grünen enthusiastisch


    PRAE... PRAE... PRAESINA


    und schwenkten dazu ihre grünen Fahnen.


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