• Wieder einmal saß Corvinus zwischen den Wachstafeln und den Papyri, als er sich durch das Marktrecht wühlte. Jetzt wusste er wirklich zu schätzen, was seine Tante Medeia in Rom als Aedil verrichten musste. Als Callidus eintrat, sah er auf, räumte ein paar Täfelchen zur Seite und bot ihm einen Stuhl an.


    "Salve Aelius Callidus, eine Freude, dich wieder einmal zu sehen. Was führt dich zu mir?"

  • Sim-Off:

    sicher doch


    Wie so oft war Corvinus in seine Arbeit vertieft, als der Sklave den Didier anmeldete. Neugierig hob er den Blick und machte etwas Platz auf dem großen Tisch, um ihn zu empfangen.


    "Salve. Was führt dich zu mir?"

  • Octavianus trat ein und machte eine güssende geste und sprach:


    "Salve ich bin Caius Didisu Octavianus und ich bin hier aus dem grund ich hatte vor einiger zeit vor das amt eines Scribas beim magistarten vor euch zu beginnen aber weil ich einen Vertrag als Magister navis hatte war ich nicht in der Lage meiner tätigkeit als scriba aufzunehmen. Daher bin ich hier ich bin nun nicht mehr an diesen Vertrag gebunden und frei um Scriba zu sein deswegen bin ich hier. Hättet ihr verwendung für mich?"

  • "Ein Scriba käme mir sehr gelegen, ja. Den Anforderungen scheinst du entgegen zu kommen. Lesen und schreiben kannst du? Und was sagt mir, dass du danach nicht wieder weg bist, um wieder als Magister Navis zu arbeiten?"
    Corvinus Miene war eigentlich neutral, aber seine Stimme hatte etwas gutmütiges in sich.

  • Nachdenklich sah er den Tribun an, nickte dann aber leicht, die Hände auf dem Tisch faltend und sich leicht zurücklehnend.
    "Salve Tribun. Ich werde mein bestes tun, dir weiterzuhelfen, wenn du mir den Anliegen erläuterst. Aber setz dich doch. Möchtest du etwas zu trinken?"


    Corvinus deutete mit der Hand auf einen der beiden Sessel, die sich auf der anderen Seite seines Tisches befanden und musterte sein Gegenüber.

  • "Danke." Der Tribun nahm Platz, verneinte aber das Angebot eines Getränkes mit dem Kopf. Er wollte ohne Umschweife zur Sache kommen.


    "Mein Name ist Herius Claudius Vesuvianus", begann er die Erklärungen. "Mir ist zu Ohren gekommen, dass vor längerer Zeit in Misenum ein besonderes Bauprojekt gestartet wurde. Als langjähriges Mitglied der italischen Curie weiß ich auch um die Ausrichtung dieser Stadt: Ehrenwerte Staatsmänner, reiche Patrizier sollen hier einen Zweit- oder gar Hauptwohnsitz nehmen. Ich habe Interesse an einem Objekt, das im besten Viertel der Stadt entsteht. Mir ist bekannt, dass als Käufer nur hochrangige Römer in Frage kommen.


    Claudius fügte den letzten Satz deswegen an, um von vorn herein klarzumachen, dass er als Sohn eines der bedeutendsten Männer Roms über jeden Zweifel erhaben sein würde.

  • Den Artorier hinter ihm, verließ Philippus das Officium des Magistratus und wandte sich dann draußen zu ihm um, nachdem er einen Seitwärtsschritt machte, um Corvinus Platz zu machen, damit er dann die Führung übernehmen konnte. Mit einem vielsagenden, vorallem aber fragenden Blick schaute der Decimer zum Magistrat und wartete darauf, dass er ihn zu den frisch erbauten und bestimmt prächtig anzusehenden Villen von Misenum brachte.

  • Zitat

    Original von Decimus Artorius Corvinus
    Ein zustimmendes Nicken, ehe er den Aktenberg teilte, der kurz vor einem Umfallen stand. "Gut. Brechen wir sofort auf?"
    Den Weg war er ja mittlerweile gewohnt und er spielte mit dem Gedanken, Immobilienmakler zu werden.


    Es wäre mir sehr recht. antwortete Hungi knapp, stand auf und reichte seiner Frau die Hand.

  • Zitat

    Original von Decimus Artorius Corvinus
    ... Als Callidus eintrat, sah er auf, räumte ein paar Täfelchen zur Seite und bot ihm einen Stuhl an.


    "Salve Aelius Callidus, eine Freude, dich wieder einmal zu sehen. Was führt dich zu mir?"


    Callidus trat auf den Schreibtisch zu und nahm Platz.


    > Ich habe nach meiner Ankunft mit einem ehemalgen Vertrauten die Halbinsel besucht, um mich von dem Fortschritt der Bauarbeiten zu überzeugen. Die Gebäudekomplexe übertreffen meine Vorstellungen. Es erscheint wirklich gelungen und ich bin froh, dass ich Apollonius von Samothrake mit den Arbeiten betraute. Haben sich die Käufer bereits alle gemeldet?
    Jedoch waren es auch private Gründe, die mich nach Misenum führten, denn ich habe hier in der Stadt Grundstücke erworben. <

  • Corvinus faltete die Hände. Dass die Claudier keine Villa wollten, war ihm nicht neu und die Bauten waren alle längst abgeschlossen, was sollte er nun antworten, um den Tribun nicht zu verärgern? Es war ein Dilemma, aber wie er Soldaten kannte, schätzten sie es gerade heraus. Zumindest die in seiner Familie.
    "Dies ist korrekt, Tribun. Vor einiger Zeit wurde ein Bauprojekt gestartet, sechs Villen wurden von einem großartigen Architekten errichtet und hochrangige Persönlichkeiten wurden gefragt, ob sie an einem Erwerb einer solchen Villa Interesse hätten. Leider wurden alle sechs Villen bereits verkauft. Falls du aber nicht diese Villen ansprichst, sondern eine Casa oder einen Domus oder gar eine Villa im wohlhabenden Viertel Misenums vorziehst, will es mir eine Freude sein, dir den Verkauf eines solchen Objektes zu vermitteln."

  • "Die Villen sind eine wahre Augenweide, die den Anblick der Stadt bereichern, das ist wahr. Leider haben sich die Käufer noch nicht alle gemeldet, wahrscheinlich wissen sie noch gar nicht von der Fertigstellung der Villen, aber ich werde sie noch informieren, sobald die Einweihungsfeier der Villen fertig geplant ist.", erwiderte Corvinus und neigte den Kopf.
    "Du hast hier Grundstücke erworben?" Es war ganz sicher Neugier, die in seiner Stimme mitschwang.

  • "Gut, ich will dir glauben, Didius Octavianus. Melde dich morgen in der Frühe bei mir, dann wirst du deine Arbeit in deinem Officium aufnehmen.", antwortete Corvinus schlicht. Die Zeit würde zeigen, ob der Didier ein guter Scriba wäre.

  • Zitat

    Original von Decimus Artorius Corvinus
    "Dies ist korrekt, Tribun. Vor einiger Zeit wurde ein Bauprojekt gestartet, sechs Villen wurden von einem großartigen Architekten errichtet und hochrangige Persönlichkeiten wurden gefragt, ob sie an einem Erwerb einer solchen Villa Interesse hätten. Leider wurden alle sechs Villen bereits verkauft. Falls du aber nicht diese Villen ansprichst, sondern eine Casa oder einen Domus oder gar eine Villa im wohlhabenden Viertel Misenums vorziehst, will es mir eine Freude sein, dir den Verkauf eines solchen Objektes zu vermitteln."


    "Doch, ich spreche genau diese Villen an", wischte Claudius jeden Zweifel davon. "Eine andere interessiert mich nicht bzw. könnte ich mich um eine anders gelegene selbst kümmern."


    Der Tribun wunderte sich, warum seiner Familie kein Angebot gemacht wurde. Immerhin stellte die Claudia lange Zeit den Prätorianerpräfekten. Er lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.


    "Mich interessiert sowohl, wer die Liste der Käufer festgelegt hat als auch, wer besagte Käufer sind. Möglicherweise werde ich mich weiter wenden."

  • "Es gab festgelegte Kriterien, Claudius Vesuvianus. Ich habe sie nicht festgelegt, aber alles über diese Angelegenheit wurde bisher vertraulich gehandhabt und ich sehe keinen schwerwiegenden Grund, dies nun zu ändern. Wenn du dich beschweren möchtest, bist du, soweit ich weiß, bei Aelius Callidus an der richtigen Stelle. Leider muss ich dich enttäuschen, aber die sechs Villen sind wie gesagt, bereits verkauft."


    Nicht Abneigung war es, die in des Magistraten Stimme lastete, sondern eher die Gewissenhaftigkeit des Mannes, der in "seinem" Ort gerne alles in Ordnung wusste, der die Dinge in geregelten Kreisen sehen wollte. Corvinus hob die Schultern an und nippte an seinem Keramikbecher, ehe er fortfuhr.


    "Darf ich fragen, warum es dich danach verlangt?"

  • "Du darfst, aber die Antwort wird genauso erschöpfend sein wie deine", antwortete der Tribun. Er vermied ein Schmunzeln. "Auch diese Angelegenheit ist vertraulich und damit nicht für die Öffentlichkeit bestimmt."


    Mit diesen Worten erhob sich Claudius.


    "Danke für das Gespräch."

  • > Sobald dafür alles bereit ist, erwarte ich deine Nachricht. <


    Callidus lächelte. Natürlich wollte er die Einweihungen der Häuser nicht verpassen, hatte er sie doch in Auftrag gegeben. Zudem war es aber auch schwierig, eine Einladung zu verpassen, denn sie müsste ja auch die domus Aeliana erreichen.


    > Aus meiner Zeit als Magistrat und Duumvir kannte ich einige Objekte am Rande der Stadt. Ja, ich kaufte sie auf. Es ist mein Wille auch in Zukunft der Staft finanziell zu helfen und die Sanierung der Bauten wird den einigen Bewohnern ein sicheres Dach über dem Kopf geben. <


    Dass man nach Sanierung des Baus auch die Mietkosten steigen lassen konnte, was sicher in keiner Relation zur Sanierung stehen würde, musste Callidus ja nicht erwähnen, das war schließlich nebensächlich.

    > Sollte die Stadt noch Gelder benötigen, kann sich die Verwaltung jederzeit an mich wenden, doch ich denke, die Kassen sind gut gefüllt und finanzielle Probleme vorerst ausgeschlossen. <

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus


    Es wäre mir sehr recht. antwortete Hungi knapp, stand auf und reichte seiner Frau die Hand.


    Livia nickt nur leicht, den Blick noch immer etwas nach Innen gerichtet. Gehorsam gesellt sie sich jedoch ihrem Gemahl an die Seite und nimmt formvollendet den ihr dargebotenen Arm. Mit einer Frage wendet sie sich noch an den Magistratus.


    "Ist die Villa denn weit entfernt?"

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