• Zitat

    Original von Valentin Duccius Germanicus
    Er brauchte einen Moment, ehe er sie entdeckte und trat dann aber lächelnd auf sie zu. \"Heilsa Verina,\" sagte er sanft und zog sich den Stuhl zurecht. \"Ich hoffe, Du wartest noch nicht zu lange? Tut mir leid, dass es etwas später wurde.\" Er sah sich nach der Bedienung um. \"Hast Du schon etwas bestellt?\" Er musterte sie mit einem leichten Lächeln und stellte einmal mehr fest, dass sie sehr hübsch war und Scipio sich glücklich schätzen konnte.



    \"Heilsa Val\" sagte sie als sie zu ihm aufsah und er sich setzte. \"Nein ich bin auch noch nicht lange hier. Ich hatte noch einiges zu erledigen auf der Arbeit\" schmunzelte sie.\"Und mit dem Bestellen wollte ich warten bis du da bist, so eilig habe ich es ja nun auch wieder nicht\" grinste sie.

  • "Das ist lieb von Dir," meinte er und nickte dann der Bedienung zu, die sich zu ihnen gesellte. "Was möchtest Du Trinken und Essen? Der Fleischteller ist hier ausgezeichnet," schmunzelte er und sah sie abwartend und entspannt an. Er hatte es im Gefühl, dass es heute ein angenehmer und auch dennoch informativer Abend werden würde.

  • Enya war froh, dass sie diese Fesseln endlich los war, und sie bereute es ziemlich, zuvor daran gerissen zu hatten, denn die Fasern des Hanfseils hatten sich teilweise in die Haut hinein geschnitten, sodass ihre Handgelenke nicht nur rot waren, sondern auch mit kleinen Schnitten übersäht waren.
    Sie war ebenfalls aufgestanden, weil es ihr einfach falsch vorkam, sitzen zu bleiben, wenn Valeria aufstand. "Danke." sagte sie knapp und verarbeitete Valerias Worte. Sie hatte von Anfang an den Eindruck gehabt, dass Valeria keine wirklich selbstständige Frau war, und ihre Geschichte stärkte das nur noch. "Ein Legat?" fragte sie mit leicht verächtlichem Ton und konnte sich kaum etwas Schlimmeres als Ehemann vorstellen als einen Legaten. "Nun, du hast mich von diesem schmierigen Händler gekauft, und dafür bin ich dankbar. Also, was für Aufgaben sind es, bei denen ich dir helfen soll?" fragte sie und versuchte trotz ihrer Zweifel freundlich zu bleiben.

  • Zitat

    Original von Valentin Duccius Germanicus
    \"Das ist lieb von Dir,\" meinte er und nickte dann der Bedienung zu, die sich zu ihnen gesellte. \"Was möchtest Du Trinken und Essen? Der Fleischteller ist hier ausgezeichnet,\" schmunzelte er und sah sie abwartend und entspannt an. Er hatte es im Gefühl, dass es heute ein angenehmer und auch dennoch informativer Abend werden würde.



    \"Zu trinken hätte ich gerne einen Met und einen Becher Wasser und zu Essen probiere ich doch mal den Fleischteller. Und sicher ist das Essen hier gut ist ja schließlich die Taberna meines Bruders\" lächelte sie ihm zu und lehnte sich etwas zurück.

  • Lucius polterte zur Tür herein und ging schnurstracks nach vorne zum Wirt. ,,Einen Krug Met!'' sagte er während er sich auf die Theke lehnte und sich umsah, ohne jedoch wirklich jemanden wahr zu nehmen. Er bekam was er bestellt hatte und dazu einen Becher und ging nach hinten um sich in eine Ecke zu setzen...

  • Zitat

    Original von Enya
    Enya war froh, dass sie diese Fesseln endlich los war, und sie bereute es ziemlich, zuvor daran gerissen zu hatten, denn die Fasern des Hanfseils hatten sich teilweise in die Haut hinein geschnitten, sodass ihre Handgelenke nicht nur rot waren, sondern auch mit kleinen Schnitten übersäht waren.
    Sie war ebenfalls aufgestanden, weil es ihr einfach falsch vorkam, sitzen zu bleiben, wenn Valeria aufstand. "Danke." sagte sie knapp und verarbeitete Valerias Worte. Sie hatte von Anfang an den Eindruck gehabt, dass Valeria keine wirklich selbstständige Frau war, und ihre Geschichte stärkte das nur noch. "Ein Legat?" fragte sie mit leicht verächtlichem Ton und konnte sich kaum etwas Schlimmeres als Ehemann vorstellen als einen Legaten. "Nun, du hast mich von diesem schmierigen Händler gekauft, und dafür bin ich dankbar. Also, was für Aufgaben sind es, bei denen ich dir helfen soll?" fragte sie und versuchte trotz ihrer Zweifel freundlich zu bleiben.


    "Ja, ein Legat", sagte Valeria und nickte.
    "Der Kommandant einer Legion."
    Sie sah die Sklavin musternd an und fragte sich, was diese wohl gerade dachte. Und sie konnte perfekt Latein, warum wusste sie dann nicht, was ein Legat war? Oder spielte sie nur mit ihr? Valerias Stirn hatte sich in Falten gelegt, als Enya nach ihren Aufgaben fragte.
    "Deine Aufgaben... nun ja. Ich koordiniere die Zusammenarbeit der Sacerdotes in den Tempeln zu Colonia. Dabei fällt eine Menge Schreibarbeit an. ich muss Berichte verfassen und Briefe versenden. In erster Linie möchte ich, dass du selbständig solche Schreiben verfasst, die ich dir auftragen werde. Außerdem wäre es schön, wenn du mir morgens beim Ankleiden und Schminken helfen würdest."


    Valeria suchte in Enyas Gesicht nach einer Reaktion, seufzte und fuhr dann fort:
    "Ich kann verstehen, dass es dir nicht sonderlich gefällt, dein leben als Sklavin zu fristen. Ich kann dir aber eines versprechen, Enya: Ich werde dich nie schlagen. Ich sehe dich als Menschen an, nicht als Sache oder Besitz. Es hätte dich schlimmer treffen können. Lass uns versuchen, das Beste draus zu machen."

  • Ein paar Betrunkene torkelten zur Tür herein und machten Halt um sich umzusehen. Wenige Augenblicke später nahmen sie am Tisch neben dem von Lucius Platz und begannen gröhlend nach Wein zu rufen. Lucius verzog gequält das Gesicht und nahm noch einen tiefen Schluck aus seinem Met...

  • Zitat

    Original von Duccia Verina
    \"Zu trinken hätte ich gerne einen Met und einen Becher Wasser und zu Essen probiere ich doch mal den Fleischteller. Und sicher ist das Essen hier gut ist ja schließlich die Taberna meines Bruders\" lächelte sie ihm zu und lehnte sich etwas zurück.


    Sim-Off:

    Tut mir leid, irgendwie übersehen.


    Er hob nur amüsiert eine Braue und nickte dann. Er gab die Bestellung auf und die Bedienung verschwand wieder. "Und? Wie geht es Dir so in deiner neuen Stellung? Kommst Du zurecht? Oder bedauerst Du schon nicht mehr meinen Schriftkram machen zu müssen," meinte er frech grinsend und wollte erst einmal ein wenig lockeres Gespräch haben, damit sie dann vielleicht auch über ernstere Themen reden konnten danach.

  • Zitat

    Original von Appius Terentius Cyprianus
    Es wurde mal wieder fällig für sein Ritual. Dem allmonatigen Trunk für sich alleine bei dem er irgendwie nie alleine war. :D
    Also setzte er sich, orderte Wein und versuchte zu entspannen und den Alltag abzuschütteln


    Nun wo er ausgetrunken hatte und sich in diesmal friedlicher Ruhe entspannen konnte, ging er gut gelaunt zurück zum Castellum

  • Er hatte den Abend mit zwei der Stallburschen des Hauses in der örtlichen Kneipe verbracht... als sich herausstellte dass den jungen Männern der Gerstensaft, welches hier ausgeschenkt wurde, nicht wirklich bekam war Loki bald auf sich alleine gestellt...


    Er beobachtete gelangweilt die anderen Gäste der Taberna, und hörte aus einer Ecke des großen, düsteren Raumes Geschrei...


    Ein stattlich gekleideter und ebenso stattlich genährter Mensch war gerade dabei einen jüngeren Mensch in ärmlicher Kleidung anzubrüllen...



    "ALMOSEN? AUF GARKEINEN FALL!!! Was erlaubt IHR euch eigentlich mich einfach so von der Seite her anzusprechen... macht euch weg, Gesindel...", mit diesen Worte holte der kleine dicke Römer aus und verpasste dem dreckigen Jungen eine schallende Ohrfeige, die diesen glatt niederstreckte...


    In das Gelächter der Anwesenden stimmte Loki nicht mit ein, er sah den Jungen mit mitfühlendem Blick an und erhob sich schließlich von seinem Platz, um dem Jungen wieder auf die Beine zu helfen...


    "Das musste nicht sein, und das wisst ihr. Lässt euch euer Geld vergessen dass ihr aus genau demselben Stoff seid wie dieser Junge?", raunte er mit vorwurfsvollem Blick zu dem Römer, der ihn verdutzt ansah...



    Eine Sekunde lang wechselte die Mimik des Römers in einen aggressiven und streitlustigen Blick, als er jedoch erkannte dass Loki mehr als einen Kopf größer war überlegte er es sich anders...


    "Ich und dieses Nichts aus dem gleichen Stoff? Ihr macht Witze...", mit diesen Worten erhob sich der Mann und verschwand mit nervösem Lachen aus der Schankstube...


    Loki klopfte dem Jungen auf die Schulter und nickte ihm aufmunternd zu... bevor er sich wegdrehte drückte er ihm noch eine Münze in die Hand...


    "Pass gut drauf auf.. vielleicht will ich es mal wieder...", zwinkerte der große Germane dem nun vollkommen verwirrt dreinschauenden Jungen zu, bevor er sich wieder auf seinen Platz in einer Ecke der Taberna verkroch und über die Welt nachdachte...

  • Glabrio hatte am Abend vor seinem Gespräch mit dem Legatus noch etwas entspannen wollen und hatte sich deshalb in die Taberne begeben.
    Als er ankam, blieb er jedoch in der Tür stehen und beobachtete die aufgeregte Szene, die sich vor seinen Augen abspielte.
    Und ausgerechnet ein Germane war es, der sich in die Streitigkeit einmischte und eine so unrömische aber auch ungermanische, wie schöne und richtige Aussage traf, wie sie es nur sein konnte.
    Glabrio ließ den verdutzt schauenden und deutlich verunsicherten Mann an sich vorbei aus der Taberna gehen und fasste dann einen Entschluss.
    Er ging auf den Hühnen zu und nickte ihm bewundernd zu.
    "Du hast eben einiges gewagt und ich meine, dass es wichtig ist, dass es solche Menschen gibt, die sich nicht mit der Welt zufrieden geben und auch den Mund aufmachen, wenn es nötig ist. Doch deine Ansichten sind zwar mit meinen ähnlich, aber in dieser Gegend vermutlich seltener anzutreffen. Ich fände es sehr interessant dich näher kennen zu lernen! Darf ich dich auf einen Wein einladen? Oder trinkst du lieber das Gebräu Germaniens?
    Ich vergaß mich vorzustellen: Mein Name ist Marcus Petronius Glabrio und ich lebe erst seit wenigen Tagen hier in Germanien, genauer in Colonia Claudia. Wer bist du?"

  • Loki war etwas überrascht so offen von einem Römer angesprochen zu werden, hatte er in den Tagen, in denen er in Mogontiacum weilte, bisher nur wenig positives mit den Römern erlebt... als er die Worte des Mannes hörte schien es ihm ehrlich und recht, und so willigte er gerne in die Einladung ein...


    "Ich ziehe bisher Gerstensaft dem römischen Wein vor, aber ich gehe gerne eure Einladung auf einen Kelch des Traubensaftes ein... wollt ihr euch nicht setzen?", er deutete auf einen Stuhl, "mein Name ist übrigens Loki...", und reichte dem Mann mit einem schmalen Lächeln die Hand...

  • Loki schaute erst etwas misstrauisch, auf die Einladung zum Wein gleich seine Lebensgeschichte präsentieren zu müssen, blätterte dann aber doch kurz durch das Buch seines Lebens..


    "Ja, vor ein paar Wochen floh ich aus meiner Heimat im Norden über den Rhenus in das römische Reich, nach... Colonia... Claudia? Eine Priesterin im... im... Capilotinum? Auf jedenfall half sie mir mich hier zurechtzufinden und verwies mich an den Clan der Duccier, bei welchem ich jetzt arbeite.. und jetzt sitze ich hier, und muss feststellen dass die Menschen im römischen Reich denen im Land meiner Väter garnicht so unähnlich sind, was ihre Abarten angeht...", er nickte dem Sklaven zu als dieser den Wein brachte und deutete ihm dann hinterher...


    "Sowas, zum Beispiel... Sklaven..."



    Sim-Off:

    Wie, WiSim?

  • Es war früher Abend, als ich endlich in Mogontiacum ankam. Ich hatte eigentlich gleich die Hros Duccia suchen wollen, doch jetzt drängte mich mein Magen erstmal einen Happen zu Essen. So stellte ich meinen Braunen im Stall ab, wo dieser nur äußerst widerwillig zu bleiben schien, und betrat die Taberna.
    Unter der Kleidung befühlte ich meinen Geldbeutel und kam zu dem Schluss, dass ich auf der Reise gut gespart hatte. Es waren noch einige Münzen darinnen, so setzte ich mich an einen Tisch an der Wand und gönnte ich mir erstmal ein deftiges Essen.
    Es dauerte eine Weile, aber dann kam das Fleisch und der Geruch, der mir in die Nase stieg war einfach zu köstlich! Ich lies mir nicht viel Zeit das Essen zu bewundern, sondern schlang es förmlich hinunter. Mein Hunger war ja auch kein Wunder, hatte ich mich die letzten Tage ja mit den kümmerlichen Rest meines Fresspakets begnügen müssen.
    So verschwand das gar nicht mal so zarte Fleisch schnell zwischen meinen Zähnen und all zu bald war der Teller leer.
    Als ich mir noch einen Wein bei dem Sklavenjungen bestellte, hatte ich eine Idee. Ich überlegte nicht lange, ob sie besonders gut war, sondern nutze einen relativ ruhigen Moment, um aufzustehen und mir Gehör zu verschaffen.
    "Fünf Sesterzen für den, der mich zur Hros Duccia bringen kann!", rief ich mit lauter Stimme.

  • Loki nickte Petronius knapp zu...


    "Schon, was mich damals schon gestört hat... aber im römischen Reich ist das noch viel... krasser...", seine Stirn legte sich in Falten als er den jungen Römer nach einem Wegweiser zur Hros Duccia fragen hörte, blieb aber erst einmal bei seinem Gesprächspartner, alles andere wäre im Moment unhöflich," meine Familie... sie war nicht wie die anderen... wir hatten einen Römer bei uns, der sich nach dem Bataver-Aufstand in unsere Gegend verirrte... er nannte sich... wie sagt ihr? "Syrus"??? Wir nannten ihn auf jedenfall Sigus. Auf jedenfall erzählte er von Rom... vom Reich... und in der Gegend, aus der er stammte, alle Menschen gleich wären...", er nahm einen Schluck Wein und fuhr mit leiser Stimme fort... "Aber hier, hier sind sie garnicht alle gleich, irgendwie... seltsam..."

  • "Bist du deswegen hergekommen?
    Nun, dann bist du sicher sehr enttäuscht, denn in der Tat ist es hier keineswegs so und auch im ganzen Einflußgebiet der Römer nicht. Doch in Syrien und Judäa, wo der Mann, seinem Namen nach zu urteilen, herkam, gibt es so etwas schon eher.
    Das ist zwar ebenfalls römisches Territorium, doch die Römer ließen den Menschen dort ihren Glauben, damals waren es Juden. Dies ist eine viel friedfertigere Religion. Sie hat nur einen Gott und nicht so viele und furchtbar menschlichen, wie die Römer und, mit Verlaub, ja auch die Germanen. Doch die Juden warten auf den Messias, den menschgewordenen Retter, der nach den alten Schriften kommen wird um die Menschen von ihren Sünden zu erlösen. Doch dieser Retter ist bereits gekommen! Es ist ein Mann, ein Judäer, namens Iesus Christus, der Gesalbte, der ein sehr einfacher Mann war.
    Vor etwa sechzig Jahren wurde er von den Römern auf Wunsch der Juden, die nicht an ihn glaubten, gekreuzigt. Doch am dritten Tage nach seinem Tod stand er von den Toten auf und besiegte somit den Tod und alle Schuld der Menschen.
    Er war ein einfacher Mann, doch er vollbrachte Wunder, erweckte Tote zum Leben, machte Blinde sehend und lief auf dem Wasser und vieles mehr und verkündete vor allem die Nächstenliebe. Demnach sind alle Menschen gleich und liebenswert. Jeder hat das Recht geliebt und akzeptiert zu werden und gleichzeitig liebt Gott JEDEN und vergibt alle Schuld!
    Die Anhänger des Auferstandenen nennen sich Christen und sie warten nun darauf, dass Christus wieder zur Erde zurückkommt und Gottes Reich `einführt´. "
    Glabrio hatte relativ leise gesprochen, sodass nur Loki ihn verstehen konnte, doch er hatte sehr überzeugt und ernst geredet.

  • Bei Petronius' Ausführungen wanderten Lokis Augenbrauen immer weiter in die Höhe... er hörte die Dringlichkeit in der Stimme seines Gesprächspartners und glich seine Stimme deshalb etwas an...


    "Erm, sicher dass das kein Zirkus war? Auf dem Wasser gehen, von den Toten auferstehen... Sünden wegnehmen... du kannst dir vorstellen dass dies alles ein wenig... unglaublich.... klingt, oder?"

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