Casa Germanica - Peristyl

  • "Nein, nein nur um so besser ist es für dich. Sollten gewisse Risse ein Problem darstellen. Natürlich sollten wir dann zu unserer Visite den Eigentümer mit laden, um ihm die Aussichtslosigkeit jener Bademöglichkeit auf die Konstruktion des Baues verdeutlichen zu können."

  • "In Ordnung", sprach Varus und nickte zufrieden. So zufrieden, wie man angesichts der Ereignisse eben sein konnte. Er erhob sich.
    "Gut, dann würde ich vorschlagen, wir treffen und morgen Vormittag vor der Taverne, wenn du nichts weiteres vor hast. Ich werde dafür sorgen, dass der Eigentümer auch erscheint. Vielen Danke, Senator Avarus."
    Er wartete noch einen Moment, ob es sonst noch etwas zu besprechen gab. Wenn nicht, würde er dann gehen.



    Sim-Off:

    Ich mache ein neues Thema auf, schreib dich einfach dazu, wenn du kommst. :)

  • Als der Diener mit Subdolus in den Garten kam fand er dort den Senator wie vermutet mit einer Lektüre auf einer Liege vor.
    Er räusperte sich.


    Herr! Ein gewisser Hadrianus Subdolus möchte mit Dir sprechen. Er meint Du würdest ihn aus Germania kennen, sprich aus Mogontiacum.

  • Nach der üblichen Arbeit auf dem Palatin hatte sich Avarus an jenem Nachmittag nicht in die Thermen begeben, sondern studierte die ihm zugesandten Berichte des Cursus Publicus Africanus. Die Rundreise vor einigen Monaten hatte wenigstens zu dem erfolg geführt, das man ihn derartig informierte.


    Da die Geschäfte in den Regionen jenseits des Mare Internum nicht nur gut, sondern bestens liefen. War die Laune des Senators durchaus angepasst an jene Schriften.


    Er lehnte sich auf der Kline zurück und sah dabei einen der Türsklaven auf ihn zueilen. Den Mann dahinter konnte er ob jener Fülligkeit des Sklaven nicht erkennen. So wartete er ab, bis sie den langen Säulengang und den samtigen Rasen durch- und überquert hatten und trank dabei einen Schluck des Rabensterz.

  • "Sklave danke, du kannst dich zurückziehen, doch nein warte... bring den Gast Wein." Dann blickte er nvermindert jenen Mann an. Er hatte sich verändert, doch wahrscheinlich lag es an der fehlenden Rüstung, dem sauberen Äußeren oder der Sonne die in Germanien um jene Jahreszeit weniger schien.


    "Hadrianus Subdolus, du siehst mich überrascht. Dienst du nicht bei den Nordtruppen in Germanien?"

  • Er versucht bequem zu stehen, doch es drängt sich ihm der Gedanke auf, das der Senator nicht sonderlich erfreut ist ihn zu sehen.


    "Salve Senator.
    Das tat ich Herr, ja. Doch ich habe vor wenigen Monaten meinen Dienst in der Armee beendet. Wurde entlassen und diene nun der Curie von Italien."


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • Seine Musterung findet den Abschluß in der Handweisung sich zu setzen. Auch der Wein findet sich ein und Avarus läßt seinen Becher ebenfalls nachfüllen. Er blickt eine Weile in jenen Krug hinein. Die Anwesendheit des Hadrianers wirft in ihm überwachsene Ereignisse auf. Er sieht sich genötigt dagegen anzukämpfen.


    "Du dienst der Curie in welcher Weise Subdolus und sprich, was ich für dich tun soll."


    Jenes 'soll' sprach seine Zunge eher undeutlich als verständlich aus. Avarus wußte, das er in der Schuld jenes Mannes stand. Die er vor vielen Jahren mit Geld hatte bereinigen wollen. Doch er dieser Hadrianus hatte es als seine Pflicht angesehen und die Sesterzen abgelehnt. Nicht umsonst war er jetzt, da es ihm sicher schlechter ging hier. Doch Avarus hielt sich in seiner Miemik bedeckt.

  • Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    "Sklave danke, du kannst dich zurückziehen, doch nein warte... bring den Gast Wein." Dann blickte er nvermindert jenen Mann an. Er hatte sich verändert, doch wahrscheinlich lag es an der fehlenden Rüstung, dem sauberen Äußeren oder der Sonne die in Germanien um jene Jahreszeit weniger schien.


    "Hadrianus Subdolus, du siehst mich überrascht. Dienst du nicht bei den Nordtruppen in Germanien?"


    Da mich der Senator nun wohl auch schon für einen Sklaven hielt, mußte ich wohl einer sein... :P So verschwand ich um dann nach kurzer Zeit wieder mit einem Tablett Wein wieder zu kehren und schenkte den Herrschaften ein...

  • Erleichtert setzte er sich hin und nahm den Becher Wein zwischen die Finger. Er wußte, das dieser Senator Germanien mehr mochte, als er es je öffentlich zugab und der erste kleine Schluck Wein versicherte ihm sein Gespühr, das es sich um einen germanischen Tropfen handelte. Zufrieden verzog Herius das Gesicht und stellte dann den Becher ab, bevor er antwortete:


    "Man hat mich kurz als Regionarius beschäftigt, doch war ich nicht erwünscht auf jenem Posten, dann machte ich eine Weile Pause für den Staat zu schuften und versuchte mich mit meinen Betrieben über Wasser zu halten, doch ich bin wohl zu rau zu meinen Kunden. Die germanischen Schlachtfelder haben mich mürbe gemacht. Nun darf ich als Vermesser für die Curie tätig sein. Doch es gibt wenig zu tun und wenn, dann laufen noch zwei Stubendeppen mit mir mit. Die Erfüllung ist das sicher nicht."


    Herius machte eine kurze Pause, sah den Senator an und nahm einen winzigen Schluck Wein. Noch vor einem Monat hatte er keinen Tropfen angerührt.

    "Ich war auch bei deinem letzten Kurs an der Schule anwesend, vielleicht hast du mich ja bemerkt Senator Germanicus."


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • Etwas unruhig rutscht Avarus hin und her. Noch immer ergründet er nicht den Sinn jenes Besuches. Was ist es, wenn es nicht das liebe Geld ist. Nun die Worte des Hadrianus schließen dies immernoch nicht aus und Medicus Germanicus Avarus zielt genau darauf ab.


    "Der kleine Prüfungsraum war gut gefüllt, zudem habe ich mich nicht selbst intensiv mit den Kurs befasst. Das machen die Scribae."


    Mehr wollte er nicht zu dem Thema erwähnen. Dem Mann ging es auch kaum etwas an, wie der Schulbetrieb hinter den Kulissen funktionierte.


    "Du möchtest also, das ich Fürsprache halte?" fragte er nach.

  • Herius räusperte sich und überlegte für einen Moment, wie er es aussprechen sollte. Der Augenblick füllte sich mit Stille und man konnte die Vogel über den Dächern der Stadt hören.


    "Ich bin nicht gekommen, um diese alte Sache in Germanien zum Nutzen zu ziehen."


    Er wärmte es auf, wahrscheinlich hatte es Avarus schon vergessen, doch er trug ihm die alte Zeit wieder vor die Füße. Herius versuchte diesen Satz zu bereinigen.


    "Damals habe ich auf deine großzügigen Sesterzen verzichtet und heute werde ich dies genauso tun. Es war meine Pflicht gewesen im Dienste für Reich und Imperator. Doch..."


    Nein nicht so. Wieder schwieg er. Man konnte ihm förmlich ansehen, wie er in seinen Gedanken arbeitete.


    "Also ich habe die Staatszeitung gelesen und gesehen, das ... nun ich lese sie immer ganz genau, also ich hab gesehen, das der Cursus Publicus in Hispania vermehrt nach einem Praefecten sucht und da wollte ich mal sehen, ob das was für mich ist."


    Man, man das war ne schwere Geburt geworden und Herius versuchte zu lächeln. Es war eher ein verlegenes Grinsen geworden und so wandte er seinen Blick lieber schnell dem Weinbecher zu.


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • Daher wehte also der Wind. Nun dieser Hadrianus hatte damit natürlich einen wunden Punkt des Postdienstes angesprochen. Doch würde der Cursus Publicus desswegen noch lange nicht jeden einstellen.


    "Das mag richtig sein, doch weiß ich nicht, ob du der Richtige für diese Stelle bist. Ich möchte auch nicht die alten Geschichten aufwärmen, doch erinnere ich mich noch an den Prozess, der einst in Rom gegen dich geführt wurde. Eine unschöne Sache war das damals."


    Eine bessere zwar, als seine Eigene, zumal es sich gegen einen gemeinsamen Feind richtete, doch so einfach würde es Avarus ihm nicht machen.

  • "Senator ich hatte gehofft, das du dies damals anders gesehen hättest, als das Gericht und ..." den zweiten Namen verschwieg er. Herius schaute zu Boden. In ihm staute sich eine Art Wut auf, doch das hier war weder der richtige Zeitpunkt, noch hatte dies jetzt noch einen Sinn.


    "Ich mag den falschen Ort gewählt haben, doch der Schlächter von Hispanien der viele tausend Soldaten nutzlos und nur zum eigenen Ruhme in den Tod geschickt hat, wurde nicht gegriffen, das hat mir jeden Mut damals genommen an Gerechtigkeit, Ehre und Zuneigung zu Volk, Vaterland und Kaiser zu denken. Aber meine Zeit wird irgendwann kommen und nicht wenige in Germanien unterstützen meine Sicht. Irgendwann werden wir die Zeit auf unserer Seite haben und die Götter hinter uns stehen."


    Er merkte, das er zu impulsiv geworden war und presste die Finger zu einer Faust zusammen. Wenig später griff er erneut zum Becher, der danach leer war.


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • Avarus war überrascht, mit welcher Offenheit der ehemalige Soldat aus Germanien, den er als kühlen Strategen mit einem Hang zu blutigen Schwertscharmützeln kennen gelernt hatte, hier sprach.


    So schwieg er für den Moment, nahm vom Wein, ließ ihn nachfüllen und wartete ab. Vielleicht würde jener Gast ein wenig Zeit brauchen um sich zu beruhigen. Dann jedoch begann er zu sprechen:


    "Du sprichst sehr offen zu mir, ich hoffe das tust du nicht in der Öffentlichkeit. Doch habe keine Angst. Hier in meinem Haus sind deine Flüche aufgehoben. Sie werden weder nach außen dringen, noch kann ich ihnen gänzlich widersprechen. Doch ich muß dich auch warnen. Seine Heuschrecken haben sich wie eine Plage über ganz Germanien gelegt und nicht selten trifft man auf einen kleinen Magistrat, der ihm zu Füßen liegt und dem es an offenen Ohren nicht mangelt. Ich bitte dich also diese Sache für eine Weile zu verdrängen."


    Avarus wußte, das man so etwas nicht vergessen konnte. Er hatte die Gerüchte gehört. Hatte auch viel der Lüge und Verachtung vernommen und war trotzdem nicht sicher, ob in jenem Fall das Böse dem Guten überwog. So versuchte er ein anderes Thema anzuschneiden, das heißt eher fortzusetzen:


    "Ich kannte dich als Legionstribun mit dem Befehl über die Reiterei. Einen besseren Mann kann man sich für die Pferdestaffel des CP nicht vorstellen. Trotzdem muß ich an meine Bedenken apellieren und deine eben gesagten Worte vertiefen diese weiter. Wie wirst du dich auf jenen Landen verhalten, wo einst dein Absturz begann?"

  • "Nicht Hispanien ist Schuld." kürzte er seine Worte ab und fügte darauf hinzu: "Die Ferne kann auch heilen, sie muß nicht schlecht sein."


    Herius war ruhig geworden. Der umdrehungsstarke Wein tat das Übrige.


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • "Was weiß dein jetziger Vorgesetzter über diese Überlegungen deinerseits?"


    Avarus drehte nachdenklich den Becher und verspürte ein leichtes Hungergefühl. Er winkte den Sklaven, der sich hinter einer der Säulen zurück hielt heran.


    "Du speist doch mit mir Hadrianus?"


    Der Senator und bekannte Kenner feiner Delikatessen und Speisen wartete nicht auf die Antwort, sondern trug dem Sklaven eine lange Reihe jener Wünsche auf, die seinen Gaumen und dem des Gastes verwöhnen sollte.

  • "Ich bin vorsichtig geworden, was das vorschnelle Handeln betrifft, Senator. Er weiß demnach noch nichts davon."


    Der Sklave hatte Trauben gebracht und Herius nahm sich eine kleinere Rebe.


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • Auch der Senator läßt sich die Obstvorspeise schmecken.


    "Das sollte er aber." hebt er dann die Stimme. "Wenn du nach Hispanien gehen solltest, dann müßtest du frei jeglicher Verpflichtungen in Rom sein. Außerdem muß dir bewußt sein, das ich auch bei dir keine Ausnahme mache, was die Probezeit betrifft.


    Nein diese sogar ein wenig strenger beurteile. Sieh es als Phase der Bewährung. Du würdest zuerst in der Station Tarraco als Stationarius eingesetzt werden."


    Die warme Vorspeise wird aufgetragen. Neben würzigen Soucen finden sich kleine gebackene Fischhappen, edle Austern und herzhaft eingelegte Oliven. Aber auch die Eier fehlen nicht. Es gibt sie von halbroh bis steinfest.

  • "Das würde mich nicht stören. Allein der Umgang mit den edlen Pferden sollte dies kompensieren."


    Dabei dachte Herius daran wie gern er damals in der Legion die Ställe aufgesucht hatte und wie oft er selbst seine Pferde pflegte. Der Standpunkt war fest gelegt, so wand er sich anderen Themen zu. Das Essen schmeckte extrem gut und Subdolus ließ es sich nicht nehmen ordentlich zuzulangen.


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

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