Casa Germanica - Atrium

  • Eine kleine architektonische Leistung verbirgt sich in diesem Raum. Er ist anders als üblich nicht offen, sondern mit einer Pfannenschieferdachhaube überdeckt. Weit oben auf dem Dach halten vier Stützbalken dieses viereckige angeschrägte Dach, was über das Hauptdach um einen Meter hinaus ragt und somit der Abluft Raum zum Entweichen läßt. Zusätzlich lassen sich diese Öffnungen in besonders kalten Wintern schließen. Ansich dient das Atrium für besonders umfangreiche Empfänge oder geschäftliche Aktivitäten, die einen größeren Raum, wie eins der Arbeitszimmer im Haus erfordern.






    [SIZE=5].[/SIZE]

  • Avarus hatte auf der Treppe noch Paulus aufgelesen und kam nun mit diesem im Schlepptau ins Atrium.


    "Pompeia Perilia, salve."


    Intressiert schaute er sie an, waren sie doch schneller als er zu denken für möglich gehalten hätte.


    "Setz dich doch." Er wies auf eine Liege und setzte sich ebenfalls auf eine Zweite. Ein kleiner Mamortisch teilte diese.


    "Was kann ich für eine Pompeia tun?"

  • Zu gern nahm ich den angebotenen Platz an und legte mich nieder
    Nennt mich Perilia, werter Senator. Die Pompeias sind zu zahlreich. Ich kam um euch um eure Mitwirkung und euren Ratschlag bei der Erfüllung eines Gelübdes zu bitten.

  • "Paulus bring uns Wein."


    Er legt sich etwas bequemer, indem er den Sklaven noch einige Kissen platzieren läßt, bevor dieser die Cyrpta aufsucht.


    "Ein Gelübte also. Deine Gens fühlt sich seit einiger Zeit der meinen gewissermaßen verpflichtet und umgekehrt soll diese Basis auch aufgebaut werden, dazu sind gewisse gemeinsame Aktionen notwendig.


    Umschreibe mir doch ersteinmal deinen Schwur, damit ich mir eine Vorstellung dessen machen kann."

  • Ich erwähnte öfter den Namen Neptuns im Zusammenhang mit dem meines Ahnen Sextus Pompeius der sich immer als Sohn Neptuns bezeichnet hatte. Als ich es an an einem Morgen erneut tat erbebte die Erde und unser Haus von seiner göttlichen Macht. Ich denke Neptun hielt dies für eine Anmaßung von Sextus Pompeius und wollte uns damit sagen das es nicht wahr ist und er es auch nicht weiter hören wollte. Um dies zu respektieren und zu manifestieren legte ich mein Gelübte ab. Ich gelobte ihm einen Tempel.

  • Er stellte das Tablett auf dem Tisch in der Mitte ab und füllte zwei gläserne Becher. Einer wurde der Dame gereicht, ein Anderer dem Herren.


    Still und leise zog er sich in eine für den Herren sichtbare Ecke zurück und wartete geduldig im Stehen ab.

  • "In welchem Sinne vereinbarst du Sextus Pompeius mit dem Gott Neptun, meines Wissens war er ein General zu Lande..."


    Er blätterte in seinem Gedächtnis doch es half nichts. Er beauftragte Paulus die Bibliothek aufzusuchen und ihm eine gewisse Rolle zu bringen. In der kurzen Wartezeit betrachtete er das Mädchen.


    "Ah endlich, entfuhr es ihm." und dann nach einem Blick in das Wissen: "In den Schlachten von Messina, als Sieg und Mylae als Niederlage wählte er das Meer aus. Ich würde dahin gehend sagen, es war eher Notdurft als Schachzug. Aber ich möchte mir auch nicht anmaßen über deine Ahnen zu urteilen, das obliegt den Göttern und nicht einem einfachen Mann wie mir."


    Er trank einen Schluck.


    "Die willst Neptuns Tempel also renovieren lassen. Ein edles und wichtiges Ansinnen, wir sind auf die Launen des Meeres oft und in vollem Umfang angewiesen."

  • Wenn ein Tempel eine Renovierung nötig hat dann würde ich dies tun, wenn keiner angemessen ist sollte ein neuer gebaut werden. Hättet Ihr vielleicht Zeit und Interesse die Bausubstanz der vorhandenen Tempel zu begutachten?

  • Er lächelt sie an.


    "Eine intressante Aufgabe in der Tat. Meines Wissens befindet er sich in der latinischen Colonie Paestum."


    Nimmt noch einen Schluck und schaut ernst und doch intressiert drein.


    "Solch eine Reise müßte jedoch bis nach mein Praeturium warten, ich bin zur Zeit unabkömmlich für Rom."

  • Nach meinen Informationen kommen allein in Rom drei Objekte für Renovierungen in Frage. Der Alter des Neptunus Equester im Circus Flaminia und sein Tempel im Campus Martius. Dazu...


    Ich kramte ein weiteres Schriftstück heraus


    ...noch das dem Tempestas (den gefährlichen Stürmen auf dem Meer) geweihte Heiligtum vor dem Capenischem Tor.

  • "Willst du nun Neptun des Meeres ehren oder den der Rennen? Hier in Rom verehren wir wohl eher "Vater Tiber", immerhin ist das Meer weit und die Opfer sollten Neptun am Strand dargebracht werden und nicht auf dem Innland. Doch ist der Name "Vater Tiber" seid vielen Jahren in Vergessenheit geraten, wohl immer so lange, bis er sich mit einer schrecklichen Überflutung zurück meldet."


    Nippt am Becher.




    "....Campus Martius da war ich noch nie und auch das Andere sagt mich nichts, doch bedeutet es ja nicht, das es das nicht gibt."

  • "Den Neptun des Meeres will ich ehren, Patronus. Doch mein Wissen in diesen Dingen ist noch gering. Ich bin zwar Discipula Neptunis, doch hat meine Ausbildung noch nicht begonne. Wann hättet ihr Zeit die Porta Capena mit mir aufzusuchen?"

  • "Einen Moment ich möchte mein Unwissen tilgen, Paulus sei so gut und hole mir die archivierten Blätter zu Rom..."


    Er nippte am Becher und fragte sie:


    "In welchen familiären Verhältnis stehst du zu deinem Pater Familias?"

  • Wortlos hatte er die Abschriften in der Bibliothek gesucht und gefunden und reichte sie nun seinem Herren. Danach füllte er die Becher nach und stellte sich wieder an seinen Platz. Seine Augen blieben wachsam und unbewegt.

  • Nach etlichen Seiten des Suchens....


    "Ah da haben wir sie ja, die Porta Capena in der alten servischen Ringmauer und damit südöstlich des Circus Maximus gelegen."


    Doch das war es nicht, was er suchte.


    "Irgendwo muß es doch niedergeschrieben sein, ein Wunder das ich diesen Ort noch nie betreten habe..."


    Seine Finger teilten die leicht angehefteten Pergamente, legten einen Teil zur Seite und einen Anderen zurück. Bis er endlich das Kapitel fand, das er so gesucht hatte.


    "So wollen wir mal sehen."


    Avarus las laut vor:


    "In der näheren Umgebung zur Porta Capena befinden sich Bäder, der Tempel der Fortuna Redux (die Glücksgöttin der Heimkehr) und auch die ersten Grabmäler, vorallem der ältesten Familien, so der Scriponier oder der Horatier, dann das Grabmal des Marcellus und das Cinciagrabmal."


    Er blättert weiter und zurück, meint etwas überlesen zu haben und kommt dann doch noch auf ein beiläufig eingefügtes, sehr altes Pergament, um zu lesen:


    "In einer Niche der Stadtmauer direkt am Tor Capena ist ein Schrein eingelassen, der an die Taten des in Spanien gefallenen Feldherren und Helden *verwischt* .... man benannte es als Tempestas."


    ...



    Nach einer Denkpause hob er seine Stimme wieder an:


    "Es wäre eine politische Katastrophe an einem uralten Heiligtum zu operieren, um es dann einen völlig fremden Zweck zuzuschreiben.


    Wie mir scheint sollten wir nichts überstürzen."


    Er gibt die Pergamente zurück in die Obhut des Sklaven, der sie sofort zurück bringt.


    "Wir wissen also nicht genau wem der Alter des Neptunus Equester im Circus Flaminia und sein Tempel im Campus Martius geweiht ist und zu welchem Zweck. Ich denke es ist das Beste, wenn wir an geeigneter Stelle dies erfragen. Wenn du möchtest, begleite ich dich zur Regia des Cultus Deorum, dort wird man uns Antworten geben können, schätze ich."

  • Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    Ich denke es ist das Beste, wenn wir an geeigneter Stelle dies erfragen. Wenn du möchtest, begleite ich dich zur Regia des Cultus Deorum, dort wird man uns Antworten geben können, schätze ich.


    Mit den Worten Ich danke euch für diese Gunst stand ich auf war mir aber nicht sicher ob wir jetzt gleich...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!