• Decius trat vor das Orakelgebäude und blieb unschlüssig stehen. Sollte er es wagen? Wollte er wirklich, oder war es nur eine Flucht vor der Unwissenheit, vor der Zukunft?


    Wissen wollen oder nicht, was war hier die Frage...


    [Sim-Off]Wo bekomme ich denn den Weihrauch her? In der Wisim wurde nichts angeboten...[/Sim-Off]

  • Sim-Off:


    Zitat

    Original von Marcus Caecilius Decius
    Wissen wollen oder nicht, was war hier die Frage...


    Come in and find out. Das Orakel beantwortet dir auch gerne diese Frage, wenn du keine andere hast. ;)


    Zitat

    Wo bekomme ich denn den Weihrauch her? In der Wisim wurde nichts angeboten...


    Der Orakelweihrauch des Königs von Tylus ist nun wieder erhältlich.

  • Nach einigem Hin und Her in seinen Gedanken gab Decius sich einen Ruck; Er wahr wohl auch einfach zu neugierig als dass er sich diese Unwissenheit gefallen lassen würde.


    So trat er auf die Tempelstufen und machte sich an den kurzen Aufstieg zur Pforte.


    [Sim-Off]Weihrauchangebot ist losgesandt :)


    Und was so ein W an der Stelle eines Ds so alles verdrehen kann... :P[/Sim-Off]

  • Ein hagerer, hochgewachsener Priester fortgeschrittenen Alters steht ein wenig abseits auf einer kleinen Treppe und fegt diese mit großer Hingabe. Kein Dreck und kein Staubkörnchen vermag ihm zu entkommen und gewissenhaft kümmert er sich um Stufe für Stufe...

  • Als Decius schließlich oben am Tempeleingang angelangt, tritt er ein und wartete, dass er empfangen wird. Auf dem Weg nach oben hatte er einen etwas älteren Herrn beim Fegen der Tempelstufen beobachtet...


    Sowas, jetzt fegen die Priester ihre Tempelstufen schon selbst. Ich dachte immer dafür gäbe es die Discipuli... na, dem Cultus Deorum scheint der Nachwuchs auch auszugehen... dachte err sich während er wartete.

  • Aus den Tiefen der Gänge kommen allmählich eilige Schritte näher. Eine Priesterin mittleren Alters von gepflegter Erscheinung und mit eleganter Tracht durchquert die unzähligen Bereiche von Licht und Schatten. Als die im Vorraum des Orakels ankommt, entdeckt sie verwundert den Besucher, will erst an ihm vorbei, überlegt es sich dann jedoch anders.
    "Salve. Was führt dich denn hierher?"

  • "Ah.... ähm, nun, was führt einen Römer zu dem Orakel? Ich möchte etwas über mein Schicksal erfahren, Priesterin." sprach er. Er hatt eseine Entscheidung getroffen. Hoffentlich würde er sie nicht bereuen...

  • "Ach..." musterte die Priesterin den jungen Mann skeptisch.
    "Hast du denn auch den richtigen Weihrauch dabei? Außerdem musst du deine Frage schon etwas konkreter gestalten."
    Nun umspielte doch noch ein leichtes Lächeln ihre Mundwinkel. Die jungen Leute von heute waren immer so stürmisch...

  • Decius Nahm ein kleines Beutelchen von seinem Gürtel und reichte es der Priesterin.


    "Selbstverständlich habe ich den besonderen Weihrauch dabei, hier ist er."


    Dann hielt er einen AUgenblick inne, er musste über die Frage nachgrübeln: Wie genau sollte er sie formulieren?


    "Nun, ich möchte wissen, welches Schicksal die Unsterblichen mir zugedacht haben in der Urbs Aeterna."

  • Die Priesterin seufzte. Sie nahm ein Wachstäfelchen hervor und notierte sich die Frage. Dann nahm sie den Weihrauch entgegen, untersuchte ihn kurz und nickte schließlich.
    "Gut... Ich werde sehen, was sich machen lässt."
    Nach einem kurz aufblitzenden Lächeln wendet sie sich um und folgt dem langen Gang zum Orakel, so dass ihre schlanke Gestalt abwechselnd in Licht und Schatten eintaucht.


  • Derweil stand Decius im Raum und wartete. hatte er seine Frage zu unpräzise ausgedrückt? Das hatte er nun von seiner Ungeduld, jeztz war es zu spät!


    So fügte er sich, voller Ungeduld und Neugier, was das Orakel sagen würde.

  • Die Gesänge vom Ende des Ganges schwollen an und irgendwann wieder ab. Für die Ohren eines am Eingang des Orakels Wartenden hörten sie sich unmelodisch und verzerrt an, ganz so, als wäre dort hinten eine ganz andere Welt.
    Es dauerte lange, bis die Priesterin den Gang entlang zurückkam. Für diffuse Fragen brauchte die Sibylle meistens etwas länger. Sie hob die Wachstafel und las Decius vor.
    "Erst nachdem wir alles verloren haben,
    Haben wir die Freiheit, alles zu tun.
    Erst wenn das Ei gelegt ist,
    Entscheidet sich, ob Hahn oder Huhn.
    Großes Unheil vertreibt die Sorgen
    Nimm den Löffel und grabe im Sand,
    Was die Zukunft bringt zeigt das Morgen,
    Was der Mensch denkt steht an der Wand.
    Eine Puppe im Ozean der Gefühle,
    Ein Würfel in göttlicher Hand,
    Nur wer seinen Weg nicht weiter geht,
    Bleibt am Ende unerkannt.
    Alles, was Du besitzt,
    Besitzt irgendwann auch Dich,
    Also greife nicht nach den Sternen,
    Denn alles verändert sich."

    Zufrieden lächelnd blickte sie den Mann an. Solch eindeutige Orakel gab die Sibylle selten von sich.

  • Als Decius die Worte des Orakels vernahm, wurde ihm ganz blümerant zumute. Was das wohl heißen mochte? Was er besaß, würde ihn besitzen? Musste er wohl ein Geld loswerden, damit daraus kein Unheil erwuchs? Und die Sache mit dem Löffel kam ihm auch karthagisch vor... Fragen über Fragen.


    Er bedankte sich bei der Priesterin und ging dann grübelnd von dannen...

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