Capitolinium - Quinquatrus Minusculae

  • Wenige Minuten später brachte man das Schwein. Es war makellos. Nur vielleicht ein wenig tollpatschig, wie es hinter dem Tempeldiener hertrottete und dabei munter grunzend in die Runde sah. Valeria besprenkelte das Tier, als es bei ihr angekommen war, mit mola salza, murmelte einige Worte vor sich hin und reichte dann einem fortgeschrittenem Popa das polierte Messer. Der Popa nickte und nahm den Dolch entgegen. "Agene?" fragte er. Valeria nickte. "Age!"
    Eine Augenblick später quiekte das Tier schriller und ein letzter Grunzer entfuhr seiner aufgeschnittenen Kehle. Valeria stand dabei und beobachtete genau, wie ein weiterer Opferdiener das Blut des Tieres auffing. Ein anderer schnitt seinen Bauch auf und bereitete die Eingeweide vor, während im Tempel Stille einkehrte. Valeria untersuchte die Gedärme des Schweines gründlich und richtete sich dann lächelnd auf.
    "Litatio!" verkündete sie.
    "Das Opfer wurde angenommen."


    In der Zwischenzeit zerteilte man das Fleisch des Schweines, um der Göttin ihren Teil zu zollen und den Rest an das Volk zu verteilen. Valeria suchte Livianus' Blick und lächelte ihn an. Sie war froh, dass er gekommen war.

  • Als sich vorne wieder etwas tat, wurde Livianus wieder ernst und richtete seinen Blick auf Valeria. Lediglich als sie in anlächelte, musste er kurz schmunzeln, machte es aber so unauffällig wie möglich. Dann richtete er seine Worte wieder an Aelia.


    “Na bitte. Das Opfer wurde angenommen.“

  • Ich nickte. Etwas anderes hätte mich allerdings auch überrascht. 8)
    "Erstaunlich.", meinte ich trocken, konnte mir jedoch das Grinsen nicht verkneifen.
    "Nunja...was den letzten Abend in der Castra angeht...ich habe ihn als äußerst nass und gewitterig in Erinnerung." :P
    Die Allgemeinheit (zumindest die, die noch nicht gefrühstückt hatte) strömte nun nach vorne, um einen Happen zu ergattern.
    "Lass dich nicht aufhalten. Du siehst schon ganz verhungert aus."
    Mit weit ausladender Geste wies ich nach vorne.

  • Und Fabia tat, was ihr angewiesen worden war und gab den Honigkuchen in das Opfer. Die andere Opfergabe würde Livia hineingeben. Fabia war ziemlich nervös, das musste sie zugeben, aber sie mühte sich, alles genau so zu tun, wie Valeria ihr dies beigebracht hatte. Sie atmete tief durch, nachdem die Opfergabe den Flammen übergeben war und trat wieder einen Schritt zurück, um weiterhin Valeria zuzusehen und ihr zu assistieren. Eigentlich war sie auch mächtig stolz darauf, ihr helfen zu dürfen.

  • Zitat

    Original von Germanica Aelia
    "Lass dich nicht aufhalten. Du siehst schon ganz verhungert aus."
    Mit weit ausladender Geste wies ich nach vorne.


    Livianus schmunzelte.


    „Ich denke ich lasse wohl lieber dem Volk den vortritt.“

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