[Regiofest] Der Eröffnungstag

  • Zitat

    Original von Publius Terentius Pictor
    Eine kleine Flotille lief majästetisch in den Zivilhafen ein. Zehn Schiffe zählte der Verband. Darunter waren sechs Liburnen und vier Triremen. An Bord des Flaggschiffs stand ich in auf Hochglanz polierter Plattenrüstung. Auf meinem Kopf saß der Helm mit dem Büschel aus rotem Pferdehaar.
    Nachdem alles vor Anker auf der anderen Seite des Flusses lag, ließ ich mich hinüber zum Fest schiffen. Im Boot saßen einige handverlesene Nautae und wenige Probati. Es sollte ja nicht zu pompös wirken. Auch den jungen Octavianus hatte ich in meinem Gefolge und behielt ihn genau im Auge. Vielleicht würde aus ihm ein verdammt guter Soldat werden.


    Vor dem Magister blieb ich stehen und grüßte ihn förmlich.


    "Salve, Fuscus. Meine Flotille liegt nun vor Anker."


    Ich blieb an meinem Posten. Der Centurio Clasicus sprach mit einem Mann, den ich nicht kannte. Ein Nauta der meinen Gisichtsausdruck anscheinend deuten konnte teilte mir mit, dass das der Magister Scriniorum war.


    Ich war sehr froh uf dem Flaggschiff der Flotte sein zu dürfen...

  • Zitat

    Original von Manius Matinius Fuscus
    "Ah, Salve Pictor, sehr schön. Was genau wird es geben? Taten sich noch Probleme auf?"


    "Wir werden eine Flottenschau mit militärischem Großeinsatz abhalten. Dabei werden sich auch einige Rekruten beweisen können. Das Übliche...


    Soweit haben sich keine Probleme ergeben. Nur halte ich den Zivilhafen für etwas zu klein, da passen ja mit Glück zwei Schiffe nebeneinander ins Becken!", scherzte ich grinsend.

  • Während seine Leibwache für mehr Platz sorgte, erreichte Livianus die Runde um Aelia und nickte allen grüßend zu. Seine Soldaten verteilten sich sofort um die Anwesenden und drängten die restlichen Bürger etwas zurück.


    “Salvete!“

  • Ich schmunzelte verhalten. Immer diese Militärs 8)
    "Salve Livianus, schön, dass du auch Zeit gefunden hast."
    Hm...musste ich nun wieder die Vorstellerin spielen, oder kannten sich alle? Naja, schaden konnte es wohl nicht. Seufz.
    Nacheinander stellte ich also alle erstmal mit Namen und Beruf vor und schnappte anschließend nach Luft.

  • Etwas verloren trat auch Valeria zu den anderen und grüßte mit einem fröhlichen: "Salvete!"
    Interessiert sah sie sich um, wer alles da war. Der nette Duumvir Mogontiacums, Aelia, Fuscus, Livianus... Und, ah, diese Aurelierin...und eine Menge Leute, die sie noch nicht kannte, die ihr aber freundlicherweise soeben von der Comes vorgestellt wurden.

  • Ich reckte den Hals und sah mich um. Tja, dann war die Schonfrist wohl um.
    "Ihr entschuldigt mich kurz? Die Pflicht ruft.", erklärte ich mit einem Zwinkern, schlüpfte zwischen den Soldaten hindurch und machte mich auf den Weg zur kleinen Rednertribüne.

  • Crispus war auch unter den den feiernden Bürgern. Er suchte gemeinsam mit seinem Kameraden Laelius den Weinausschank, denn an diesem herrlichen Tag trocknete eine Kehle doch recht schnell.
    Endlich fand er ihn und holte sich geschwind einen Becher. Mit diesem in der Hand betrachtete er die Flotte, die gerade in den Zielhafen einlief...schöner Anblick, wie er feststellen musste - aber dennoch nichts für ihn. Legionäre waren eben Landratten!

  • Zitat

    Original von Publius Terentius Pictor
    "Wir werden eine Flottenschau mit militärischem Großeinsatz abhalten. Dabei werden sich auch einige Rekruten beweisen können. Das Übliche...


    Soweit haben sich keine Probleme ergeben. Nur halte ich den Zivilhafen für etwas zu klein, da passen ja mit Glück zwei Schiffe nebeneinander ins Becken!", scherzte ich grinsend.


    "Nun, noch können wir kurzfristig die Örtlichkeiten ändern, aber ich fürchte, Ihr werdet keine Zivilisten in den Militärhafen lassen, wie?"

  • Sim-Off:

    Gnah. Sorry, dass sich das bei mir gerade so zieht, aber ich komm zu nix -.-


    "Liebe Bürger und Einwohner dieser schönsten aller Regiones.", erhob ich meine Stimme, als ich die Tribüne erklommen hatte. "Ich freue mich sehr, euch hier begrüßen zu können!
    Viele Attraktivitäten werden euch geboten werden. Jeden Tag wird hier ein großer Markt stattfinden, auf dem ihr alles findet, was euer Herz begehrt.
    Jetzt gleich werden wir einem Opfer an die Götter beiwohnen können, sowie eine Darstellung der Flotte der Classis sehen.
    Morgen wird dann die Legio IX Hispania uns ihr Können unter Beweis stellen und für die militärisch Unbegeisterten unter uns wird die Theatergruppe aus Mogontiacum eine Vorstellung zum Besten geben.
    Und schließlich wird am dritten und letzten Tag unseres Regiofestes noch einmal der Markt für euch geöffnet, sowie den Göttern ein Abschlussopfer dargebracht.
    Allen Beteiligten möchte ich an dieser Stelle meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Besonders erwähnt seien hierbei die beiden 'Sponsoren' Maximus Decimus Meridius, unser Legatus Augusti Pro Praetore und unser hiesiger Legatus Legionis, Marcus Decimus Livianus. Wie ihr bereits seht-", ich deutete auf diverse Essens- und Getränkehändler, "ist für euer leibliches Wohl ausreichend gesorgt.

    Sim-Off:

    Wisim ;)


    Ansonsten bleibt mir nur noch, euch viel Vergnügen in der Colonia zu wünschen."


    Erleichtert, das Ganze ohne stottern hinter mich gebracht zu haben, stieg ich wieder hinab.

  • Die Sacerdos Aurelia Antonia betrat das Feld, wo schon der Altar aufgebaut war und die Opfer warteten. Sie hatte lange überlegt, an welche Götter Sie sich im Besonderen wenden sollte und hatte sich für Jupiter Mars und Merkur entschieden.
    Leichte Flötenmusik erklang und Weihrauchduft verteilte sich.
    Mit bedecktem Haupt trat ich hinter den Altar und bereitete mich mental vor.

  • Interessiert hörte er der Rede des Comes zu und hob zwischendurch immer Mal wieder die Braue oder schmunzelte. Dann begann das Opfer, womit er so immer noch nichts anfangen konnte, aber er war geduldig und blieb auch hier dabei und sa es sich an.

  • Ich erhob meine Stimme:


    "Verehrete Gäste, wir sind heute hier, um den Göttern zu huldigen, Die uns wohlgesonnen beschützen und Die wir immer ehren werden.
    Zu Ehren Mars opfern wir diesen Ziegenbock."
    Es wurde ein stattlicher Ziegenbock mit vergoldeten Hufen und Blumenkranz um den Hals gebracht. Seelenruhig liess sich das Tier von einem Tempeldiener die Kehle aufschlitzen, was ein gutes Zeichen war. Ich schüttete das erste aufgefangene Blut ins Feuer und intonierte während das Tier fortgeschafft wurde, um Ihm die Eingeweide zu entfernen.
    "Zu Ehren Jupiters opfern wir diesen prächtigen Widder!"
    Ein Prachtexemplar von einem Widder, es wog sicher mehr als ein ausgewachsener Mann, wurde nachdem es gesalbt und mit Rosenwasser begossen wurde, wie der Bock mit einem gezielten Aufschneiden der Halsschlagader getötet und wiederum das Blut aufgefangen.
    Erneut goss ich das erste Blut in die Flammen, während Tempeldiener das Feuer stärker anfachten und mehr Weihrauch und Duftöle nachlegten.
    Ich kündigte das letzte Opfer an:
    "Wir opfern Merkur diesen stattlichen Hahn."
    Es wurde auf einer mit Blumen geschmückten Trage ein stolz aussehender Kampfhahn hereingetragen. Hätte ich mehr Zeit vor dem Fest gehabt, hätte ich natürlich einen Eber organisiert, aber ich hoffte, dass der Gott auch mit diesem Exemplar seiner Lieblingstiere zufrieden sein würde. Ich hatte sicherstellen lassen, einen hahn zu finden, der noch keinen Kampf verloren hatte und trotzdem noch herrlich anzusehen war. Der Schnabel des Tieres war geschärft und eingeölt, so dass er gefährlich glänzte, ebenso wie die vergoldeten Sporen. Erstaunlich ruhig, schaffte der erfahrene Tempeldiener auch den Hahn ohne Aufruhr oder Klagelaut des Tieres zu töten und ich schüttete auch einen Becher des Hahnenblutes ins Feuer.
    Ich erhob meine blutigen Hände gen Himmel und betete
    "Oh Ihr grossen Götter. Nehmt unsere Opfer an und lasst uns weiter an eurer Gunst teilhaben. Gebt unseren Truppen Stärke und den Befehlshabern Weisheit. Lasst diese Provinz weiter erblühen auf dass Eurer Volk hier auf ewig Bestand haben möge und Euch ewig preise...
    Amen!"
    Ich liess die Hände wieder sinken und schaute mir die auf goldenen Schalen angerichteten Eingeweide an, ob eine Fehlbildung oder ein Makel zu sehen waren, die uns das Missfallen der Götter zeigen würden.

  • Interessiert stand er dabei und gedachte den Göttern und ein paar Leuten, an die er sich gerne erinnern wollte. Sein Blick schweifte umher. Eigentlich hatte er gehofft auch Titiana hier zu sehen, aber er war sich nicht sicher, ob es für sie nicht zu viele Leute waren und so hatte er es ihr überlassen zu kommen oder nicht. Hatte aber seine Haushälterin gebeten sie zur Not zu begleiten. Nun hoffte er, sie zu sehen und sie an seine Seite holen zu können.

  • Crispus und seine Kameraden brachen in lauten Jubel aus, als die Comes erwähnte, dass alles umsonst war. Sofort machten sie sich daran, sich an den Ständen zu bedienen.
    Crispus nahm sich etwas von dem seltsamen Gebräu, das die Germanen scheinbar sehr gerne tranken, denn viele der "Eingeborenen" standen an dem Stand. Als er und Laelius einen Becher in kürzester Zeit geleert hatten, sah er sich um. Es fand ja gerade ein Opfer statt!
    So drehten sie sich zu dem Altar und senkten die Häupter, um die Opfer der Aurelierin nicht zu stören. Offensichtlich waren die Götter glücklich, denn jedes der Tiere machte keinerlei Anstalten, sich zu wehren.
    Doch kaum war das Opfer zu Ende, bemerkte Laelius einen weiteren Stand
    "Guck mal! Da gibts Falerner!"
    Sofort stürzten die beiden weiter. Auf dem Weg zum Weinstand machte Crispus noch an einem Fleischstand Station und bediente sich an einen Huhn a la Fronto - seit Ewigkeiten hatte er kein so saftiges Fleisch mehr gegessen!
    So kamen sie endlich zu dem gewünschten Stand und nahmen sich einen Becher
    "Auf dein Wohl!" prostete Crispus seinem Freund zu.
    "Auf mein Wohl!" antwortete Laelius und trank...

  • Mars kam ein wenig zu spät und hatte offenbar sowohl die Reinigung als auch das Voropfer verpasst. Muss wohl alles in Ordnung gewesen sein. Der Ziegenbock gefiel ihm auch. Nicht spektakulär, aber solide, wie man das in der Provinz halt machte, und ohne problematische Innereien.


    Während er darauf wartete, was die Kollegen von ihren Opfern hielten, traf sein zorniger Blick zwei ungebührlich lärmende Soldaten am Fleischstand und sogte dafür, dass sie an ihrem Hühnchen keine Freude hatten.

  • Mercurius schien zufrieden zu sein. Die Wahl des Opfertieres in diesem Rahmen ließ ihn zwar kurz stutzen, aber selbst das sollte ihn nicht weiter stören. Er war schließlich nicht sonderlich wählerisch.
    Die Eingeweide des Hahns wiesen keine Unregelmäßigkeiten auf. Blut floß auch in ausreichenden Maßen, die Sacerdos würde wohl keine negative Interpretation der Eingeweidenschau in Betracht ziehen.

  • Auch Marcus befand sich unter den vielen Zuschauern des Opfers. Schließlich hatte er heute frei bekommen und es war das erste Mal, daß er in die Stadt kam seitdem er die Ausbildung in der Legion angefangen hatte. An jenem Tag hatte Marcus zu Ehren von Mars auch eine dunkelrote Tunika angezogen. Aufmerksam verfolgte Marcus das Opfer, welches an Mars gerichtet war und schwieg voller Ehrfurcht. Wie immer, wenn es um solche blutigen Opfer gingen, war Marcus äußerst fasziniert von dem Spektakel was sich dort bot. Aber auch die Priesterin gefiel Marcus durchaus. Sehr ansehnlich und die Opferung vollzog sie auch anständig. Wenn auch Marcus es etwas seltsam empfand, daß eine Priesterin das Opfer Mars überreichte. Aber andere Länder und neue Zeiten wohl. Bis zu seiner Nase zog der Geruch des verbrannten Blutes und mit angehaltenem Abend wartete Marcus auf ein Zeichen der Götter oder die erlösenden Worte der Priesterin, daß alles gut sei.


    Ein ärgerliches Runzeln erschien auf Marcus Stirn und er sah mit einem ebensolchen Blick zu den Soldaten, die die Opferung für ihre Krakelereien nutzen wollten. Verdutzt sah er genauer hin. War das nicht der Scriba? Vielleicht sollte er später mal mit ihm noch ein Wort wechseln. Doch jetzt widmete er sich in Gedanken auch wieder der Zeremonie und besonders der schönen Priesterin. Dabei atmete Marcus die Luft der Stadt und der vielen Menschen um ihn herum ein. Herrlich! Endlich ein freier Tag. Den würde er voll und ganz auskosten. Dabei schweifte sein Blick die Zuschauer und recht desinteressiert über einige der hellhäutigen Germaninnen hinweg. An den Dunkelhaarigen blieb sein Blick doch immer wieder etwas länger haften.

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