Kandidatur zum Quaestor Provincialis

  • Ein Versuch konnte nie schaden, alle nahm ich mein Mut zusammen und sprach.



    Freunde, Römer, Mitbürger,


    wer ist der Mann der hier vor euch tritt und seine Absichten auf dieses ehrenvolle Amt kund zu tun ?


    Warum solltet ihr ihm eure Stimme geben ?


    Ich sehe es als Pflicht an das wir uns um die Belange des Imperiums kümmern.
    Uns einzubringen und mit allen Kräften das Möglichste tun, um den Wohlstand und die Macht Roms zu mehren.


    In seiner Weisheit hat der Kaiser uns Römern diese Möglichkeit eröffnet und nun es ist nun an uns, sie anzunehmen und auszufüllen.


    Es ist mein Wunsch, mein Bedürfnis, mit diesem ehrenvollen Amt meinen Beitrag zu diesem wunderbaren und großartigen Staatsgebilde zu leisten.



    Doch was sind die Absichten dieses Mannes vor euch, was sind seine Ziele ?


    Dieser Mann, der hier vor euch steht, und um eure Hilfe und euer Vertrauen bittet, hat Ideen und Vorstellungen von einem gewaltigen Rom einem Rom wie es der Erdkreis nicht erahnen kann.
    Und er steht nicht allein.


    Er ist Teil der besten politischen Kraft Roms.


    Der Gens Sergia.


    Diese hat die Ziele und Wege verkündet, die wir gehen müssen um das grossartigste zu erschaffen, was je von sterblicher Hand erschafft wurde.


    Und diesen Zielen, dieser gewaltigen Zukunft fühle ich mich zutiefst verpflichtet.
    Mein Streben, mein Wirken, danach auszurichten diese, mit euch allen, für Rom und zum Ruhme des Kaiser zu erlangen.


    Freunde, Römer, Mitbürger,


    ich bitte euch in Namen der hehren Ziele und Ideen, in Namen Rom's goldener Zukunft, helft bei diesem großartigsten alle Werke mit und gebt mir eure Stimme um einen kleinen Schritt voranzukommen.


    Vertraut dem wunderbaren Weg und helft ihn zu gehen.


    Mit mir, Publius Sergius Epulo.


    Lasst uns alle zusammen eine glorreichen Zukunft gestallten.



    Für ein mächtiges Rom und einen starken Kaiser !

  • Nur ein spärliches Klatschen schenkte ich diesem Kandidaten. Die Rede überzeugte mich nicht. Sie hatte keine genaue Zielsetzung und kam mir außerdem ein wenig angeberisch vor. Ich schüttelte ein wenig den Kopf. Nein, so überzeugt mich niemand.


    "Was sind deine genauen Ziele?", rief ich nach vorne.

  • Macer war sich eigentlich sicher, diese Rede von Beginn an verfolgt zu haben, aber schon nach dem zweiten Satz meinte er, offenbar doch einen Teil verpasst zu haben.


    "Für welches Amt kandidiert der Mann?" fragte er leise seinen Nachbarn.

  • Zitat

    Original von Caius Octavius Sura
    Nur ein spärliches Klatschen schenkte ich diesem Kandidaten. Die Rede überzeugte mich nicht. Sie hatte keine genaue Zielsetzung und kam mir außerdem ein wenig angeberisch vor. Ich schüttelte ein wenig den Kopf. Nein, so überzeugt mich niemand.


    "Was sind deine genauen Ziele?", rief ich nach vorne.


    Ich sah ein Centurio dort unten stehen, von hier oben sieht er doch eher ziemlich kleinwüchsig aus.


    "Meine Ziele als Quaestor Provincialis? Werde ich als Quaestor Provincialis in einer Provinz des Reiches berufen, dann werde ich mit aller Kraft und Tatendrang den Procounsul unterstützen. Nehmen wir doch mal die Provinz Hispania, sie leidet seit einiger Zeit an Bevölkerungsrückgang. Deshalb werde ich die Provinz wieder kontaktfreudiger machen, damit Familie wieder einkehren oder bereit sind neue Familien zu gründen. Also fördere ich die Unterstützung der Familie, sie soll mit an oberste Stelle stehen.


    Die Provinz soll in alle Munde klingen und genauso wichtig wie selbst Italia sein, egal ob in wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Hinsicht. Das Imperium braucht starke Provinzen, Provinzen die in einer Notlage dem Feind wiederstehen oder einer schlechten Ernte ausgleichen können."

  • Nach Beendigung meiner Rede besah ich mir meine Mitbewerber. Gespannt war ich, wie sie ihre Worte nutzen würden. Als der junge Mann eben endigte und von Hispania und Ernteausfall sprach, da schüttelte ich den Kopf. Landwirtschaft schien nicht seine Stärke zu sein, und so raunzte ich schmunzelnd indie Runde.


    Nun, sollte es in Italia Getreidemangel geben, wird Hispania uns sicherlich reich beliefern können - allenfalls mit Oliven. Beim Conventus würde man sich freuen. ;)


    Ansonsten hatte ich keine Meinung und stand ihm neutral gegenüber, doch schien die Rede mir recht schnell geschrieben gewesen zu sein.

  • Nachdem Macer darüber aufgeklärt worden war, dass der Mann als Quaestor antritt und dieser bereits die ersten Fragen beantwortete, liess sich der Senator die weiteren Teile der Rede noch einmal durch den Kopf gehen.


    "Du sprachst davon, Teil der besten politischen Kraft Roms zu sein," fragte er laut nach, "und nanntest dann die Gens Sergia. Verzeih einem Senator, der Teile seiner Zeit fernab von Rom in den Provinzen verbracht hat, aber ich habe von der Gens Sergia noch nicht viel als politische Kraft gesehen."

  • Dem Adligen hörte ich kaum was er so sagen vermochte. Aber den Senator hörte ich laut und deutlich.


    "Der Schatten des Reiches ist auch auf das sergische Blut gefallen. Unsere glorreichen Ahnen liegen schon seit über einem Jahrhundert unter der Erde und es betrübt mich, dass ein Senator und verdienter Politiker nichts mehr mit dem Namen der Gens Sergia anzufangen weiß. Davon unbestritten bleiben die hehren Ziele eben jenes großartigen Geschlechts, die Ideale und noblen Ansichten, für die sich Rom rühmen kann. Eben diese Punkte will ich durch meine Taten wieder aufleben lassen und den sergischen Namen in Erinnerung rufen."

  • Och, ich erinner mich gut an den Namen der Sergier. Allerdings habe ich etwas dagegen, wenn du versuchen solltest, auf die gleiche Art und Weise wie einer deiner Vorfahren den Namen Sergius wieder ins Gespräch zu bringen. Du machst da gerade ziemlich eindeutige Andeutungen, werter Sergius Epulo.

  • Ah, ein Mann in schwarz. Na die sind auch überall zu finden, wie Ratten bei einer Seuche. ;)


    "Das ist ja interessant, Praefect. Du kannst dich wirklich an diesen einen ominösen Vorfall in der langen Geschichte der Gens Sergia "erinnern"? Davon wirst Du sicher noch deinen Enkeln berichten können."

  • Wenn du so auf Fragen der Römer, deiner Freunde, wie du so schön sagtest, eingehst, wie auf meine Aussage, na dann gute Nacht. Denn es hat bei dir schon beim zu Hören ausgesetzt. Ich sagte nämlich, dass ich mich an den Namen deiner Familie gut erinnere, nicht, dass ich mich an den Vorfall erinnere. Doch, sei es wie es sei, mit welcher Sorglosigkeit du von diesem Vorfall sprichst, beunruhigt mich zutiefst. Ich befürchte fast, du bist dir nicht über den Sinn deiner Andeutungen bewusst.. ich dagegen bin mir darüber sehr im klaren.


    sprach Crassus und gab seinem Scriba einige Notzen zum Aufschreiben.

  • Ich bemerkte wie jemand etwas notierte, wie ängstlich muss ein Praefectus Praetorio sein, wenn er einen kleinen ungescholten, ehrlichen Bürger als Staatsfeind zu sehen vermag.


    "Ich glaube meine Freunde suche ich mir immernoch selbst.


    Aber du scheinst über viel 'Erfahrung' zu verfügen, dann sei doch so gut und belehre uns aus diesem Fundus deiner reichhaltigen 'Erfahrung'."

  • Wahnsinnig spannend, woher Epulo wusste, was dieser Scriba auf sein Täfelchen schrieb. Und dabei stimmte es wohl nicht mal.
    Crassus hob verwirrt, ob Epulos Aussage, eine Braue. -.^


    Ehm, was willst du jetzt von mir? Ich kann dir nicht ganz folgen...

  • Irgendwie war ich nicht gewollt ihm zu antworten, ich kannte ihn aus der Curia Italia und habe gegen ihn als Beisitzer gestimmt. Ich nehme mal an dass hat ihn ziemlich verletzt.


    "Oh, verzeiht. Ich muss kurz was erledigen."


    Ich wandte mich zu einem Sklaven.
    "Es ist so weit. Bereit?"


    Der Sklave nickte, daraufhin schrie ich mit gewaltiger Stimme:


    "FREIBIER FÜR ALLE! DORT DRÜBEN! FREIBIER FÜR ALLE!"


    Einige Leute drägten sich zu den Ständen. Ich wandte mich zum Praefectus Praetorio.


    "Wie du siehst bin ich gerade beschäftigt, du kannst gern 20 Minuten warten. Dann bekommst du deine Anwort."


    Ich half beim Ausschenken. "Ja, jeder kommt dran!" sagte ich zu einem Fremden.

    Sim-Off:

    Wisim

  • Pollux der Gallier war mit einem freien Readakteur der Acta auf die Rostra gekommen.
    Der Redakteur wollte die neusten Stimmungen bei der anstehenden Wahl einfangen. Pollux war auf dem Weg zur Acta um die neuste Post zu sichten und einige Rezepte abzugeben als man sich zufällig begegnete.
    Der Redakteur war darüber nicht undankbar, denn auch wenn Pollux mit seinen 160 cm nicht sonderlich groß war, so wälzten sich gute 150 kg Lebensgewicht und 2 hünenhafte gallische Angestellte vom Format KONON (um später die Säcke voller Post zu tragen) problemlos durch die Menschenmasse vor der Rostra. Und der Redakteur immer direkt dahinter.


    So hörten sie sich nach uns nach die einzelnen Reden an. Dieser Quästorenkandidat war mit Abstand ein Musterbeispiel für den Niedergang Roms. Zunächst einmal hatte er im Gegensatz zu den anderen Rednern keine nennenswerten rhetorischen Qualitäten. Dann überging er in unangemessener Weise den Praetorianer. Vor denen hatte selbst Pollux einen gewissen Respekt, denn die hatten Sesterzen in der Tasche und waren bei den Hahnenkämpfen gern gesehene Wettteilnehmer. Und den da kannte er sogar. Der gehörte zu den Wichtigen! Zuletzt dann noch der Stimmenfang durch Freibier. Welch ein erbärmlicher Schauspiel mit dem dieser Mann hier vermutlich Quaestor wurde.


    Der Redakteur beschrieb wie wild seine Wachstafel, während Pollux der Gallier über den Niedergang Roms und seiner politischen Strukturen in sich hinein lachte.

  • Ich hörte eine Stimme und dreht mich um, da sah ich ein Nichtbürger stehen.


    "Was redest du vom Niedergang Roms, Gallier! Ich muss mich doch sehr wundern, dass sich Rom jetzt schon von Fremden beurteilen lassen muss. Das ist der eigentliche Niedergang."

  • Pollux zog den Redakteur der Acta hinter sich her zum nächsten Redner.




    Sim-Off:

    Du solltest Dir deine eigenen Beiträge besser durchlesen und deinen Avatar betrachten. Dein Avatar hat keine Ohren wie Buggs Bunny. Dafür bist du wohl Marvin der Gedankenleser! Du schreist Freibier. Die Leute strömen dorthin. Du hilfst beim Ausschenken und willst dennoch die Aussage eines einzelnen Mannes hören? Zumal Pollux überhaupt NICHTS in wörtlicher Rede gesagt hat? Pollux DENKT sich hier seinen Teil und der Redakteur der Acta schreibt irgendetwas auf. Vielleicht ja ein Loblied auf dich. Oder siehst du irgendwo im Gegensatz zu anderen Beiträgen von Pollux "" "" für die wörtliche Rede? Und dann erkennst du auch noch, daß er Gallier und Nichtbürger ist? Und ein Fremder ist? Hat Rom etwa nur 10 Einwohner? Pollux hat keine Tunika an auf der sein Name und seine Herkunft steht. Und von der Begleitung auf den Rest zu schließen ist sehr gewagt, zumal er Dir bislang noch nie über den Weg gelaufen ist. Nun, dann wollen wir hoffen, daß Senator Purgitius Macer keinen numibischen Diener hinter sich stehen hat und somit zum numibischen Gastarbeiter im Senat wird.

  • Sim-Off:

    Du hast den Fehler begonnen. Ich erinnere mich vor langer Zeit, da sagte ein SL-Mitglied, dass man es einfach als gesprochen ansehen kann. Weil reine Gedankenpost sind hier nicht erlaubt, also wenn du Missmachepost sind und dass ist deiner.

  • Oh, si tacuisses...


    Der Masse wird dein Bier schmecken, dich nach dieser Reaktion aber kaum wählen. Wer wählt schon jemanden der mitten in seiner Wahlrede eine Gegenstimme versucht so abzuwürgen? Und das, nachdem du etwas gefragt hast - was nur leider niemand verstanden hat -, sodass man nicht einmal von einer ernsthaften Gegenstimme reden kann. Aber bitte, lass dich nicht stören, wenn du so deine letzten Sesterzen auf den Kopf hauen willst. Wobei, vielleicht ist deine Bierkation ja wirklich eine ernstgemeinte Hilfe... dich kann man wahrscheinlich nur im Suff ertragen.


    rief Crassus wohl eher vergeblich gegen die Menge an.

  • Macer betrachtete das sich ihm bietende Schauspiel amüsiert und beschloß, als Senator hier fehl am Platze zu sein. Sicher verstand es der Kandidat, mit Freibier einen Teil des Pöbels zu begeistern, aber von einem Mann, der sich mit dem vergangenen Glanz eines Namens rühmt, hätte er wenigsten vernünftigen Wein erwartet.


    Lächelnd schritt er auf den Praefectus Praetorio zu, der dem Kandidaten noch etwas zurief. "Wenn er versucht, die glorreiche Zukunft Roms mit Freibier zu gestalten, dann haben wir wohl noch viel vor uns. Für ein mächtiges Rom und eine starken Kaiser, naja - mag der Kaiser überhaupt Bier?"

  • Senator Purgitius, sei mir gegrüßt. grüßte Crassus den Senator, der eben auf ihn zukam: Ob er es gerne selber trinkt weiß ich nicht, ich weiß allerdings dass vor einiger Zeit eine größere Lieferung an Bier in den Palast gebracht wurde. Vielleicht haben sich damit auch nur einige Bedienstete abgeschossen..


    scherzte Crassus grinsend. Solange Epulo noch mit dem Bier Ausschank beschäftigt war, konnte man ja eh nichts fragen. A propos Fragen, Crassus fragte mit einem ernsteren Gesichtsausdruck Macer:


    Werde ich eigentlich schon paranoid oder kann man wirklich in seine Rede hineininterpretieren, dass er die Gens Sergia als neue Herrschermacht etablieren möchte?

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