Des Kaisers neue Kleider

  • Decius und die Palastsklaven betraten die Domus Augustana, den Wohnbereich der Kaiserlichen Familie im Palatium Augusti. Dort angekommen schaute Decius sich etwas unschlüssig um: Wo genau sollte er die Kisten mit den wertvollen Kleidern für den Imperator wohl abliefern? So hielt der Praetorianer nach einem Cubicularius auschau, dem er die Waren würde anvertrauen können...

  • Die Palastwache und die Sklaven haben sich natürlich nicht besonderes still verhalten und so dauert es nicht lange, bis eine neugierige Cubicularia zur Stelle ist. Sie sieht den Prätorianer und ein paar Sklaven um eine Kiste herumstehen als hätten sie nichts besseres zu tun.
    "Was macht ihr denn da?"

  • Sie erkannte den Prätorianer als einen, der nach ihrem Gefühl zu werten sehr oft Palastwachendienst hatte. Zumindest war es nicht der Chef der Wache, vor dem sie ein doch wenig Scheu hatte


    "Darf ich ehrlich sein? Als ob ihr nicht wißt was ihr machen sollt."
    Die Antwort war vielleicht etwas frech, aber sie lächelte den Mann dabei freundlich an.

  • Nach dieser Antwort schaute Decius etwas verwirrt drein: War er so leicht zu durchschauen? Im Geiste machte er sich eine Notiz, noch ein wenig an seinem undurchdringlichem, nichtssagendem Gesichtsausdruck zu arbeiten. Denn bisher schien es damit weniger her zu sein als er gedacht hätte. Dann jedoch hatte er sich wieder gefasst und konzentrierte sich auf die vor ihm stehende Dame.


    "Äh... hm."


    Decius deutete auf die auf dem Boden neben ihm stehenden Kisten.


    "In diesen Kisten befinden sich wertvolle neue Kleider aus Tylus für den Kaiser. Die sollen hier abgeliefert werden."

  • "Ach, schau an. Kleider aus Tylus."
    Sie möchte schon zufügen 'Der alte Herr leistet wieder mal was', sie läßt es angesichts ihres Gegenübers dann aber doch unausgesprochen.
    Sie beäugt die Kiste, die da vor ihnen steht.
    "Ist die schwer? Der Kaiser hats nicht gerade gern, wenn ein jeder in seine heiligen Privatgemächer eintritt."

  • Wieder mal eine unnötige Frage von ihr. Sie wirft dem Soldaten einen schiefen Blick gepaart mit einem Lächeln zu, der um Verzeihung bitten soll.
    "Ja, ich glaub dir ja schon.


    Also dann, folgt mir, ab ins Privatgemach des Kaisers."
    Mit einer Kopfbewegung deutete sie den Weg nach rechts und ging voraus.

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