• Merowech grinste kurz und sagte dann: "Du weißt ja selbst, wie das ist, Cupidus. Hier bring ichs vielleicht noch zum Decurio und dann schau ich, dass ich die restlichen Jahre, die mir bis zu meiner Entlassung und zur Verleihung meines Bürgerrechtes bleiben, möglichst unbeschadet überstehe. Darüber hinaus habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht."


    Was nützte es auch, große Zukunftspläne zu schmieden, wenn man nicht wusste, was Fortuna mit einem vorhat.

  • Nachdem Merowech geantwortet hatte, wollte auch Seleukos auf die Frage des Decurios eingehen.


    "Mir schwebt eine baldige Entlassung nach vollendeter Dienszeit vor, Decurio. Ich will meine eigene Familie in Rom etablieren und einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Bis dahin will ich hier bei der Ala noch mein bestes geben und etwas erreichen."

  • Cupidus nickte beiden zu. "Ja, ihr habt beide recht. Wollen wir hoffen, dass wir unseren Dienst alle unbeschadet überstehen und als alte Männer in unseren eigenen Betten sterben dürfen..."Er erhob sich und klopfte sich das Gras und die Blätter von den Beinen und den Hosen. "Wir brechen in fünf Minuten auf, solange könnt ihr noch Pause machen", sagte er und verstaute seine Ausrüstung am Sattel.

  • Cupidus deutete in Richtung Süden. "Wir reiten wieder zurück, für heute wars das. Für eine Patrouille nach Magna brauchen wir die Erlaubnis des Praefectus, mich würde wirklich interessieren, was wir jenseits der Grenze finden..." Er schwang sich in den Sattel.
    "Einerlei, sehen wir zu dass wir wegkommen. Aufsitzen!", befahl er den Männern, die sich auf ihre Pferde stiegen. "Es geht nach Hause. Pergite".Dann ging es weiter in Richtung Castellum

  • Die Turma ritt zügig über die Straßen nach Osten, wo in einigen Stadien Entfernung die Grenze lag, die das wilde Germanien von der zivilisierten Welt der Römer trennte. Brutus ritt an der Spitze und genoss die frische Luft und den Wind, der ihm ins Gesicht schlug. Hinter sich ritten der Feldzeichenträger und der Cornicen, dahinter die anderen Equites.
    Schon nach kurzer Zeit kam der erste Wachturm in Sicht und dann noch einer, etwas weiter südlich. Brutus lenkte die Schritte seines Pferdes zum ersten Wachturm und ließ halten. "Absitzen, Pause bis ich wiederkomme. Scarpus, Apollonius, ihr kommt mit mir," befahl er und trat in den kleinen Vorhof des Turmes ein. Hier waren Palisaden rings um den Turm errichtet worden, da an diesem Teil des Limes noch keine durchgehenden Befestigungen errichtet worden waren, wie bei der Legio II weiter südlich.
    Der Kommandant der Turmbesatzung, ein grauhaariger Veteran begrüßte die Männer. "Salve Decurio Brutus, wie geht es dir?" "Danke Lentulus, ganz gut. Dass du immer noch hier bist? Ich dachte deine Dienstzeit wäre längst zu Ende?" Der Soldat winkte ab. "Drei Jahre hab ich noch, aber das hast du mich letztes Mal schon gefragt... Nur wollte ich eigentlich lieber einen ruhigen Posten in der warmen Principia haben, hier draußen wachsen dir die Pilze aus den Ohren, das kannst du mir glauben," meinte er augenzwinkernd.
    Brutus lachte. "Nun, ich habe gehört waschen soll da helfen." Dann wurde er wieder ernst. Er zeigte auf Scarpus und Apollonius. "Diese beiden sind zum ersten Mal mit dabei, ich wollte ihnen die Aussicht zeigen... und wir beide müssen reden," sprach er weiter. Lentulus nickte nur und deutete auf den Eingang des Turmes und ging dann voraus. Über eine Leiter gelangten sie schließlich in den oberen Raum und traten auf die Plattform hinaus. Brutus legte eine Hand an das Geländer und zeigte nach Osten. "Dort drüben müssen wir hin, seht euch das Land an..." Er deutete auf die großen, fast undurchdringlichen Wälder.
    Dann nahm er Lentulus zur Seite und beide unterhielten sich leise über ihren Auftrag.

  • Apollonius betrachtete vom Turm aus den dichten Urwarld Germaniens, der so Undurchdringlich schien als wäre es eine Natürliche Mauer um Eindringlinge fern zu halten.


    Glaubst du das wir durch den Wald überhaupt mit den Pferden reiten könnten, Naja ich hoffe mal wir bleiben auf dem Grenzweg und müssen es nicht rausfinden.


    zu Scarpus meint

  • Ähhh Ich konnte es ehrlich nicht sagen ob wir in den Wald mussten. Wenn ja, so dachte ich, wird Iunius Brutus schon die Wege kennen die durch den scheinbar undurchdringlichen Dschungel führten.


    Ich weiss es nicht Gaius, am besten ist es wir vertrauen dem Decurio und den anderen Männern. Sie wissen bereits auf was man achten muss und kennen sich aus.
    Ich ließ meinen Blick über das Land schweifen und bemerkte eine dünne Rauchsäule gen Himmel steigen. Die Entfernung abzuschätzen war schwer und ich dachte mir auch nichts dabei.


    Schau mal Gaius, da brät sich sicher jemand gerade eine Wildsau. Leise Lachend zu meinen Kameraden und Freund meinte.

  • Nun mal sehen was der Decurio so geheimnissvolles zu besprechen hat.
    Vom Turm aus war die Ausicht grandios. Nebelschwaden zogen noch über die Baumwipfel während die Sonne ihren Weg antrat und langsam höher stieg.


    Ich begann leise zu pfeifen während ich nun weiterhin den Wald im Auge behielt, im Hintergrund erwachte das Castellum zum Leben und man konnte schon Alltagsgeräusche wahrnehmen. Eine kleine Gruppe Soldaten machte sich daran Stämme aufzuschlichten. Einge andere widmeten sich der Pflege von Ausrüstung.Iunus Brutus war mit Lentulus in einer der Barracken verschwunden und so konnte man nicht mal erahnen wie lange der Aufenthalt dauern würde.

  • Eingehend sprach Brutus mit Lentulus, der immer wieder beteuerte, dass die Beobachtungen bereits gemeldet worden waren. Stirnrunzelnd rieb sich Brutus das Kinn, wo sich in den letzten Jahren ein schmales Mal gebildet hatte, vom scheuern des Kinnriemens. Er nickte seinem Kameraden zu und trat wieder an die Brüstung heran, wo er sich am Geländer festhielt. Nur dem scharfen Beobachter fiel auf, dass sich seine Fingerknöchel weiß färbten, als er das Holz umklammerte. Sein Blick schweifte über die Wipfel der Bäume, über denen noch ein wenig Nebel hing. Die Vögel sangen und alles wirkte ruhig, wie schon immer. Aber Brutus wusste, dass es jenseits dieses Waldes gärte, die Stämme hatten längst Nachricht erhalten, dass der neue Kaiser nicht in Rom weilte und es mit seiner Gesundheit nicht zum Besten stand. Also warteten sie ab und beobachteten. Hin und wieder schickten sie kleinere Aufklärungstrupps, ließen es aber nie auf eine Kampf ankommen. Sie tauchten unter wie Schatten und waren nicht mehr zu finden.


    Dann wandte sich Brutus um. "Wir brechen auf, kommt ihr beiden," sagte er zu Scarpus und Apollonius. Gemeinsam kletterten sie die Leiter hinunter und traten in den kleinen Hof. "Alle Mann aufsitzen!!" befahl er und schwang sich selber in den Sattel. Als schließlich alle Männer angetreten waren, richtete er sich ein wenig auf. "Wir werden nun das Gebiet weiter östlich aufklären. Halten die Augen offen und meldet jedes Ereignis. Die Übungen sind vorbei, jetzt wird es ernst. Reihen auseinanderziehen, Abstand zwischen den Männern 80 Schritte, wir durchkämmen den Wald dort drüben mit 5 Mann. Scarpus, Batrax, Harluf, Apollonius und Einar, ihr übernehmt den Wald, Viridovix und Gorn, ihr bildet die Vorhut. Turma pergite!" Dann ging es los, immer näher an den Wald heran und entlang seines Randes. Schließlich betraten die eingeteilten Equites den Wald.

  • Nachdem die Befehle ausgegeben wurden atmete ich tief ein. Die Übungen sein nun vorbei ließ Iunius Brutus verlautbaren, es fiel schwer sich nun wirklich auf den Ernstfall gefasst zu machen aber wenn es Zeit war dann musste man mit einem Lächeln ins Jenseits gehen. Ich sprang nun auf meine Stute und streichelte ihr durch die Mähne, der einzig das Pferd war es nun auf dass man sich in erster Linie verlassen konnte wenn man in Bedrängnis kam.


    Wie weit wollen wir vorrücken Decurio? Ich hatte ca 1000 Schritte im Wald Rauch gesehen. Etwas zwang mich dazu diese Information weiterzugeben auch wenn ich selbst diese als nicht wirklich wichtig einordnete.

  • Gut, dass Scarpus diese Information weitergab denn es könnte entscheidend sein. Der Decurio hörte sich das gesagte geduldig an und dann ritten wir in richtung des Waldes.


    Kurz vor dem Wald wurden Apollonius und Scarpus der Gruppe zugeteilt deren Aufgabe es war das Waldstück zu erkunden. Nachdem die Vorhut ausgeschickt war warteten wir auf das Signal des Decurio.


    Während wir warteten stellte sich die Aufklärungseinheit bereits in 80 Schritten entfernung voneinander vor dem Wald auf bereit in dieser Formation den Wald zu durchkämmen und etwaige Gegner aufzuscheuchen.


    Auf das Zeichen des Decurio hin drangen die Männer in den dichten Urwald ein.

  • Brutus blickte zum Wald, der mit dichtem Unterholz bewachsen war. Kein einfaches Terrain für Pferd und Reiter, aber vielleicht konnte die Vorhut ja das Feuer finden, das hier mitten im Wald brannte.
    Brutus ritt der Vorhut hinterher und holte sie noch vor dem Wald ein.
    "Wenn es zu dicht wird, sitzt ab und schleicht euch zu Fuß weiter, das macht weniger Lärm. Der Rest wartet am Waldrand, bei Feindkontakt soll der Trompeter das Cornu blasen, dann sind wir bei euch. Los jetzt!"


    Dann sah er hinterher, wie die Männer im Wald verschwanden und wünschte ihnen den Segen der Götter.

  • Wir drangen nun tief ein, tief in den Wald und das Unterholz erleichterterte unseren Weg keineswegs. Mit den Gäulen ging es mehr schlecht als recht vorwärts und ein Gedanke schoß mit durch den Kopf.


    Brenne Wald Brenne.
    Ich blickte zu den anderen soweit ein Sichtkontakt möglich war und deutete ob man nun absitzen sollte. Nach einigen Augeblicken kam das Einverständnis von Viridovix, seine Erfahrung war hilfreich unter diesen Umständen, um gleich darauf ließen wir die Pferde an der Stelle zurück um zu Fuß weiter vorzustossen.
    Die Vorhut befand sich ausserhalb der Sichtweite als musste man sich immer mehr auf sein Gehör verlassen

  • Nachdem sie vom Pferd abgestiegen waren Arbeitete sich die Gruppe weiter durch den Wald vor. Dabei verteilten sich die Männer soweit voneinander das gerade noch Sichtkontakt möglich war.


    Der schweiß stand auf Apollonius Stirn, der versuchte trotz der Anspannung in größter Stille mit den anderen Vorzurücken. Auch er ging dazu über sich mehr auf sein Gehör zu verlassen konnte jedoch ausser den Geräuschen des Waldes bis jetzt nichts anderes ausmachen.

  • Vielleicht könnte man dem Koch ein paar Pilze mitbringen wenn wir schon durch diesen Dschungel schleichen müssen. Oder vielleicht Wildschweinbraten? Bei dem Gedanken begann mein Magen sich zu melden. Mir kam es so laut vor dass ich verlegen zu den anderen sah mit der Befürchtung sie könnten es gehört haben. Aber es war nur Einbildung.

  • Noch vor wenigen Stunden waren die Krieger auf ihrem Raubzug hier vorbeigekommen, hatten die zwei alten Frauen, die hier in einer kleinen Waldhütte lebten, überfallen und endlich zum schweigen gebracht. Die Menschen nahe der Grenze waren schon viel zu verweichlicht und nun wurden sie bestraft. Die Körper der Erschlagenen hatte man liegen lassen und die kleine Torfhütte angezündet. Dann waren die Männer verschwunden, hatten sich beinahe in Luft aufgelöst.
    Sie waren sich sicher, lange würde der Rauch nicht unentdeckt bleiben.

  • MistStieß ich laut hervor. Meine Nackenhaare standen zu berge, ein Zeichen dass etwas nicht stimmen konnte. Unangenehmer Geruch erfüllte nun die Luft, ein Geruch nach verbrannten Holz und nach verbrannten Fleisch. Weiter vorne hörte ich nun das Knacken von Zweigen die am Boden lagen und kurze Zeit später kam Gorn aus dem Unterholz und starrte sichtlich angewidert in Richtung der Hütte.


    Verdammte Barbaren. Die Hütte wurde niedergebrannt. Ich konnte 2 Körper davor liegen sehen, nicht gerade ein anregender Anblick wenn man schon gefrühstückt hat. Gleich darauf stieß er in das Cornu um die restliche Turmae zu informieren um sich dann wieder Richtung Hütte zu wenden.


    Die Ratten sind sicher noch nicht weit weg. Habe Spuren von Pferden und Füssen gesehen die noch nicht alt sind. Abgehauen dürften die Halunken Richtung Norden

  • Nach dieser Meldung setzte sich der Rest der Truppe ebenfalls in Bewegung um zu der besagten Stelle zu gelangen und um dort auf das eintreffen der restlichen Turma zu warten.


    Auf dem Weg dorthin versucht weiter wachsam zu bleiben denn die Gegner könnten noch in der Nähe sein.


    Meinter einer der erfahreneren Eques zu Apollonius und Scarpus. Beide nickten als Zeichen diesen Rat zu befolgen.


    Und so betraten Sie geführt von Gorn die Lichtung und kamen zu dem Schaupltatz des Überfalls

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