cubiculum | Titus Aurelius Ursus

  • Es war wie immer, wenn ich einen neuen Schlafplatz gefunden hatte. Die erste Nacht war immer die Hölle! Dabei störte es mich nicht einmal, den Raum, in dem ich schlief, mit anderen Menschen teilen zu müssen. Das war ich ja schon von früher gewöhnt.
    Es hatte eine Ewigkeit gebraucht, bis ich endlich eingeschlafen war. Die halbe Nacht hatte ich wach im Bett gelegen. Tausendundeine Sache ging mit durch den Kopf und genau dies ließ mich keinen Schlaf finden. Als dann die Nacht schon fast vorbei war, schloß ich endlich meine Augen und fiel in einen tiefen Schlaf. Dann mußte natürlich das passieren, was eigentlich besser nicht passieren sollte!

    Die Sonne schien mir schon ins Gesicht und auch das geschäftige Treiben der anderen Sklaven, konnten mich nicht wirklich aus dem Schlaf reißen. Eigentlich wollte ich mich noch einmal umdrehen und noch ein wenig dahindösen, als es mir wie Schuppen aus den Haaren fiel. Da war doch was?! Genau! Einmal wecken bitte! Mist, warum hatte eigentlich mich keiner geweckt??? Nullkommanix sprang ich aus dem Bett, zog notdürftig meine Tunika über, spritzte mir etwas Wasser ins Gesicht und band mir meine Haare nach hinten. Zwar sah ich nicht so umwerfend aus, wie am Abend zuvor, doch das war, meiner Meinung nach, jetzt auch unwichtig.
    Wie von der Tarantel gestochen rannte ich zum cubiculum. Hoffentlich schläft er noch, hoffentlich schläft er noch! Dieser eine Gedanke kreiste in meinem Kopf herum.
    Leise öffnete ich die Tür und warf einen Blick hinein. Es war noch dunkel. Was für ein Glück!, dachte ich. Leise schlich ich micht hinein.

  • Ursus schlief den Schlaf der Gerechten. Verließ er sich doch darauf, früh wieder geweckt zu werden. Er hatte einen anstrengenden Tag hinter sich gehabt, dementsprechend tief und fest schlief er immer noch, als Caelyn eintrat. Er schnarchte nicht. Das passierte ihm nur, wenn er auf dem Rücken schlief, doch im Moment lag er auf der Seite. Ein Bein lag auf der Decke, deren oberes Ende er zusammengeknautscht im Arm hatte. Seine Haare waren gründlich verwuschelt, was ihm ein jungenhaftes Aussehen verlieh, und sein zufriedener Gesichtsausdruck zeugte von angenehmen Träumen.

  • Es wäre sicherlich nicht sehr vorteilhaft gewesen, sofort die Vorhänge zu öffnen. Denn sonst wäre es sofort ersichtlich gewesen, wie sehr der Morgen schon fortgeschritten war. So ließ ich sie besser noch etwas geschlossen.
    Wie friedlich er immer noch immer schlief! So sah er ja richtig süß aus! Ach was süß. Ein Baby war süß, aber der Kerl hier, behauptete seit gestern, mein Herr zu sein! So einer konnte einfach nicht süß sein!
    Öhm, ja! Wecken! Wie sollte ich das den machen? Einmal richtig durchschütteln? Nee, lieber nicht! Ihn beim Namen rufen? Vielleicht.


    Ich tippte ihn also leicht mit dem Finger an. Das war wohl nicht so das Wahre! Dich tippte ihn etwas fester an, allerdings auch ohne größeren Erfolg. Jetzt stzte ich noch meine Stimme ein. "Aufwachen, öhm, dominus" Das letzte Wort murmelte ich eher, denn es bereitete mir immer noch erhebliche Probleme.

  • Das Anstubsen hätte den Aurelier beinahe aus seinen Träumen gerissen, doch die eher sanfte, leise Stimme lullte ihn gleich wieder ein. So murmelte er nur leise, räkelte sich etwas und schlief so seelig weiter, ohne wirklich zu erwachen. Wäre es heller im Raum gewesen, hätte er sich vielleicht eher aus den Armen des Schlafes befreien können.

  • Nee, das konnte jetzt nicht sein! Das war ja ´ne richtige Herausforderung! Ob ich vielleicht doch den Vorhang öffnen sollte? Aber das würde sicher Ärger geben, denn es war bereits kein Sonnenaufgang mehr! Eigentlich war es schon fast Vormittag.
    Nagut! Neuer Versuch! Mit der Hand schupste ich ihn leicht an. "Hey, aufwachen! Na komm schon!"
    Das war heute nicht mein Tag! Schön, dann eben auf die harte Tour!
    Ich rüttelte ihn ordentlich durch und schrie, so wie ich es einmal bei den römischen Legionären gehört hatte:"Aufstehen, aber zackig!"
    Mal sehen, ob das wirkte!

  • Es wirkte. Und wie es wirkte! Ursus setzte sich ruckartig auf und blickte sich desorientiert um, sein Blick suchte die Ursache des Geschreis. Und es dauerte einen Moment, bis er begriff, wo er war. Und war da gerade solch einen Lärm gemacht hatte und ihn so brutal durchgeschüttelt hatte.


    "Caelyn!" Das anfängliche Erstaunen wich sichtlichem Unmut. "Was fällt Dir ein! Wie kannst Du es wagen!!!"


    Er atmete tief durch und schälte sich aus den Decken. Daß er völlig unbekleidet war, störte ihn dabei nicht im Mindesten. Er ging davon aus, daß sie schon nackte Männer gesehen hatte. Außerdem war er ja durchaus nicht unansehnlich.


    Mit einem müden Seufzer trat er an das Fenster und riß die schweren Vorhänge beiseite. - Und stand in der gleißenden Sonne!


    "Was ist das?", fragte er überflüssigerweise und mit hörbarem Zorn in der Stimme. "Verstehst Du das unter Morgengrauen?" Als hätte er unendlich Zeit!

  • Oh ja! Es wirkte! Die Schlafmütze war endlich wach! Und schrie mich an.
    Ja, gut! War vielleicht nicht die feine britannische Art, aber wenn er auch so fest um diese Zeit noch schlief!
    Ich sagte lieber nichts auf sein Geschrei, sondern zog sicherheitshalber mal den Kopf ein, um eventuellen tieffliegenden Gegenständen besser ausweichen zu können.
    Als er sich erhob, wich ich, ebenfalls der Sicherheit wegen, einen Schritt zurück. Schnuckeliger Junge! Mein Lieber! Nicht schlecht! Mein verschmitztes Lächeln war sicherlich unübersehbar!
    Als er jedoch zum Vorhang eilte und ihn beiseite schob, sodass die lieblichen Sonnenstrahlen den Raum durchfluten konnten, kräuselte ich doch eher meine Lippen.
    "Öhm, nicht wirklich!" gab ich kleinlaut zu. Das ich schließlich die halbe Nacht keinen Schlaf gefunden hatte und erst am frühen Morgen etwas Ruhe gefunden hatte, hätte ihn sicher überhaupt nicht interesiert.

  • Das Schmunzeln entging ihm. Vermutlich zum Glück. Auch wenn es ihm natürlich gefiel, wenn der Blick einer Frau mit Wohlgefallen auf ihm ruhte, war dies nicht gerade der Moment dafür. Als er sich wieder zu ihr umdrehte, blickte sie schon wieder kleinlaut drein.


    "Caelyn, verdammt! Ich brauche die Zeit!" Er war wirklich zornig. Nun hatte er keine Zeit mehr, sich mit den Papieren zu beschäftigen. Er mußte sich auf dem Forum blicken lassen. "Na, los, such mir schon mal eine von den guten Tuniken heraus. Und auch eine der besseren Togen. Ist frisches Wasser zum waschen da?" Er wischte sich mit den Händen über das verschlafene Gesicht.


    "Morgen wirst Du mich pünktlich wecken, hast Du das verstanden? Sonst wird es sicher nichts mit Begleitung zum Forum und ähnlichen Dingen." Seufzend ließ er sich auf der Bettkante nieder. Am liebsten hätte er sie sich jetzt gegriffen und...

  • Ja! Es war schon verständlich, daß er hier nicht in tosenden Applaus aus gebrochen war und ich machte mich ja auch schon sooo klein, mit Hut. "Tut mir echt leid!"
    Viellelicht konnte ich ihn ja wieder etwas besser stimmen, indem ich ihm jetzt was totschickes zum Anziehen aussuchte. Okay, dann laß mal schauen, was er da so im Schrank versteckt hielt. Ach ja, frisches Wasser! He, ich konnte ja schließlich nicht alles auf einmal machen!
    "Ich hol schnell welches!" Und schon sprintete ich davon und war auch gleich wieder da. Erster Pluspunkt des Tages!
    Ruck Zuck hatte ich auch was nettes aus dem Schrank gezaubert. Eine dunkelblaue Tunika, mit ´ner feinen Brodüre besetzt. Passend dazu, kramte ich eine weiße Tunika hervor. Na das sah doch wirklich pfiffig aus! Zweiter Pluspunkt des Tages!
    "Soll ich dir noch schnell was zum Frühstücken besorgen, hmm?" fragte ich ihn, mit einer Überzeugung heraus, gerade das Richtige getan zu haben. Das wäre sicherlich dann Pluspunkt Nummero drei!

  • Wenigstens machte sie nun schnell. Während sie Wasser holte, stellte er sich wieder an das Fenster. Ein kühler Luftzug wehte herein und sorgte für die nötige Abkühlung. Als Ursus hörte, daß sie wieder eintrat mit dem Wasser, drehte er sich zu ihr um. Eifrig schien sie. Und bemüht, ihre Verspätung wieder auszugleichen. Während sie für ihn Kleidung heraussuchte, wusch sich Ursus gründlich. Dann prüfte er seinen Bartwuchs und kam zu dem Schluß, daß er dringend einer Rasur bedurfte.


    "Hast Du schon mal jemanden rasiert, Caelyn?" Wenn sie es konnte, dann konnte er sich den Besuch beim Barbier sparen. Er wandte sich ihr zu und sah, was sie an Kleidung herausgesucht hatte. Geschmack hatte sie jedenfalls und er nickte anerkennend zu ihrer Wahl.


    Es war natürlich ein Risiko, einer Sklavin ein scharfes Messer in die Hand zu geben und sie damit an seine Kehle zu lassen. Doch... wenn sie ihm übles wollte, dann gab es auch so tausend Möglichkeiten dazu. Warum es also nicht wagen?

  • Na, zum Glück konnte ich ihm ein wenig gerecht werden, denn er fing nicht gleich wieder an, herumzumaulen. Das war sein erster Pluspunkt des Tages! Meine Kleiderauswahl schien ihm auch ganz gut zu gefallen. Pluspunkt Nummero zwei! Ob ich schon mal jemanden rasiert hatte? Öhm, in gewisser Weise ja, nur war der dann anschließend mausetot! He! Das war reine Notwehr! Ehrlich! Außerdem hatte es der Drecksack verdient!
    Aber das konnte doch nicht so schwer sein. Einfach vor der Kehle haltmachen! Mehr war das doch nicht! "Na klar! Schon tausendmal gemacht! Sag mir nur, wie ich´s machen soll!" Ob das wirklich so gut war? Aber einmal ist immer das erste mal! Also los geht´s! Ich wartete nur noch, bis er mir verriet, wo er das Rasiermesser versteckt hatte.

  • Tausendmal gemacht. Aha. So ganz glaubte Ursus ihr nicht, aber sie machte einen recht selbstsicheren Eindruck. "So, dann zeig mal Deine Kunst und ich wäre Dir verbunden, wenn Du mich dabei nicht gleich umbringen oder verstümmeln würdest." Es war ein Scherz. Auch erkennbar. Doch er mußte sich eingestehen, daß er ein etwas mulmiges Gefühl dabei hatte, sich ihr so auszuliefern. Andererseits konnte man Vertrauen auch nur gegen Vertrauen erwarten.


    "Wie ich es wünsche? Sanft und ohne Schnitte." Er öffnete ein Kästchen, das ein geeignetes Messer enthielt und ein Döschen mit einer Paste, die angeblich die Sache erleichterte. "Dann wollen wir mal sehen, ob die tausendfache Übung aus Dir eine ordentliche Barbierien gemacht hat." Er setzte sich und legte seinen Kopf zurück, um ihr sein Gesicht zur Bearbeitung darzubieten.


    Wenn sie ihm die Kehle durchschneiden wollte, war dies die Gelegenheit dazu.

  • Mal ehrlich, so furchtbar schwer konnte das doch nun wirklich nicht sein! Interessiert warf ich einen Blick in sein Kästchen. Aha. Ein Messer. Sah gar nicht mal so schlecht aus. Ich nahm es heraus und wog es in meiner Hand. Lag relativ gut in der Hand! Irgendwie hatte ich den Eindruck gewonnen, als ich ihn anschaute, daß sich sein Vertrauen in meine Kunst doch in Grenzen hielt.
    "Keine Sorge, ich murks dich nicht ab! Wirst ja noch gebraucht!" sagte ich zu ihm mit einem schelmischen Lächeln.
    Was war denn in diesem Döschen? Neugierig öffnete ich es und roch daran. Naja, wenn´s schön macht! Mußte ich das Zeug jetzt in sein Gesicht schmieren? Konnte eigentlich nicht schaden!
    Großzügig trug ich also die Paste in sein Gesicht auf. Er hatte mir ja mittlerweile schon bereitwillig seine Kehle entgegengestreckt.
    So, Schwester, Skalpell! Direkt an seiner Kehle setzte ich das Messer an. Ein kleiner Ritzer und weg wäre er! Ach was! Ich gab ihm noch mal eine Chance!
    Langsam zog ich das Messer nach oben und begann, ihn richtig professionell zu rasieren. Mann, war ich stolz auf mich! Ich war ja so richtig gut!
    Aber warum mußte er dann plötzlich so zucken! Mist! Da lief auch schon das Blut, direkt über der Oberlippe.

  • Naja, wer zuckt auch nicht, wenn er gerade geschnitten wird. Dabei hatte es sich ganz gut angelassen. Sie hatte etwas arg viel von der Paste genommen, doch dann war die Sache ganz ordentlich verlaufen. Bis auf diesen Schnitt.


    Schnell griff er nach ihrem Handgelenk und schob das Messer ein Stück von sich weg, während er hektisch nach einem Tuch griff, um es sich auf die Wunde zu pressen. Er stellte schnell fest, daß es kein allzu schlimmer Schnitt war. Natürlich blutete es ziemlich, wie jede Verletzung am Kopf. Doch durch das Aufpressen war die Blutung sehr schnell gestillt.


    "Und nun mach weiter", befahl er äußerlich ruhig. "Aber paß bitte etwas besser auf."


    Innerlich sah das natürlich ganz anders aus. Hoffentlich verunstaltete sie ihn nicht völlig! Sonst konnte er sich auf dem Forum heute nicht blicken lassen. Was sicher keinen guten Eindruck machen würde bei einem frisch ernannten Vigintivir.

  • Junge Junge! War der aber cool drauf! Selbst als ich ihm ein klitzekleines Schnittchen zugefügt hatte, fing er nicht gleich an, hier herumzuschreien. Das rechnete ich ihm hoch an!
    "Ja!" antwortete ich ihm etwas nervig, "Und du, beweg dich nicht! Ganz ruhig bleiben! Ich tu dir schon nichts."
    Dann konzentrierte ich mich wieder auf seine Rasur. Erneut setzte ich das Messer an und führte es mir einer Leichtigkeit über seine Haut, als hätte ich das tatsächlich schon tausendmal gemacht. Tja, ich war eben wirklich gut!
    Bald schon hatte ich ihn rasiert, diemal ohne nennbare Zwischenfälle. Und ansehnlich sah er auch noch aus. Klasse Caelyn!
    "So fertig, was soll ich denn jetzt noch machen?"
    Eigentlich hatte ich mir das alles schlimmer vorgestellt. Vielleicht war ja auch wirklich ein ganz netter Kerl. Jetzt lächelte ich sogar etwas. Na, ob er auch was zu lachen hätte?

  • Er war nicht halb so cool wie er tat, doch das mußte ja Caelyn nicht wissen. Unter Todesängsten ertrug er die weitere Rasur, doch überraschenderweise passierte nichts weiter. Als sie fertig war, wusch er sein Gesicht und betrachtete es dann im Spiegel. "Sehr gut", nickte er anerkennend. Er hatte nicht nur überlebt, sondern die Rasur war sogar recht ordentlich ausgefallen.


    "Das nächste wäre das Frühstück. Nichts aufregendes. Etwas Brot und Käse oder Puls oder was auch immer schnell verfügbar ist. Möglichst nichts was kleckert, ich habe die Begabung, die beste Kleidung gleich zu ruinieren." Er lächelte ein wenig verschmitzt und griff nach der blauen Tunika, die sie herausgesucht hatte.

  • Ha! Zufrieden war er auch noch. Das freute mich. Junge, das hast du überlebt, jetzt kann´s nur noch besser werden, dachte ich. Als ich ihn mir so betrachtete, überlegte ich, wie alt er wohl sein mochte. Viel älter, als ich es selbst war, konnte er sicher nicht sein.


    Als nächstes stand das Frühstück an. Das müßte ich dann aus der Küche holen. "Frühstück! Mhm, nichts aufregendes!" wiederholte ich und mußte dann grinsen. "He, wenn du willst, kann ich dich auch füttern, dann passiert garantiert nichts!"
    Das war eher als Scherz gemeint! Im Leben nicht, würde ich auf die Idee kommen, einen erwachsenen Mann mit zwei gesunden Händen füttern! Ich hoffte nur, er würde das genauso sehen und nicht noch auf dumme Gedanken kommen.
    Dann lief ich zur Küche und stellte ihm etwas zusammen. Brot, Käse, ein getrochnetes lucanisches Würstchen, einige Oliven, einen Apfel und etwas Milch. Das wäre sicher ein reichhaltiges Frühstück.
    Auf einem Tablett trug ich die Köstlichkeiten in sein cubiculum und stellte es ab. "So, bitte schön!" Verlockend warf ich einen Blick auf das lecker aussehende Frühstück.

  • "Füttern?!" Ursus runzelte die Stirn und seine Augenbraue hob sich vor Erstaunen und auch Ablehnung. "Nein, danke, das kriege ich so gerade noch selbst hin. Auch vorkauen wird nicht nötig sein", erwiderte er trocken und schüttelte den Kopf. Auf was für Ideen dieses Mädchen kam, war wirklich unglaublich!


    Die Tunika zog er schon mal an, bei der Toga würde er ohnehin Hilfe benötigen, die war eben nicht gar so leicht ordentlich in Falten zu legen.


    Sie war schnell. Und die Auswahl, die sie getroffen hatte, war auch gut. Eigentlich schon reichhaltiger, als er es erwartet hatte. Er nickte anerkennend. "Ja, sehr gut. Stell es bitte da auf den Tisch. Du kannst jetzt selbst etwas essen gehen, wenn Du möchtest. Danach werde ich Dich nochmal brauchen, damit Du mir mit der Toga hilfst." Er setzte sich an den Tisch, um sich das Frühstück schmecken zu lassen.

  • Tsts, der Gute hatte aber wirklich auch keinen Humor! Vielleicht war mein Scherz auch nicht so recht durchgedrungen. Römer eben! Daran müßten wir noch etwas feilen. :D
    Das Tablett mit dem Frühstück stellte ich auf dem Tisch ab. Ja, so´n bißchen Kohldampf hatte ich auch. Als er mir dann mitteilte, ich könne selbst was essen gehen, ließ ich mir das nicht zweimal sagen.
    "Guten Appetit!" sagte ich und schon war ich weg.
    Ohne Umwege zu machen, steuerte ich erneut die Küche an. Niki, die Köchin, hatte mir schon etwas gerichtet. Es war niemals schlecht, wenn man einen guten Draht zum Küchenpersonal unterhielt! Dann würde man nie verhungern! Ich ließ mir Zeit zum Frühstücken und als ich richtig satt war, schlenderte ich langsam zurück zum cubiculum.
    Ich klopfte und wartete lieber, bis ich ein "Herein" hören würde. Vielleicht war er ja noch gar nicht fertig mit seinen Frühstück.

  • Na, das Mädel hatte es ja wirklich eilig, zu verschwinden. Was er durchaus versteen konnte. Wenn sie verschlafen hatte, dann hatte sie gewiß noch nichts gegessen. Ja, apropos verschlafen. Wenn das morgen wieder passierte, dann mußte er jemanden anweisen, sie rechtzeitig zu wecken. Mal an einem Tag, das war zu verschmerzen, aber ständig konnte er sich diese Langschlaferei nicht erlauben.


    Beim Frühstück ließ er sich Zeit. Hastiges Essen war nicht gesund. Und auf die paar Minuten kam es nun ja auch nicht mehr an. Trotzdem war er mit Essen schon fertig, als Caelyn klopfte. "Herein", rief er und wusch sich gerade die Hände, damit er die weiße Toga nicht beschmutzte.


    "Da bist Du ja wieder. Nun, dann wollen wir mal sehen, wie gut Du mit der Toga zurecht kommst." Er nickte auffordernd in Richtung dieses etwas unpraktischen, aber dennoch ausgesprochen eleganten Kleidungsstückes.

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