Asny

  • Auch Albina war erneut auf dem Weg zum Markt am Sklavenmarkt vorbeigekommen. Sie selbst in der Sänfte liegend war dem Treiben schon eine Weile gefolgt und gab nun einem der Sklaven einen Wink ebenfalls zu bieten.


    "Meine Herrin bietet 1000 Sesterzen für das Mädchen!" rief eben jener dann dem Sklavenhändler zu.

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    Hannibal


    Sanft entzog sich Hannibal der betrunkenen Umarmung seines Kollegen, und wandte dezent den Kopf ein wenig zur Seite um dessen Weindunst zu entgehen. Sein Lächeln blieb unbeirrt als Cassander von der Grausamkeit seines Herren erzählte - dergleichen war ja weitverbreit in jener noblen Familie - und ebenso als sein Kollege den Wink mit dem Zaunpfahl nicht hören wollte. „Ich verstehe“, entgegnete er liebenswürdig, „doch um etwas wirklich exotisches für Deinen Herrn zu finden, Cassander, würde ich mich auf dem Markt der Spezialitäten umsehen!“ Er wies mit dem Kinn zu jenen hinteren Bereichen des Sklavenmarktes wo ‚Abnormitäten‘ und ‚Missgeburten‘ verkauft wurden, um auch die seltsamsten Geschmäcker zu erfreuen, und den Anforderungen der Mode genüge zu tun. „Eben wurde dort ein zwergwüchsiger Nubier feilgeboten. Nicht grösser als so...“ Hannibal hielt die Hand flach in Höhe seiner Hüfte. „Ausserdem eine zimtfarbene junge Schönheit aus dem fernen Punt. Mit vier Brüsten.“ Er zwinkerte Cassander zu, behielt dabei sein Pokerface bei.

    „Tarraco“, er nickte. An seinen von der Seekrankheit und der unausstehlichen Gesellschaft überschatteten Besuch in jeder Stadt dachte er ungern zurück. „In der Tat. Meine Linie dient der Flavia bereits in der siebten Generation“, bestätigte er, ohne sich zu brüsten, einfach als ein Faktum. Sein Blick wanderte kurz zu der kleinen, ihrer Bestrafung harrenden Dido und er musste sich innerlich korrigieren. Acht Generationen waren es ja mittlerweile. „Ich kann nicht klagen über meinen Herrn.“ Und seitdem der im fernen Parthia weilte sowieso nicht. Sich selbst überlassen konnte Hannibal unbehelligt Tag für Tag, oder bessergesagt Nacht für Nacht, seinen eigenen Angelegenheiten nachgehen... Trotz dieser netten Plauderei behielt Hannibal selbstverständlich die Versteigerung im Auge, und rief dem Händler nun ein deutliches „Tausendzweihundert Sesterzen!“ zu.

  • Ein erneuter Wink der jungen Patrizierin und der Sklave rief erneut dem Sklavenhändler den Willen seiner Herrin zu.


    "1500 Sesterzen!"


    Gespannt verfolgte Albina den Fortgang der Auktion aus der Sänfte heraus.

  • Callidus wusste, dass auch ein höherer Preis für die Sklavin durchaus noch gerechtfertigt war, weshalb er sein Gebot nochmals erhöhte.


    > 3000 Sesterzen! <

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Langsam aber sicher ging der Preis in die Höhe. Doch Albina wollte dieses merkwürdige Mächen nun einmal unbedingt haben.
    Ein weiterer Wink und der Sklave hob erneut seine Stimme.


    " 3500 Sesterzen!"

  • Wahrscheinlich würde Albina tatsächlich noch jemanden ihrer Verwandten um Geld bitten müssen...


    " 5000 Sesterzen!" brüllte der Sklave erneut auf einen Wink hin.,

    Sim-Off:

    Edit : parallelposting/preiserhöhung

  • Mit erleichterter Miene konnte Titus schließlich die Auktion beenden...


    "5500 Sesterzen!!! Die Sklavin geht an den Herrn hier vorne."


    Letztendlich doch noch ein gutes Geschäft.


    Sim-Off:

    #1:Kinder, das ist kein eBay!!! *schwitz*
    #2: an Staatskasse 2 überweisen, bitte

  • Irritiert blickte sich Cassander um. Was war los?! Hatte er wirklich, in schierer Geistesabwesenheit hier rumgestanden und hatte nicht mitgeboten? -.^
    Sofort stürmte er nach vorne, er wollte keine Schläge.


    "Hier, Titus Tranquillus, mein guter Freund, du hast das Gebot hier überhört, mein lieber, es stand bei 10.000 Sesterzen, wenn du weißt, was ich damit meine."


    Damit grinste er ihm leicht flehend zu und zwinkerte ein paar Male.


    "Einfach überhört, mein Lieber, es steht bei 10.000, ich biete dir 10.000!"

  • Als dann noch einer angerannt kam, und traumhafte 10.000 Sesterzen für die Sklavin bot, blutete Titus das Herz als er ihm entschuldigend auf die Schulter klopfte, und ihn vertröstete, um die Glaubwürdigkeit seines Geschäfts nicht zu ruinieren...


    "Tut mir leid, Junge, aber mit dem letzten Wort ist dieses Geschöpf in den Besitz dieses jungen Mannes", er deutete auf Hannibal, "übergegangen. So leid es mir um das Geld tut, ich kann nichts daran ändern. Solltest du sie dennoch kaufen wollen, musst du nun mit ihrem neuen Besitzer sprechen."


    10.000 Sesterzen!!! Verdammt, wieso war der Junge nicht schon früher auf die Idee gekommen mitzubieten? Erst die Frechheit mit den 300 Sesterzen, dann zu spät 10.000 bieten... was ein Tag.


    Sim-Off:

    Sorry, ich kann die Sklavin nicht an ein nachträglich höheres Gebot verkaufen. Regelt das unter euch, Flaviersklaven... ;)

  • Cassander musste stumm nicken. Verdammt, nun war Hannibal in der besseren Ausgangslage...und Cassander, der wurde auf einem Schlage sehr nüchtern, wenn er die Peitsche vor den Augen sah.


    So trottete er mit einem leichten Lächeln zu Hannibal hinüber.


    "Gratuliere dir, Hannibal. Nun hast du sie doch. Hättest du Interesse an einem guten Geschäft? Ich gebe dir 10.000 für sie."

  • Asnys Blick war schon längst wieder zurück zu Dido gewandert um sehen zu können, wie sich die Situation zwischen ihr und dem fremden Mann entwickeln würde. Er würde sie doch hoffentlich nicht schlagen...
    Wenn er sie schlägt, beisse ich ihm die Hand ab...ohne zu kauen.
    Die weißblonde Sklavin schluckte trocken, Sorge zeichnete sich in ihren blassblauen Augen ab und verdrängte sogar den ansonsten so verschleierten, verträumten Ausdruck ein wenig. Sie wollte ihr helfen... nein, sie beide wollten ihr helfen, obwohl das natürlich eigentlich nicht richtig war, denn Dido war schließlich sehr wohl die Erste gewesen, die handgreiflich geworden war. Aber sie war doch noch ein kleines Mädchen und als Asny mitansah, wie man den zierlichen Körper auch noch hart schüttelte, war es selbst mit der Selbstbeherrschung der jungen Sklavin fast zu Ende, was sich bei ihr selbstverständlich weit weniger auffällig äußerte, als bei den meisten anderen Menschen. Eine ihrer Hände verkrampfte sich langsam in den blauen Stoff der Tunika und ihr Kopf senkte sich ein wenig tiefer. Wie lange würde der Sklavenhändler diese Auktion wohl noch ziehen? Sie war eigentlich selten bis zum Ende eines solchen Ereignisses vor einer Bühne stehen geblieben.


    Sie presste die Lippen etwas fester aufeinander. 500 Sesterzen? Wer hatte die eigentlich geboten? Hannibal? Mehr aufgrund von Hoffnung als von Sicherheit machte Asny einen kleinen Schritt auf Dido und den Mann zu, obwohl sie sich nach wie vor auf der Bühne befand und sie noch das ein oder andere Stückchen römischen Bodens trennte. 700. Nein, das war auf jeden Fall nicht Hannibal gewesen, es war aus einer ganz anderen Ecke gekommen. Der Blick des hellblonden Mädchens ruhte weiterhin auf der Kleinen, aber sie blieb stehen, notgedrungen. Dann wieder ein Gebot, 1.000 Sesterzen. Asny bemerkte gar nicht so sehr die Höhe des Gebots, sondern achtete vielmehr auf die Stimme, und ob diese ihr erlaubte, ihre Absicht fortzusetzen. Aber es war die Stimme eines weiteren jungen Mannes gewesen, also würde sie noch verharren müssen.
    Was stehst du hier rum?! Na los, sag' wenigstens was! Das ist meine Heldin des Tages, die da geschüttelt wird wie ein Beutel Oliven!
    Sie sog die warme Luft ein wenig tiefer in ihre Lungen und presste die Finger beider Hände nun ineinander, anstatt weiter in den Stoff ihres einfachen Gewandes. Sie hörte, wie Titus das Gebot wiederholte und senkte ihren Kopf ein wenig tiefer, was den Teil Roms, auf dem ihre Konzentration ruhte, jedoch eher noch intensivierte anstatt störte.


    1.200. Das war er gewesen. Es war fast schwieriger wieder einen Schritt - und eben nur diesen einen Schritt - vorzugehen und wieder innezuhalten, als ganz starr und steif zu verharren. Doch die Auktion war nun einmal nicht beendet, also durfte sie sich auch noch nicht von der Bühne begeben. Kurz widmete sie sich flüchtig dem gebotenen Preis an sich. Eintausendzweihundert war eine gute Summe, besonders angesichts dessen, was der Händler ihren Eltern gezahlt hatte. Warum schlug er nicht ein?
    1.500. Wieder die Stimme des Sklaven, der offensichtlich für seine Herrin bot. Augenscheinlich wusste Titus ganz genau, weswegen er die Auktion noch nicht beendete.
    3.000. Ansy zuckte leicht, merkte aber rechtzeitig, dass dies wider Erwarten nicht Hannibal gewesen war. 3000 Sesterzen... im Grunde eine ungeheure Summe für sie, auch wenn ihr Hauptinteresse gerade woanders lag. Anscheinend hatten sich einige sehr mächtige Herrschaften um die Bühne gescharrt.
    Spätestens bei 3.500 fand sie die Gewissheit dieser Annahme. Dabei konnte sie doch gar keine Buchführung... bei diesem Preis würde dies wirklich bedauerlich werden... würde Ansy augenblicklich auch nur einen winzigen Augenblick darüber nachdenken.
    Die 4.000 schließlich erlaubte ihr einen weiteren, fast pirschenden Schritt vorwärts. Hannibal schien glücklicherweise ebenfalls über ausgezeichnete finanzielle Möglichkeiten zu verfügen, doch auch darüber konnte man - eventuell - zu einem späteren Zeitpunkt noch nachdenken.


    4.500... 5.000... Kurz streifte der Gedanke die junge Frau, ob sie sich diese Werte nur einbildete, oder ob tatsächlich immer noch weiter geboten wurde. Doch Titus wiederholte geschäftstüchtig sämtliche Gebote und machte dadurch deutlich, dass sie entweder gemeinsam fantasierten, oder aber tatsächlich schwindelerregend viel für sie bot.
    5.500. Wieder ein Schritt nach vorne. Inzwischen hatte sie den Rand der Bühne beinahe erreicht und damit das Ziel, bei dem sich ihre Augen schon die gesamte Zeit über befanden. Und Titus nahm an. Asny gestattete es sich, tief durchzuatmen und hoffte, dass der 'Gewinner' sie nun recht bald einsammeln und mit zu Dido nehmen würde...
    10.000?? Nun wanderten die blauen Augen doch wieder von dem Mädchen fort und zu dem Mann hinüber, den sie so spontan als jenen mit den 300 auf den Lippen eingeordnet hatte... und der sich, noch viel erstaunlicher, auch als jener entpuppte. Und nun? Titus lehnte ab, doch dies bedeutete noch lange nicht, dass Hannibal dies ebenfalls täte. Es stellte schließlich ein einmaliges Geschäft dar.... Asnys Blick wanderte wieder zu Dido zurück. So eine Versteigerung war wirklich um einiges aufregender, wenn man sich selbst auf der Bühne befand.

  • Das Geschüttel hörte auf, was vielleicht daran lag, dass sich Dido nicht mehr dem Griff erwehrte. Denn in jenem Augenblick nahm das Bieten um die Sklavin das junge Mädchen ganz gefangen. Ihr Blick eilte zu dem Aelier, der für Asny bot. Ihre Augen verschmälerten sich und könnten Blicke töten...dann...ja, dann wäre wohl schon längst halb Rom tot nach dem Willen von der kleinen Dido, auf jeden Fall alle lästigen Erwachsenen. Sie presste ihre Lippen aufeinander und schnaubte, doch sie konnte nicht den anderen flavischen Sklaven drängen, schnell höher zu bieten. Nein, sie war immer noch in dem Griff von Lucanus. Die Zahlen sausten um Didos Kopf hinweg und ihr Mund öffnete sich. Sooo viele Sesterces? Das konnte sich die kleine Dido kaum vorstellen, selbst wenn sie in der Villa Flavia in all dem Pracht und Prunk wohnte, der so viel Geld wert war. Didos bescheidene Welt hielt noch einhundert Sesterces für ein wunderbares Vermögen. „Hannibal...“, krakeelte die kleine Dido, als sie glaubte, der flavische Sklave wäre nun endgültig dem Schweigen verfallen. „Biete mehr...“, aber ihre Worte wurden von dem aufgeregtem Raunen und erneut ein Gebot übertönt. Dido versuchte sich erneut aus dem Griff zu entwinden. „Biiiiittte!“, flehte die kleine, aber nicht gerade harmlose Sklavin. Als Dido wieder zur Bühne sah, erkannte sie, dass Asny auf sie zu getreten war. Wenige Schritte nur trennte Dido von Asny und in dem Moment hatte Dido das Gefühl: Das Schicksal wollte ihr erneut einen bösen Streich spielen. Da kam mal ein Mensch, der augenscheinlich Sympathie für die kleine Dido hegte, Hannibal zählte nicht und Serenus war ja weit fort, und dann sollte diese erlesene Person doch woanders hinkommen? Fast wäre Dido versucht, sich zu winden und Lucanus böse in den Handballen zu beißen und mit dem Fuß einen ordentlichen Tritt zwischen seine Beine zu versetzen, aber dann schien es Fortuna doch gut mit der neunjährigen Sklavin zu meinen, denn sie hörte endlich Hannibal wieder bieten und den Sklavenhändler einwilligen. Dido lächelte zufrieden, jetzt würden ihr die Peitschenhiebe von Lucanus auch nichts mehr ausmachen, was natürlich auch mehr theoretischer Natur war.


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    Hannibal


    Fünftausendfünfhundert? Was für eine Zahl! Hannibal ließ das in seinem Kopf zergehen und blinzelte, als er aus dem Rausch heraus trat, der ihn in dem Augenblick erfasst hatte, wo es Schlag auf Schlag ging. Hatte er gerade so viel Geld seines Herrn in weniger als sechshundert Herzschlägen ausgegeben, etwas, wofür sein Herr Wochen arbeitete? Mal abgesehen davon, dass sein Herr nicht auf den Lohn angewiesen war, so wusste Hannibal, dass Aristides durch seine Arbeit bei der Legion einen Sinn für Geld gewonnen hatte. Oder vielleicht doch nicht? Hannibals Mundwinkel verzogen sich nach oben. Was soll's!?, dachte er sich. Die wenigen Augenblicke, die er die Sklavin hatte beobachten können, zeigten ihm: Jeder Sesterces war wohl angelegt. Womöglich sogar ein Schnäppchen, gute Sklaven wurden sogar noch weit teurer versteigert hier in Rom. Mit einem breiten Lächeln fing Hannibal an in seinem Beutel zu suchen, um das Geschäft abzuschließen. Gerade als Hannibal einen versiegelten Brief hervor zog, der von einem Bankhaus ausgestellt worden war und eine versicherte Auszahlungsurkunde darstellte, hörte Hannibal das Gebot von Cassander. Langsam wanderte Hannibals Augenbraue in die Höhe, und da er schon sein ganzes Leben lang unter den Flavier weilte und lebte, war diese Geste gänzlich flavisch, sogar flavischer als bei seinem eigenen Herrn. „Zehntausend Sesterces? Mein Freund...“ Hannibal lächelte erst, lachte dann sogar in einem versöhnlichen Tonfall. „...ich möchte Dich nicht einem derartigen Risiko aussetzen. Eisenstäbe und Peitsche? Stell Dir vor, Du zahlst zehntausend Sesterces für ein Mädchen, was Dein Herr am Ende gar nicht so exotisch findet. Blond ist nicht eine Seltenheit, schau Dir die kleine Dido an. Weizenblond und dabei sogar noch Italikerin!“ Nur zur Hälfte, aber das verschwieg Hannibal geflissentlich. Er grinste schief. „Ich würde Dir einen schlechten Dienst erweisen. Mein Herr hingegen wird von der Musik begeistert sein und selbst wenn nicht...er wird mir nicht Gram sein. Du weißt ja, umgänglich und unkompliziert. “ Hannibal kramte dabei fleißig weiter in seinem Beutel und zog noch zwei weitere Umschläge hervor, zudem einen Beutel mit Aurei, den er eigentlich für den Sklavenmarkt vorgesehen hatte, der aber eindeutig nicht ausreichte. „Aber ich zeige Dir gerne den Markt mit den absonderlichsten und exotischsten Sklaven. Ich bin auch auf der Suche nach einer weiteren Sklavin, womöglich.“


    Hannibal wandte sich zu dem Sklavenhändler und reichte ihm die Umschläge und den Beutel mit Aurei gefüllt. „Bares Geld und so gut wie, Händler. Fünftausendfünfhundert!“, die sich der Sklavenhändler von dem größten Bankhaus Roms holen konnte anhand der Dokumente, die Hannibal an den Sklavenhändler überreichte, abgesehen von den gut zweitausend Sesterces in Aureiform. Und somit war es sichergestellt, dass weder Hannibal auf dem Weg zum Sklavenmarkt, noch der Sklavenhändler vom Sklavenmarkt ausgeraubt werden konnte. „Nehmt der Sklavin die Fesseln ab. Wenn sie so zahm ist, wie Du stets behauptest, Händler, wird es auch keine Probleme bereiten...“ Ansonsten würde Asny nicht weit kommen, in dieser Hinsicht machte sich Hannibal keine Sorgen. Hannibal wandte sich erneut Cassander zu. „Die Zeiten für Dich als kleiner König der Villa Flavia in Hispania sind leider vorbei, nicht wahr?“, mehr amüsiert als boshaft war der angeschlagene Tonfall. Doch wer gesagt hatte, eine Krähe hackte der Anderen das Auge nicht aus, kannte die flavischen Sklaven wohl schlecht. Wenngleich es Hannibal nicht danach strebte, mehr als kleine rhetorische Dolchstöße zu erwidern.



    simoff- überwiesen!

    [SIZE=7]für einwandfrei orthographisch oder sinnig verfasste Texte kann zu dieser Stunde nicht mehr gewährt werden[/SIZE]

  • Cassander senkte den Kopf und machte eine wegwerfende Handbewegung.


    "Jaja, mach dich nur lustig darüber. Mal sehen was mein Dominus davon hält."


    Nun fing er wieder an zu grinsen.


    "Weißt du, deinen Dominus mag Furianus, sogar sehr, doch du bist nicht Aristides."


    Dann zuckte er mit den Schultern und wandte sich zum Gehen.


    "Nein, diese Verkrüppelten Sklaven brauche ich nicht, die müssen nicht zu absonderlich sein, diese Kleinwüchsigen sind ja grässlich, nein, danke, da überseh ich noch einen und trete drauf."


    Außerdem war die zu exotischen Sklaven wiederum zu teuer, außerdem wusste man nie wie lange diese noch leben würden, da musste ja drinnen alles gequetscht sein in ihren Körpern. Nein, das war Cassander zu gefährlich.


    "Na, wir sehen uns noch. Viel Spass."


    Rief er ihm noch nach und winkte, schon mit dem Rücken zu Hannbial gewandt, mit der Rechten zum Abschiede.
    So, nun würde er sich die Beine vertreten, ein wenig trinken gehen und dann nochmals zurück kommen, vielleicht hatt der dicke Titus noch andere Sklaven...

  • Asnys für ihre Verhältnisse verdächtig unruhiger Blick konnte sich nicht recht entscheiden, ob er nun die Szenerie um Dido im Auge behalten, oder sich doch lieber Hannibal und dessen Reaktion auf die gebotenen 10.000 Sesterzen widmen sollte, was eigentlich wichtiger sein sollte, würde vom Ausgang dieser Sache schließlich erst abhängen, ob dies womöglich ihre erste und einzige Begegnung mit der kleinen Meisterschützin wäre. Diese ganze Entwicklung, das Verhalten dieses jungen Mannes bei Hannibal, wollte sich ihr ohnehin nicht ganz erschließen. Andererseits gab es beim Umgang mit Händlern Strategien, und vielleicht war der Fremde einem Plan gefolgt...
    Pfft, ja, ein Plan, nur leider hat er das Ende seines schönen Plans wie's scheint vollkommen versemmelt.
    Asa feixte, mit dem Ausgang des gesamten Procedere offensichtlich höchst einverstanden. Nicht nur dass man eine immense Summe auf den Kopf gehauen hatte, nein, der (oder vielmehr Asas ganz persönlicher) Gerechtigkeit war auch noch so wundervoll Genüge getan worden. Von Dido ganz zu schweigen.
    Ihre Schwester, welche im Gegensatz zu Asa auch noch von anderen Leuten wahrgenommen werden konnte, war mit deutlich weniger Schadenfreude gesegnet, doch auch sie spürte die warme, angenehme Welle der Erleichterung, als sie Hannibals Reaktion mitverfolgte, soweit dies von ihrem Standort eben möglich war. Didos Bekannter schien vielmehr amüsiert als ernsthaft an einem solchen Geschäft interessiert, obgleich es Asny auch nicht verwundert hätte, wenn Hannibal eingeschlagen und angenommen hätte. Niemand könnte es ihm wohl verdenken. Und was wusste er schon über sie? Auf was baute er sein Selbstvertrauen an diesen Handel? Ihr Flötenspiel? Ihren Umgang mit Dido? Oder war Titus einfach für seine herausragende Ware bekannt?
    Achja, der Händler. Als man ihr die Fesseln abnahm, glaubte Asny zuerst, das seltsame Geräusch, das zu ihr drang, wäre von ihm gekommen, oder vielmehr von seinen Zähnen, welche dann allerdings sicherlich sehr ungesund übereinander knirschten. Doch es musste wohl tatsächlich das schabende Geräusch der Fesseln gewesen sein. Titus war mit Sicherheit derart geübt in seinem Geschäft, dass ihn das verspätete Gebot nicht im Geringsten störte. Was waren schon viertausendfünfhundert Sesterzen für einen Mann wie ihn?
    Gedankenverloren rieb sich Asny über die nun wieder befreiten Handgelenke und griff sich ihre geschnürten Habseligkeiten, zugebenen noch ein wenig unsicher ob der Fortführung dieses Handels.

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