• Drusus, Drusus...
    "...mir scheint, du hast schon mehrere Leben gelebt mein unwissender Freund!Ich schließe das aus deinen Beobachtungen der Reiterei,...wenn sie so überflüssig ist,...warum gibt es sie denn noch?
    ...ich hatte gehofft du hättest die Brücke erkannt die ich dir versucht habe zu bauen,...aber sieh´es doch einmal so,...nur wer es in der die Grundausbildung bei der Legion schafft,...zählt doch schon zu den Besseren,...er hat bewiesen, daß er all die Vorzüge aufbringt welche du da so hoch hängst."

    Er sah in seinen Becher und stellte fest, daß er leer war,
    " ...aus diesen vielversprechenden Probati wählen wir aus,...ihr schickt uns mitnichten jemanden,...wir wählen aus,...und wenn er unsere Grundausbildung übersteht und sich in der Gemeinschaft eingliedert, dann und nur dann wird er zum Eques,...und trotzdem unterliegt sein Tun und Handeln immer noch strengster Beobachtung, sollte er im Dienst oder Freizeit versagen und seiner Truppe nicht zur Ehre gereichen, wird er nicht etwa diszipliniert,...er wird ausgestoßen,...er darf sich wieder in die Reihen der Milites einfinden...bei uns findest du die Soldaten Romas denen der Begriff Virtus in Fleisch und Blut übergegangen ist. Bei keinem unserer Männer findest du Striehmen auf dem Rücken...die findest du sonst überall,...bei den Milites, den Vigilites,...den Praetorianern...übrigens...ein Sammelbecken merkwürdigster Charactere,...ich frage mich allen Ernstes, was ein solch freundlicher Mensch wie Valerian da wohl treibt?!"


    Das war jetzt hart,...aber Drusus ging eine harte Gangart,...ob er noch Durst hatte?

  • Irgendwie schien Primus den Boden ihrer zwar hart klingenden, aber eigentlich doch freundlich gemeinten Stichelein verlassen zu wollen... Er ging auch gar nicht mehr auf Drusus' Argumente ein, sondern hielt einen Vortrag über die Reiterei zu halten. Dann folgte auch noch diese komische Bemerkung über die Striemen... War das etwa eine Anspielung auf die Striemen, die immer noch seinen Rücken zierten? So hart Drusus auch mit der Reiterei ins Gericht gezogen war, ins persönliche war er doch nicht gegangen...


    "Ich weiß nicht...", erwiderte der Centurio gedankenverloren. "Und das findest du gut? Dass einer, nur weil er mal 'nen Fehler gleich ausgestoßen wird? Du hast dich doch immer so über das Elitegehabe der Prätorianer aufgeregt, und ist das etwas anderes?"


    "Was die Prätorianer betrifft...", meinte er, ein wenig enttäuscht darüber, dass ihr Gespräch so entgleist war. "Gut, du hast deine eigene Meinung über die Prätorianer, das habe ich immer respektiert, aber ich frage mich, was dir das Recht gibt, über einfache Soldaten, die sicher nichts verbrochen haben hezruziehen..."


    "Aber lassen wir es gut sein, ja?", lenkte der Iulier schließlich ein. "Lass uns über etwas anderes reden. Wie geht es denn deiner Frau, oder Lupus?"

  • Primus,...ungeübt in derlei Sticheleien,...gewohnt nur alles so wiederzugeben, daß man es aufschreiben konnte, bemerkte, daß er einen Schritt zu weit gegangen war...traurig darüber meinte er,
    " Elite hin, Elite her,...was ich meinte ist, daß wir im Grunde aus einem Mangel eurerseits entstanden sind, wir sind eure Augen im Feindesland, eure Stimme über große Entfernungen hinweg,...es spielt doch keine Rolle wer wo dient,...es ist jedermanns Sache einen Beitrag zum Ganzen zu leisten,...und das Drusus unterscheidet dich, mich, die Milites, die Equites von Typen wie den Praetorianern,...nicht den Kleinen,...das sind nur Handlanger,...den großen, die korrupten Offiziere die ihre Loyalität meistbietend feilbieten, Kaisermacher, Kaisermörder...das ist eine selbsternannte Elite,...das hat nichts mit den Werten Trajans zu tun...und ich verzweifle fast bei dem Gedanken an Valerian..."
    Er sah an Drusus vorbei auf die Menschenmenge die zu Ehren des scheidenden Primus Pilus zechte,
    " ...ja lass´es gut sein,...vielleicht bin ich kein geeigneter Partner für Neidreden,...betrachte es bitte als Hilflosigkeit meinerseits, wenn ich dich unbewußt beleidigt haben sollte..."


    Er meinte das ehrlich...und hoffte er hat nichts bei Drusus zerbrochen...


    " ...aber ich arbeite daran es mit dir aufzunehmen,...versprochen!"


    Auf die Frage nach Lupus und seiner Frau entgegnete er,


    "Lupus strebt nach einer anderen Einheit,...will sich bei einer Ala die Sporen verdienen,...vielleicht Aegypthus,..."


    Primus schaute ein wenig unwillig drein, es mißfiel ihm Lupus seiner Obhut zu entlassen.


    " Tja und Tullia,...der geht´s ganz gut,...es wurmt sie gewaltig als Scriba zu arbeiten,...und ich habe das Gefühl, daß dies auch nicht allzulange anhalten wird,...sie hat es noch nie lange an einem Ort gehalten."

  • Drusus winkte grinsend ab, war aber tatsächlich sehr erleichtert darüber, dass sich das Ganze so leicht beilegen ließ. "Ist schon in Ordnung", meinte der Centurio beschwichtigend. "In Wahrheit beruht es doch auf Gegenseitigkeit, die Reiterei braucht die Infanterie, genauso wie es umgekehrt ist."


    Als der Iulier von Lupus' Zukunfstplänen hörte, zog er überrascht seine Augenbraue hoch. "Zur Ala?", echote er. "Nun, warum nicht. Wer als Eques von der Legion zur Ala versetzen lässt, kann sich gute Aussichten auf eine Beförderung zum Duplicarius machen... Und nach Ägypten würd ich auch gern mal, soll sehr schön dort sein..."


    "Hm", meinte der Centurio bezüglich Tullia. "Nun, so wie ich sie einschätze, würde sie sicher bald weiter hocharbeiten..."


    Freundschaftlich legte Drusus nun seine Hand auf die Schulter des Terentiers. "Sag, Decurio", begann er. "Wir könnten doch mal gemeinsam mit unseren Einheiten was machen? Ein kleines Manöver im Hinterland vielleicht, oder so..."

  • Primus sah den Iulier interessiert an.
    " Das wäre in der Tat sehr interssant,...wir könnten Kavallerieangriffe simulieren,...gegen ausgerichtete Truppen oder marschierende Truppen...da hätten wir beide etwas von,...meine Männer lernen schnelles Zuschlagen und geordneten Rückzug und deine Männer bekommen ein Gefühl für die Wucht und Schnelligkeit eines Kavallerieangriffs..."


    Eine gute Idee,...es war schön so etwas selbst entscheiden zu können.

  • Auch Primus schien Gefallen an dieser Idee gefunden zu haben. "Mhm, klingt gut", meinte der Centurio daher zustimmend. "Also, meine Centuria ist praktisch allzeit bereit, sollte sie zumindest." Drusus grinste den Decurio an. "Wie sieht's bei dir aus?" Wenn man schon dabei war, musste man doch gleich einen Termin ausmachen, sonst vergaß man am Ende noch darauf...

  • Primus kratzte sich das Kinn,...er hatte noch verschiedenes zu erledigen,...sein Vorgänger war nicht unbedingt fleissig gewesen, was die Officiumarbeit anging.
    " Nicht vor PRIDIE NON AUG DCCCLVIII A.U.C. (4.8.2008/105 n.Chr.)...ich habe noch etliche Altlasten zu erledigen,...ich schlage vor, wir besprechen es dann in meinem Officium,...da werde ich mich nämlich die nächsten Tage durchwühlen..."

  • Drusus nickte verstehend, natürlich war es klar, dass der Terentier erst den Schreibkram seines Vorgängers zu erledigen hatte bevor er sihc anderen Dingen widmen konnte... "Ich werde mich bei dir melden, Primus!", erklärte der Centurio sofort.


    "Sag..." Dem Iulier war nämlich noch etwas eingefallen. "Du hast mir doch neulich erzählt, dass du das Examen Secundum abgelegt hast, oder? Was hältst du davon, mit mir und Reatinus bei Zeiten das Tertium zu machen?"

  • Primus nickte,...es war nicht das erste Mal, daß ihn Drusus danach fragte.


    "Wann wollt ihr denn mit dem Studium beginnen?"


    Er hoffte nicht allzubald, denn die Arbeit war noch reichlich und die Muße sich mit zusätzlichen Aufgaben zu befassen recht übersichtlich.
    Dennoch wollte er dem Iulier nicht vor den Kopf stoßen,...und stellte sich innerlich schon mal darauf ein...

  • "Hm, nun es eilt nicht...", bemerkte Drusus nachdenklich. "Ich hab ja auch eniges zu tun... Und Reatinus wird sich sicher auch erst in seinen neuen Posten einarbeiten müssen..."


    "Aber kann ich davon asugehen, dass du grundsätzlich mitmachen würdest?", fragte der Centurio sicherheitshalber noch mal nach.


    Sim-Off:

    Zum Termin: Irgendwann nachdem Reatinus zurück ist, halt. :D

  • Primus sah Drusus an und nickte schließlich.
    " Du kannst auf mich zählen Drusus!"
    Es konnte nicht schaden das Tertium zu machen,...obwohl er lieber für ein Jahr nach Novaesium gegangen wäre um dort den Medicus Veterinarius zu studieren. Aber das hatte Zeit,...bisher konnte er sich mit seinen Kenntnissen in der Veterinärmedizin ganz gut behelfen.

  • Drusus nickte erfreut. "Freut mich.", sagte er dazu nur und blickte sich zwischen den Feiernden um.


    "Hast du dir eigentlich schon Gedanken gemacht, wer dein Duplicarius wird?" Drusus Entschluss in dieser Hinsicht stand ja schon so gut wie fest.

  • Primus nickte langsam,...sicher er hatte sich Gedanken,...die Entscheidung nicht leicht gemacht,...
    " Ich werde Ariaeus Dexius Lucius zum Duplicarius empfehlen,...Ocellus ist zum II Contubernium gewechseln,...war schwierig genug für Lucius das zu verkraften,...aber so werden beide Duplicarius,...


    Er mußte bei dem Gedanken an seine beiden treuesten Freunde lächeln.
    Verdient hatten sie es allemal.


    "...und du?...wer wird der neue Optio?" fragte er nicht uninteressiert, was in seiner Ausbildungseinheit vor sich ging.

  • Drusus nickte, auch der neue Decurio schien sich schon seine Gedanken gemacht zu haben!


    "Nun, ich habe mir überlegt, Probus zu meinem Optio zu befördern", erklärte der Centurio. "Du erinnerst dich doch noch an ihn?" Fragend blickte der Iulier seinen Kameraden an. "Ich denke, er hat es jedenfalls durchaus verdient, wie auch seine Phalera nach Borbetomagnus gezeigt hat..."

  • Primus grübelte kurz nach,...Probus,...Lupus erwähnte diesen einmal,...


    "...ja,...ich glaube mich an ein Gespräch von Lupus zu erinnern,...er ist jedoch noch nicht allzulange dabei,...oder?"


    Es war ein Germanicus, also ein Verwandter des Germanicus Sedulus,...
    Gut möglich daß er ihn auch daher kannte,...es war kein Geheimnis, daß er und Lupus den Germanicern sehr zugetan waren, Lupus als Klient und er selbst als Freund.


    Er vermißte die Zeiten mit ihm und Agrippa,...irgendwie war es damals,...netter,...

  • Drusus runzelte kurz die Stirn. "Nun, in Borbetomagnus war er schon dabei", meinte der Iulier zu seinem Freund. "Er hat auch 'ne Phalera bekommen. Du erinnerst dich?" Fragend blickte der Centurio den Decurio an.

  • Primus hob beschwichtigend beide Hände und meinte,
    " Drusus, me amicus! Deine Centuria hat 80 Mann,...ich denke du wirst den besten für die Aufgabe auswählen,...ich kenne diesen Germanicer nur durch Hören-Sagen...und Borbetomagus,...ja,...mag sein,...die Phalera,...ja,...hab´auch eine bekommen,...aber ich habe in Borbetomagus einen meiner besten Kameraden verloren,...du erinnerst dich vielleicht noch an Sergius,...wenn er sich dort als Führer bewährt hat, ist er sicher der richtige Mann für deine Stellvertretung."


    Er senkte die Hände und schloß,


    " Warum ist es dir denn so wichtig, was ich von deinem Optio in Spe halte?"

  • Drusus zog ein wenig verwundert eine Augenbraue hoch. Eigentlich hatte er doch nur die Frage des Terentiers beantwortet, erweckte der Centurio etwa den Anschein unbedingt Primus Zustimmung haben zu wollen?


    Die Nachricht von Sergius' Tod, auch wenn er natürlich nun schon länger her war betrübte den Iulier ein wenig. Natürlich erinnerte er sich noch gut an ihn... Zwar waren Primus, Sergius und Rufus immer ein wenig distanzierter von den anderen, aber dennoch waren sie immer gute Kameraden gewesen! "Klar erinner' ich moch noch an Sergius...", sagte Drusus. "Mein Beleid... Weißt du ob er Familie hier gehabt hat?"


    "Ist es das?", fragte der Centurio bezüglich der letzten Bemerkung des Decurios. "Natürlich schätze ich deine Meinung sehr, mein Freund.... Aber ich denke, dass ich mich mit meiner Centurie doch sehr gut auskenne, genauso wie du bei deiner Turma!" Drusus zwinkerte Primus zu.

  • Primus nickte ihm zu und entgegnete,
    "...davon gehe ich aus,...und jetzt me amicus,...die Pflicht ruft,...ich muß die Vigiliae für die Pabula einteilen,...sehen wir uns am Montag?...wegen der Manöverbesprechung?"
    Er hatte es fast vergessen, wäre nicht einer der Equites gekommen und hätte sich so aufgestellt, daß er ihn sehen mußte und mit eindeutigen Gesten zum Aufbruch gebeten hätte.
    Er gab Drusus die Hand und meinte,
    "...ich hoffe wir lernen beide was dabei,...deine Plattfüße und meine Fußlahmen...! Vale Drusus,..."

  • Der Karren rumpelte über den Boden, während Ingwin und sein Vater neben dem Maultier herstapften. Werlin schaute sich aufmerksam um. Das Forum war gut besucht und ganz im Sinne von Wulf. Mit Sicherheit würde er hier seine Waren loswerden, welche eher für Soldaten, als für normale Kundschaft gedacht war und weshalb er nicht das Forum von Mogontiacum aufgesucht hatte. Langsam erreichten sie einen Ort, zwischen anderen Ständen. Der zur Rechten bot einige Leinenstoffe feil. Auch warme Kleidung für die kälteren Tage, mit welchen man in Germanien einfach fest rechnen musste. Der zur Linken bot Keramikerzeugnisse an. Schüsseln, Schalen und andere Dinge, welche man gut in einer Küche gebrauchen konnte. Wulf winkte Werlin zu, der nun vom Wagen stieg. Dann machte er sich mit der Hilfe eines Mannes vom Nachbarstand daran, den eigenen aufzubauen. Ingwin hielt es eigentlich nicht mehr an Ort und Stelle. Gerne hätte er sich ein wenig umgesehen und sich ohne die Aufsicht des Vaters bewegt. Doch auf dem Weg hierher hatte Wulf bereits deutlich gemacht, dass er in der Nähe bleiben sollte.


    “Ist das dort drüben einer von diesen Offizieren, die wir fragen sollen?“, wollte er dann wissen und deutete auf einen Mann, den er für einen solchen hielt. “Das kann gut sein, aber lass‘ mich erst einmal den Stand aufbauen, Ingwin!“, sagte sein Vater mahnend.
    “Ich habe Hunger!“, stellte Werlin unterdessen fest und Wulf seufzte schwer. Ihren Proviant hatten sie inzwischen aufgebraucht, als sie eine Pause auf dem Weg gemacht hatten. Mutter hatte ihnen auch versprochen, dass auf einem Markt sehr leckere Dinge gäbe, welche ihnen gut schmecken würden. Sowohl Ingwin, als auch Werlin, hatten zwei Münzen dabei, mit denen man gut und gerne etwas kaufen konnte. “Ich gehe mit Werlin etwas zum Essen kaufen!“, sagte Ingwin nun, nachdem er geholfen hatte, einige der Waren auf die Auslage des frisch aufgebauten, aber sehr einfachen Standes zu legen. Wulf nickte. “Bleib in der Nähe!“, mahnte er. Vielleicht dachte er, dass auf einem abgeschlossenen Areal wie in dieser Castra, nicht viel passieren konnte. Dennoch war er stets vorsichtig, was seine Kinder anbelangte. Ingwin fasste Werlin bei der Hand und zog ihn nun in die Richtung, von der er meinte, dass in ihr nach köstlichem Essen roch. Werlin folgte, denn er hatte keine Chance gegen das Drängen seines Bruders. “Nicht so schnell, Ingwin!“, maulte er. Ingwin drehte sich zu ihm herum, ging aber weiter. “Nun beeil dich schon, Werlin!“, sprach er vorwurfsvoll. “Wir wollen uns doch noch ein wenig umschauen!“ Sein Bruder stieß wieder einen jammerdnen Laut aus. “Ingwin, ich...“ Weiter kam Werlin nicht, denn in seiner Unaufmerksamkeit war Ingwin in einen Mann hinein gelaufen, der seinen Weg gekreuzt hatte und den er gar nicht gesehen hatte. “Oh...Verzeihung!“, entfuhr es ihm hastig. Erst dann schaute er an dem Mann empor und in dessen Gesicht.

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