Domus des Tribunus Angusticlavius Furius Helios


  • Die Stabsoffiziere einer Legion genießen besondere Privilegien. Das zeigt sich auch an ihren Unterkünften, die sich sehr von denen der einfachen Soldaten und Mannschaftsoffiziere unterscheiden. Ihnen stehen eigene Häuser zur Verfügung, die wenig mit der sonstigen Kasernenbebauung gemein haben, sondern stattdessen sehr stark den typisch römischen, städtischen Atriumhäusern ähneln. Wie bei diesen gliedern sich fast alle Räume um ein zentrales atrium, mit im Boden eingelassenem Wasserbecken (impluvium) und einer damit korrespondierenden Dachöffnung (compluvium). Auch die weitere Raumnutzung, mit z. B. fauces (Eingangsbereich), tablinum (Wohnraum), triclinium (Esszimmer) und cubiculum (Schlafzimmer), gleicht der ziviler Stadthäuser. Jedem Tribun steht ein eigenes Haus zu, in dem er zusammen mit seiner Familie und dem Hauspersonal wohnt. Die Tribunenhäuser befinden sich an der via principalis und zwar auf der Straßenseite, die der principia gegenüber liegt.


    Das ist das Haus von Tribunus Angusticlavius Caius Furius Helios.


  • Während der neue Tribun ein vermutlich reges Gespräch mit dem Kommandanten hatte, bereitete seine erfahrenste und älteste Sklavin, Drogba, alles vor, damit der Herr zufrieden und mit einem wohligen Gefühl von Zuhause hier hinein trat.
    Der letzte Tribun, der dieses Haus besessen hatte, war ein Anhänger griechischer Kultur, wie man unschwer erkennen konnte. Ein wahrer Goldgriff für Drogba, war ihr Herr doch vor seiner "Romanisierung" noch ein waschechter Grieche gewesen. Ein paar Handgriffe hier, ein paar Handgriffe dort und schon würde er sich wie in Athen fühlen. Zwar wusste sie, dass er Athen nicht gerade hoch schätzte, da Sparta ja immer ein wenig mit Athen in Klinch lag, aber das würde ihn dennoch nicht so stören, wie arabische oder ägyptische Einflüsse, auch wenn er diesen offen stand.
    Sie musste anfangs ein wenig rumexperimentieren und die Grenzen des Furiers austesten...



  • Ad
    Caius Furius Helios
    Domus des Tribunus Angusticlavius
    Nikopolis
    Aegyptus



    Salve Caius Furius Helios,



    hiermit möchten wir Dich und Deine Begleitung zu unserer Hochzeit, ANTE DIEM VII ID IAN DCCCLIX A.U.C. (7.1.2009/106 n.Chr.) in der Casa Annaea recht herzlich einladen.
    Die Feierlichkeiten werden in der Casa Sergia in Rom beginnen und mit der Feier in der Casa Annaea ihren Höhepunkt finden, wo wir all unsere Bekannten und Freunde dazu recht herzlich einladen.
    Wir rechnen fest mit eurem/deinem Erscheinen.



    Mögen die Götter immer über dich wachen.


    Vale bene!



    Varus et Stella



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    Sim-Off:

    Für die Hochzeit wird eigens ein Thread in Domus Gentium Romae kurz vor der Feier aufgemacht, wer mag, kann gerne dazustoßen. Das Datum ist nur als Anhaltspunkt gedacht.


  • Ein Sklave nahm die Dokumente entgegen und wartete aufopferungsbereit bis sein Herr wieder Zu Hause war. Und das dauerte an diesem Abend lange an, denn der Herr war irgendwie in Feierlaune und hatte kurz einen Abstecher in die Lokalitäten Alexandriens gemacht.
    Schwankend kam dieser also rein und grüßte den Sklaven jovial mit einem Becher in der Hand schwenkend.


    "SSSSaaalwe *hicks* Marsullllululus!"


    Und im gleichen Augenblick fiel Helios auch, über seine eigenen Füße stolpernd, fast auf den Boden, konnte sich fangen und "nur" auf die Cline vor ihm plumpsen lassen. Diese knirrschte, gab aber nicht nach und zeugte von guter Qualität und der Hingabe des Erbauers. Marsulus bemerkte dies sofort und notierte sich im Gedächtnis noch ein paar Clinen mehr von dem Ägypter zu bestellen.


    "Dominus, eine Nachricht ereilte dich heute früh. Du warst jedoch schon weg."


    Helios kippte sich noch den Rest des Bechers in die Kehle und führte eine nicht gerade formvollendete Bewegung mit der Hand aus.


    "Na dann mach! LLLies schon vvvvor!"


    Wie ihm geheißen, so machte sich der Sklave ans Werk und ging dabei besonders auf den Umstand ein, dass sein Herr ihm abermals ins Wort fiel und wohl nicht gerade glücklich war.
    Am Ende faltete der Sklave die Schriftstücke zusammen und legte sie sorgfältig auf den Beistelltisch. Nun kam der Ausbruch.


    "WWWWAAAS! HÄ! WWWarum hhheiraten?!"


    Seine große Schwester und heiraten? Wen? Einen nichtsnutzigen Annaer?!
    Helios war außer sich. Dies warf seine ganzen Bindungspläne durcheinander, welche er für seine Schwester bereit hielt.


    "Kann nich sein! BBBei Zzzeus, verddammte Sch**ßßße!"


    Und dann fiel er nach hinten über die Cline und stieß sich am harten Marmorboden den Kopf auf, versank zuerst in eine kurze Abwesenheit und dann in den Schlaf. Ob er sich am nächsten Morgen noch daran erinnern würde, bezweifelte der Sklave. Es war ihm aber recht.

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