Plage Liguriens - die Vorbereitungen

  • Gleich nachdem der Trierarch Messius Senecio von dem Befehl gehört hatte machte er sich zum Nauarchen auf, um sich weitere Informationen zu holen. Sie sollten zuerst nach Ostia fahren und dort noch einmal die Vorräte aufzufrischen, da sie ihr Weg an die wilde Westküste der Insel Corsica genauer gesagt in die Nähe der Siedlung Aiacium führen würde, wo sie den Piraten Gorgus ausfindig machen würden - jedenfalls war das der Plan. Der Trierarch hatte jetzt aber erst einmal andere Sorgen. Die Mannschaft der "Ismene" war unterbesetzt und er musste schnell Leute "anheuern", die die Standardbesatzung auffüllen müssten. So schickte er Leute aus, die aus den verschiedenen Einheiten vor Ort, Männer abbeordern sollten, in der Hoffnung, dass auch welche freigestellt würden.


  • Erst vor kurzem hatte Labeo den Versetzungsbefehl auf die Ismene erhalten, er wusste noch nicht einmal, ob Verus auch mitgekommen war. Jetzt aber würden er in einen richtigen Einsatz auslaufen sollen, so war er nicht unbedingt unaufgeregt, als er gehört hatte, dass es a) diese Piraten, von denen sie die ganze Zeit gemunkelt hatten, wirklich gab und dass b) er zu den ausgewählten gehören sollte, die sie suchen sollten.


    Alle wichtige Ausrüstung dabei kam er so schnell es ging auf das Schiff.

  • Ein mulmiges Gefühl beschlich Tiridates beim Anblick der Ismene. Hatte er noch vor wenigen Stunden abenteuerliche Ausfahrten herbeigesehnt, so überwogen bei dem Hellenen nun doch die Gedanken an mögliche Gefahren, denen sie im Laufe des Einsatzes begegnen konnten.
    Der 'Ruf' auf die nun vor ihm liegende Liburne hatte ihn völlig unerwartet ereilt, doch die personelle Lage schien momentan in einzelnen Einheiten so angespannt zu sein, dass selbst auf unfertig ausgebildete Seemänner wie ihn zurückgegriffen werden musste.
    Weder kannte Tiridates nun den Kapitän der Ismene, noch wusste er im Detail, was man eigentlich von ihnen erwartete.
    Doch trotz dieser Bedenken war der junge Alexandriner fest entschlossen, sich seine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen und so bestieg er voll ausgerüstet das Schiff, um sich an seiner neuen Dienststelle zu melden.

  • Micion , Classicus und die weiteren Marineinfanteristen hatten nachdem sie den Befehl erhalten hatten ihre Ausrüstung überprüft, zusammengepackt und sich dann richtung Militärhafen begeben.


    Classicus war mit einigen anderen Hoplites an Bord. Bisher hatte man noch keinen ernsthaften Einsatz gefahren nur immer und immer wieder Übungen.
    Jetrzt würen die Hoplites ihr Können unter Beweis stellen können....vielleicht..



    Micion war bei den Artifices. Am Militärhafen angelangt wurde nach einer kurzen Besprechung mit demzuständigen Optiones das Schiff mit entsprechenden Geschützen und Waffen beladen. Nach der ersten Begegnung mit den Piraten sollte es diemal ja anders ausgehen.



    Nachdem alles Material und alle Marineinfanteristen ihr Material an Bord gebracht hatten, wartete man gespannt darauf wann es losging.

  • Auch Verus marschierte mit einer größeren Abordnung von bewaffneten Männern zum Schiff. Römische Marschgesänge drangen dem Trupp vorran. Verus trug ein schweres Kettenhemd und hatte seinen Helm fest verschlossen. Sein Blick war fest und er war bereit zu sterben. Dieses Leben bot ihm nicht mehr fiel außer als Held zu sterben. Er war Soldat und er wusste, dass dieser Tag kommen würde. Er würde jeden einzelnen dieser verdammten Piraten abschlachten, um Frieden über das mare nostrum zu bringen. Es war seine Bestimmung, sein Schicksal. Fortuna hatte ihn bis zu diesem Moment geführt. Würde er dieses Schiff wieder lebend verlassen oder auf hoher See sterben? - Ihm war es einerlei.


    Sein Körper gehörte dem Kaiser, seine Seele hatte er längst im Alltag verloren und so diente er weiter, den das war das Einzige was ihm blieb.


    Die Gruppe der gerüsteten Soldaten erreichte das Schiff. "Achtung!"


    Verus baute sich vor seinen Soldaten auf.


    "Heute werden wir auslaufen, um gesetzlose und gottlose Menschen zu jagen. Heute werden wir unsere Standhaftigkeit beweisen. Heute werden wir Helden sein. Heute wird Jupiter über uns stehen. Dieser Tag ist unser Tag und dieses Gefühl mag uns keiner mehr nehmen. Wir sind Männer Rom's. Unser Leben für den Frieden!


    Achtung! Die gesamte Einheit auf das Schiff einrücken!"


    Verus ging als Letzter von seiner Einheit an Bord mit einem letzten Blick an Land.

  • Möwengeschrei erklang als alle - Besatzung, Infanterie, Gubernatoren und Trierarchen, ihre Schiffe erreicht hatten. Der Signalgeber der Ismene blies auf ein Zeichen des Trierarchen in sein Horn. Es war das Zeichen zum Ablegen. Messius Senecio vergaß es nicht in diesem Moment eine Patera voll guten Weines in die Fluten zu gießen, um Neptuns Beistand zu erflehen. Andere beteten zu Mars, oder zu Ares. Zu ägyptischen und gewiß auch germanischen Göttern. Denn die Classis war ein buntgemischter Haufen. Einige mochten wohl auch an ihr Mädchen denken, oder an ihre Eltern. Denn dies war keine Übung.


    So war denn die Stimmung gemischt unter den Seeleuten als die Leinen losgemacht wurden und die drei gut bewaffneten Liburnen ablegten und Kurs nahmen - zwar nicht auf die offene See, Ostia würden sie zuerst anlaufen, aber doch aus dem sicheren Hafen hinaus auf das große Grüne, wie ein ägyptischer Nauta zu sagen pflegte. Messius Senecio, der Trierarch und Kommandant hatte auf die übliche Rede verzichtet. Seeleute waren schweigsam. Wenn es ernst würde, würden die Optionen und Centurionen der Infanterie ihren Leuten schon einheizen, jetzt aber mussten alle in Ruhe in Kräfte schonen sie würden sie bald brauchen.


    Eines hatte Messius Senecio gelernt und schätzte es - man musste, wenn man auf dem Schiff zusammen war, mit seinen Leuten sprechen. So ging er - kurz nachdem das Misenische Kap hinter ihnen lag durch die Reihen und sprach mit dem einen und anderen.


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