Erkundung einer fremden Stadt

  • Welch weise Worte das waren, dachte sich der Artorier nickend und stellte fest, dass die Petronierin nicht nur symphatisch, sondern auch klug war. Dass Crispus und sie irgendwie in Streit geraten konnten, verwunderte den Artorier immer mehr, denn schließlich schienen alle beide eine gute Erziehung genossen zu haben. Auch traute sich die Petronierin endlich an den heruntergekühlten Wein heran.
    Das schöne Schmunzeln von Crispina steckte Reatinus an und brachte ihn aus seiner Verlegenheit, welche er vergebens versuchte, alleine abzulegen.


    "Ja, aber ein unterschätztes Mittel ist die Desinfektion. Macht heute kaum einer, und hoffentlich wird es irgendwann Tage geben, wo es Gang und Gebe wird. Immerhin geht es den Patienten schneller besser." Reatinus hatte zwar auch Heiler, aber traute auch hier nur bestimmten Sorten davon über dem Weg.


    Wer könnte so glückliche, schöne, strahlende Augen übersehen, dachte sich Reatinus über die Freude Crispina und strahlte selbst ungespielt. (Er war eh ein schlechter Schauspieler!)
    "Dein Onkel würde mir sicherlich vertrauen", sprach Reatinus freudig und wunderte sich andererseits darüber, dass sie erst um Erlaubnis fragen musste. An dieser Stelle hätte Reatinus vielleicht im Nachhinein eher um Verzeihung gebeten.

  • Wenn das Schicksal zuschlug, dann mit Härte und Unbarmherzigkeit, musste Reatinus schmerzend feststellen, als einer seiner Sklaven die Taberna betrat und mit unterwürfiger Geste vor der Türe stehend nach ihm bat. Scheinbar hatten sie schon alles erledigt. Waren sie wirklich so schnell gewesen, hatten sie sich mehr als sonst beeilt oder kam Reatinus das nur so vor? Er wollte nicht gehen, denn die Aura der Petronierin hielt ihn gefesselt wie erlegtes Wild. Während er nach hinten sah, arbeitete sein Kopf und war dem Kurzschluss nahe. Doch da Köpfe entgegen von umgangssprachlichen Künsteleien nicht in Rauch aufgingen, musste Reatinus eine Entscheidung fällen. Und beide hatten keinen sonderlich befriedigenden Ausgang. Und er entschied sich für einen Weg, der irgendwie besser war und doch der größere Fehler: Die Sklaven sollten nicht frieren, doch er musste gehen.

    "Crispina"
    , sprach Reatinus bedauernd, denn er wollte bleiben, "Ich muss los. Verzeih mir. Bitte schreibe mir, wenn du mich nicht vergisst." Die Mitgenommenheit schickte ihrerseits einen Impuls an Reatinus´ Beine, sich in Bewegung zu setzen, und so verschwand er bald.



    Sim-Off:

    So, tut mir leid für das abrupte Ende. Aber du weißt, Mantua ruft... ;)

  • Sim-Off:

    japps ich weiß *winke dir und danke für das schöne spiel*


    Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass er viel mehr Ahnung hatte als er wirklich zugeben wollte, denn er sprach von doch interessanten Dingen die sicher nicht jeder wissen konnte. Es machte ihr Spaß ihm zuzuhören und so merkte sie auch gar nicht wie die Zeit wirklich verstrich und auch nicht wie ihr eben noch heißer Wein so langsam aber sicher kaum noch mehr lauwarm war.


    Sie freute sich wirklich, dass er ihr seine Pferde zeigen wollte und auch, dass er wohl glaubte, dass ihr Onkel ihm vertrauen würde, das erleichterte sie etwas, denn sie vertraute ihm auch, auch wenn sie ihn nicht kannte, aber es war eben seine ganze Art und diese war sicherlich nicht gespielt. „Ich hoffe es, dass er das tun wird,“ sagte sie leise und lächelte vor sich hin. Leider wurden sie im nächsten Moment auch schon unterbrochen als der Sklave auf ihn zukam und mit ihm sprach. Es war nur eine kleine Ahnung die sie hatte und die sich gleich darauf zu bestätigen schien, denn er musste gehen.


    „Schade,“ kam es ihr über die Lippen und sie versuchte trotz allem ihre Enttäuschung über seinen Aufbruch weitesgehend zu unterdrücken was ihr aber nicht vollkommen gelang. „Ich werde dich sicher nicht vergessen,“ sagte sie und schmunzelte deswegen ein wenig „Und schreiben werde ich dir auch versprochen.“ Schweren Herzens verabschiedete sie sich von ihm und machte sich gleich darauf zusammen mit ihrem Sklaven Gabriel auf dem Weg zurück zu ihrem Onkel wo sie eigentlich gar nicht hin wollte.

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