[Atrium] QTV et Marcus Iulius Licinus| Anliegen eines Klienten..

  • Taranis war der erste, der das Attrium errichte, der Luchs war wie so oft vorweg gelaufen wenn es darum ging zurück nach Hause zu kommen. Mochte ein Hund in einem solchen Fall sich direkt auf seinen Stammplatz begeben, als Luchs hatte Taranis keinen solchen, er legte sich einfach dorthin, wo er es mochte, auch wenn es direkt vor einem der Korbstühle war.


    Die Caligae des Tiberius Vitamalacus donnerten auf den Weg ins Atrium, Helm und Umhang wanderten, nein sie flogen eher, zu einem eilig herbei geeiltem Sklaven.


    "Setz dich, Iulius Licinius," sagte er, mit einer knappen Geste auf den Stuhl, vor dem Taranis lag. "Was führt dich zu mir ?"


    Trotz der vorgeschritten Stunde eilten weitere Sklave herbei, brachten Wein und kleinere Stärkung. Es schien fast so, als ob es der übliche Abschluss des Tages war.

  • Licinus folgte dem legatus in einem Tempo, für das er seinen probati wohl den Eilschritt hätte Befehlen müssen, dem er aber noch gut folgen konnte.


    Auf die Aufforderung sich zu setzen reagierte Licinus zunächst einmal mit einem abschätzenden Blick auf Taranis. Zwar war der Luchs bisher immer zahm gewesen, wenn er dabei war, aber dennoch wollte Licinus ihn nicht unnötig reizen.
    So stakte er ein wenig um den luchs herum und setzte sich auf den Korbstuhl, die Beine leicht eingedreht, um sie dem Luchs nicht in die Seite zu stoßen. Dann wandte er sich an den legatus:


    Nun, patronus, die Sache ist folgende:
    Ich bin nun schon einige Jahre bei der legio und noch zwei Jahre länger im wahlfähigen Alter, habe aber dennoch nie den Cursus Res Vulgares abgelegt, was ich bei der nächsten Gelegenheit gerne nachholen würde. Da der CRV aber in Italia nur in Rom abgehalten wird, brauche ich deine Erlaubnis dorthin zu reisen."


    Während er dies Sprach registrierte er einen Sklaven, der Spezereien herbeibrachte, ignorierte diesen aber, da es seinem patron gegenüber ungehörig gewesen wäre vor diesem zuzugreifen. Aber es sehr sehr appetitanregend aus, das musste er zugeben.

  • Die Ohren des Luchses zuckten etwas ärgerlich, als sich der Centurion just in den Korbstuhl setzte, vor dem er es sich gemütlich gemacht hatte. Das der Centurio ja keine andere Wahl gehabt hatte, als genau diesen Stuhl zu nehmen, das dem Luch ja nicht bewusst, aber selbst wenn, dann hätte er es immer noch als ein Ärgernis empfunden.
    Da aber der Centurio sich vorsichtig setzte, ohne ihn zu berühren und die Störung auf ein Minimun an Krach und Erschütterung beschränkt war, beschränkten sich seine Reaktion auf ein leise Grummeln als Unmutsbekundung.


    Tiberius Vitamalacus liess sich ein Glass Wein geben, bedeutet dem Centurio sich auch zu bedienen, während ein Sklave ein Tablett mit einigen kleinen Schalen mit Oliven, Käse, Olivenöl und Brot auf den Tisch zwischen den stühlen stellte.


    "Erlaubnis erteilt," war die erste, knappe Antwort des Legatus, in seiner Gewohnt militärischen Art. Natürlich war es in seinem Interesse, das möglichst viele seiner Clienten den Cursus abschlossen, eröffnete dieser ihnen doch erst viele Karrierewege, gerade nach der Militärzeit.
    Der Zeigefinger der rechten Hand berührte kurz den Wein im Glas, nahm einen Tropfen auf und verteilten in der Luft, als kleines Trankopfer.


    "Zum Wohl"


    "Für wann ist der nächste Cursus geplant ?" fragte er nach dem er einen Schluck getrunken hatte

  • Licinus hörte das grummeln des Luchses und fand sein "Umgehungsmanöver" eigentlich ganz gut geglückt, wenn es bei dieser Reaktion blieb.


    Licinus wolte grade zum sprechen ansetzen, als der legatus seinen Finger in den Wein taucht - ein solcher Moment gebot zu schweigen.


    "Zum Wohle." antwortete Licinus und nahm einen kleinen Schulck, bevor er antwortete:
    "Danke, patron. Was jedoch den Termin angeht, so könnte ich in Mantua bisher nur in Erfahrung bringen, das er wahrscheinlich noch diesen Monat sein wird."
    An dieser Stelle machte Licinus eine kurze Pause, da diese Antwort doch alles andere als befriedigend war, dann schob er nach:
    "Allerdings versicherte man mir, dass der Termin früh genug in Matua bekannt gegeben werde, so dass man Rom auf jeden Fall erreichen kann."


    Nachdem er zu Ende gesprochen hatte nahm er einen kleinen Würfel eines Käses und steckte ihn sich in den Mund. Das würzige Aroma desselbem war beinahe schone twas außergewöhnliches für ihn, denn auch wenn er als centurio doch etwas besseres zu Essen bekam als ein miles gregarius, an das, was der legatus sich aufzutischen leisten konnte, kam es nie und nimmer heran.

  • Als kleiner Luchs hatte Taranis grosse Freude daran gehabt, den Weintropfen, welche sein Besitzer immer wieder in der Gegend verstreute, hinterher zu jagen. Doch jetzt zuckte er kein kleines bisschen, nicht einmal die Ohren bewegten sich, es war wieder an den Sklaven, in der Nacht den kleinen, roten Fleck auf dem Marmorboden des Atriums zu entfernen.


    Während er seinem Clienten zu hörte, nahm sich Tiberius Vitamalacus ein Stück Brot, tunkte es leicht in die Schale Olivenöl. Sicher konnte er sich die ausgefallensten Speisen leisten und wenn Gäste kamen, scheute sich die Küche des Praetorium nicht, auch wirklich exotische Dinge zu zu bereiten. Doch gerade die kleinen, unscheinbaren Gerichte, wie ein frisches Brot mit feinstem Olivenöl waren es, die den Legatus am meisten erfreuten.


    "Du kannst abreisen, sobald du erfährst, wann der Kursus stattfindet. Lass dir für die Reise eines der schnellsten Pferde der Reiterei geben. Dein Optio vertriit dich in deiner Abwesenheit ?" fragte er mehr rhetorisch nach, hatte er doch keinen zweifel, das dem so sei.

  • Eines der schnellsten Pferde? Wenn der legatus wüsste, was er da sagte. Licinus war, obwohl ihm sein Rang es zustand ein Pferd zu unterhalten, alles andere als ein begeisterter Reiter und die Aussicht die Strecke Mantua - Rom im gestreckten Gallopp hinter sich zu bringen behagte ihm gar nicht.


    "Eines der schnellsten Pferde, jawohl!" antwortete er kurz um dann dankbar für den Themenwechsel, die Frage des legatus zu beantworten.
    "Ja, optio Priscus übernimmt die quarta in meiner Abwesenheit. Er wird sie mir auf Trab halten, da bin ich mir sicher."


    Licinus wartete ab, ob der legatus noch etwas ansprechen wollte, wenn nicht, dann würde er noch einen Punkt haben, der zwar nicht dringend war, aber dennoch bevorstand.

  • Tiberius Vitamalacus nickte leicht, auch wenn er Optio Priscus kaum persönlich kannte, so wusste er er doch, das dieser ein erfahrener, langgedienter Soldat war und kein Problem damit haben würde die Centurio auf trab zu halten.


    "Das wird er sicher tun," erwiederte der Legatus, während er ein weiteres Stück Brot in das Olivenöl tunkte.

  • Licinus selbst nahm sich ein paar Trauben, von denen er eine kaute, während der Tiberier knapp, wie er es gewohnt war antwortete, zu schnell, als das Licinus sofort hätte antworten können, aber das Thema der Vertretung schien ja nun auch geklärt.


    "Kann ich in Rom etwas für dich erledigen, patronus?" fragte er, nachdem er geschluckt hatte. Schließlich hatte dieser schon beim letzten Mal die Gelegenheit genutzt ihn eine Nachricht überbringen zu lassen.

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