Truppenversorgung

  • Der Vorschlag klingt mal nicht schlecht (für mich als RL-Nichtökonom und fürs IR hab ich keine Ahnung was die Umsetztung angeht)). Aber von welchen Beständen redest du?
    - Von denen im Lager jedes Einzelnen? Unschön. Ich beispielsweise hab da ein Pferd rumstehen, das wegen des WiSim-Bezuges mir noch nicht definitiv gehört.
    - Von des Waren in den Angeboten? Schöner, aber kann man verhindern, das jemand dann zu Unsummen automatisiert an den Staat verkauft?


    Und wird dann die Wisim nicht zum Selbstläufer? Will meinen, dass man dann gar keinen Bezug mehr zum Rollenspiel braucht (Auch kein Gehalt, nur noch Kapital für den Anfang) um ein Crösusgleiches Vermögen zu scheffeln?

  • Zitat

    Original von Aulus Flavius Piso
    Ich glaube, es wäre schon viel geholfen, wenn vielleicht der Staat kaufen würde, vielleicht auf einer automatischen Basis (10 Prozent von den Warenbeständen jeden Tag)?


    Warum sollte er das tun? Ich meine, es lässt sich sogar historisch belegen, dass die Wirtschaft damals größtenteils von Staat losgekoppelt war, und dieser nur dann eingriff, wenn die Wirtschaft so wild und entfesselt agierte, dass es die Interessen des Staates (Haushalt- und Armeeunterhalt, öffentliche Ruhe) gefährdete.
    Ich denke, dass der Staat keinerlei Verantwortung in dieser Sache trägt. Das einzige, was die SL da machen könnte, wäre die Konsequenzen zu verändern. Da ist auch was angedacht, nur wie sich das realisieren lässt, ist noch unklar.


    Das einzige was ich mir an kurzfristigen Entspannungsmaßnahmen vorstellen könnte, wäre dass man das Maximum von Betrieben auf 3 oder gar 2 senkt. Da hätte ich persönlich auch kein Problem mit, und ich bin schon ziemlich groß im Geschäft.


    Was anderes, was ich mir auch vorstellen kann, wäre eine Maßnahme, in der man Staatsbedienstete halt nur 2 Betriebe haben lässt. Andere (wie zum Beispiel Offiziere unter dem Rang eines Eques und Angehörige des Cultus Deorum) dürfen ja schon garkeine besitzen.


    Wobei das imho halt am eigentlich Problem vorbeigeht: Betriebe, die nichts verkaufen tun nicht weh. Das sollten sie imho aber, damit das finanzielle Risiko als Unternehmer halt steigt. Zum Beispiel würde eine wöchentliche Abführung von Erhaltungskosten, egal ob man produziert oder nicht, schon einiges daran ändern... aber das sind noch unreife Gedankenspiele. Das Problem müsste, wenn überhaupt, von beiden Seiten angegangen werden: der Konsumdruck für Bürger müsste zunehmen, und das finanzielle Risiko für Unternehmer.


    Wir haben im Moment einfach einen absoluten Weichspülmarkt. Das ist eine abstrakte Version von Marktwirtschaft, denn wirkliche Verlierer gibt es nicht, es gibt nur Leute, die weniger verdienen als andere.



    Edit:


    Zitat

    Original von CatubodusUnd wird dann die Wisim nicht zum Selbstläufer? Will meinen, dass man dann gar keinen Bezug mehr zum Rollenspiel braucht (Auch kein Gehalt, nur noch Kapital für den Anfang) um ein Crösusgleiches Vermögen zu scheffeln?


    Genau deswegen halte ich Pisos Vorschlag für nicht realisierbar. Der Druck muss auf die Unternehmer und Konsumenten ausgeübt werden. Nicht auf den Staat. Die WiSim DARF (auf garkeinen Fall) ein Selbstläufer und Gewinngarant werden, denn das wäre letztendlich der Tod jedes aktiv ausgespielten Wirtschaftslebens...


    Edit²: Bevor ich es vergesse: die aktuelle Konsumflaute hat auch ganz banale Gründe: die Leute verbringen weniger Zeit im IR. Es ist gutes Wetter draußen, wenn man überhaupt im IR ist, dann nur um eben kurz seine Posts abzusetzen, und sich dann wieder in den Biergarten zu setzen. Das ist jedes Jahr das gleiche... das ist ein zusätzlicher Faktor.

  • Natürlich nehme ich eure Einwände zur Kenntnis. Aber genau so gut ist der Staatsdienst ein Selbstläufer. Wenn man lange genug Primicerius oder praefectus ist, kann man ein ziemlich großes Vermögen anhäufen. Und zwar automatisch, man muss nur hie und da Sim-On-Sachen erledigen. Zu sagen, dass der Staat es kaufen sollte, ar jetzt vielleicht etwas merkwürdig, man könnte vielmehr sagen, dass „die Leute“ es via Staatskasse kaufen. Also die ganzen NPCs, die im Imperium Romanum herumschwirren. Denn dass nur eine Handvoll von Leuten sich am römsichen Markt beteiligt haben, ist selbstverständlich Humbug. Alle beteiligten sich. Man könnte in soclh ein System auch noch Zufälle einbauen, um das ganze etwas kapriziös zu gestalten. Vielleicht kann man da irgendwie auch Markttrends einbauen. Diese würden dann auch dazu führen, dass man durchaus Verluste machen kann, wenn man Pech hat und „die NPC-Kasse“ nicht so viel kauft.
    @Catu: Natürlich würde diese kasse dann nur Artikel kaufen, die du im Angebot hast.
    Tschuldigung, wenn das jetzt vielleicht ein bisschen verworren klingt... habe es unter dem Eindruck von einigen Ideen geschrieben.

  • Aha. Und wer soll die "NPC-Kasse" steuern? Das riecht, nein stinkt ja förmlich nach bösem Blut..


    Für eine solche Position im Stadsdienst ist aber immerhin ein gewisses Maß an Rollenspiel notwendig. Nach deinem Vorschlag braucht es nur ein paar wenige Postings wie der Char sich Geld leiht und ein Jahr später haben wir einen Krösus der keine zehn Beiträge geschrieben hat. Ich glaube nicht dass das im Sinne des Erfinders ist.

  • Habe darüber nachgedacht. Ich glaube, du hast schon recht. Das Rollenspiel wäre da nur auf absolut freiwilliger Basis... wenn man vielleicht die Hälfte seiner Güter loswerden will. Wenn 10 Prozent pro Tag abgezogen werden, sind am Ende immer noch 50 Prozent übrig. Das heißt, man würde seine Unkosten decken (oder sogar ein Minus-Geschäft machen), wenn man nicht noch „reale“ Kunden findet. Es wäre also nur so, dass hierangehenden Geschäftsleuten unter die Arme gegriffen wird.

  • Im Anfangsbeitrag stand etwas von Truppenversorgung. Die Legionen sind der Staat. Wir haben außerdem Waren die in Tempeln produziert werden, auch das ist der Staat. Im Circus gibts zudem auch Geld zu holen, auch das ist der Staat. Hinzu kommen die vielen kleinen und großen Geschichten die oft auch die Wisim mit einbeziehen. Auch da hängt meist Geld vom Staat mit drin. Wie einfältig soll es denn sein? Warum soll der Staat einfach so Waren aufkaufen ohne Grundlage, ohne das sich jemand betut.


    Richtig mag sein, das Verträge manchmal auslaufen oder durch Inaktivität verfallen, dann muß man wieder was tun oder man ist gleich von Anfang an darauf bedacht seine Geschäfte zu streuen, um bei so einem Fall nicht sofort abzusacken.


    Doch was ich für den völlig falschen Weg halte, sind weitere Begrenzungen jener Bürger, die es sich leisten können vier Betriebe zu erhalten und auch zu betreiben. Mag sein, das jemand darauf hinweist, das es Leute gibt die auf Halde produzieren, weil sie das Geld verdienen oder durch ihren Großgrundbesitz bekommen. Doch kann es auch sein, das hinter diesem Treiben ein Sinn steckt.


    Die Senatoren wurden schonmal beschnitten. Was haben wir heute davon?


    Gewisse Güter sind regelrechte Mangelware, Rohstoffe sind im Nachbarthread gefragter denn je. Mehr kaufen tut desswegen auch niemand. Und das alle ihr Geld horten, glaub ich wirklich nicht, denn wer mal etwas mehr auf der hohen Kante hatte, der merkt schnell wieviel Steuern pro Woche schmerzlich vom sauer verdienten Obolus weggehen.


    Und noch eine Kleinigkeit muß uns endlich mal klar werden. Wir haben Reiche und wir haben Arme die gerne reich wären, doch wir sind auch nicht bei den Ostfriesen wo alle im Bus vorn sitzen können. ;)


    Wer es also in der Wisim nicht ganz nach oben schafft, sollte die Schuld nicht immer bei jenen suchen, die oben sitzen. Auch wenn das natürlich der einfachste Weg für den Pöbel ist. :D

  • Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    ...
    Gewisse Güter sind regelrechte Mangelware, Rohstoffe sind im Nachbarthread gefragter denn je. Mehr kaufen tut desswegen auch niemand. Und das alle ihr Geld horten, glaub ich wirklich nicht, denn wer mal etwas mehr auf der hohen Kante hatte, der merkt schnell wieviel Steuern pro Woche schmerzlich vom sauer verdienten Obolus weggehen.


    Steuer? Was für Steuer? Habe keine Ahnung, was Steuern überhaupt sind:D


    Und das ist oft das Problem. Oftmals werden Patrizier erstellt, um Geld für andere IDs zu horten (nicht bei mir der Fall!). Und dann kann man es sich durchaus leisten, Geld zu horten.

  • Schon der Grundgedanke der Patrizierfamilienbegrenzung macht diesen Einwurf schon zunichte. Diese Familien sind oft darauf bedacht nur wirklich aktive Mitglieder in ihre Reihen aufzunehmen. Gut es gibt auch Ausnahmen, aber ich denke eher nicht, das dies großartig zelebriert wird. Vielmehr ist es einfach so, das eben nicht jeder zu den Gewinnern zählen kann. Auch wenn das gerade hier so wehement gefordert wird. ;)

  • Entschuldige mal, aber welcher Verlierer diskutiert hier mit und neidet irgendwem irgendwas? Der erste der hier unfreundliche Töne anschlägt das bist du, auch wenn du immer nette Smilies dahinter setzt. -.^

  • Die Wahrheit kann manchmal bitter sein.


    Es geht nicht um Neid. Es fügt sich die Betrachtungsweise ins Bild. Wer nach mehr staatlicher Unterstützung ruft und danach das jene die ein gutes Auskommen haben mehr Beschränkungen leiden sollen, der fordert die Sichtweise heraus, das alle im Olymp sitzen müssen. Doch das wird ziemlich eng da oben. ;)

  • Klar ist die Wahrheit manchmal bitter, die Wahrheit ist allerdings auch, dass Catu nie nach staatlicher Unterstuetzung (ich war das!) oder nach Beschraenkungen (ich glaube, das war Lando) gerufen hat.


    Natuerlich, am Olymp wird es eng, wenn sich dort hunderttausende draengen. Aber Platz fuer 50 (IDs, die sich wirtschaftlich betaetigen) wird dort schon sein. ;) Wiewohl ich die Beschraenkungen, die Lando gefordert hat, nicht unterstuetze, faende ich staatliche Hilfe da und dort... nun, hilfreich.


    Apropos: Ich weiss das mit den Patrizier-IDs schon, habe mich da vielleicht ein bisschen ueberspitzt ausgedrueckt. ;) Aber die Versuchung ist gross, das Geld von Plebejern seiner Patrizier-ID zuzuschieben.

  • Keine Eingriffe des Staates. Denkt ein wenig in der Makroökonomik. ;)


    Wenn der Staat durch diese 10%ige Quote jede Woche Geld in die WiSim pumpt, wird die Geldmenge immer mehr steigen. (Das habe ich schon als Grund für die Neuemission von Grundstücken vor einem Jahr eingeführt)
    Die Geldmenge steigt, während die Produktpalette nicht im gleichen Umfange zunimmt, denn ich glaube kaum, dass sich sehr viel mehr mutiger Händler hinein stürzen werden. Das heißt, einer erhöhten Geldmenge steht eine relativ konstante Warenmenge gegenüber = Inflation


    Irgendwann bezahlt dann der Statthalter von seinen 3000 Sesterzen wöchentlich rund 15 Laibe Brot und zwei Kannen Wein. ;)
    Das heißt, die Reallöhne müssten immer wieder angepasst werden und das ist illusorisch, wenn man hier keine WiSim-Aufsicht aufmachen will, die noch dazu die Kreditvergabe und die Rentenpapiere ausgeben könnte. ;)

  • Zitat

    Original von Aulus Flavius Piso



    Apropos: Ich weiss das mit den Patrizier-IDs schon, habe mich da vielleicht ein bisschen ueberspitzt ausgedrueckt. ;) Aber die Versuchung ist gross, das Geld von Plebejern seiner Patrizier-ID zuzuschieben.


    Man sollte es, so es jemand macht, nur nicht zu weit treiben, des kann ins Auge gehen. ;)


    Davon abgesehen halte ich noch mehr Geld reinpumpen für sinnlos. Der Staat pumpt jetzt schon Massen an Geld rein, ohne daß er irgendwie gleiches zurückbekommt. Von daher wären da andere lösungsansätze denke ich snnvoller.


    Edit: Pumpen nicht Pimpen obwohl :D

  • Zugegebenermaßen bin ich kein Ökonom, aber dem Inflationsproblem ist ja per Gesetz vorgebeugt. Ich glaube also nicht, dass wir uns darüber Gedanken machen müssen, zumal wir schon eine Menge anderer Gründe angeführt haben, die gegen den automatisierten Staatskonsum sprechen.


    @Piso: danke für die Unterstützung
    @Avarus: Ich bin mal davon ausgegangen, dass du mich meinst, da ich von den Diskutanten den niedrigsten WiSim-Wert habe. Zu deiner letzten Wortmeldung: siehe Piso, ansonsten: Das ich in der realen Welt für 'Schorle für alle' bin heißt noch lange nicht, dass ich das in der WiSim genauso sehe. In der Tat hätte ich gegen mehr unternehmerisches Risiko nichts einzuwenden (zumindest dann nicht, wenn auch etwas mehr Druck zu konsumieren bestünde). Ich sehe nicht ein warum ich meine produzierten Güter ausschließlich über Verträge an den Mann bringen soll. Das scheint mir aktuell zumindest die einzige Möglichkeit zu sein sicheren Absatz für meine Waren zu haben. Aber ein Bäcker hatte anno dazumal sicherlich hauptsächlich Laufkundschaft. Wenn sich das mit der WiSim decken würde, wäre mir das auf jeden Fall lieber.


    p.s. entschuldigt mein abschweifen und meine möglicherweise etwas schlechte Grammatik: Das Asta Sommerfest meiner Uni sorgt gerade noch für Standgas. 8)


    edit: @Avarus: Die Firma dankt :D

  • Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    Mag sein, das jemand darauf hinweist, das es Leute gibt die auf Halde produzieren, weil sie das Geld verdienen oder durch ihren Großgrundbesitz bekommen. Doch kann es auch sein, das hinter diesem Treiben ein Sinn steckt


    Na, das geht wohl ein wenig zu blauäugig an der Realität vorbei. Bei den meisten ist die Haldenproduktion nichts anderes als die Umwandlung von steuerpflichtigem Kapital in unbesteuerte materielle Güter.


    Zitat

    Original von Aulus Flavius Piso


    Eingreifen des Staates und Simulation einer größeren Konsumentengruppe


    Da frag ich mich: warum??? Eigentlich ist es doch ganz klar: eine Gesellschaft, die nur aus 300 Personen steht, braucht auch nur eine Wirtschaft, die 300 Personen versorgt. Die Folgen die Furianus angesprochen hat, zeigen doch nur eins der Probleme, die mit einer solchen 10%-Rate antstehen würden.
    Es besteht schlichtweg keine Notwendigkeit, eine NPC-Bevölkerung zu simulieren, denn diese NPC-Bevölkerung würde gleichzeitig auch NPC-Produzenten mit sich bringen... eine unausgeglichene Wirtschaft muss sich einfach selbst regulieren. Wer für 1000 Leute produziert, aber nur 300 Kunden hat, sollte sich Gedanken machen, ob die Marktwirtschaft wirklich sein bevorzugtes Betätigungsfeld ist.
    Wie ich, und Avarus nachher, schon gesagt haben: die WiSim ist keine Verkaufsgarantie, noch bringt es das Versprechen mit sich, großen Wohlstand zu erlangen.


    Das Problem, das es im Moment halt gibt, ist, dass die Marktwirtschaft, die wir im Moment haben einfach davor schützt auf die Fresse zu fliegen. Ein Unternehmer kann im Endeffekt nicht pleite gehen, denn unter 500Sz zahlt er keine Steuern, und wenn er seine Ware nicht verkauft, kickt er einfach den Sklaven aus dem Betrieb und zahlt fortan keine Erhaltungskosten mehr. Natürlich kann er bis auf die 500 Sz runter einige Verluste einfahren, denn die Steuern sind absolut, aber unter den 500 Sz hat er einen Puffer, der es ihm erlaubt immer wieder von vorne anzufangen.


    @ Betriebsreduzierung: ich habe es nicht gefordert, nur angemerkt, dass eine solche das Problem zumindest weniger schwerwiegend gestalten kann. Dass jemand vier Betriebe unterhalten kann, ist nicht allzu schwer, wenn man ein Amtssalaer als Sicherheit hat. Vier Betriebe zu erhalten, wenn man KEINEN sonstigen Verdienst dabei hat ist schon um Welten schwerer. Und das könnte berücksichtigt werden.

  • Zitat

    Original von Tiberius Duccius Lando


    ...eine Gesellschaft, die nur aus 300 Personen steht, braucht auch nur eine Wirtschaft, die 300 Personen versorgt....diese NPC-Bevölkerung würde gleichzeitig auch NPC-Produzenten mit sich bringen...


    Das ist ein gutes Argument. Da muss ich dir recht geben.

  • Zitat

    Original von Aulus Flavius Piso


    Das ist ein gutes Argument. Da muss ich dir recht geben.


    Ich bin anderer Meinung.


    Wenn dieses NPC-Volk rein die Aufgabe hat, eure massiven Überschüsse zumindest ein bissl wegzukonsumeren, dann werden die auch nicht produzieren. Aus welchem anderen Grund sollte man auch ein NPC-Volk angesichts der derzeitigen Lage der Wisim sonst implementieren?

  • Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus
    Wenn dieses NPC-Volk rein die Aufgabe hat, eure massiven Überschüsse zumindest ein bissl wegzukonsumeren


    Das würde vollkommen am Problem vorbeigehen. Denn sobald diese Überschüsse wegkonsumiert werden, würden x-Leute wieder neue Betriebe aufmachen, weil sich mit der WiSim dann wieder richtig Schotter machen ließe.. deshalb ist ein solcher NPC-Konsum auch einfach gefährlich.


    Das Problem ist nicht, dass zu wenig konsumiert wird, sondern dass zuviel produziert wird, ganz einfach. Das einzige wirkliche Problem das ich sehe, ist die oftmals noch unausgeglichene Verteilung zwischen den einzelnen Produkten eines jeweiligen Betriebes, die mitunter für die Haldenbildung und die damit zwangsläufig einhergehenden Warenengpässe verantwortlich ist. Aber Macer arbeitet ja schon länger an einem Ausgleich...

  • Zitat

    In der WiSim aktiv sein ist cool, aber die wenigsten geben sich damit zufrieden, nur zu konsumieren. Gehalt zu beziehen und dieses auszugeben ist einfach nicht "in". Es gibt zur Zeit 326 Betriebe, das mehr als 1 Betrieb pro aktiver IR-Bewohner. Natürlich sind davon nicht alle aktiv, aber es zeigt doch sehr deutlich wo die Missstände auch zu suchen sind.


    Hab gerade mal ein wenig Zeit gefunden dieser Aussage nachzugehen, das kam mir nämlich etwas viel vor und siehe da:


    Im IR gibt es zur Stunde 180 Betriebe, die wirtschaften könnten, wenn sie wöllten. 1 aktiv geführter Betrieb gehört noch einem Toten und weitere 45 liegen beim Staat. Dazu kommen natürlich noch Jene, die von "In Exilium" geführten ID's stammen, die mittlerweile eine ebenso beträchtige Menge einnehmen. Sowohl die tylusische Vertretung, die zwei Tempelbetriebe und auch der Staat sind da schon mit eingepflegt.


    Wir haben keine Tendenz, aber vorallem teure Gewerke sind dementsprechend selten und ihre Waren können schonmal das Prädikat Mangelware erhalten. Im Gegenzug dazu haben wir 8 möglich aktive Geflügelhöfe, am zarten Fleisch sollte es also nicht mangeln. Dies ist die größte Ansammlung, danach geht es rasch bergab: 7 Gemüse, Tavernen und Pferdebetriebe oder 6 Schneider, danach wird es übersichtlich und manche Geldmanschine ist gar nur mit 1 bis 2 vertreten. So das Lupanar (welch Schande), die Brauerei, der Gewürzhändler, Goldmine und Glasmacher, Mosaikenleger, die Rinderzucht, der Schuster und zuletzt die Tongrube. Staat und Tempel nehm ich hier aus.


    ;)

  • Schon sehr richtig, aber wenn man sich über im Zuge der Überlegungen über ein Engagement in der WiSim ein wenig genauer mit den Betrieben und deren Produkten auseinandersetzt, sieht die Welt schon ganz anders aus:


    - das Lupanar: so real und allgegenwärtig die käufliche Liebe in der Welt der Römer auch sein mag, die Spieler der IDs sind das Ergebnis von 1500 Jahren aktive Christianisierung. Das kriegt man kaum aus den Köpfen raus, und nur ein paar besonders historisch motivierte Spieler geben sich hin und wieder die Muße, einen Lupanarsbesuch auch auszuspielen. Ich will nicht wissen, wie es in der WiSim aussieht. Da wäre der Kommentar eines Lupanarsbesitzer vielleicht hilfreich, denn ich wüsste nicht, was die Lupanar-Flaute eher beheizt: fehlende Kundschaft (wegen dem Schamgefühl) oder fehlendes Angebot (wegen dem Schamgefühl).


    - die Luxus-Kategorie: da gibt es zweierlei Probleme. Einerseits die hohen Erhaltung- und Anschaffungskosten, ein Architekt ist durchaus in der Lage mal eben 4000 Sz in einer Runde umzusetzen. Wer hat diese Menge schon? Da kommt dann wieder das Problem, wenn der Absatz nicht stimmt. Die Steuern fressen das Finanzvolumen auf, und dann ist nixmehr mit Material für eine neue Runde. Dann der Absatz: Luxusgüter richten sich generell an einen kleinen Personenkreis. Im RL wie im IR. Und dieser Personenkreis kauft meist auch noch sehr Bindungstreu, in der Familie, unter Freunden, oder auch bei SimOff-Freunden vollkommen losgelöst von der SimOn-Welt. Das Risiko da einzusteigen ist weitaus größer, als in der Niedrig-Umsatz-Sparte.
    Und aus der Aussage, dass ein Senator sich darüber beschwert nichts zu kaufen zu haben, würde ich noch keine sichere Marktprognose schmieden. Die Marktprognose bekommt man, wenn man die komplette Angebotsliste studiert...


    - die Brauerei: leidet wahrscheinlich vor allem an der Tatsache, dass Bier generell für Germanenbräu gehalten wird, während Wein das römischste überhaupt ist.


    - bei gewissen Betrieben (z.B. dem Gewürzhändler) reichen alleine 2 Betriebe aus, um gegenseitig den kompletten Markt abzudecken, sogar noch etwas über zu behalten, und sich dennoch größtenteils in die Quere zu kommen. Die Tongrube genauso: die Ware ist so billig, dass ein Preiskampf dort so ruinös wäre, dass sich niemand darauf einlassen möchte.


    Geldmaschine ist in diesen Zeiten kein Betrieb mehr. Die Gründe dafür wurden oben schon ausführlich genug plattgewalzt...

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