[Servitriciuum] Sklavenunterkünfte

  • Macro wollte sich schon für Wulfgars Nachfrage bedanken, denn in seiner Vorstellung malte er sich bereits aus, wie es ankommen musste, wenn Mansuri erfuhr, dass Morrigan einen Brief erhielt und sie nicht. Sofort beschlich Macro ein schlechtes Gewissen. Linos jedoch schien völlig ungerührt. Er kritzelte auf den Schriftrollen herum.


    "Was schreibst du da?", fragte Macro skeptisch. "Und sag mal, findest du es nicht auch blöd, dass Mansuri keine Post bekommt? Sie hat sich immer anständig und sogar umsorgend verhalten. Ich bin dafür, dass sie auch ein paar Zeilen erhält. Und eigentlich müssten es alle anderen auch." Macro verschränkte die Arme vor der Brust, als könne er so die Briefbeförderung durch Wulfgar vorerst stoppen.

  • So gerade hörte ich noch Macros Frage und kam wieder zurück.
    "Was ich da schreibe? Ich schreibe darauf an wen die Briefe gehen. Wulfgar will sich ja nicht merken für wen sie sind, dann soll er sie Mansuri geben, zu ihr habe ich vertrauen und sie wird dafür sorgen, das sie richtig verteilt werden." Ich überlegte dann kurz, mit Mansuri hatte Macro wirklich Recht aber sonst? "Gut dann schreibe ich einen Brief an Mansuri" Ich packte wieder alles aus und kniete mich hin bevor ich anfing.




    Salve Mansuri


    Ich hoffe unser Brief erreicht dich bei guter Gesundheit.
    Uns geht es hier in Germanien, soweit auch gut, wenn man von einigem absieht. Wir vermissen euch alle sehr. Dich besonders! Deine ordnende aber auch fürsorgliche Hand. Auch wenn wir es nie sagten oder zeigten, jeder von uns mochte dich. Zurzeit vermissen wir besonders deine Kochkünste. (Vielleicht bin ich schon elendlich verhungert, wenn dich dieser Brief erreicht.)
    Langsam wird es hier Frühling und etwas wärmer wird es auch schon.
    Ich denke ich spreche auch für Macro wenn ich schreibe, wir wünschen uns sehnlichst nach Rom zurück.


    Neblig graue Grüße aus Germanien
    Macro und Linos




    "So der Brief ist fertig, ich lese in dir vor, hörst du zu?" Mich der Aufmerksamkeit von Macro vergewissernd, las ich ihm bis auf den eingeklammerten Satz alles vor.

  • Wulfgar wurde leicht zornig. "Wieso nicht merken? Ich kann nicht riechen für wen welcher Brief ist. Oder meinst du, der Brief sagt mit 'Liefer mich bei Menochares ab? Nein das glaube ich nicht. Und zum Thema Essen. Wenn ich nunmal keine Zeit hatte um auf den Markt zu gehen, dann hatte ich sie nicht. Oder meinst du, das du es besser machen kannst? Dann bitte. Wenn Macro und ich nicht gewesen wären, wären wir schon am ersten Tag verhungert, weil der Herr Schreiberling sich einfach verkrümelt. Aber er ist ja so unfehlbar. Bei Teiwaz. Endweder du versuchst es mal damit, das du auf andere zugehst und nicht nur den Herrn Hochnäßig spielst, sondern dich auch einmal bedankst. Wer hat denn dafür gesorgt, das du dann schnell ins Bett konntest? Wohl Macro, weil ich bei Menecrates war." Wulfgar war vor Zorn leicht rot angelaufen. Aber besser jetzt damit mal heraus, als zu warten, bis das Fass wirklich überquoll und Wulfgar handgreiflich wurde. Er war vielleicht schwächer als Macro, aber Wulfgar war ein erfahrener Kämpfer. Er würde Linos zu Brei schlagen, wenn es so weit gekommen wäre.
    Er nahm den Brief aus Linos Hand, roch daran. "Aha. Wohl für Mansuri. Und nun werde ich gehen. Dann kann ich vielleicht schneller nach Germanien zurück, wenn ich fertig bin."
    Damit verlies Wulfgar mit den 4 Briefen das Haus um sich ein gutes Pferd zu organisieren.

  • "Wie wäre es, wenn du mich dem Brief noch verschießen lassen würdest und ich drauf schreibe an wen er geht?" Wenn der mit seinem roten Kopf sich einbildete ich hätte nun Angst dann war er aber schief gewickelt. "Denk nur nicht Kraft würde in einem Kampf alles bedeuten, man sollte seinen Gegner nie unterschätzen. Du hast einfach nur Glück dass ich gegen Gewalt bin. Das ist keine Ausrede sondern mein Lebenseinstellung. Achja und was das Essen betrifft du warst in der Stadt und solltest frisches vom Markt mitbringen, von wegen keine Zeit. Menecrates wäre der letzte gewesen der etwas gesagt hätte, wenn du später gekommen wärst, da du noch einkaufen musstest." Auch wenn er jetzt los rannte hatte er es gewiss gehört.

  • Die verbalen Attacken nahmen ein Ausmaß an, das Macro so noch nicht erlebt hatte. Ihm blieb kaum Zeit, dazwischenzugehen und für Ruhe zu sorgen, weil der Streit, so schnell wie er aufkam, auch wieder abebbte. Wulfgar verließ den Raum und ließ einen staunenden Macro zurück.


    "Donnerwetter, sind alle ein bisschen gereizt. Ob das am schlechten Essen liegt?" Er selbst konnte auch nicht behaupten, stets guter Laune zu sein. "Der Brief an Mansuri war gut. Ich hätte ihn nicht besser schreiben, ähm, diktieren können." Er grinste. "Los lass uns was essen. Oder vielleicht sollten wir erst einmal was zu essen besorgen. Frag doch mal den Herrn, ob ich vielleicht mitkommen kann. Hm?" Bislang hatte Macro schlechte Karten, denn als Leibwächter musste er stets in der Nähe seines Herrn bleiben. Das schloss eigene Wege so gut wie gänzlich aus.

  • Ich zuckte mit den Schultern, bei Macros Worten. "Ich bin nur gespannt wie der Brief ausschaut wenn er bei Mansuri ankommt." Nach einer kurzer Pause fuhr ich dann fort: "Stimmt ich könnte Menecrates fragen, aber das Geld für den ersten Marktbesuch hat Wulfgar noch und anschwärzen möchte ich ihn auch nicht. Mein Hunger ist aber so groß, ich könnte ein ganzes Schwein vertilgen."

  • Gut möglich, dass Linos die Sklavenschaft besser als Macro kannte und deswegen Wulfgar zweifelnd gegenüberstand. Macro schlief nicht bei ihnen, sondern neben dem Zimmer seines Herrn. Er begleitete ihn und weilte daher stets an anderen Stellen als seines Standesgefährten.


    "Lass uns positiv denken", schlug er Linos trotzdem vor, als der Zweifel äußerte. Als der aber auch noch resignierend auf den Vorschlag zum Markteinkauf reagierte, verdunkelte sich Macros Gesichtsausdruck. "Jammern hilft uns nicht weiter. Und verhungern wirst du schon nicht, denn eher steigt uns Menecrates aufs Dach, wenn das Essen knapp wird. Jetzt reiß dich mal zusammen und raff dich auf, ihn um die Erlaubnis für einen Marktbesuch zu bitten. Der rechnet doch sicher nicht jeden Sesterzen nach. Woher soll er denn wissen, ob nicht alles besorgte Essen schon verbraucht ist? Oder wie teuer es überhaupt in diesem Nebelloch ist." Immer wieder ritt Macro auf dem Nebel herum, der am Ankunftstag in den Abendstunden über dem Land lag. Und obwohl in den letzten Tagen der Himmel teils aufklarte, blieb Macro bei seinem ersten Eindruck.



    edit: böden Tippfehler eliminiert

  • „Du hast Recht ein verfluchtes Nebelloch ist hier“ Diese Aussage von Macro konnte ich nur bestätigen, obwohl ich weniger den feuchten Nebel draußen meinte, nein ich dachte dabei an das Gefühl, was mich selber umfing, seit ich hier war. Nichts schien mehr klar und deutlich, alles war verschwommen und unklar. Es war wie man ständig gegen eine Wand rannte, die man vorher nicht sehen konnte. Ein anderes Beispiel fiel mir auch noch dazu ein. Ich fühlte mich als wenn diese Nebelschwaden mich umklammert hielten und immer wieder nach unten zögen. Sobald sich die Sicht etwas aufklarte, zog es mich noch tiefer runter. In Rom konnte ich allem noch etwas Positives abgewinnen, hier empfand ich nur trostlose Kälte, die mir alle Freude aussog.
    Ich schaute Macro an und meinte: „Warum soll ich fragen? Der Erfolg wird wieder sein, dass die Schuld bei mir liegt. Linos war dann wieder zu lahm, zu wenig pflichtbewusst oder was weiß ich. Außerdem habe ich nicht gejammert nur festgestellt, dass ich Hunger habe. Eins kann ich dir aber sagen wenn sich hier nicht bald was ändert dann….“, den Rest behielt ich besser für mich.

  • "Was dann?", fragte Macro nach. "Willst du jemand verhauen? Willst du dich beschweren? Die Frage ist nur, bei wem. Das nützt doch alles nix. Hier ist man verraten und verkauft. Da heißt es Augen zu und durch. Irgendwann hat auch diese Phase des Lebens mal ein Ende." Macro gehörte noch nie zu denen, die ausbrechen wollten. Seine Eltern und Großeltern lebten ihm trotz ihrem Stand Zufriedenheit vor. Sie schätzten ihr Glück, bei einer reichen Familie zu leben.

  • Erstaunt schaute ich Macro an. "Ich, jemanden verhauen? Nein nichts liegt mir ferner wie das. Ich habe mich nur gefragt wo der Sinn liegt, wenn Menecrates gerade Wulfgar nach Rom schickt. Wufgar der sich so wichtig nimmt, in seiner Rolle als Cursor, der sich freut hier zu sein und tönt er wäre hier bestimmt von nutzen, der wird losgeschickt. In meinen Augen wäre es viel logicher gewesen dich zu schicken. Du besitzt Menecrates vollstes Vertrauen und seien wir einmal ehrlich, hier braucht Menecrates doch nicht so dringend einen Leibwächter." Vielleicht lag ich jetzt ja falsch, ich war aber davon überzeugt, dass Menecrates in Mitten seiner Truppe in Sicherheit war. Außerdem konnte ich Wulfgar wirklich nicht verstehen. Hier in seiner Heimat, in der Nähe seines Stammes, ausgerüstet mit einem Pferd, einem kleinen Vermögen, mit dem Schmuckstück und zwei Beutel voller Sesterzen reist lustig nach Rom. Einer der in Freiheit geboren wurde und dem nun alle Chancen offen stehen, nimmt so gelassen sein Sklaventum hin?
    Für mich war dies völlig unverständlich.
    So in meinen Gedanken vertieft hatte ich gerade vollkommen Macros Anwesenheit vergessen.

  • "Hm." Linos' Argumente klangen in Marcos' Ohren plausibel. Man musste sich schon Mühe geben, wenn man sie widerlegen wollte. "Na ja, Wulfgar ist der Cursor, nicht ich", antwortete Macro, auch wenn die Begründung für ihn selbst mager ausfiel. "Und stimmt, eigentlich bin ich hier komplett überflüssig. Meinst du, ich sollte Menecrates mal fragen, ob er mich entbehren könnte und zurück nach Rom schicken will?" Erwartung lag in seinem Blick, als er Linos fixierte.

  • So hatte ich mir es nun doch nicht gedacht. Sicher ich konnte Macro schon verstehen, ihm gefiel es hier genauso wenig wie mir, aber dann wäre ich hier ganz alleine. Ehrlich wollte ich aber bleiben, darum druckste ich zuerst etwas rum bevor ich ihm antwortete.
    "Ich an deiner Stelle würde es bestimmt versuchen, aber mir, mir würde es nicht gefallen wenn du gehen würdest." Traurig dachte ich wen kümmert es aber was ich möchte?
    Dann hatte ich wie ich hoffte aber eine Idee, wie ich es ihm vielleicht doch ausreden könnte. "Aber was ist wenn Menecrates reisen muss?
    Dann bist du doch für seinen Schutz verantwortlich."

  • Linos‘ Geständnis beeindruckte Macro. Die Aussage hinterließ ein ungläubiges Staunen auf seinem Gesicht.


    "Viele Römer sprechen uns wertvolle Eigenschaften und Charaktergröße ab. Du hast aber genau das bewiesen, indem du mich ermutigst, Menecrates zu fragen, obwohl du nicht möchtest, dass ich abreise. Überhaupt bewundere ich an dir, dass du so offen über Gefühle sprechen kannst. Ich kann das nicht." Macro rief sich in Erinnerung, wie er bei dem soeben gefertigten Brief größtmögliche Bögen um Intimes oder Gefühltes geschlagen hatte. Paradoxer Weise fühlte er sich dadurch sogar besser, geschützter, abgeschotteter.
    Sein Focus wandte sich Linos zu und er bemerkte, wie traurig der junge Grieche im Augenblick wirkte. Wäre Linos ein Kind, würde Macro ihn trösten. Bei einem Mann konnte er sich nicht vorstellen, ihn in vergleichbarer Weise aufzumuntern. Die Zwickmühle nahm ein jähes Ende, als Linos von der Möglichkeit sprach, dass Menecrates reisen könnte.


    "Eigentlich könnte er auch dann ein paar Legionäre zu seinem Schutz anfordern", glaubte er zu wissen, weil er es gerne so sehen wollte, aber sicher konnte er nicht sein. "Verdammt", fluchte er plötzlich. "Mich kotzt dieser düstere Landstrich an." Macro wollte nicht sehen, dass es in den letzten Tagen keineswegs düster gewesen war. Die Sonne schien zeitweise, und auch wenn ein spürbar kalter Wind wehte, es gab Licht in Germanien und nicht zu knapp. "Wie kommst du denn mit dem Klima zurecht?" Freilich störte Macro viel mehr als nur das kältere Klima.

  • Etwas verlegen schaute ich nun doch in die Wäsche. Macro sagte gerade etwas von Charaktergröße. Dabei bewies er selber immer wieder, dass er sie auch besaß. "Nun will ich dir etwas verraten, ich bwundere deine Charakterstärke genauso wenn nicht sogar noch mehr. Du hast eine klare Linie, folgst ihr und stehst dazu. In dem was du gerade sagstest führtes du deine eigenen Worte ad absurdum. Ich selber zeige und äußere viel zu oft meine Gefühle und gerate dadurch immer wieder in Schwierigkeiten." Bei seinen nächsten worten konnte er bestimmt schon wieder sehen wie es in mir aussah. Ich wusste er hatte Recht, aber was sollte ich dann hier so ganz alleine in Germanien machen? Auch wenn er er nichts für mich tat, so gab er mir doch das Gefühl etwas von meinem alten Leben bei mir zu haben. er war für mich zu dem Verbindungsglied zwischen Kreta-Rom und Germanien geworden.
    Hilflos schaute ich ihn an. "Das stimmt, sie würden ihn ebenso beschützen. Du musst wissen was du machen willst, jeder sollte in unserer Lage nur an sich selber denken und zusehen, dass er das Beste darauß machst."
    Wie treffend Macro es gerade ausdrückte, mich kotzte es auch an. Dabei zeigte sich die Landschaft jetzt im Frühling in einem wunderschönen Kleid. Zu jeder anderen Zeit hätte ich ihr bestimmt sehr schönes abgewonnen. "Naja, wie es mir bekommt, frag nicht. Mansuris Tuch hilft mir. An einem klaren Tag mag es ja noch angehen, aber wenn dieser Nebel ist oder die Wolken fast die Erde berühren. Ich will einfach nur nach Rom." Um unsere Stimmung zu heben versuchte ich grinsend einen Scherz, der in Wirklichkeit keiner war, es war nur die Wahrheit. "Ich würde sagen wir beiden haben einfach nur Heimweh."

  • Ui, was für eine Aussage von Linos. Macro verzog das Gesicht, als hätte er Zahnschmerzen. Jeder sollte also nach Linos‘ Meinung nur an sich selbst denken, aber Macro fasste den Tipp völlig anders auf. Statt das Angebot zu sehen, entnahm er ihm einzig den Hinweis, dass er eigennützig handeln würde, wenn er Menecrates um die Rückreise bat.


    "Puh, ich will nicht als rücksichtslos gelten." Genau das wäre er, wenn er ungeachtet anderer Interessen nur an sich selbst dachte. "Machen wir einen Handel", schlug er vor. "Jeder unterstützt den anderen so gut er kann, damit Germanien so erträglich wie nur möglich für uns beide wird. Sind wir gezwungen, entgegen dieser Abmachung zu handeln, wollen wir wenigstens versuchen, etwas Positives für den anderen herauszuschlagen. Einverstanden?" Macro hielt seine rechte Hand Linos entgegen, der brauchte nur einschlagen.

  • „Nein bist du nicht, ich meine das habe ich nicht von dir gedacht“, kam entsetzt von mir als Antwort. Seltsam von Macro hätte ich dergleichen nie denken können. Rücksichtslos und Macro passte für mich nicht zusammen. Zudem beschämte er mich jetzt. Ich wäre bestimmt bei einer solchen Gelegenheit zu Menecrates gegangen und hätte nachgefragt. Auch könnte ich niemals sagen oder versprechen selber meine Chancen nicht zu nutzen.
    Nun schlug er mir auch noch einen Handel vor. Ich saß jetzt in einer Zwickmühle, willigte ich ein, so war ich doch gebunden, aber ihn unterstützen würde ich bestimmt, wenn sich die Gelegenheit ergab.
    Etwas unsicher antwortete ich zunächst: „ Dein Vorschlag klingt gut. Doch ich kann dir nicht versprechen, meine Chance dem hier zu entkommen nicht zu nutzen. Ich bin nicht so großzügig wie du.“
    Mit einem schiefen grinsen betrachtete ich seine mir dargebotene Hand. „Wenn du mir versprichst mir meine Hand nicht zu zerquetschen und dir meine Antwort dazu reicht, willige ich gerne ein.“ Zögernd näherte sich meine hand der seinen. Mein zögern galt nicht der Angst um meiner Hand, sondern der Angst, Macro könne sein Angebot zurücknehmen.

  • Linos wehrte vehement ab, er wirkte regelrecht entsetzt. Und Macro staunte wieder einmal, welch überraschende Wirkung leicht dahin gesagte Worte haben konnten. Weder er noch Linos hatten offenbar besonderes Gewicht in ihre Aussagen legen wollen.
    Bei dem vorgeschlagenen Handel sah es schon wieder anders aus. Macro glaubte zu wissen, dass Linos aufrichtig antwortete, daher legte er die Worte nicht auf die Goldwaage. Fragen jedoch kostete nichts, also tat er es.


    "Hättest du den Mut wegzulaufen oder meinst du mit Chance eine Gelegenheit nutzen, die sich für eine erlaubte Abreise bietet?" Auch wenn die Antwort nur Macros Neugier befriedigen würde, seine Entscheidung zum Handel hatte er bereits getroffen.


    "Der Handel beinhaltet die gegenseitige Unterstützung", erinnerte Macro. "Also nehme ich deine Einschränkung in Kauf. Bist wenigstens ne ehrliche Haut. Wenn auch manchmal etwas eigennützig." Macro grinste ebenfalls, dann griff er nach der entgegengehaltenen Hand und drückte zu. "Autsch!", schrie er aus Spaß und hielt sich das eigene Handgelenk. "Bist du verrückt", milderte er aber sofort ab. "Ich zerdrück dir doch nicht die Hand. Am Ende werde ich wegen Zerstörung des Schreibgeräts unseres Herrn noch abgestraft." Er grinste erneut. "Aber eine Bedingung habe ich: Ich will hier gerne mal raus, auf den Markt, was einkaufen, nach Sklavinnen umsehen, du weißt schon. Sag Menecrates, du brauchst meine Unterstützung. Das wird er glauben, bei deinen Ärmchen." Um sich vor einem möglichen Boxstoß in Sicherheit zu bringen, sprang er einen Schritt zurück.

  • Die Antwort auf Macros Frage fiel mir nicht besonders schwer. „Sicher würde ich beide Gelegenheiten nutzen. Letzteres wäre natürlich einfacher und sicherer, ich würde dann auch versuchen dich mitzunehmen“; grinste ich Macro an. „Aber so eine andere Flucht wäre auch interessant, besser gesagt aufregend und spannend. Natürlich dürfte ich mich nur nicht erwischen lassen.“
    „Tja und was den Eigennutz betrifft, dazu würde ich sagen, Erbgut. Hey was erwartest du von dem Sohn eines der reichsten Kaufmänner Kretas?“
    Bei Macros Autsch, zog ich erschrocken kurz meine Hand zurück, doch dann begriff ich seinen Scherz und musste laut lachen.
    Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte antwortete ich ihm. „Klar Großer nehme ich dich mit zum Markt, schließlich brauche ich dann auch einen Träger.“
    Zu seinen Übelegungen, er wolle nach Sklavinnen schauen, fügte ich in Gedanken noch hinzu oder nach Sklaven. Denn meine Erfahrungen mit einer Frau hatte ich schließlich noch immer nicht gemacht und wenn käme für mich nur Corona in Frage.

  • Was für eine verrückte Nacht, nach dem beschissenen Vortag, hatte ich kaum geschlafen. Ständig wa rich durch wirre Träume aufgewacht. Schuld daran, war nur der bevorstehende Marsch. da sollte man auch nicht verrückt werden. Menecrates hatte mir gesagt ich solle mich vorher erkundigen. Natürlich war keiner da der mir Auskunft gab und ich wusste abends noch immer nicht was mir bevorstand.
    In Schweiß gebadet wachte ich in den frühen Morgenstunden auf.
    In diesem Zustand sollte ich nun durch die Gegend latschen. nein dazu war ich einfach nicht fähig. Vielleicht hatte ich Glück und man hatte mich vergessen. In dieser Hoffnung wickelte ich mich in meine Decke, nur noch ein wenig schlafen war der letzte Gedanke ehe ich wieder ins Traumland versank.

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