• Die Anfrage an der Academia Militaris ging daneben. Natürlich hatte der dortige Optio versucht sämtliche Hühneraugen zuzudrücken doch was Vorschrift war musste Vorschrift bleiben.
    Da er nun schon in Mogontiacum war konnte er auch gleich dem Provinzchef einen Besuch abstatten.


    Angekommen an der Regia, natürlich mit dem Pferd welches er nicht im Castellum vergessen hatte, sprang er auch flugs vom seinem Reittier und blickte sich kurz um. Wohin mit dem Gaul nun. Einstecken war nicht. Einfach irgendwo parken ging auch nicht, zuviel böse Menschen waren auf Pferdediebstahl spezialisiert, daher stand er nun wie bestellt und nicht abgeholt vor der Regia herum und wartete bis ihm die Götter, oder zumindest ein Soldat der gerade vorbeischlenderte, ein Zeichen gab.

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    "Ave, wer bist du und was willst du hier, Soldat?"


    fragte einer der Wachen vor dem Eingang der Regia, nachdem der Soldat, seiner Ausrüstung nach ein Kavallerist, sein Anliegen nicht vorbrachte und sich nun samt Pferd vor der Regia herumdruckste. Ein Bote oder etwas Ähnliches war er wohl nicht, sonst hätte er gleich Einlass verlangt, aber vielleicht hatte er ja einen anderen guten Grund die Regia betreten zu dürfen, denn inzwischen brauchte man diesen. Wobei natürlich in der Regel schon ein Brief reichte, um zumindest zum Officium des Cursus Publicus, das gleich rechts neben dem Eingang lag, zu gelangen.




    MILES - PEDITES SINGULARES

  • Der Atier war sich überhaupt nicht sicher wo er nun Modestus finden würde. Mit dem Gaul an der Leine stand er da und wartete...er wusste nicht auf was aber dann kam eine der Wachen heran.


    Salve grüsste auch der Atier.


    Duplicarius Atius Scarpus und ich suche den Legaten Annaeus Modestus. Er erwartet mich.

  • Bevor die Wachen noch irgendetwas erwidern konnten, wurde die Porta bereits von Innen geöffnet. Durch das geöffnete Tor kamen nun Liktoren mit ihren Fasces und sogleich erschallte die Stimme des Lictor Primus, da vor dem Tor ein Soldat samt Pferd stand und den weg blockierte. Zwar nicht vollkommen, aber es war sicher nicht an dem Statthalter im Rang eines Praetoren zur Seite zu treten.


    "Macht Platz für den Legatus Augusti pro Praetore Kaeso Annaeus Modestus!"


    Hinter seinen Lictoren ging Modestus, nur mit drei weiteren Begleitern. Als er den Mann am Tor sah, brauchte er einen Moment, bis er ihn als Klient erkannte. Er hatte ihn schließlich bisher nur einmal gesehen.


    "Paullus Atius Scarpus. Noch immer, Duplicarius? Nun Bürokratie braucht eben Zeit. Komm geh mit mir ein Stück. Kümmert euch um sein Pferd."


    sagte Modestus wobei sich die Anweisung zum Schluss an die beiden Wachmänner gerichtet war. Sie salutierten und einer trat sogleich vor, um die Zügel des Pferdes von dem Atier zu übernehmen.

  • Schon hatte er sich darauf eingerichtet sich einer längeren Prozedur des Frage-Antwort-Spiel zu untea>rziehen als die Türen der Regia aufschwangen und ein Schwall Lictoren daraus herausqollen. Mit viel Lärm verkündete der Obermotz derer dass man nun Platz machen solle für den Provinzchef.


    Als nun der Legat erschiend waren die Wachen ziemlich schmeichelfein, zumindest der Gesichtsausdruck änderte sich von-aus dem Stein gehauen-zu-ich bin heute wirklich gut drauf. Und als nun Modestus auf den Atier zukam und diesen grüsste und das auch noch beim Namen war endgültig Frieden im Lande.


    Salve Legatus Annaeus Modest. Ja Legat. Es dauert seine Zeit bis alle Fomalitäten abgeklärt sind. DOch sehe ich keinen Grund sich zu beschweren. Immerhin ist es nicht einfach eine Beförderung zu bekommen und folgte dann auch gleich der Aufforderung ihm ein Stück zu begleiten.


    Ich hoffe dir geht es gut, Patron als sie ausser Hörweite der anderen waren. Ich wollte gerade zu dir. Ein wenig Auskunft geben über die Dinge die du wissen wollest.

  • Wohin willst du gehen, Legat`? fragte der Atier nun nachdem sie schon ein gutes Stück von der Regia entfernt waren.


    Ich werde einfach mal erzählen was ich erfahren habe. Kurz und Bündig---nichts. Nichts was von Wert wäre. Im Castellum ist es ruhig wie in einer Gruft. Die Leute nörgeln über die üblichen Sachen. Das Essen zu kalt, zu wenig gewürtzt, nicht nach ihrem Geschmack. Die Betten sind zu hart, die Ausbilder zu ungerecht..der übliche Kasernentrott eben.

  • Modestus war einen Moment unaufmerksam, als er sich so seine Gedanken machte. Als er Scarpus als Klienten aufgenommen hatte, waren die Informationen über die Ala II Numidia und ihren Kommandanten eher eine Nebensächlichkeit gewesen. Um dem Klienten eine Aufgabe zugeben, damit er das Gefühl bekam gebraucht zu werden. Aber in Anbetracht der derzeitigen Situation konnten die Informationen durchaus wertvoll sein. Der Terentier war einer der wenigen Kommandeure unter ihm, bei denen er sich derzeit nicht sicher war, wie sie reagieren würden. Vorallem da der Claudier nun hier war. Er musste unbedingt eine Quelle in der Legio II auftun. Vielleicht der Schreiber von dem Valens ihm berichtet hatte. Er würde sicher einiges wissen.
    Dann sprach ihn sein Klient noch einmal an und Modestus bemerkte, dass er diesen für einen Moment vergessen hatte. Sogleich wandte er ihm wieder seine Aufmerksamkeit zu.


    "Sehr gut, Atius Scarpus. Im Anbetracht, dass die Männer ihr Essen selbst kochen, denke ich, dass wir die Beschwerden darüber wohl übergehen können."


    sagte Modestus mit einem großmütigen Lächeln und ohne ein weiteres Wort ging er gemächlich los. Sein Tross setzte sich in Gang und die Lictoren schirmten ihn ab, ließen jedoch Platz für Atius Scarpus. So ging es in Richtung des Forums.

  • Am Morgen hatte Menecrates einen Boten zur Regia geschickt, um die Tageszeit für die angesetzte Besprechung in Erfahrung zu bringen. Eine Antwort auf seine nachfrage hatte er nicht erhalten, aber er konnte es sich auch nicht leisten, unnötige Wege auf sich zu nehmen und unpünktlich wollte er ebenso wenig sein.


    Zur veranschlagten Zeit machte er sich dann auf den Weg zur Regia. Dieses Mal ging er zu Fuß, die Strecke war überschaubar und Bewegung tat gut. Sein Sekretär und eine Hand voll Soldaten begleiteten ihn. An der Porta ließ er sich anmelden. Einer der Soldaten überreichte der Wache zur Ansicht die Einladung zum heutigen Treffen.

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    KOMMANDEUR - COHORTES URBANAE
    TUTOR - CLAUDIA SISENNA
    TUTOR - CLAUDIA AQUILINA

    TUTOR - TIBERIA STELLA
    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO PRAESINA

  • Ich war mit meinem Herrn und einigen Soldaten unterwegs zur Regia. Schlecht gelaunt weil wir keine Pferde genommen hatten, stiefelte ich hinter den anderen her. Nur nicht zu dicht aufrücken dachte ich mir, nachher gerätst du auch noch in den Rhythmus des Soldatenschrittes.
    Bestimmt durfte ich in der Regia wieder nur auf der Bank sitzen, dabei wäre ich dem Typen Modestus doch zu gerne einmal begegnet. Nur wozu dann die Mühe hier mit rum zu latschen.


    Angekommen war ich sehr gespannt wie es weiter ging.

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    SCRIBA PERSONALIS - HERIUS CLAUDIUS MENECRATES

  • Nach den Erfahrungen des ersten Besuchs in der Regia staunte Menecrates über die problemlose Abwicklung, was ihn für Augenblicke sprachlos machte. Ein stummer Blick streifte seinen Sekretär, dem er zunickte.


    "Eine Protokollierung des Gesprächs wäre wichtig. Du kommst also mit rein." An den ihn begleitenden Optio, der die Soldaten befehligte, gewandt sagte er: "Ihr bezieht Stellung vor dem Officium." Alsdann folgte er dem vorausgehenden Wachsoldaten.

    itcrom-praefectusurbi.png claudia.png

    KOMMANDEUR - COHORTES URBANAE
    TUTOR - CLAUDIA SISENNA
    TUTOR - CLAUDIA AQUILINA

    TUTOR - TIBERIA STELLA
    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO PRAESINA

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    "Legatus Legionis, ich muss dich darauf hinweisen, dass der Optio und die Milites in der Aula zu warten haben, wie die Männer der anderen Kommandeure auch."


    sagte der Miles, nachdem der Claudier dem Optio seine Anweisungen gegeben hatte. Mann hatte ihm den Grund dafür zwar nicht erklärt, aber der Miles konnte sich schon denken warum. Ein reibungsloser Ablauf der Besprechung war sicher erschwert, wenn dreißig oder vierzig Soldaten sich vor dem Besprechungszimmer drängten. Dann ging er voraus zu dem im Moment bis auf einige Bediensteten noch leeren Besprechungsraum.




    MILES - PEDITES SINGULARES

  • Ein Duplicarius der Ala betrat das Officium. Es war einer jener riesigen Germanen, die schon ohne martialische Rüstung zum fürchten aussahen.
    Praefectus Terentius Primus der Ala Numidia wünscht zum Legaten vorgelassen zu werden,...
    Entgegen landläufiger Meinungen war sein Latein ausgezeichnet, was wiederum ein Verdienst der Scholae der Ala war.
    Zur Legitimation hielt er dem Scriba die ausgerollte Aufforderung des LAPP entgegen.



    Ad:
    Preafectus Alae Caius Terentius Primus
    Ala II Numidia | Confluentes | Germania Superior


    K. Annaeus Modestus C. Terentio Primo s. d.


    Auf unser letztes Gespräch in der Regia zurückkommend möchte ich dich bitten, mir alsbald über die Ergebnisse deiner Planungen zu berichten. Aufgrund neuer Erkenntnisse ist die Ausführung der Befehle aber vorerst auszusetzen. Am Tag nach den Ambarvalia wird in Mogontiacum eine Besprechung mit den wichtigsten Kommandeuren der Provinz stattfinden, zu der ich dich hiermit einlade. Dabei wird alles weitere geklärt werden. Für die eingeladenen Kommandeure ist die Anwesenheit bei dieser Besprechung Pflicht.


    Mit den besten Grüßen


    KAESO ANNAEUS MODESTUS


    ________________________________________________________


    K. Annaeus Modestus - Legatus Augusti pro Praetore - Provincia Germania

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    "Ave, der Praefectus Alae wird bereits erwartet. Du, Duplicarius, kannst in der Aula waren. Der Praefectus Alae sollte mir folgen, dann bringe ich ihn gleich zum Besprechungsraum."


    sagte die Wache am Tor ohne sich die Mühe machen das Schreiben durchzulesen. Da heute eine Besprechung der Militärs stattfinden würde, waren den Torwachen die verschiedenen Kommandeure schon angekündigt worden, sodass diese nur noch durchgewinkt werden mussten.




    MILES - PEDITES SINGULARES

  • Liutbert, Sohn des Clodwig
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    Es hatte nicht lange gedauert sich zum Sitz des römischen Fürsten durch zu fragen, war das Gebäude in dem sich dieser aufhielt doch eins der prominentesten der Stadt. Und zugleich das größte, das Liutbert jemals in seinem jungen Leben gesehen hatte. Mit misstrauischem Blick näherte er sich dem Tor des Gebäudes, doch als er schließlich die typische rote Wolle und das rostgraue Metall erblickte wusste er, dass man sich zumindest die Arbeit machte den Fürsten zu bewachen, wenn man schon derart sorglos mit der Bewachung dieser Stadt umging.


    "Heilsam Romer..", wiederholte er daher seine Begrüßung von vorhin, in der Hoffnung dieses Mal auf Ohren zu stoßen deren Köpfe ihn nicht gleich um das seltene Geld bringen wollten, "Ik bin Liutbert, Sohn Clodwigiz aus 'e Sipp' 'et Ingorwar vom Stamme dere', die ihr Mattiaci nenn'. Ich bin auf Geheiß des Rodewini hier he' gekommen um mi' eurem Fürsten zu sprechen."

  • Schließlich erreichte Varelas die Porta der Regia, in der er hoffentlich eine Audienz beim LAPP bekommen würde.


    "Salve! Ich bin Serafím Varelas, Duplicarius der ALA II Numidia aus Confluentes. Ich erbitte eine Audienz beim Legatus Augusti pro Praetore!" sagte er militärisch und stramm stehend.

  • [Blockierte Grafik: http://img7.imageshack.us/img7/9636/abczz.png]



    "Ave, öh..."


    sagte der eine Wächter am Tor zögerlich, da er nur die Hälfte von dem, was der Germane gesagt hatte, verstanden hatte. Aber zum Glück war unter den Männern am Tor auch einer, der hier aufgewachsen war.


    "Heilsa, Liutbert, Sohn des Clodwig. Wen du mit uns'rem Fürst sprechen willst, musst' erst mit seinem Vertrauten, Valgiso sprech'n. Ich bring dich zu ihm."


    erklärte die andere Wache und nickte seinem Kollegen zu, damit dieser sich um das Reittier von Liutbert kümmerte. Dann ging er vorraus ohne den Germanen weiter zu durchsuchen. Wenn er tatsächlich war, wofür er sich ausgab, dann wäre es ein bitterer Affront ihm die Waffen wegzunehmen und könnte die Beziehung zu den Mattiakern gefährden. Aber deswegen würde man ihn auch im Auge behalten.




    MILES - PEDITES SINGULARES

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    "Ave, Duplicarius. Ist es eine offiziele Angelgenheit? So oder so du musst zuerst mit dem Princeps Praetorii darüber reden. Wenn du mir folgen würdest, dann bringe ich dich zu diesem."


    sagte der eine Wächter am Tor und machten eine beschwichtigende Geste zu dem Duplicarius. Sie waren selbst nur einfache Soldaten, auch wenn sie das Privileg genossen in der persönlichen Leibwache des Statthalters zu dienen. Da brauchte der Duplicarius sicher nicht vor ihnen stramm stehen. Dann führte er den Duplicarius zum Officium des Faustus Domitius Massula.




    MILES - PEDITES SINGULARES

  • Appius, diesmal in vollen ornat seines Standes und seines Amtes kam mit zwei Gardisten zu Porta. Immerhin würde er einen Statthalter besuchen, da war ein gewisses Auftreten schon erforderlich:"Salve Soldat. Ich bin Appius terentius Cyprianus, Präfekt der kaiserlichen Garde und oberster Reichspräfekt. Ich habe eine Einladung des Statthalters, die ich nun wahrnehme." Meinte er und wedelte mit dem brief des Statthalters.

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