[Habitatio] Centurio Lucius Quintilius Valerian

  • Vom Tor der Castra kommend begab sich Milo direkt zur Habitatio seines Centurio, um Meldung über einen fremden Besucher zu machen. Sicher war sicher, er konnte schließlich nicht das Leben seines Vorgesetzten leichtfertig aufs Spiel setzen, indem er einfach jemanden in die Castra ließ, der ihm verdächtig vorkam.
    Nun stand er wieder einmal vor der Tür des Centurio, wie einige Tage vorher auch, als er mit einem sehr persönlichen Anliegen hier stand. Dieses Mal war es dienstlich.


    *poch, poch, poch*

  • Zitat

    Original von Faustus Annaeus Milo
    Milo war erleichtert zu hören, dass sein Centurio ihn als Klienten akzeptieren würde. Gut gemacht, dachte er bei sich, ließ sich aber davon äußerlich nichts anmerken, außer einem kleinen Lächeln, das um seine Mundwinkel spielte. "Danke Centurio, es ehrt mich, dass du mich als Klient akzeptierst." Als der Quintilier dem Annaer dann sagte, dass er durchaus das Zeug dazu hatte, eine höhere Position beim Militär erreichen zu können, fühlte sich Milo geschmeichelt. Ihm war es auch ziemlich gleichgültig, ob der Praefectus Urbi seinen Centurio nun leiden konnte oder nicht, Milo hatte sich entschieden, und er würde davon nicht mehr abrücken. Darüber hinaus kannte er die Gründe für das Verhalten des Praefectus Urbi gegenüber dem Quintilier nicht und sie interessierten ihn auch nicht wirklich, zumindest nicht in diesem Moment. "Es macht mir nichts aus, dass der Praefectus Urbi dir das Leben schwermacht. Das ändert nichts an meiner Entscheidung, dein Klient sein zu wollen. Wir warten einfach ab, wie sich das Machtgefüge entwickelt, ich stehe hinter dir, egal, ob der Praefectus Urbi oder jemand anders Kaiser wird." Hatte sich Milo nicht eben schon eindeutig positioniert, Klient des Quintiliers sein zu wollen, so bekräftigte er seine Entscheidung nochmals mit dieser Aussage.


    Das war mal eine Treueerklärung. Valerian fühlte nicht gerade wenig Stolz, daß sein Tiro so große Stücke auf ihn hielt. Es erinnerte ihn ein wenig an die Bewunderung, die er selbst für seinen ersten Ausbilder, Petronius Crispus, verspürt hatte. „Der nächste Punkt ist mein eigener Patron. Als mein Klient wärest Du auch ihm verpflichtet. Mein Patron ist der Senator Quintus Germanicus Sedulus. Der widerum ist der Klient von Consular Lucius Aelius Quarto, der der leibliche Bruder des ermordeten Kaisers Valerianus war. Auch ihm wärest Du über Senator Germanicus und mich verpflichtet. Ich sage Dir das, damit Du Dir dessen bewußt bist, auf was Du Dich einläßt. Im Gegenzug kannst Du natürlich auch darauf rechnen, daß ich mich über meinen Patron und dessen Patron für Dich einsetzen werde.“ Wobei wieder die Frage war, wo sie alle stehen würden, wenn die Machtverhältnisse sich geklärt hatten.

  • Zitat

    Original von Faustus Annaeus Milo
    Vom Tor der Castra kommend begab sich Milo direkt zur Habitatio seines Centurio, um Meldung über einen fremden Besucher zu machen. Sicher war sicher, er konnte schließlich nicht das Leben seines Vorgesetzten leichtfertig aufs Spiel setzen, indem er einfach jemanden in die Castra ließ, der ihm verdächtig vorkam.
    Nun stand er wieder einmal vor der Tür des Centurio, wie einige Tage vorher auch, als er mit einem sehr persönlichen Anliegen hier stand. Dieses Mal war es dienstlich.


    *poch, poch, poch*


    Seit der Ermordung des Kaisers hatte sich alles verändert. Viele der Befehle, die erteilt wurden, wollte Valerian eigentlich gar nicht ausführen. Es gab viel mehr Fragen, viel mehr Mißtrauen und auch Angst. Auch unter den Männern, die es allerdings nicht unbedingt so deutlich zeigten. Es klopfte schon wieder. Hoffentlich keiner dieser unliebsamen Befehle des PU. "Herein!"

  • Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    Das war mal eine Treueerklärung. Valerian fühlte nicht gerade wenig Stolz, daß sein Tiro so große Stücke auf ihn hielt. Es erinnerte ihn ein wenig an die Bewunderung, die er selbst für seinen ersten Ausbilder, Petronius Crispus, verspürt hatte. „Der nächste Punkt ist mein eigener Patron. Als mein Klient wärest Du auch ihm verpflichtet. Mein Patron ist der Senator Quintus Germanicus Sedulus. Der widerum ist der Klient von Consular Lucius Aelius Quarto, der der leibliche Bruder des ermordeten Kaisers Valerianus war. Auch ihm wärest Du über Senator Germanicus und mich verpflichtet. Ich sage Dir das, damit Du Dir dessen bewußt bist, auf was Du Dich einläßt. Im Gegenzug kannst Du natürlich auch darauf rechnen, daß ich mich über meinen Patron und dessen Patron für Dich einsetzen werde.“ Wobei wieder die Frage war, wo sie alle stehen würden, wenn die Machtverhältnisse sich geklärt hatten.


    Der Quintilier war selbst als Klient verschiedenen Leuten verpflichtet, die allesamt auch noch wichtige Senatoren waren. So lief das Klientelwesen nunmal, und es war Milo durchaus bewusst, dass er sich auch den Patronen seines Centurios verpflichten musste, wenn er seinen Ausbilder als Patron hatte. "Dessen bin ich mir bewusst, Centurio, kommentierte er daraufhin nur, "es wird mir eine Freude sein, auch ihnen verpflichtet zu sein." Außerdem konnte man nie wissen, ob die Kontakte nicht zu gegebener Zeit wichtig wären, und es war eher ein Vorteil, solchen hochrangigen Senatoren verpflichtet zu sein. Das wusste sicherlich auch sein Centurio, weshalb er es nicht extra zu erwähnen brauchte.

  • Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    Seit der Ermordung des Kaisers hatte sich alles verändert. Viele der Befehle, die erteilt wurden, wollte Valerian eigentlich gar nicht ausführen. Es gab viel mehr Fragen, viel mehr Mißtrauen und auch Angst. Auch unter den Männern, die es allerdings nicht unbedingt so deutlich zeigten. Es klopfte schon wieder. Hoffentlich keiner dieser unliebsamen Befehle des PU. "Herein!"


    Nachdem Milo die Erlaubnis hatte, eintreten zu dürfen, machte er die Tür auf und betrat die Wohnung des Quintiliers. Er salutierte ordnungsgemäß. "Salve Centurio Quintilius!!! Am Tor der Castra hat sich ein Fremder gemeldet, der unbedingt zu dir will. Sein Name ist Faustus Hadrianus Rufus, kennst du ihn? Er hat sich verdächtig verhalten und es erschien mir angemessen, zunächst bei dir nachzufragen, ob du mit ihm bekannt bist. Schließlich kann man in diesen Tagen nie wissen, wer Einlass begehrt. Wenn du den Namen nicht kennst, werde ich ihn direkt abweisen." Milo machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr: "Falls du ihn allerdings kennst, wünschst du, dass ich ihn zu deiner Unterkunft bringe, oder wirst du ihn selbst vom Tor der Castra abholen wollen?" Dies war zwar eigentlich nicht üblich, aber man konnte schließlich nie wissen.

  • Zitat

    Original von Faustus Annaeus Milo


    Der Quintilier war selbst als Klient verschiedenen Leuten verpflichtet, die allesamt auch noch wichtige Senatoren waren. So lief das Klientelwesen nunmal, und es war Milo durchaus bewusst, dass er sich auch den Patronen seines Centurios verpflichten musste, wenn er seinen Ausbilder als Patron hatte. "Dessen bin ich mir bewusst, Centurio, kommentierte er daraufhin nur, "es wird mir eine Freude sein, auch ihnen verpflichtet zu sein." Außerdem konnte man nie wissen, ob die Kontakte nicht zu gegebener Zeit wichtig wären, und es war eher ein Vorteil, solchen hochrangigen Senatoren verpflichtet zu sein. Das wusste sicherlich auch sein Centurio, weshalb er es nicht extra zu erwähnen brauchte.



    Der Junge schien sich sicher zu sein. Und hatte auch bei der Nennung der Namen eher ehrfurchtsvoll reagiert als abweisend. „Das freut mich zu hören. Dann heiße ich Dich hiermit in der Schar meiner Klienten willkommen.“ Er streckte die Hand aus, um den Arm seines Klienten zu ergreifen und so das Gesagte zu besiegeln. „Ich rate Dir, vorerst nicht an die große Glocke zu hängen, was wir gerade abgemacht haben. Verdirb es Dir nicht gleich mit dem Vescularius.“ Ein wohlgemeinter Rat.


    Sim-Off:

    Einmal im Control Panel bestätigen bitte :)

  • Zitat

    Original von Faustus Annaeus Milo


    Nachdem Milo die Erlaubnis hatte, eintreten zu dürfen, machte er die Tür auf und betrat die Wohnung des Quintiliers. Er salutierte ordnungsgemäß. "Salve Centurio Quintilius!!! Am Tor der Castra hat sich ein Fremder gemeldet, der unbedingt zu dir will. Sein Name ist Faustus Hadrianus Rufus, kennst du ihn? Er hat sich verdächtig verhalten und es erschien mir angemessen, zunächst bei dir nachzufragen, ob du mit ihm bekannt bist. Schließlich kann man in diesen Tagen nie wissen, wer Einlass begehrt. Wenn du den Namen nicht kennst, werde ich ihn direkt abweisen." Milo machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr: "Falls du ihn allerdings kennst, wünschst du, dass ich ihn zu deiner Unterkunft bringe, oder wirst du ihn selbst vom Tor der Castra abholen wollen?" Dies war zwar eigentlich nicht üblich, aber man konnte schließlich nie wissen.



    Faustus Hadrianus Rufus? Valerian war für einen Moment verblüfft. Doch er fing sich einen Augenblick später wieder und lächelte. „Annaeus, dieser Mann ist wie Du mein Klient. Sein Name lautet eigentlich Faustus Hadrianus Fontinalis und er wird gute Gründe haben, seinen Namen zu verändern. So wie er sicher gute Gründe hat, die ihn so überraschend nach Rom führen. Bring ihn hierher zu mir. Und bleib verfügbar, denn es könnte sein, daß ich Deine Hilfe brauche, um ihn zu unterstützen.“

  • Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    Der Junge schien sich sicher zu sein. Und hatte auch bei der Nennung der Namen eher ehrfurchtsvoll reagiert als abweisend. „Das freut mich zu hören. Dann heiße ich Dich hiermit in der Schar meiner Klienten willkommen.“ Er streckte die Hand aus, um den Arm seines Klienten zu ergreifen und so das Gesagte zu besiegeln. „Ich rate Dir, vorerst nicht an die große Glocke zu hängen, was wir gerade abgemacht haben. Verdirb es Dir nicht gleich mit dem Vescularius.“ Ein wohlgemeinter Rat.


    Milo konnte sein Glück kaum fassen. Er hatte jetzt einen Patron. Vor lauter Freude verneigte er sich, ergriff dann den Arm seines Patrons, bevor er erwiderte: "Vielen Dank, Centurio Quintilius!!!" Das weitere brauchte sein Patron ihm nicht zweimal zu sagen, er würde sicherlich vorsichtig sein. Man konnte schließlich in diesen Zeiten nie wissen."Ich kann nicht gutheißen, was der Vescularier in den letzten Monaten getrieben hat. Aber ich bin sicherlich nicht so unvorsichtig, dies herauszuposaunen, vor allen Dingen nicht dort, wo es mir gefährlich werden kann", machte Milo dann noch deutlich. "Falls es nicht noch etwas Anderes gibt, würde ich mich mit deiner Erlaubnis dann gerne zurückziehen....", ließ der Annaer seinen Vorgesetzten dann noch wissen.

  • Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    Faustus Hadrianus Rufus? Valerian war für einen Moment verblüfft. Doch er fing sich einen Augenblick später wieder und lächelte. „Annaeus, dieser Mann ist wie Du mein Klient. Sein Name lautet eigentlich Faustus Hadrianus Fontinalis und er wird gute Gründe haben, seinen Namen zu verändern. So wie er sicher gute Gründe hat, die ihn so überraschend nach Rom führen. Bring ihn hierher zu mir. Und bleib verfügbar, denn es könnte sein, daß ich Deine Hilfe brauche, um ihn zu unterstützen.“


    So sah also die Sache aus. Milo war einigeremaßen beruhigt. Sonderlich überrascht wirkte er allerdings nicht, höchstens obgleich der Tatsache, dass es sich um einen Klient seines Vorgesetzten handelte, hatte doch Milo selbst erst bei dem Quintilier vorgesprochen, um dessen Klient zu werden. "Nun, wenn es so ist, werde ich ihn umgehend hereinbitten!!" Ein Lächeln obgleich der Entwicklung der Dinge konnte sich Milo dann doch nicht verkneifen. "Natürlich werde ich mich zu deiner Verfügung halten, Centurio", erwiderte Milo dann noch, bevor er sich wieder auf den Weg zur Porta Praetoria machte.

  • Zitat

    Original von Faustus Annaeus Milo
    Milo konnte sein Glück kaum fassen. Er hatte jetzt einen Patron. Vor lauter Freude verneigte er sich, ergriff dann den Arm seines Patrons, bevor er erwiderte: "Vielen Dank, Centurio Quintilius!!!" Das weitere brauchte sein Patron ihm nicht zweimal zu sagen, er würde sicherlich vorsichtig sein. Man konnte schließlich in diesen Zeiten nie wissen."Ich kann nicht gutheißen, was der Vescularier in den letzten Monaten getrieben hat. Aber ich bin sicherlich nicht so unvorsichtig, dies herauszuposaunen, vor allen Dingen nicht dort, wo es mir gefährlich werden kann", machte Milo dann noch deutlich. "Falls es nicht noch etwas Anderes gibt, würde ich mich mit deiner Erlaubnis dann gerne zurückziehen....", ließ der Annaer seinen Vorgesetzten dann noch wissen.


    "Sehr gut, Milo. Sei immer vorsichtig." Der Junge war klug, er würde es schon schaffen, sich zu schützen. Und er würde es noch weit bringen. Zumindest, wenn es gelang, den Vescularier loszuwerden. Was hoffentlich die Unterstützung der Götter fand. "Im Moment gibt es nichts mehr. Scheue Dich nicht, herzukommen, wenn Du etwas brauchst. Und rechne damit, daß ich Dich hin und wieder außerhalb des Dienstes rufen werde. Vale."

  • Zitat

    Original von Faustus Annaeus Milo
    Zusammen mit Faustus Hadrianus Fontinalis kam nun Milo wieder vor der Habitatio an und kopfte abermals, wie so oft in letzter Zeit.


    *poch, poch, poch*


    Das hatte ja nicht lange gedauert. Fontinalis hier in Rom! Valerian hatte einen halb geschriebenen Brief an den Hadrianus hier im Schreibtisch. Den, den er vor einiger Zeit von dem jungen Mann erhalten hatte, hatte Valerian inzwischen verbrannt. Es waren einige durchaus verfängliche Formulierungen enthalten gewesen, die besser nicht unter die falschen Augen gerieten. Aber jetzt hatte sich eine Antwort darauf erst einmal erledigt. "Herein!", rief er gut vernehmlich.

  • Ohne auf eine Reaktion des Soldaten zu warten öffnete ich die Tür und trat ein.
    Endlich. Nach all der Zeit war es soweit. Ich sah Valerian wieder. Das letzte mal hatten wir uns in Germania gesehn, ich war frisch gebackener Legionarius.
    Valerian... Schön dich zu sehen!!

  • Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    "Sehr gut, Milo. Sei immer vorsichtig." Der Junge war klug, er würde es schon schaffen, sich zu schützen. Und er würde es noch weit bringen. Zumindest, wenn es gelang, den Vescularier loszuwerden. Was hoffentlich die Unterstützung der Götter fand. "Im Moment gibt es nichts mehr. Scheue Dich nicht, herzukommen, wenn Du etwas brauchst. Und rechne damit, daß ich Dich hin und wieder außerhalb des Dienstes rufen werde. Vale."


    "Jawohl, Centurio, das werde ich sein", nickte Milo seinem Vorgesetzten zu, auch um zu signalisieren, dass er verstanden hatte, dass sein Centurio ihn jetzt hin und wieder außerhalb der Dienstzeit zu irgendwelchen Pflichten und etwaigen persönlichen Gesprächen heranziehen würde. Als der Quintilier ihm erlaubte sich zu entfernen, salutierte Milo ordnungsgemäß, drehte sich in Richtung Tür um und verließ das Zimmer.

  • Zitat

    Original von Aulus Hadrianus Fontinalis
    Ich folgte dem Soldaten. Gleich würde ich Valerian wieder sehen.
    Auch wenn die umstände nicht die besten waren.
    Ich hätte gern deinen Namen und Dienstgrad gewusst.


    Während sie auf Einlass warteten, stellte der Fremde Milo eine Frage. Etwas verblüfft, warum sich der Fremde für seinen Namen und Dienstgrad interessierte, wandte Milo sich ihm zu. Er zögerte zunächst und musste darüber nachdenken, ob er ihm Auskunft gab. Da der Fremde aber auch ein Klient seines Centurios war, und also auch Milo ihm vertrauen konnte, sagte er: "Mein Name ist Faustus Annaeus Milo, ich bin Tiro bei den Cohortes Urbanae. Und ich bin obendrein noch Klient des Centurio Quintilius", schob Milo noch hinterher. "Und du bist?"


    Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    Das hatte ja nicht lange gedauert. Fontinalis hier in Rom! Valerian hatte einen halb geschriebenen Brief an den Hadrianus hier im Schreibtisch. Den, den er vor einiger Zeit von dem jungen Mann erhalten hatte, hatte Valerian inzwischen verbrannt. Es waren einige durchaus verfängliche Formulierungen enthalten gewesen, die besser nicht unter die falschen Augen gerieten. Aber jetzt hatte sich eine Antwort darauf erst einmal erledigt. "Herein!", rief er gut vernehmlich.


    Kurze Zeit darauf, erklang auch schon ein Herein und Milo öffnete die Tür. Er führte den Besuch herein. Als Milo den Besuch ankündigen wollte, fiel ihm dieser schon ins Wort. Etwas missbilligend schaute Milo ihn an, Manieren hatte der Mensch wohl keine. Milo ging allerdings nicht weiter darauf ein, sondern schloss die Tür, und stellte sich etwas abseits im Raum auf, falls sein Vorgesetzter ihn brauchen sollte.

  • Die Tür öffnete sich nach der Aufforderung auch sogleich. Und Fontinalis stürmte an dem armen Milo vorbei. Entweder war es echt dringend, was er wollte, - oder er war immer noch von ungewöhnlichem (und gefährlichem) jugendlichen Ungestüm. Valerian erhob sich schmunzelnd. Er wartete aber mit der Begrüßung, bis Milo mit eingetreten und die Tür zu war. Wenn Fontinalis schon einen falschen Namen benutzte, sollten nicht die falschen Ohren zu hören bekommen, wie er den Besucher ansprach. „Salve, Fontinalis. Gut siehst Du aus. Glückwunsch übrigens zum Optio und auch zur Versetzung zur Prima. Du hast Annaeus Milo schon kennen gelernt? Er ist ebenfalls mein Klient.“ Er deutete auf den Tiro und winkte ihn etwas näher heran.

  • Die Tür wurde wieder verschlossen, schließlich sollte ja niemand etwas höre..
    Das der Junge Tiro ebenfalls ein Klient von Valerian war quitierte ich mit einem Nicken.
    Ich danke dir für deine Glückwünsche und Milo habe ich bereits kennen gelernt. Durchdringend musterte ich Milo nochmals.
    Meine Zeit in Rom ist begrenzt. Wie geht es dir Valerian?

  • Milo ging auf den Wink seines Vorgesetzten hin, ein paar Schritte in Richtung Schreibtisch vor, hielt sich allerdings immer noch etwas im Hintergrund. Hadrianus Fontinalis schien die Anwesenheit Milos nicht unbedingt zu gefallen, was den Tiro allerdings nicht störte. Centurio Quintilius begrüßte Hadrianus Fontinalis als Optio, was Milo zur Kenntnis nahm und sich merken würde. Die durchdringenden Blicke bemerkte er zwar, doch diese überging er geflissentlich, würde aber auch diese sich merken. Der Optio schien es eilig zu haben. Zunächst einmal abwartend stand Milo einig Schritte hinter dem Optio, um einzuschreiten, wenn er gebraucht würde.

  • „Oh, mir persönlich geht es ganz gut. Vor allem, da ich meine Familie bei den Germanicern in Sicherheit weiß. Setz Dich doch. Ein paar Minuten wirst Du wohl haben. Berichte mir, was es bei der Prima gibt und was Dich hierherführt.“ Er konnte sich kaum vorstellen, daß Fontinalis desertiert war. Also mußte ein Auftrag ihn hierher führen.


    Valerian nickte Milo zu. Er stand genau da, wo er ihn haben wollte. Und hörte hoffentlich aufmerksam zu. Es konnte gut sein, daß Milo dieses Wissen eines Tages brauchen würde. Ein wenig zu denken gab ihm die Tatsache, daß seine beiden Klienten recht kühl miteinander umgingen. Fontinalis schien Milo sogar fast zu ignorieren. Das konnte natürlich auch täuschen.

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