[CONCILIABULUM] Versammlungsplatz

  • CONCILIABULUM
    Versammlungsplatz


    Hier befindet sich der Versammlungsplatz. Ein ganz schlichter Raum mit einem sehr kleinen Fenster das gerade mal ein Minimum an Licht bietet. Es sind auch keine Einrichtungsgegenstände vorhanden, außer 6 Stühle und an der Seite ein kleiner Schreibpult mit Schreibutensilien. Die Tür kann von Außen nicht geöffnet werden. Dieser Raum darf nur von Vestalinnen betreten werden. Sie treffen sich, um Dinge abzusprechen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Wie zum Beispiel über die heiligen Gegenstände, Testamente, Festabläufe usw.

  • An einem Abend wurde die Sitzung von der virgo Vestalis maxima einberufen. War doch der Anlass gegeben, um unter anderem über die Vorhaben von Vestalin Decima zu sprechen. Pomponia Pia fand es nämlich äußerst töricht, dass eine junge Vestalin, die sogar noch Schülerin war, sich an den Collegium Pontificium wandte, sah sie es weiterhin als eine Aufgabe die nur ihr selber als Maxima zustand. So dass sie an diesem Abend nicht gut zu sprechen war.


    Als dann alle sechs Vestalinnen den Raum betreten haben, wurden Öllampen entzündet und anschließend die Tür von Innen verschlossen. "Decima, würdest du uns bitte über dein Vorhaben berichten? Angefangen mit der Erwägung der Lex Flavia de operositas und der Lex Mercatus. Weil bisher haben wir uns Vestalinnen nie als Politikerinnen gesehen, sondern als Unabhängige. Wir ergreifen für niemanden im Senat Partei. Und daran sollten wir weiterhin festhalten. Also klär uns doch bitte auf.", führte die Pomponia an. Dass die Aussage nicht ganz stimmte lies Messalina außer acht, wollte sie sich ungern mit der strengen Maxima anlegen, um so ihr Vorhaben bereits im Voraus im Keime ersticken zu lassen. "Maxima, meine lieben Schwestern. Ich sehe mich nicht als Politikerin, sondern als eine Dienerin der Vesta... Doch können wir Vesta nur gänzlich dienen, wenn wir unsere Tradition aufrecht erhalten und einfordern. Nicht umsonst hat König Numa diese Entscheidungen getroffen, uns Vestalinnen, unsere kultischen Handlungen völlig frei ausüben lassen zu können, ohne Zwang und rechtliche Einschränkungen. Gerade weil unsere Aufgabe sehr wichtig für das römische Volk ist. Doch gab es in den letzten Jahren so einige Verschlechterungen zu beklagen, haben doch die Senatoren uns in unseren Rechten beschnitten oder eben aus Unwissenheit Gesetze erlassen die gegen unsere Tradition stehen.


    Ich möchte nur unsere Tradition bewahren, daher möchte ich dass über die Lex Mercatus gesprochen wird. Denn seit wann dürfen wir keine Betriebe mehr besitzen? Bisher war es uns immer erlaubt alle Art von Rechtsgeschäfte einzugehen wie auch jede Art von Dinge zu erwerben, eben auch Betriebe. Seit Augustus dürfen Frauen den Vestalinnen beitreten, wenn auch sie keine Patrizier sind. Und da wir aus unseren Familien herausgelöst sind haben wir auch keinen Ordo. Sodass es mir wie euch nach der aktuellen Lage nicht möglich ist je ein Betrieb zu besitzen. Warum dürfen wir keinen Betrieb führen, nur weil wir den Cultus Deorum angehören, was sonst jeder römischen Frau erlaubt ist? Daher wollte ich Aufklärung, ob diese Regelung unsere alte Tradition außer Kraft setzt."

  • | Pomponia Pia



    Die Maxima war mit einigen Punkten überhaupt nicht einverstanden, waren ihr die Argumente überhaupt nicht überzeugend genug. Ihrer Meinung nach sollte nämlich eine Vestalin gefälligst im Atrium Vestae ihre Pflicht nachkommen, da war kein Platz für geschäftliche Dinge und so Zeug. "Decima, trotz deiner ausführlichen Darbietung bin ich weiterhin einer ganz anderen Meinung. So wie es bisher läuft kann es ruhig bis in aller Ewigkeit weitergehen. Doch werde ich dich nicht weisen. Du weißt, dass jede Vestalin das gleiche Recht zu steht, eben auch das Recht eine Petition gegenüber dem Collegium Pontificium zu richten. Ich denke, dass andere Anliegen zu der weitern Lex wird den gleichen Tenor beinhalten. Daher bitte ich dich bezüglich des Testamentes fortzufahren."


  • Es war Torquata doch schon ein wenig bang im Herzen, als sie kurz daraufhin aus ihrem Zimmer kommend das Conciliabulum betrat. Welche Prüfung mochte nun auf sie warten? Die Maxima war sicherlich streng, diente sie doch bereits so lange im Atrium Vestae - wie sollte ein junges unerfahrenes Mädchen wie sie deren Anspruch nur gerecht werden?
    Andererseits konnte es nur von Nachteil sein, wenn sie sich ihre Angst nur zu offensichtlich anmerken ließe.
    Also straffte die junge Iulierin ihre Schultern und betrat den Raum mit einer aufrechten, und doch angemessenen Haltung.
    Was sie auch immer erwarten mochte, sie würde es mit geradem Rücken überstehen.


    Watch your thoughts - they become words.
    Watch your words - they become actions.
    Watch your actions - they become your habit.
    Watch your habit - it becomes your character.
    Watch your character - it becomes your destiny.

  • | Minucia Milicha


    Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Pomponia war Minucia um einiges strenger, vor allem sehr autoritär veranlagt. Sie mochte keine Widerrede. Fremden trat sie alles andere als freundlich gegenüber. Einige hier im Atrium Vestae meinte gar, dass es eine Fehlentscheidung war, sie zur Maxima zu erkoren. Nicht umsonst hatte vor vielen Jahren Pomponia den Vorzug gegenüber ihr halten, wobei Minucia vom Alter her schon damals hätte Maxima werden müssen.


    Als Iulia hereintrat schaute sie sie nur mit einem eher fragwürdigen Blick an. Zum einen, weil sie mit einer von den Iulier nicht viel anfangen konnte, zum anderen, weil ihr einige Gerüchte zu Ohren kamen. Gerüchte, die nicht gerade von erfreulicher Natur waren. Doch das Thema würde sie in einem späteren Zeitpunkt genauer nachfragen.


    "Schwester Iulia. Da alle anderen bereits anwesend sind, solltest du die Tür hinter dir verschließen. Du nimmst dann zwischen Schwester Lartia und Schwester Decima platz.


    Schwestern! Nicht mehr lang und wir haben einen neuen Vater. Dann endlich kehrt wieder Harmonie ein."


    Sim-Off:

    Ich spule ein wenig vor, weil wir stehen ja quasi kurz vor der Ernennung eines neuen Imperators. Das Atrium ist weiterhin verschlossen, jedoch gibt es Boten usw. du kannst dich natürlich über die Kandidaten äußern :)


  • Messalina bemerkte die Diskrepanz zwischen der Maxima und ihrem Schützling, sodass sie noch bevor sich Torquata setzte mit der Hand auf den freien Platz klopfte, um zu signalisieren, dass sie keine Angst haben musste.


    Als die Maxima davon sprach, dass in Bälde jemand Neues auf dem Thron saß, nun ja, da konnte Messalina einfach nicht widerstehen.


    "Liebe Schwestern. Ganz ehrlich. Ich halte keinen außer den Magistro als würdig. Nach meiner Information hat niemand der anderen tatsächlich eine Vorliebe für den Cultus Deorum. Sie glänzen nur mit Kriegs- und stupider Verwaltungserfahrung." Bezüglich Letzteres hätten sie auch ihren leiblichen Vater Varenus zum Imperator krönen können. "Meiner Meinung nach wird sich der Trend fortfahren, uns stiefmütterlich zu behandeln. Traurig aber wahr."


    Im Versammlungsaal wurde immer stets offen gesprochen, denn die gesagten Worte verließen nie den Raum. Keiner außer die Vestalinnen war anwesend und die Tür war so dick, dass niemand auch hätte draußen heimlich horchen können.

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