• Das Bad war in drei Bereiche eingeteilt.

    Dem Locus, dem Thermenbereich mit verschieden temperierten Becken

    und dem Massagebereich, wo der Körper seine Pflege fand.

  • Nachdem sie den seltsamen Tuccier an der Porta in die Nacht entlassen hatten machte sich Bassus auf zum Balneum. Es ärgerte ihn, daß dieser wunderbare Ort nun durch einen Saufkumpanen Nero´s entweiht würde. Als er eintrat erhob sich gerade Maria und sah Bassus mit einem seltsamen Gesichtsausdruck an. Ich habe keine Ahnung was er hat, es kann betrunken sein oder irgendwelche Opiate zu sich genommen haben...Pilze vielleicht? Sie zuckte mit den Schultern und zog sich ein wenig zurück. Der an Boden liegende Bursche machte ihr Angst. Bassus legte ihr die Hand auf die Schulter und streichelte sie beruhigend. Maria war seit Ewigen Zeiten hier in der Villa, sie war wie eine Ersatzmutter für ihn. Und wie Antigonos hatte sie bereits mehrmals ihre Freilassung abgelehnt. Schon gut Maria, geh´wieder zu Bett, Nero ist versorgt und wir werden uns jetzt um den Kerl hier kümmern.

    Zwei kräftige Germanen zogen den benommenen Kerl auf Bassus´s Geheiß in die Höhe nachdem Maria das Balneum verlassen hatte.

    Nun?...forderte Bassus ihn auf, in sicherer Entfernung zu Spuck-, Kratz- oder sonstigen Attacken.

    ...was bist du denn für eine Ratte? Was wollt ihr hier? Was habt ihr mit Nero zu schaffen?

  • << RE: Cubiculum - Titus Aemilius Nero


    Pollux stand etwas wackelig, aber er stand, als sie ihn in diese Haltung zwangen. Drei kräftige Kerle hielten ihn gefangen, sie hatten Angst, Drei. Zu Recht. Sich mit einem aufgebrachten Zwilling allein im selben Raum aufzuhalten, war selten eine gute Idee. Und Pollux war ohne Castor hier, was ihn unter extremen Stress setzte. Sein auf den Überlebenskampf der Subura geeichtes Gefühlsleben analysierte in Windeseile die Situation, auch wenn er berauscht war - vergleichbare Entscheidungen traf er jeden Tag in jedem Zustand. Seine grünen Katzenaugen musterten das Großmaul in einer Weise, wie ein Metzger ein vor ihm liegendes Tier abschätzend betrachtete, das er zu zerlegen gedachte. Nur war dieses Tier noch am Leben.


    Kampf? Er war fixiert. Sein Ziel zu weit weg, zu viele Gegner.

    Flucht? Unmöglich, man hielt ihn fest.

    Bewusstlos stellen? Für die Zukunft eine Option, momentan nicht zielführend.


    Reden war die logische Konsequenz. Pollux setzte sein Lupo-Lächeln auf.


    "Wir sind Castor und Pollux, wobei ich Pollux bin. Und unsere Passion ist es, traurige Menschen wieder glücklich zu machen. Nero liebt uns. Er lud uns ein zu sich nach Haus und wir folgten ihm. Er ist sehr allein, weißt du? Aber niemand muss sich einsam fühlen in Roma."



  • Bassus schaute sich den Kerl an. Offenbar ein Idiot mutmaßte er. Und so etwas befand sich hier in unserem Haus. Verdammt Nero... Aus dem würden sie nichts herausholen, entweder war sein Hirn bereits in Auflösung oder er schauspielerte und machte ihnen so deutlich, daß er keinen Schritt weiterkommen würde.

    Bassus rieb sich das Kinn und nickte den beiden Germanen zu. An den ungebetenen Gast gewandt meinte er, Das war dein erster und auch dein letzter Aufenthalt in diesem Haus! Solltest du in Zukunft auch nur in die Nähe des Hauses kommen werde ich persönlich dafür Sorge tragen, daß du nie wieder irgendwo auftauchst...hast du das verstanden? Die Versuchung ihn für all das zahlen zu lassen was Nero ihnen angetan hatte rang er nieder.

    Raus mit ihm,...angewidert sah er zu wie die beiden Germanen den schmächtigen Rotschopf unter die Arme griffen und mit Bärenkräften festhielten.

  • "Es gibt auf dieser Welt nichts, womit du mir drohen kannst." Denn Castor, so war Pollux sich nun sicher, war längst vor ihm des Hauses verwiesen worden und wartete draußen. "Der Einzige, dem du mit deinem unklugen Verhalten schadest, ist Nero. Er war sehr glücklich in unseren Armen und wird nicht aufhören, an uns zu denken. Du kannst uns aus diesen Mauern aussperren - aber kannst du ihn hier einsperren?"


    Alles, was sie mit dem Hausverbot bezwecken würden, wäre, dass Nero seine Umtriebe nach außerhalb der familiären Kontrolle verlagern würde. Die Zwillinge würden den reichen kleinen Nero mit offenen Armen empfangen. Pollux lächelte unverändert, als die beiden Hünen seine Arme noch fester packten.


    "Drei bewaffnete Recken gegen einen Jüngling. Wovor hast du eigentlich Angst, dass du hier solch einen Aufstand machst, nur weil Nero zwei Lupos orderte? Denk mal drüber nach. Die Antwort könnte wichtig sein. Du hast übrigens graue Haare an den Schläfen, falls du sie auszupfen oder färben möchtest. Sie machen dich alt."

  • Was für eine Quasselstrippe! dachte sich Bassus. Auch das noch ...Nero war eine Schwuler?! Bei den Göttern, was für ein Großmaul, der hatte wohl schon lange seinen eigenen Schrei nicht mehr gehört. Nach dem der Kerl ihm auch noch Schönheitstipps zu geben wagte trat Bassus vor ihm hin und sah ihn ernst an. Dieser kleine Scheisser war einer von der Sorte die man dreimal totschlagen musste. Nero ist erwachsen,...niemand wird ihn einsperren,...dich und alle die an dieser Angelegenheit beteiligt waren bitten wir nur unser Haus nie wieder zu betreten...und ich kann dir nur empfehlen dies zu beherzigen.

    Da nächste Mal würden sie ihn wie eine Ratte erschlagen und in irgendeiner Verrottungsgrube verschwinden lassen.

    Und jetzt...ante portas Der Spaß hatte ein Ende und insgeheim wünschte sich Bassus der gute Nero würde die Typen wieder hierher bringen.

  • Pollux erhielt nicht das erste Mal Hausverbot. In der Regel gab es keinen Grund, dagegen zu verstoßen - Kosten und Nutzen mussten sich die Waage halten und Nero konnte man draußen viel besser um seine Reichtümer erleichtern. Es gab keinen Grund für Pollux, in die Villa einzudringen, wenn das picklige Gör ihnen genau so gut draußen über den Weg laufen konnte. Je tiefer der Graben zwischen Nero und seiner Familie umso besser.


    "Ich würde mich gern zur Porta begeben, aber deine zwei Klöpse halten mich noch immer fest!"

  • Ein markerschütternder Schrei war vor dem Haus bis ins Bad zu hören.

    "POLLUX!", kreischte ein männliche Stimme in einer Tonlage, die einem eine Gänsehaut über den Körper jagte. Sie klang als würde Metall über Metall schaben.

    "BRUDER!", kreischte der blonde Zwilling.

  • Bassus entgegnete auf die Bemerkung des Frechlings, Wir begleiten dich zur Porta und die beiden Klöpse sollen verhindern, daß du in deinem Zustand vielleicht noch stürzt. Oder versuchst abzuhauen und hier noch mehr Schaden anrichtest. Dachte er als er den Schrei vernahm. Es lief ihm kalt den Rücken herunter. Für einen Augenblick musste er an die Geschichten von Antigonos denken über Jason und die Argonauten. Na los! er nickte den beiden Germanen zu. Gehen wir!

    Das ganze hier schien zu eskalieren. Diese hemmungslose Art und Weise war er nicht gewohnt. Sie machten sich auf dem Weg zur Porta.

  • Es war bereits früher Nachmittag, als die ansehnliche Sklavin Diana ins Balneum kam. Diana war eine blonde, dralle Schönheit um die zwanzig Jahre alt und bereits in der Villa Aemilia geboren, doch ihre Eltern stammten aus Nordgallien. Domina Faustina hatte ihr den Auftrag erteilt, alles für den gerade angekommenen Dominus Secundus herzurichten. Sie hatte bereits eine Platte mit Brot, kaltem Fleisch, Käse, Oliven und Früchten sowie einem Krug Wein aus der Küche geholt und stellte diese auf einem niedrigen Tischchen ab, das sich nahe des Beckenrandes befand. Danach sagte sie ihren Kollegen Bescheid, damit diese ordentlich einheizten, damit das Wasser schnell warm würde, während sie duftende Öle, Seife, Badetücher, Badebesteck und dergleichen vorbereitete. Nach einiger Zeit war das Wasser warm genug und sie holte den Patrizier zum Bad ab.

  • Secundus war Diana gefolgt und im bade angekommen. Er entledigte sich seiner Klamotten und stieg in die Wanne. Das warne Wasser umspülte wohltuend seinen Leib.

    Er wandte sich an an Diana, eine dralle Schönheit ,fürwahr.

    "Diana, richtig? Endscheide Du was Du mit dem Plunder( gemeint waren seine Kleider) machst ,entweder waschen oder verbrennen.

    Würdest Du mir den Rücken schrubben?"

    Erstmal wollte Secundus allen Staub der Straßen vom Leibe haben, bevor er sich über Speis und Trank hermachte.

    Nachdem Bade wurde er in eine frische Tunika gehüllt sein und wenn er die Diana so betrachtete, naja ,man wird sehen.

  • Diana lief noch einige Male hin und her, um die Erfrischungen bequem in Griffreichweite zu positionieren und die Tücher und Öle in Reichweite zu bewegen. Die Kleidung entfernte sie und schmiss sie in den Wäschekorb, der um die Ecke stand. Die Kleidung würde ordentlich gewaschen werden und wenn sie nicht sauber wurde, dann würde sie wiederverwertet werden als Kleidung für Sklaven, Lappen oder was man noch damit anfangen konnte.


    Nachdem das erledigt war, tat die junge Frau wie ihr geheißen und kniete sich an den Beckenrand mit einer weichen, langstieligen Bürste um Secundus ordentlich abzuschrubben. "Wünschst du auch eine Massage, Dominus? Dann lasse ich Malkor holen. Er ist wahrlich geübt darin die Müdigkeit aus den Gliedern zu walken."

  • Secundus hatte die Augen geschlosen ,während Diana im den Rücken schrubbte. Er öggnet sie und nickte .

    "Oh ja, eine Massage wäre gut, nach dem Geruckel und Geschauckel. Bitte sei so gut und sag dem Masseur bescheid."

    Selbst wenn der Reisewagen, im stuke der zeit Zeit gefedert, so konn´te die hölzernden Federbkätter doch nicht jeglichen stoss abmildern und das Ergebnis verspürte Secundus, um so mehr, als das er nun im warmen Wasser sass.

    Er gönnte sich etwas Obst ,trank vom Wein.

    " Woher stammst Du Diana?"

    Er fagte aus freundlichem Interesse.

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