• Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.



    Es gibt drei Hauptarten von Münzprägungen zu Rom, die Goldprägung=Aureus Solidus oder kurz Solidus, die Silberprägung=Siliqua und die Bronze bzw. Messingprägung=Sesterz.

    Es gibt die Provinzialprägung, den in den Provinzen wurde das römische Münzwesen nicht übernommen, sondern eigene Münzen geprägt.

    Alle Münzen der Kaiserzeit trugen die Abbildung des Kaisers mit dem fast immer gleichen (aber jeweils verschieden abgekürzten) Schriftzug auf der Vorderseite:

    Imperator Caesar (Name) Augustus  Pontifex maximustribunicia potestate (Jahreszahl) Consul (Jahreszahl) Pater patriae.


    • 1 Aureus (Gold) = 25 Denare [Silber]
    • 1 Denar = 4 Sesterze [Messing]
    • 1 Sesterz = 2 Dupondien [Bronze, später Messing]
    • 1 Dupondius = 2 Asse [Kupfer]
    • 1 As = 2 Semis [Kupfer/Bronze]
    • 1 Semis = 2 Quadranten [Kupfer]

    Es galt also:
    1 Aureus = 25 Denar = 100 Sesterze = 200 Dupondien = 400 Asse = 800 Semis = 1600 Quadranten


    Quelle=https://www.google.com/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0CAIQw7AJahcKEwj42_7f6I7_AhUAAAAAHQAAAAAQAw&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FR%25C3%25B6mische_W%25C3%25A4hrung&psig=AOvVaw1A16PKBWMDf48X4Mb_1aQ6&ust=1685047331812037


    Sim-Off:

    Habe das Ganze aus Dem RL übernommen hoffe das ist im Sinne der SL?

  • Ein neues Gesicht war am Himmel stadtrömischer Magistrate erschienen: Nero Aemilius Secundus, so sagte man, habe sein Amt als Vigintivir in der Münzprägeanstalt angetreten. In stiller Bescheidenheit sei er in sein Officium gezogen und bislang klagte niemand. Der Name blieb Kyriakos fremd, wie lange er auch darüber sinnierte. War dies ein gutes oder schlechtes Omen? Es konnte beides bedeuten. Kyriakos, für dessen Alltag die Aufsicht über Geldgeschäfte keine geringe Bedeutung hatten, beschloss, der Unwissenheit ein Ende zu bereiten und sich persönlich ein Bild von dem jungen Manne zu machen.


    In gepflegter Erscheinung, welche die hellenische Herkunft, nicht jedoch den Beruf erkennen ließ, erschien Kyriakos an der Porta, wo er um Einlass für ein vertrauliches Gespräch ersuchte.

  • Ein alter Bediensteter erschien fragte den Jüngling nach seinem Namen und Begehr.


    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen. Petronellus, alter Diener

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • »Chaire. Kyriakos ist mein Name und ich betreibe ein Geschäft in Rom. Unlängst geriet ich in Schwierigkeiten und würde diesbezüglich gern den persönlichen und vertraulichen Rat des Herrn Tresvir monetalis einholen. Meine Situation erfordert die Prüfung der Echtheit gewisser Münzen. Sollte der Augenblick ungünstig sein, komme ich gern zu einem geeigneteren Zeitpunkt wieder.«

  • 5237-senior-1-jpgPetronellus


    Petronellus schüttelte sein Haupt, winkte und führt den Jungling dann zu Secundus. Jener erhebt sich, während Petronellus wartent an der Türe steht.

    Salve , Nero Aemilius Secundus, Du bist wer und weshalb hier ? Sicher das hast du dem guten Petronellus schon erklärt, aber ich hätte es auch gehört.

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • »Chaire«, wiederholte er seinen Gruß, als man ihm dem Magistrat zugeführt hatte, gleichsam - leicht verkürzt - die folgenden Ausführungen, ohne eine negative Regung ob der Erfordernis zur Wiederholung zu zeigen: »Kyriakos ist mein Name und ich betreibe ein Geschäft in Rom. Meine Situation erfordert die Prüfung der Echtheit gewisser Münzen. Ich nehme an, dies obliegt seit Neuem deiner Person. Auch eine allgemeine Beratung käme mir nicht ungelegen, so weit sie dein Aufgabenspektrum umfasst.« Ein mildes Lächeln spielte um seine Mundwinkel, doch wirkte es ein wenig kühl, wie immer, wenn er über finanzielle Angelegenheiten sprach.

  • Scundus hob die Augenbraue, Münzprüfunh. Das hieß im Unkehrschluss da erwaig Falschmünzen im Umlauf wären! Secundus war von einem Moment auf dem andren hellwach und elektrisiert (wie man später einmal bezeichnen würde)

    " Petronellus , ich will die Münzmeister hierhaben ,alle und zwar sofort."

    Petronellus verneigte sich stumm und ververschwand. Währendessen wandte sich Secundus dem Jüngling zu.

    "So eine Prüfung von Münzen? Gut das gehört zu unseren Obliegenheiten.

    Welcher Art ist Dein Geschäft junger Freund? "

    Da junger Freund war, da Secundus selbst noch nicht der älteste, etwas gönnerhaft gemeint.

    Noch bevor der Kyriakos antworten konnte, hörte man auf dem Gang Schritte, Petronellus erschient mit den Münzmeistern.

    Wie auch Petronellus verbeugten sich die Männer vor Secundus und dem Gast. Sie stellten sich in einer Reihe auf, während Petronellus wieder seinen Posten an der Tür bezog.

    Secundus stellte die Männer der Reihe nach vor.

    "Tiberius, Nummus Dominus Aureus; Aurelius, Nummus Dominus Sliqua und Marcus, Nummus Dominus Aereus. Jeder ist auf seinem Gebiet ein Experte und wird sich Deiner Münzen annehmen und jene prüfen.

    Sag an Freund, hegst du einen Verdacht? wenn ja , gegen wenn?"

    Natürlich sah es Secundus als seine Aufgabe unbarmherzig gegen Falschmünzer vor zugehen.


    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen. Münzprägemeister Tiberius

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen. Münzprägemeister Aurelius

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen. Münzprägemeister Marcus

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • Die freundliche Ansprache quittierte Kyriakos mit einem Lächeln, das für einen Moment seine gepflegten Zähne blitzen ließ, auch nickte er den eintretenden Magistraten grüßend zu. Dann kehrte der Ernst zurück in sein Antlitz. »Ich betreibe das Lupanar Ganymed«, sprach er nicht zu laut.


    »Einen Verdacht hege ich in der Tat, doch dazu muss ich weiter ausholen. Das Gebäude, das ich für mein Gewerbe gemietet hatte, fiel vorletztes Jahr einem Brandanschlag zum Opfer«, fuhr er fort. »Täter war die inzwischen vernichtete Krähenbande. Es war für mich ein Totalverlust. Das Inventar und sämtliche Investitionen gingen während jener Nacht in Asche und Rauch auf, einige meiner Mitarbeiter kamen zu Tode oder waren anschließend nicht mehr zu gebrauchen. Auch meine Geliebte Velia kam während dieser tobenden Bandenkriege ums Leben.


    Und hier beginnt der für dich womöglich interessante Teil:


    Velia vermachte mir bei unserer letzten Begegnung nach dem Brand nicht weniger als einen Sack voll Gold, groß und schwer wie ein Kinderkopf. Doch ich frage mich, woher ein Freudenmädchen derartige Reichtümer haben sollte? Mir erscheint die Angelegenheit fragwürdig. Mir kam der Gedanke, ob der mysteriöse Gönner, der zweifelsohne hinter Velia steht, mir zu jener Zeit nicht eine Falle stellen ließ. Ich erinnere daran: Es herrschte Krieg auf den Straßen der Subura, und auch ich habe meine Feinde.


    Man stelle sich vor, ich würde diese falschen Münzen nun unwissentlich in Umlauf bringen. Als Quell einer nicht unbeträchtlichen Menge Falschgeld wäre ich der Erste, der ins Visier eventueller Ermittlungen geriete. Die Strafen für Münzfälscherei sind hart, was einigen entgegenkommen dürfte. Und da Velia«, die folgenden Worte sprach er in tiefer Bitterkeit, »praktischer Weise tot ist, verliert sich jedwede Spur zurück zu dem geheimnisvollen Gönner - zumindest für mich als bescheidenen Laien. Ein qualifizierter Capitales monetaris hätte natürlich ganz andere Möglichkeiten, eventueller Münzfälschung auf den Grund zu gehen ...«

  • "Nun dann zeige den Münzmeistern Deine Münzen und lasse sie jene Überprüfen. Dann komm wieder zu mir und berichte."


    Secundus nickte seinen Münzmeistern zu , damit sich jene an die arbeit machten.

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • Kyriakos wandte sich wie angewiesen den Münzmeistern zu. Welcher davon für die Frage der womöglich gefältschten Goldmünzen zuständig war, wusste Kyriakos nicht. »Ich habe fünf dieser Aurei als Stichprobe dabei. Gegen eine Quittung händige ich sie euch zur Überprüfung aus.« Kyriakos war daran gelegen, dass er sein Vermögen vollständig zurück erhielt, weshalb er auf die Quittierung bestand, nahm aber an, dass dergleichen ohnehin zu den üblichen Abläufen der Münzprägeanstalt gehörte.

  • 5243-m%C3%BCnzmeister-1-jpg Tiberius


    Der ewig mürrisch dreinblickte Tiberius trat vor und streckte die Hand aus.


    "Gib schon her, ich werde sie prüfen. Quittung, Quatsch, gibt es nicht. Willst Du Dein Kram geprüft haben, oder nicht?

    Weisst Du überhaupt wer das dort ist? Glaubst etwa der ehrenwerte Vigintivir, klaut Dir seine armseligen paar Münzen, lächerlich!"


    Tiberius deutete in Richtung des Secundus, dabei schaute er Kyriakos grimmig an.

    Die andren beiden Münzmeister schauten sich an und nickten bedeutungsvoll.

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • »Mitnichten. Ich glaube, dass der ehrenwerte Vigintivir äußerst sorgfältig arbeitet und eine absolut saubere Buchführung hat«, entgegnete Kyriakos, wobei er an dem grimmigen Tiberius vorbeiblickte und dessen Vorgesetzten fest ansah.

  • "Guter Mann willst Du Deinen Kram nun geprüft haben, dann füge Dich gefälligst.

    Ich soll Dich elenden Hund sofort verhaften lassen ,da Du es wagst mich in meinen eigenem Haus der Inkoreltkeit zu bezichtigen!

    Petronellus ruf unsere Hauswache, dieser poplige Händler wagt es mich fortwährend zu beleidigen!"

    Secundus hatte sehr viel Geduld mit diesem unbedarften Händler gehabt , aber was zu viel ist ist zu viel. Drohend sah er in die Richtung des Kyriakos.

    Er war es nicht gewöhnt das man ihm keinen Glauben und vorallem kein Vetrauen schenke, was jener ja zweimal Mann ja gleich zweimal verlauten liess.

    Petromellus indes nickte und stiefelte los, um die Hauswache zu holen.

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • Kyriakos hob langsam die rechte Braue. Er hatte angedeutet, den Quell des Falschgelds persönlich zu kennen. Insofern hielt er das Verhalten der Magistrate, denen an der Klärung eines solchen Falles dringlich gelegen sein sollte, für taktisch fragwürdig, schrieb dies aber der Unerfahrenheit des neuen Amtsinhabers zu.


    »Verehrter Vigintivir«, sagte er ruhig. »Ich bin kein dummer Bauer, sondern Vollbürger einer hellenischen Polis. Ich weiß, dass du mich nicht verhaften lassen kannst. Ich sagte zudem das Gegenteil von dem, was mir in den Mund gelegt wird, nämlich, dass du äußerst sorgfältig arbeiten würdest und eine absolut saubere Buchführung hättest. Daran hege ich nicht den geringsten Zweifel. Ebenso wenig zweifle ich daran, dass die hier versammelten Tresviri monetales ein ernstes Interesse daran haben, einer vielversprechenden Spur bis zu ihrem Ursprung zu folgen.«


    Er zog eine flache Ledertasche hervor, die er am Hals unter seinem Chiton trug, und zeigte sie seinem Gegenüber. Ihre ausgebeulte Form ließ erahnen, dass die fünf Münzen sich darin befanden, doch ließ er diese noch an Ort und Stelle.


    »Dazu gehört, zu verschriftlichen, wie man den Zeugen postalisch zu erreichen vermag und um welche zu prüfende Summe es sich handelt, um den Fall bearbeiten zu können. Ich biete dir heute die Gelegenheit, dir in deinem neuen Amt einen Namen zu machen. Natürlich könnte ich mit meinem Angebot auch die Cohortes Urbanae aufsuchen, denen ich als Informant bereits in so manchem Fall gute Dienste erwies - zum gegenseitigen Vorteil. Mir selbst«, er lächelte, »Ist es vollkommen gleich, ob ich mit Echtgeld oder Falschgeld bezahle. Die Frage ist, ob dir das auch gleich ist.«

  • Nun Secundus engültig der kragen. Mit hochroten Haupt brüllte er los.

    "Du elender Hund droht mir immer noch? Da Du vor zeugen eine Staftat, den Handel mit Falschgeld angedroht hast werde ich deinen Kadaver dem Prätor übergeben, soll jener Dich richten.

    Du bist in meinen Augen nur elender Wurm, ich bin ein Aemilius, aus vornehmen Hause, habe also bereits einen Namen, einer wie Du kann mir nichts bieten!

    Man nehme dem Kerl seine Münzen ab lege ihn in Ketten und schleife in dann zum ehrenwerten Prätor.

    Tatbestand beleidigung eines Vigintirs, androhung einer Staftat, Versuch der Bestechung!

    Man möge von Seiten des Prätor, das Geschäft des Kerls nach weiten Falschmünzen und einer etwaigen Werkstatt durchsuchen und dessen Laden der Stadt Rom übereignen!

    Vorher aber woll ich das er alles was er weiss oder zu wissen glaubt auspukt!"

    Secundus war masslos in seinen Zorn, allerding war jener Kyriakos deutlich zu weit gegangen und würde nun die Folgen zu spüren bekommen.

    Wieder hörte man Schritte vor dem Büro, Petronellus kehrte mit der Hauswache, vier vierschröttigen Kerlen zurück.

    Nun war es wieder Münzermeister Tiberius, welcher sprach.

    "Die Münzen Bursche, freiwillig oder eben mit Gewalt, Deine Wahl."


    5243-m%C3%BCnzmeister-1-jpgTiberius

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • »Deine Worte klingen indes ganz und gar nicht vornehm, Aemilius«, spottete Kyriakos.


    Im Hinblick auf Überheblichkeit stand er dem Patrizierspross in nichts nach. So wie der Römer von seinen patrizischen Standesdünkeln geprägt worden war, hatten sich Agoge und Krypteia unauslöschlich in das Hirn von Kyriakos gebrannt. Ein Blick auf die vier Wächter verriet ihm den Ausgang dessen, was hier geschah, schon vorher, doch die Erkenntnis sorgte nicht für ein Einlenken, sondern für ein Aufsteigen unglaublicher Arroganz und Stuhrheit aus den Tiefen seines Geistes. Er strafte sein Gegenüber mit einem Blick, in dem die gesamte Verachtung lag, die ein Hellene alten Blutes für die junge Kultur der Römer empfinden konnte. Kyriakos würde niemals um Gnade ersuchen noch davonlaufen und im Zweifelsfall den Tod wählen. Doch glaubte er längst nicht daran, dass es so weit kommen würde, denn noch immer wähnte er das Recht auf seiner Seite. Und in dem Vertrauen darauf, dass in einer hochentwickelten Zivilisation wie dem Imperium Romanum Recht und Gerechtigkeit eins wären und er diese Auseinandersetzung mit den Waffen seines Geistes gewinnen könne, lag vielleicht sein größter Fehler.


    »Der Prätor wird sich freuen, meine Sicht der Dinge zu erfahren«, höhnte er und rührte keinen Finger.

  • Nun aber nach dem letzten satz des Kyrialos dröhnte einmächtiges Schallenmdes Lachen durch den Raum. es waren die Münzmeister, die Hauswachen sogar Petronellus stimmte mit ein. Nur Secundus der sich inzwischen wieder gesetzt hatte lächelte spöttisch.

    Dann meldete sich der Münzmeister Aurelius zu Wort. Voller hohn meinte er.

    "Wer glaubst du wohl , Du Wicht, wer mit seiner Stimme den ehrenwerten Secundus in das Amt brachte? Ergo wird der Prätor Urbanus , nicht Dir unbekannten Kämer, sondern ihm Secundus Glauben schenken.

    Allein wegen deiner Sturheit, auf einen unbedeuten Fetzen Pergaments zu bestehen und obendrein den ehrenwerten Secundus zu beschuldigen entstand diese Situation.

    Also frage ich Dich in aller Güte, rückst Du ´Deine Münzen freiwillig zur Prüfung heraus und erklärst, so es Falschmünzen ,wer den dahinter stecke, oder aber müssen es unsere Wachen aus Dir herausquetschen, damit wir bevor wir Dich übergeben, etwas vorweisen können?"

    Auch die Worte des Münzmeisters der Silberpräger, liess keinerleiZweifel aufkommen, das man nicht gewillt war den Kyriakos so einfach gehen zu lassen.


    5245-m%C3%BCnzmeister-2-1-jpgAurelius

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • »Nein«, sagte Kyriakos. »Nicht ohne eine Quittung.« Diese fünf Worte würden sein Schicksal besiegeln. Ihm war vollumfänglich bewusst, dass die Münzmeister sich längst einig waren, ihm keine solche auszuhändigen, und die vier Wächter sprachen ihre eigene wortlose Sprache. So blickte er der unausweichlichen Inhaftierung fest ins Angesicht aus Augen schwarz und glänzend wie Onyx. Er war Vollbürger einer Polis, das Recht war auf seiner Seite, ob der Aemilier mit dem Prätor verbunden war oder nicht. Sie konnten die Gesetze nicht für einen Prozess ändern. Alles, was Kyriakos zu tun brauchte, war standhaft zu bleiben.


    Nicht für einen Moment mehr ließ er Nero Aemilius Secundus aus den Augen, als könne dieser alles Gefühlte in seinem Blick lesen, all den gerechten Zorn, die klugen Überlegungen und die feinsinnigen Gefühle, die zerstörten Träume seiner Jugend und die Wünsche, die er noch hatte, seit jeher zu viel von allem für einen Mann wie Kyriakos. Trotz allem blieb er bis zum heutigen Tage unbesiegt. Er hob die kleine Ledertasche über seinen Kopf, noch immer den Münzmeister fixierend, mehr mit einem Auge nun. Kyriakos legte den Kopf in den Nacken und ließ, eine nach der anderen, alle fünf Münzen in seinen offenen Mund fallen, um sie herunterzuschlucken.

  • Secundus , die Münzmeister, die Wache und auch der alte Petronellus , glaubten ihren Augen nicht zu trauen. Was sie nun miterlebten und sahen ,konnte eigentlich nicht wahr sein.

    Da man es versäumt hatte den Jüngling zu binden, war es diesem wahrlich gelungen besagte Münzen zu verschlucken.

    Secundus schüttelte sein Haupt und wandte sich an Petronellus.

    "Lass den Kastenwagen vorfahren und mein Pferd sattelt.

    So weit ich weis bis Du hier auch der Hausmedici? Rühr ein Brechmittekl an , dann raus mit dem Kerl in den Innenhof, Brechmittel einführen und auf dem Kopf stellen. Ich will das alle Münzen wieder zum Vorschein kommen , zur Not schneiden wir den Kerl auch auf.

    Frisst der Kerl die Münzen, ein weiteres Zeichen ,das jener etwas zu verbergen hat."

    Der gute Petronellus eilte sich die Order umzusetzen, während die Wachen den kyriakos links und rechts unter den Armen packten und in den innenhof brachten.

    Erst wenn die Münzen wieder zum Vorschein gekommen, würde Secundus erscheinen, alles andre interessierete ihn herzlich wenig.

    leg22-tribunuslaticlavius.png aemilia_patrizier.png

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Lucius Annaeus Florus Minor

  • Es mochte ihr Glück sein, dass seine Füße nicht mehr zum Zutreten taugten und er seit jenem unglücklichen Tage auch nicht mehr allzu sicher auf den Beinen stand. Kyriakos spuckte und höhnte, als die Wächter ihn mit Gewalt in den Innenhof zerrten. Er stieß mit den Knien nach empfindlichen Regionen und hieb mit seiner Stirn zielgerichtet nach ihren Augenbrauen, Nasen, Lippen und Ohren. Als die Gelegenheit günstig war, versuchte er gar, sich in ihrem Gesicht zu verbeißen. Dabei entfaltete er beträchtliche Kräfte und noch mehr Zorn. Der junge Mann war kaum wiederzuerkennen, als er sämtliche Kräfte mobilisierte, und wer an Götter glaubte, mochte ihnen danken dafür, dass er beiderseits fußlahm war. Die Wächter merkten Kyriakos wohl an, dass er eine professionelle, wenn auch unvollständige Kampfausbildung durchlaufen hatte, obgleich seine Fähigkeiten unter der Behinderung stark litten und er leicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden konnte.


    Am Ende nützte all dieser Kampfesmut nur seinem Stolz und blieb ansonsten ohne Effekt. Seine Kontrahenten waren in der Überzahl und vermochten so viel Verstärkung zu rufen, wie ihnen beliebte. Seine Behinderung trug ihr Übriges dazu bei, ihn dorthin zu verbringen, wo man ihn haben wollte. Als man Kyriakos das Brechmittel einflößen wollte, wurde es jedoch ausgesprochen schwierig. Er bis die weißen Zähne zusammen und wehrte sich jetzt mit aller Macht ohne Rücksicht auf seine eigene Gesundheit. Er spürte weder Schmerz noch Angst, da war nur noch der Wille, es dem Feind so schwer wie nur möglich zu machen und dabei möglichst viel Schaden anzurichten. Ohne starken Zwang würde das Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt sein.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!