Sacellum | Der Fahneneid

  • Tiberius Gracchus nahm haltung an und sprach mit stolzer und lauter Stimme.


    IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA.

  • Helios schritt langsam und in scheinbarer Kontemplation in des Heiligtum jedes Soldaten und sprach.


    "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA!"


    Er verharrte noch eine Weile und machte sich dann ab.

  • Silanus hatte zwar während seinem Dienst als Scriba Personlais im Castellum der Legio I oft gehört, wie andere junge Männer diesen Schwur ableisteten, doch nun war er es selbst, der in einem Sacellum einer Einheit des Exercitus Romanus stand, um diesen Fahneneid auf den Kaiser und das römische Reich abzulegen. Voller Stolz sprach er die vorgegebenen Worte:


    "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA."


    Danach blieb er noch einen kurzen Moment stehen und ließ diesen Moment auf sich einwirken, bevor er den Raum schnellen Schrittes wieder verließ.

  • Libo betrat das Sacellum der Vigiles. Er stand kurz davor den Fahneneid zu leisten und sprach voller Stolz die folgenden Worte:


    "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA."


    Noch eine Weile wartete er und ließ die gesprochenen Worte auf sich wirken. Nun würde also das Soldatenleben beginnen. Voller Stolz, aber auch Angespanntheit, was ihn erwarten würde, begab er sich zu der Rüstkammer, um seine Ausrüstung entgegenzunehmen.

  • Nachdem Atticus den Standort seiner – SEINER! – Cohorte im Stadtgebiet gefunden hatte, begab er sich dort als erstes ins Sacellum. Er war aufgeregt. Wenn er diesen Eid ablegte, dann war es wirklich seine Cohorte. Dann war er Teil von dem großen Ganzen. Mehr noch! Er war am Kopf eines Teils des großen Ganzen!


    Erfürchtig betrat Atticus also diese heiligen Hallen und ließ den Moment etwas auf sich wirken. Die Standarte seiner Vigiles, die Statue des Kaisers....


    "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA."


    Die Worte hallten als Echo von den Wänden zurück, als könne Atticus all jene Männer hören, die vor ihm hier gestanden hatten und diese Worte gesprochen hatten. Ein Schauer rann ihm bei diesem Gedanken über den Rücken.
    Er blieb noch eine Weile stehen und ließ den Moment auf sich wirken. Als der Zauber verflogen war, trat er wieder nach draußen. Jetzt musste er diesen verflixten Centurio finden, der ihm erklärte, was er eigentlich tun sollte.

  • “Hier wirst du deinen Eid ablegen vor der Standarte der Vigiles und dem Bildnis des Kaisers. Wenn du Lesen kannst, hier ist eine Tafel mit dem Text. Wenn nicht, dann sage ich dir die Eidformel leise vor, und du sprichst sie nach.“
    Der Offizier aus dem Rekrutierungsbüro hielt Feras eine Wachstafel mit dem Schwur entgegen, die er nun nehmen konnte, oder eben nicht. Lesen konnte ja schließlich nicht jeder. War zum Feuerlöschen aber auch nicht weiter wichtig.

  • Es hatte was heiliges, dieses Sacellum. So was sah er das erste mal von innen. Fast ehrfürchtig sah er die Tafel an die ihm der Offizier hin hielt. " Nein, ich kann nicht lesen." gestand Feras. Pferde brauchten keine Speisekarte und keine gute Nacht Geschichten vorgelesen. Und wie sie hießen, das bekamen sie jeden Tag mindestens ein Dutzend Mal gesagt obwohl es an ihrer Stalltür stand.


    Er musste den Flüsterer in Anspruch nehmen.

  • "IURANT AUTEM MILITES OMNIA... SE STRENUE FACTUROS.... QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, ...NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM... NEC MORTEM RECUSATUROS... PRO ROMANA REPUBLICA"flüsterte der Offizier also stückchenweise vor.

  • Mit Mühe verstand Feras was ihm zugeflüstert wurde. Das war fast wie stille Post. Es durfte nur kein Mist bei rauskommen.


    „IURANT AUTEM MILITES OMNIA ...SE STRENUE FACTUROS…. QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS ….NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM… NEC MORTEM RECUSATUROS…. PRO ROMANA REPUBLICA“



    Anstrengend das Geflüsterte laut und richtig wiederzugeben. Er sah zu seinem Souffleur.

  • Der Rekrutierungsoffizier nickte.
    “Gratuliere, du bist nun ein Vigil. Hier dein Einsatzbefehl. Melde dich heute noch bei deiner Cohorte, damit du passend eingekleidet bist und dir dein Schlafplatz zugewiesen wird. Die Grundausbildung erfolgt dort.“


    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    Der Tiro FERAS wird hiermit der


    COHORS II ESQUILINA


    der Vigiles zugeteilt.
    Er hat sich in der Castra der Cohors II Esquilina zur Grundausbildung unverzüglich zu melden.


  • Gleich nach dem Schwur, bekam er seinen Einsatzbefehl in die Hand. Das Dokument in der Hand versuchte er heraus zu bekommen wohin er musste. Außer der römischen II war ihm alles andere ein Rätsel. Den Rekrutierungsoffizier weiter behelligen? Am Tor die Wachen halfen ihm vielleicht weiter. " Danke. Vale bene."

  • “Hier wirst du deinen Eid ablegen vor der Standarte der Vigiles und dem Bildnis des Kaisers. Hier ist eine Tafel mit dem Text.“
    Der Offizier aus dem Rekrutierungsbüro hielt Azizos eine Wachstafel mit dem Schwur entgegen, die er nun nehmen konnte. Da er ja angegeben hatte, Lesen zu können, sollte das mit dem Schwur ja keine Probleme bereiten.



    IURANT AUTEM MILITES OMNIA
    SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS,
    NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS
    PRO ROMANA REPUBLICA.

  • Erleichtert und mit großer Vorfreude folgte Azizos dem Rekrutierungsoffizier die wenigen Schritte vom Officium Conducendi hinein ins Sacellum der Castra. Dort nahm der Peregrinus stolz Aufstellung vor dem Kaiserbildnis und der Standarte der Vigiles, also derjenigen Einheit, welcher er, Azizos, von Stunde an angehören sollte.


    Der Rekrutierungsoffizier präsentierte dem Tiro in spe eine Wachstafel, auf der der Text des nunmehr abzuleistenden Schwures enthalten war. Azizos blickte auf die Tafel, las den Text kurz noch einmal durch, sammelte sich und sprach die Eidesformel dann laut aus: "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA."


    Obwohl der Peregrinus diese Eides-Zeremonie ja bereits von seiner Aufnahme in die Classis her kannte, konnte er mit Befriedigung feststellen, dass ihn auch dieser Schwur, sein zweiter, wieder ziemlich ergriffen hatte. Noch einmal sah Azizos zum Kaiserbildnis und zur Standarte der Vigiles, dann wandte er sich wieder zu dem Rekrutierungsoffizier und nickte ihm leicht zu.

  • Der Rekrutierungsoffizier nickte.
    “Gratuliere, du bist nun ein Vigil. Hier dein Einsatzbefehl. Melde dich heute noch bei deiner Cohorte, damit du passend eingekleidet bist und dir dein Schlafplatz zugewiesen wird. Die Grundausbildung erfolgt dort.“


    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    Der Tiro AZIZOS wird hiermit der


    COHORS II ESQUILINA


    der Vigiles zugeteilt.
    Er hat sich in der Castra der Cohors II Esquilina zur Grundausbildung unverzüglich zu melden.


  • Der Rekrutierungsoffizier führte Caius Hispanus kurz über den Hof hin zum Sacellum. Auf dem freien Platz draußen hatte gerade eine Übung begonnen, und wie es aussah, eine mit Schwertern. Ein hochgewachsener blonder Mann kämpfte mit einem Holzschwert gegen einen etwas gedrungeneren dunkelhaarigen Mann, was von dem ein oder anderen Anfeuerungsruf rings herum begleitet wurde.


    Drinnen angekommen richtete der Rekrutierungsoffizier sein Wort wieder an den Anwärter.
    “Hier wirst du deinen Eid ablegen vor der Standarte der Vigiles und dem Bildnis des Kaisers. Hier ist eine Tafel mit dem Text.“
    Der Offizier aus dem Rekrutierungsbüro hielt Caius Hispanus eine Wachstafel mit dem Schwur entgegen, die er nun nehmen konnte. Da er ja angegeben hatte, Lesen zu können, sollte das mit dem Schwur ja keine Probleme bereiten. Und wenn doch, konnte er aushelfen.



    IURANT AUTEM MILITES OMNIA
    SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS,
    NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS
    PRO ROMANA REPUBLICA.

  • Caius folgte dem Rekrutierungsoffizier hin zum Sacellum. Begeistert verfolgte er die Schwertübung auf dem Hof. "Das war aber knapp!", rief er aus, als der größere Kämpfer in letzter Sekunde einem Hieb ausweichen konnte. Die Ausbildung hier war aber aufregend!


    Das Sacellum, mit Kaiserbildnis und Standarte, machte einen großen Eindruck auf ihn. Caius nahm die Tabula mit dem Eid entgegen. Nun waren also seine Lesekünste gefragt. Er beschäftigte sich eine Weile mit der Tabula, damit er den Eid nacher in einem Schwung ableisten konnte. Man sah, wie er still die Lippen bewegte, in dem Versuch den Inhalt der Tabula zu entziffern. Als er sich bereit fühlte, erklärte er, nicht ohne Stolz:


    "IURANT AUTEM MILITES OMNIA ...SE STRENUE FACTUROS... äh... QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS ...NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM... NEC MORTEM RECUSATUROS... PRO ROMANA REPUBLICA."

  • “Gratuliere, du bist nun ein Vigil. Hier dein Einsatzbefehl. Der große Blonde auf dem Hof ist der Tribun dieser Cohorte. Wenn sie eine Pause machen, kannst du ihm den geben, er teilt dich dann deiner Einheit zu.“


    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    Der Tiro CAIUS HISPANUS wird hiermit der


    COHORS II ESQUILINA


    der Vigiles zugeteilt.
    Er hat sich in der Castra der Cohors II Esquilina zur Grundausbildung unverzüglich zu melden.


  • Kurz nickte ich zu Bas Bemerkungen, doch meine Gedanken gingen wieder zu den Tauglichkeitsprüfun. Wieso waren unsere Prüfungen so unterschiedlich abgelaufen? Sollten nicht alle Bewerber die gleiche Chance haben?

    Erschrocken hielt ich inne, da war der Kerl vom Eingang. Doch zu meiner Verblüffung stellte ich fest, Bas hatte es geschafft, dass dieser nicht gerade unfreundlich Auskunft zum Thema Essen gab.


    Mit schnellen Schritten waren wir ihm gefolgt und nun stand ich hier beim Fahnenheiligtum. So nahe hatte ich noch nie bei einem gestanden. Es war schon ein besonderer Moment in meinem Leben.

  • "So, da wären wir." Der Optio hielt an und wartete, bis beide eintraten. "Ihr schwört hier vor der Truppenfahne, dem Vigileszeichen und dem Bildnis des Kaisers, dass ihr euch dieser Einheit verpflichtet und im Dienst alles euch Mögliche tun werdet. Ihr verpflichtet euch gegenüber dem Kaiser, Rom und dem gesamten Reich."

    Wenn die Stimmung Eindruck hinterlassen sollte, dann keinen furchteinflößenden, sondern einen feierlichen.


    "Ich lese euch den Schwur vor, ihr sprecht mir nach." Er ging davon aus, dass beide nicht lesen konnten, obwohl eine Tafel an der Wand hing für Sonderfälle.

    Er stellte sich vor die Tafel, obwohl er den Text gut kannte. Satzstück für Satzstück sprach er vor. Patzen sollte besser keiner, auch er nicht.



    IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT

    IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS,
    NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS
    PRO ROMANA REPUBLICA.


    "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA."

  • Bas trat als Letzter ein. Er hörte zu, was der Optio zu sagen hatte und blickte dann unschlüssig zu Milon, weil er nicht wusste, wer anfangen sollte.

    „Willst du zuerst? Du hattest eher bestanden.“ Und auch verdienter, wollte er anfügen, aber er ließ es lieber. Geschwätz gehörte nicht in dieses Heiligtum. Der Platz strahlte Besonderes aus. Damit die Essensregelung schneller vonstatten gehen konnte, fasste sich Bas ein Herz und sprach als Erster den Worten nach.


    „IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA.“ Hoffentlich fasste Milon seinen Eifer nicht als Vordrängeln auf. Etwas Sorge beschlich ihn und er blickte verstohlen zu seinem Freund. Ihn ließ das Gefühl nicht los, dass er in dessen Schuld stand, nunmehr mehrfach. Er würde später ihm über alles reden.

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