II. CURSUS ACADEMIA MILITARIS

  • HIERMIT BEGINNT OFFIZIELL DER CURSUS NUMERO I!


    Die Teilnehmer zu diesem Cursus bilden die erfolgreichen Kandidaten der beiden Aufnahmeprüfungen:


    SECUNDUS CLAUDIUS FELIX (PROBA I)
    PUBLIUS TIBERIUS LUCIDUS (PROBA I)
    CAESAR GAIUS ULPIUS FELIX (PROBA II)
    SPURIUS PURGITIUS MACER (PROBA II)
    TRAIANUS GERMANICUS SEDULUS (PROBA II)
    TITUS CORVUS PALLIDUS (PROBA II)


    PRAEFECTUS CLASSIS PRAETORIAE MISSINENSIS
    PATER FAMILIAS GENTIS CLAVDIA
    NOMEN HONORES "RESTITUTOR"

  • Die Centurionen waren das Rückgrat der römischen Armee. Gewöhnlich setzt man den Dienstgrad des römischen Centurionen mit dem des neuzeitlichen Hauptmannes gleich, doch ist dies eine starke Vereinfachung. Von seiner grundlegenden Funktion ger war der centurio gewiss Kompaniechef, der Führer einer in der Regel 80 Mann starken centuria . Entsprechend der Zahl der Centurien gab es in der Legion 60, nach der Reorganisation der 1. Cohorte um die Mitte des 1. Jahrhunderts n.Chr. 59 Centurionen. Diese waren aber nicht alle gleich an Rang. Die 6, später 5 Centurionen der 1. Cohorte standen über den restlichen 50 der Legion, sie waren bekannt als die , die Centurionen ersten Grades. Innerhalb der primi ordines war, mit dem untersten beginnend, die Rangfolge hastatus posterior (Chef der zweiten centuria des Hastatenmanipels), princeps posterior (desgleichen beim Principesmanipel), pilus posterior (desgleichen beim Triariermanipel, diese Stelle entfiel mit der Schaffung der aus 5 Centurien bestehenden 1.Cohorte), hastatus (Chef der ersten Centuria des Hastatenmanipels), princeps (desgleichen beim Principesmanipel) und primipilus (desgleichen beim Triariermanipel). Den primipilus , den ranghöchsten Centurio der Legion, mit einem Hauptmann gleichzusetzen, wäre irreführend, an Prestige und Bezahlung entsprach er eher einem heutigen Obersten.


    Die Centurionen der 2.-10. Cohorte scheinen im Dienstrang untereinander gleichgestellt gewesen zu sein, funktionsmässig waren jedoch, analog zu den Verhältnissen in der 1. Cohorte, die Chefs der erstencenturia eines Manipels (pilus prior, princeps prior, hastatus prior) denen der zweiten centuria (pilus posterior, princeps posterior, hastatus posterior) übergeordnet.


    Das bedeutet, der prior führte bei gemeinsamen Einsatz neben seiner eigenen centuria auch den manipulus . Mit Sicherheit rangierten ausserdem die Triariercenturionen (pili ) vor denen der principes und diese wiederum vor denen der hastati . Das spielte eine Rolle, wenn es um den Befehl über eine Cohorte ging, denn diese hatte als rein taktische, nicht administrative Formation so wenig wie der manipulus einen eigenen Kommandeur. Statt des ranghöchsten Centurio konnte auch ein tribunus oder ein primipilaris (ehemaliger primipilus) vorübergehend mit der Führung einer Cohorte betraut werden.


    Von ihrer Funktion, iherer Bedeutung, ihrem Ansehen her, waren die Centurionen zweifelslos Offiziere und keine Feldwebel, wie man manchmal lesen kann. Dagegen entsprach ihre soziale Herkunft und ihr militärischer Werdegang bis zum Eintritt in den Centurionat tatsächlich eher neuzeitlichen Unteroffizierslaufbahnen. Die grosse Mehrzahl der Centurionen hatte sich vom miles gregarius , vom einfachen Legionär, hochgedient, im Gegensatz zu den tribunen, Praefecten und Legaten, die ihren Dienstgrad gewöhnlich ihrer sozialen Stellung zu verdanken hatten. Allerdings gab es auch Seiteneinsteiger in den Centurionat, evocati und cornicularii (Stabsfeldwebel) der Praetorianergarde, Angehörige der zivilen Beamtenschaft und des Ritterstandes, die direkten Zugang zu diesem Dienstgrad hatten und damit die Aussichten des Legionärs, die vitis , den Centurionenstock aus dem Holz einer Weinrebe zu erringen, etwas schmälerten.


    PRAEFECTUS CLASSIS PRAETORIAE MISSINENSIS
    PATER FAMILIAS GENTIS CLAVDIA
    NOMEN HONORES "RESTITUTOR"

  • Ich danke meinem Kollegen und möchte die Rangfolge ergänzen, nämlich mit den Mannschaftsrängen, den Rängen unter dem Centurio.


    An unterster Stelle steht der Rekrut, der probatus, auf dessen Ausbildung ich später noch eingehe.
    Darauf folgt der normale Manschaftssoldat, der Soldat, der das Gros des Heeres ausmacht, der miles gregarius.
    Aufgrund besonderer Fähigkeiten konnte man befördert werden. Hierbei gliedern sich die Ränge unter dem Centurio und über dem miles gregarius in zwei klassen. Die einen sind die sogenannten immunes, die vielleicht mit dem modernen Gefreiten vergleichbar sind. Sie erhielten allerdings den gleichen Sold wie die gregarii, waren aber von den Schanz- oder Wachdiensten befreit. Zu ihnen gehörten z. B. der cornicen (Hornbläser), tubicen (Tubabläser), der librarius des Centurio und der custos armorum.


    Einen wirklichen Unterschied im Sold machte die Beförderung in die zweite Klasse, zu den principales, vergleichbar mit den Unteroffizieren, aus. Diese gliederte sich wiederum in zwei Untereinheiten, den sesquiplicarii und den duplicarii.
    Zu der ersten gehörte der tesserarius. Er gab die Parole (tessera) aus und teilte die Nachtwachen ein. Wie schon der Name deer Klasse sagt, erhielt er den eineinhalbfachen Sold des gregarius.
    Die zweite unterabteilung waren die duplicarii. Sie erhielten den doppelten Sold. Der Stellvertreter des Centurio, der optio, stellte darunter den untersten Rang dar. Der signifer, der Träger des Feldzeichens der Cohorte oder des Manipels, war, trotz minderer aufgaben, über dem Optio stehend. Auch wurde er, im Gegensatz zum Optio, meist nicht mehr zum Centurio befördert. Der Optio ad spem, ein Optio, der kurz vor seiner Beförderung zum Centurio stand, war über dem signifer angesiedelt.
    Schließlich noch der höchste der duplicarii, ein Amt für altgediente Soldaten vor der Entlassung stellte der aquilifer dar, der Träger des Legionsadlers, des Stolzes der Legion, ihrem Symbol und ihrem Orientierungspunkt in dr Schlacht. Genau aus dem letzten Grunde war es wichtig, dass der aquilifer von besonderem Mute war, er ging der Legion voraus und hatte zugleich nur eine hand frei um sich zu verteidigen. Obgleich der Rang in hohem Ansehen stand, schaffte es der Träger meist nicht zum Centuriat.
    Auf Parallelen zu den heutigen Rängen möchte ich verzichten, da ich sie persönlich für problematisch in der Feinabstufung halte.


    PATER FAMILIAS GENTIS FLAVIA
    PRAEFECTUS ACADEMIAE MILITARIS

  • Die Liste oben enthält nur Bürger, die die Aufnahmeprüfung schon geschafft haben. Dies hier ist der 1. Kurs der abgehalten wird ;)
    Die Liste für die 3. Aufnahmeprüfung wird sicher in Kürze veröffentlicht, dort wirst du aufscheinen. Alles klar? :)

  • Hiermit erkläre ich, dass der erste Offiziersanwärterkurs die Stufe II erreicht hat!


    Das heisst dass die 6 Mitglieder des Cursus I jetzt mit dem Rang eines Praefectum Castrorum abgehen können. Wer bleiben will muss weiter zwei Stufen bis Stufe 4 ausharren und eine Disertation schreiben.


    In erster Linie betrifft dies Pallidus und Macer, da die anderen Teilnehmer inzwischen sowieso höhere Ränge tragen. Alle dürfen aber den Zusatz "Academicus Militaris Cursus Numero I" tragen.


    Also Macer und Pallidus, wie entscheidet ihr euch?

  • Im Sinne einer praxisnahen Ausbildung und angesichts der Tatsache, dass so viele Stellen frei sind entscheide ich mich, im Range eines Praefectus castrorum in den Dienst der Armee zurück zu kehren.

  • Gut, dann entsende ich Dich im Range eines Praefectus Castrorum vorläufig in die Legio I Traiana Pia Fidelis zurück. Hol Dir im Officium der Academia deine Marschbefehle. Beim Zeugmeister bekommst Du auch Deine neue Uniform.



    Die Promotio wird offiziell vom Kaiser verkündet. Weiters darfst Du in der Signatur den Zusatz "academicus milititaris cursus numero I" tragen.


    Eventuell kann der Augustus deine Truppendestination abändern. Die Legio I ist die näheste, deswegen ist das jetzt vorerst das einfachste.


    Herzlichen Glückwunsch, Macer! Du warst einer der besten und ich werde Dich im Auge behalten, weiter so. Zum Wohle Roms!

  • "Ich danke Dir, Caesar, und werde mich bemühen, das in mich gesetzte Vertreuen aufs höchte zu rechtfertigen!"


    Am nächsten Morgen meldet sich Macer im Officium ab, verabschiedet sich von den anderen Schülern der Academie, nimmt seine neue Ausrüstung entgegen und macht sich auf den Weg zurück zum Lager der LEGIO I, um seinen neuen Posten anzutreten.

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