17 Jahre verschollen....

  • Regungslos stand ich vor der grossen Türe, die mir Wärme entgegenbrachte. Ich konnte nicht glauben, dass ich sie wircklich gefunden hatte, meine Familia. Nach 17 Jahren würde ich sie alle sehen und vielleicht auch mein Vater Tiberius Didius Iustus. Doch mein Körper folgte mir nicht. Ich stand wie eine Marmor-Statue da und regte mich nicht.

  • Passanten starrten mich an...Nun gut, ich sah etwas blass aus und schmutzig war ich auch. Doch dann traute ich mich endlich an die Türe zu klopfen. Ich war gespannt und spührte die Aufregung. Meine Hände waren feucht und der Schmutz lief mir das Gesicht herunter.

  • Ein Sklave meldete mir die Ankunft einer "unerkenntlich dreckigen Person" vor unserer Tür...


    Wer konnte das sein? Bei uns hatten noch nie Bettler geklopft...


    Ich ging zur Tür, um mir den Gast persönlich anzuschauen, während die sklaven ihm die Tür offneten, und ein Mann in unser Atrium trat...


    Wer seid ihr?


    fragte ich vorsichtig...

  • "Ich...Ich bin Tiberius Didius Cato.... Ich bin der Sohn Tiberius Didius Iuliuss" sagte ich leise mit ziternder Stimme. Ich schämte mich wegen meinen schmutzigen Kleidern, doch ich konnte nicht länger warten, und übrigens hatte ich kein Geld um mir neue Kleider zu kaufen und mich zu baden...


    "Und wer seid Ihr?"

  • Bei Ceres! Tiberius Didius Cato! Tritt näher!


    ich konnte es nicht fassen..


    "Ich dachte, ihr seid... Man hat euch so lange nicht...Aber kommt erstmal, ihr habt sicherlich Hunger und Durst- ihr benötigt eine anständige Toga. Ich werde euch ein Bett und einen Tisch mit leckeren Speisen bereiten lassen, wenn ihr wollt.


    sagte ich hastig und wies die Sklaven an, alles herzurichten.


    "Ich bin Didia Liliana, die mater familias. Ihr seht schlapp aus- ruht euch aus, fühlt euch wie zu Hause, seid unbesorgt!"


    ich nahm seine Hand und drückte sie liebevoll.

  • Ich erkannte sie nicht. Offensichtlich war sie die Frau meines Cousins. Doch sie war sehr freundlich. Anscheinend kannte sie jedoch mich.


    "Vielen Dank, etwas Brot, bitte.... und Wasser."


    Meine Füsse fühlten sich an als würde ich auf glühenden Stangen laufen.

  • "Gut, ich werde dich jetzt erstmal in Ruhe waschen, essen und trinken lassen. Ruf nach den Sklaven, wenn du etwas brauchst. Und dann schau ich mal, ob ich deinen Vater Tiberius Didius Iulius auftreiben kann. Er ist übrigens der Bruder meines Mannes, und wohnt seit einiger Zeit auch in unsere Casa.
    Auch er wird über deine Ankunft überrascht sein, denke ich.
    Du wirst auch erstmal schlafen wollen, ich denke, wir werden uns hier noch öfter über den Weg laufen ;) "


    mit einer freundliche Geste zeigte ich ihm die Gemächer und ließ ihn den Sklaven folgen.

  • Ich war totmüde. Und wenn ich sonst wo gewesen wäre, ich hätte auf dem Boden geschlafen.
    Doch dann errinnerte ich mich an den Worten Lilianas. Ein Bett?! Ich hatte ganz vergessen wie es sich anfühlt, sich auf etwas weiches zu legen.


    "Vielen Dank. Schlaf kann ich gut gebrauchen.
    Bis Morgen."


    Ich folgte den Sklaven zu einem Zimmer. Ich wusch mich, und währenddessen flogen mir tausende Gedanken durch den Kopf.
    Wie würde mein Vater und meine Mutter aussehen. Und mein Bruder, wäre er auch hier. Oder ist das nur ein Traum? Ich ziterte immer noch. Ich ass nichts, und liess mich ins weiche Bett fallen. Ich schlief ein...

  • Langsam öffnete ich meine Augen, die sich noch immer schwer anfühlten. Ich lag in einem Bett immer noch in meinen schmutzigen Kleidern.
    Ich fragte mich wo ich sei. Und dann fiel es mir wieder ein. Es war kein Traum. Ich hatte Roma wircklich erreicht und die Casa Didia auch. Ein schönes weibliches Gesicht errinnerte mich immer noch an den gestrigen Abend als ich endlich ankam. Und mein Herz fing schneller an zu schlagen. Doch nicht wegen Ihr, sondern der Gedanke an meinem Vater drang in mir ein und wurde mir bewusst, das ich ihn vielleicht bald sehen werde.
    Neben mir auf einem schönen Holztisch lag immer noch Brot und Früchte. Ich ass etwas davon, sehr langsam, trotz meines ungeheuren Hungers...


    Ich hörte Schritte durch meine Türe durch. Wahrscheinlich ein Sklave. Auch das Leben auf den Strassen Romas war schon lange erwacht. Zeit um aufzustehen. Ich öffnete langsam diie Zimmertüre und blickte scheu hinaus.


    Ich erkannte eine Person, doch wer war diese?

  • Nach einem kurzen Frühstück befand ich mich gerade auf dem Weg zu meinem Arbeitszimmer, als sich die Tür zum Zimmer meines erst am gestrigen Tage in Rom eingetroffenen Vetters Tiberius Didius Cato öffnete. Es war mir leider nicht möglich gewesen ihn persönlich in Empfang zu nehmen, jedoch hatte mir Liliana von seiner Ankunft erzählt.


    Froh über die Gelegenheit ihn begrüßen zu können, schritt ich auf die geöffnete Tür zu.


    "Salve, Cato. Herzlich Willkommen in Rom. Ich hoffe du hast die erste Nacht in meinem Hause angenehm verbracht?"


    Ich umarmte meinen Vetter zur Begrüßung. Wir hatten uns das letzte Mal gesehen, als wir noch Kinder gewesen waren.

  • Wahr das möglich? War es wircklich Marcus? Es sah so anders aus, als ich ihn in Errinnerung hatte. Ich lächelte ihn an und wollte ihn die Hand reichen, doch er kam näher und umarmte mich. Es machte ihm wohl nichts aus, meine schmutzigen Kleider zu berühren. Er war so erwachsen. Es ist so lange her gewesen als wir uns zum letzten mal gesehen hatten. Wir waren Kinder und spielten öfters zusammen...


    "Lass dich anschauen Marcus, gut siehst du aus, was man von mir nicht gerade behaupten kann. Ich möchte auch die anderen begrüssen, doch so kann ich mich nicht blicken lassen. Kennst du jemand der Togas oder ähnliches zu einem günstigen Preis verkauft? Übrigens muss ich dir gestehen, dass ich nur sehr wenig Geld besitzte, also nicht mal genug um mir was zum anziehen zu kaufen. Könntest du mir dabei behilflich sein?"


    "Und übrigens vielen vielen Dank für das Zimmer, so gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen."

  • "Selbstverständlich bekommst du von mir die Hilfe und Unterstützung welche du benötigst, Cato".


    Ich rief einen Sklaven herbei und gab ihm den Auftrag für meinen Vetter Cato neue Bekleidung zu besorgen.


    "Spute dich." rief ich dem Sklaven hinterher.


    Sim-Off:

    WiSim


    "In Kürze wirst du mit frischer Kleidung versorgt, Cato, damit du dich wieder unter die Leute wagen kannst. Vor dem Umkleiden kannst du ein frisches Bad nehmen. Hinterher fühlst du dich sicher wie neugeboren." sagte ich zu Cato.


    Sim-Off:

    In der großen Piscina- Unser Schwimmbecken tummeln sich gerade der Hausherr und seine liebe Gattin. =)


    "Möchtest du gleich noch etwas plaudern, oder dich lieber erst frisch machen? Wir haben einander zwar viel zu erzählen und ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es dir ergangen ist, jedoch gedulde ich mich gern auch noch ein wenig."

  • "Danke Dir Falco, du bist so gütig. Wenn Du nichts dagegen hast, würde ich nun gerne ein Bad nehmen. Wir haben von nun an noch viel Zeit um über vergangene Zeiten zu reden. Ich freue mich so, da bei Euch zu sein. Ich habe alle so vermisst. Von nun an möchte ich ein neues Leben beginnen, mit meiner Familia.


    Ich warte dann am besten im Bad, bis jemand Kleidung für mich bringt. =) "

  • "Gut, Cato. Nimm ein Bad. Spüle dir den Staub von der Haut. Den Kummer von deiner Seele spülen wir dann mit einem Becher guten Weines weg. Die frische Kleidung lasse ich dir von einem Sklaven ins Bad bringen und dann treffen wir uns in meinem Tablinum."

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!