Portus Mogontiaci - Der Hafen

  • Zitat

    Original von Alwina


    Mit eiligen Schritten ging ich zum Hafen hinunter. Pharos hatte sein Kommen angekündigt, war aber offenbar etwas früher angekommen und hatte mir einen Boten geschickt. Der hatte mir erzählt, dass Pharos ungefähr vier Meilen stromab von Mogontiacum ein auf dem Rhenus treibendes Fischerboot aufgegriffen hätte und der Meinung sei, dass das Boot mir gehörte. Außerdem hätte er 'komische Sachen' darin gefunden. Ich war natürlich ungeduldig, zumal man uns vor ein paar Tagen tatsächlich das Boot meiner Fischerei gestohlen hatte. Und, wie mir Panphilos erzählt hatte, war auch die Fischerhütte aufgebrochen worden. Panphilos meinte, dass da jemand darin genächtigt hätte, weil in einer Ecke Stroh aufgehäuft war.


    Als ich im Hafengelände ankam, sah ich ein Mädchen auf einigen Säcken sitzen, das sich das Geschehen im Hafen neugierig betrachtete. Ich ging zu ihr hin.


    "Salve, junge Frau. Hast du in der letzten Zeit hier vielleicht einen langen, hageren Kerl mit einem leuchtend roten Haarschopf gesehen?"

  • Aus ihren Beobachtungen gerissen, sah sie den Fremden verdattert an. " Salve? Achso. Salve. Ein hagerer Kerl ? Leuchtend rote Haare? Nein, nicht gesehen. Mir ist nur ein namenloser, fragender Kerl über den Weg gelaufen. " Ein kurze Musterung ihres Gegenüber. " Etwas größer als ich, braunes Haar, kräftig, graue Augen." Sie lächelte verschmitzt und stand auf, strich ihren peplos glatt. " Falls ich den hageren rothaarigen Kerl sehe, soll ich ihm was vom namenlosen ausrichten? " Sie warf ihre Haare mit Schwung nach hinten und reckte sich stolz, ein herausforderndes Lächeln im Gesicht. " Alwina, Tochter des Otger."

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    " Alwina, Tochter des Otger."


    Mir schien, als hätte ich sie aus irgendeiner anderen Welt gerissen, aber sie fing sich schnell. Etwas blass war sie, aber frech. Lachend sagte ich: "Verzeih, Otgerstochter, der namenlose Kerl hat tatsächlich einen Namen. Ich bin Domitius Massula. Den Rothaarigen muss ich heute noch treffen, du brauchst ihm nichts auszurichten". Da tippte mir jemand auf die Schulter. Es war ...


    [Blockierte Grafik: http://img203.imageshack.us/img203/3268/pharos5a2.jpg]Pharos


    Er grinste und deutete mit dem Kopf auf Alwina: "Salve Valgiso, stör ik beim Süßholzraspelen?"

  • Aha, der namenlose war gar nicht so namenlos. Ihr Lächeln wurde immer breiter. Sie hätte beinahe losgelacht, als sie sah, wer da hinter Domitius Massula aufgetaucht war. Alwina war schneller als Domitius Masulla. " Nein, dazu ist er mit deinem Erscheinen nicht mehr gekommen. Aber der namenlose trägt einen Namen, soweit waren wir. Du hast sogar einen richtigen Namen, Valgiso." Sie nickte anerkennend. War das ein lustiges aufeinander Treffen. " Das ist der rothaarige, den du gesucht hast. Meine Name ist Alwina. " sagte sie unumwunden zu dem hageren, rothaarigen. " Seid ihr beide von hier? Gehört dir etwa das Boot, Valgiso?" So ein großes Boot, einmal rauf ansehen und wieder runter, das wäre was. Gehörte es Valgiso, durfte sie es sich vielleicht ansehen.

  • Zitat

    Pharos: "Salve Valgiso, stör ik beim Süßholzraspelen?"


    Ich hatte schon bemerkt, dass Alwina sich plötzlich auf irgendwas hinter mir konzentrierte, bevor Pharos auf meine Schulter tippte. Als ich mich umdrehte, musste ich auch gleich den Blick heben, denn Pharos war ja gut und gerne einen Kopf größer als ich. "Ich grüße dich, du alte batavische Spottdrossel! Das neugierige Mädchen heißt Alwina." Zu Alwina gewandt: "Das ist Pharos. Er ist Schiffer, aber das da unten ist nicht sein Kahn. Wo hast du eigentlich deinen Schlappen festgemacht, Pharos?"


    Er runzelte die Stirn und meinte: "Der Mastbaum brokkelt ein bisken, ik hab es auf die Werft bringe müssen".


    Inzwischen hatte Alwina einen ganzen Stapel Fragen herausgezwitschert. Ja, sie zwitscherte in der Tat wie ein Zaunkönig: klein, laut und viel. Ich nahm den Stapel kurz auseinander, dann sagte ich: "Ich wohne in Mogontiacum, komme aber aus dem Land der Sugambrer. Pharos kommt aus Nigrum Pullum, das ist weit im Norden am Rhenus. Er hat sicher auch einen richtigen Namen, aber alle nennen ihn Pharos, weil er aussieht wie ein wandelnder Leuchtturm".


    "Er hat auf dem Weg nach hier auf dem Rhenus ein treibendes Ruderboot aufgefischt und ich will nachsehen, ob es meins ist. Wo ist denn das Boot, Pharos?"


    Pharos meinte: "Es ist dein Boot. An eine Seite ist 'FMQ PISC MASSULAE' drin gebrannt. Das Boot sitzt auch auf der Werft, zum ein bisken kalfatern".

  • Gegenden, die sie nicht kannte, die ihr nichts sagten. Sugamberer, ein Stamm wie ihrer? Wieder was neues. "Ich gehörte zu einer Sippe der Hermunduri, weiter aus dem Osten, 4 Tage von hier." erklärte sie. Der lange hatte auch einen Namen bekommen. Naja man rief ihn Pharos, war auch ein ziemlich langer Kerl. Groß wie ein wandelnder Leuchtturm, was ist ein Leuchtturm? Was war eine Werft und was war das Kalfatern? Alwina zog die Augenbrauen hoch. Mit den Begriffen konnte sie rein gar nichts anfangen. Fragen über Fragen. Sie wollte wissen was sich dahinter versteckte, von was die Beiden redeten. Alwina sah zu dem Schiff, was immer noch beladen wurde. Die Werft hörte sich interessanter an. Ihr blieb nichts anderes übrig als zu fragen. " Darf ich mit auf diese ... Werft? Natürlich nur, wenn ich euch nicht störe."

  • Zitat

    Alwina: "Darf ich mit auf diese ... Werft? Natürlich nur, wenn ich euch nicht störe."


    Ich schaute kurz hinüber zu Pharos. Er hatte ein geduldiges, schweigendes Lächeln aufgesetzt. Mir gefiel aber Alwinas Neugierde, also sagte ich: "Ich kann dir garantieren, Alwina, dass du uns stören wirst, aber das kratzt uns nicht im Mindesten. Komm einfach mit. Aber du musst aufpassen". Ich deutete mit einer Kopfbewegung auf Pharos und fuhr grinsend fort: "Am besten gehst du hinter Pharos her, dann kannst du dir wenigstens nicht den Kopf anstoßen. Aber gib Obacht, dass du nicht auf lose herumliegende Planken oder Äxte trittst".


    Als wir zur Werft hinüber gingen, sagte ich zu Pharos: "Das Boot ist mir geklaut worden, denn das Seil war glatt abgeschnitten. Du hast mir ausrichten lassen, dass ihr 'komische Sachen' darin gefunden habt. Was war das für Zeug?"


    Pharos zögerte etwas, dann antwortete er: "Zwei Säcke. In dem eine ist ein Aureus gewesen. Aber in de Bilge von dein Boot habe wir noch eine Aureus gefunden. Du scheinst lässig mit deine Geld zu umgehe".


    Jetzt war ich überrascht. Ich dachte etwas nach, dann sagte ich: "Das ist nicht mein Geld, aber glaube zu wissen, woher es kommt".

  • Sie würde stören, aber das störte sie nicht? Na das ging ja lustig weiter mit den zweien. Domitius Massula war ein Spaßvogel. " Ja gut, dann lauf ich hinter unserem Leuchtturm her." Sie kicherte. Pharos war mindestens ein und einen halben Kopf größer als sie. Mit den Äxten und Planken? das wunderte sie ein bisschen, wer ließ denn so wertvolles Werkzeug auf dem Boden herum liegen.
    Sie hörte ungewollt dem Gespräch zu. Wieder ein Wort mit dem sie nichts anfangen konnte. Aureus, was war das ? Diesmal fragte sie nicht , merkte sich den Begriff. In der Werft fand sie heraus was es war. Moment er sagte das es nicht sein Geld sei? Aureus war Geld. Dinarius und Sesterzius wusste sie zu unterscheiden. Aureus war ebenfalls eine Münze. Wozu brauchte man so viele Münzen? Ein Stück Silber zum Tauschen reichte völlig aus, das zu bekommen, was man brauchte. " Du weißt woher es kommt, dann kannst du es zurückgeben und der Besitzer wird sich freuen. Aber er sollte dir für die Nutzung deines Bootes einen Teil überlassen."

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    Alwina: "Du weißt woher es kommt, dann kannst du es zurückgeben und der Besitzer wird sich freuen".


    Natürlich, so einfach war das. Ich schüttelte den Kopf. Nein. so einfach war es nicht. "Es ist Folgendes: Kürzlich ist jemandem in Mogontiacum eine große Summe Geld gestohlen worden. Viel mehr als die zwei Aurei, die Pharos gefunden hat. Dann ist mir ein Boot gestohlen worden. Pharos hat das Boot gefunden und darin zwei leere Säcke und zwei Aurei. Das sind die Tatsachen". Nach einer kurzen Pause fuhr ich fort: "Jetzt sag ich dir, was ich vermute: Der Dieb muss mein Boot genommen haben, um den Rhenus zu überqueren. Dann hat er vermutlich das gestohlene Geld aus den Säcken in ein anderes Behältnis umgefüllt, vielleicht in Satteltaschen. Dabei sind ihm zwei Münzen verloren gegangen. Die leeren Säcke hat er in das Boot geworfen, das er daraufhin der Strömung des Rhenus überlassen hat".


    Wir hatten die Werft erreicht. Pharos stapfte immer noch vor uns her. Ich konnte schon seinen Prahm hinter einigen anderen Schiffen sehen. "Ich muss nachher gleich zu Magonidas gehen und ihm das erzählen. Magonidas hat den Auftrag, diesen Diebstahl aufzuklären und den Dieb festzusetzen".


    Jetzt standen wir vor dem Kahn von Pharos. Mein Boot lag kieloben daneben auf zwei Böcken.

  • Das Geld, gestohlen, in Mogontiacum. Dazu noch eine große Summe und Valgiso's Boot. Valgiso war leichter zu merken fand Alwina. Aber was sollte das viele Geld auf der anderen Seite des Rhenus? Dieser Dieb hatte die härteste Strafe verdient, es war ja nicht unerheblich, was er da getan hatte. Wäre er aus ihrer Sippe gewesen, hätte man ihn ausgestoßen und zum Vogelfreien erklärt.
    " Was wird der Dieb für eine Strafe bekommen, wenn man ihn erwischt?" fragte Alwina und während sie zu Valgiso sah, blieb Pharos stehen. Unsanft lief Alwina auf, sah verdutzt an Pharos vorbei. Einen Grund musste es geben, das er stehen blieb.


    Sie standen vor zwei Booten. So sah ein Boot von unten aus. Es hatte die Form eines Daches, stellte Alwina fest. " Magonidas? Bei ihm wohne und arbeite ich. Ich wusste gar nicht, dass er nach einem Dieb sucht." Sie sah sich das Boot genauer an. " Was wird denn jetzt mit dem Boot gemacht?"

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    Alwina: "Was wird der Dieb für eine Strafe bekommen, wenn man ihn erwischt? ... Was wird denn jetzt mit dem Boot gemacht?""


    Ich blieb stehen und kratzte mich am Kopf: "Strafe? Das muss ein Richter entscheiden. Bei uns Germanen wird so etwas auf einem Thing beschlossen. Aber erst mal müssen wir ihn haben". Wir standen jetzt vor meinem Boot. Pharos zeigte mir, wo die undichten Stellen waren. Ich sagte zu Alwina: "An den Stellen, die mir Pharos gezeigt hat, kann Wasser zwischen den Planken ins Boot eindringen. Um das zu verhindern, lockert man die Planken, stopft Moos dazwischen und dann werden die Planken wieder fest aufeinander vernagelt. Wenn das Moos mit Wasser in Berührung kommt, saugt es sich voll, quillt dadurch auf und dichtet so die Lücke ab. Das nennt man kalfatern".


    Ich schaute mir noch den Mastbaum im Kahn von Pharos an. "Das kann man nicht mehr ausbessern, du brauchst einen neuen Mast. Ich schick dir Panphilos rüber, der zeigt dir wo du einen gescheiten Mastbaum bekommst". Pharos schaute etwas erschrocken: "Ein neuen Mast? Wenn du es sagst". Zu Alwina: "Valgiso muss es wisse, er hat früher mal S-chiffe gebaut".


    "Ist arg lange her. Aber jetzt muss ich zu Magonidas. Pharos, gib mir die Sachen, die du in meinem Boot gefunden hast. Die muss ich Magonidas geben". Er holte die Säcke und die Aurei aus einer Kiste.

  • Ein Thing hatte Alwina noch nie miterlebt. Sie fanden regelmäßig statt. Mehrere Sippen trafen dann zusammen und hielten Gericht. Außerdem durften nur Männer daran teilnehmen und hatten Stimmgewalt.
    Hier tat das ein Richter. Einer allein bestimmte was der Dieb für eine Strafe bekam. War das dann auch im Interesse aller? Was zerbrach sie sich darüber den Kopf.
    Valgiso erklärte gerade was man machte, um das Boot dicht zu bekommen. Das war also kalfatern. Sie sah sich die Stellen ganz genau an.
    Weiter ging es zu Pharos Boot. Ein Mast, ein gleichmäßig dicker Stamm in der Mitte des Bootes. Alwina schaute nach oben. Ein langer Stamm. "Er hat Schiffe gebaut? Wo hast du das gelernt Valgiso?" Sie blinzelte in die Sonne. " Ich komme gleich mit zu Magonidas. Du willst doch zu seinem Haus?"

  • Zitat

    Alwina: "Wo hast du das gelernt Valgiso?"


    Die Aurei verstaute ich sorgfältig in einem Lederbeutel und die Säcke nahm ich unter den Arm. Alwinas Neugierde war zweifellos nicht gestillt. Wahrscheinlich würde sie am liebsten den ganzen Tag auf der Werft herumlungern und dem armen Pharos Löcher in den Bauch fragen, um Alles über seinen Lastkahn und natürlich über Pharos' Leben herauszufinden. Aber sie hatte ja entschieden, zu Magonidas mitzugehen.


    "Mein Vater hatte eine Werft. Und ich habe Zimmermann gelernt, da lag es nahe, dass ich auf der Werft meines Vaters arbeitete. Weißt du, ob man einen Dachstuhl baut oder ein Schiff, das ist kein großer Unterschied. Wenn man einen Dachstuhl auf den Kopf stellt, ist das fast wie ein Schiff und umgekehrt. Nur, dass man ein Schiff mit Planken und Moos abdichtet und einen Dachstuhl eben mit Ziegeln oder Stroh".


    Wir machten uns auf den Weg.

  • [Blockierte Grafik: http://img203.imageshack.us/img203/3268/pharos5a2.jpg] Pharos


    Pharos war wütend. Er kam gerade aus dem officium des Werftbesitzers. Der hatte hartnäckig darauf bestanden, den Mastbaum auch zu liefern und nicht bloß den Einbau durchzuführen. Das bedeutete, dass Pharos einen Mastbaum aus Tanne akzeptieren musste. Dabei schwor Pharos auf Kiefer, "weil sie mehr verbiegbar ist", wie er sagte. Tanne, Fichte oder Kiefer: das war eine Glaubensfrage unter den Schiffern auf dem Rhenus. Und dieser Blussus maßte sich an, sich in eine solch essentielle Glaubensangelegenheit einzumischen.


    "Verdammte Latrinenkröte", murmelte er und kickte ein herumliegendes Holzstück in das trübe Hafenwasser.

  • In diesem Moment hörte Pharos hinter sich Schritte und Lidschläge später die Worte.
    "Salve, seit ihr der Schiffer Pharos?"


    Wenn Pharos sich umdrehte konnte er einem ihm dunkel bekannten Mann erkennen den oder für den er wohl mal vor längerer Zeit Ware transportiert hatte. Begleitet wurde er von einem Mann der wie ein Legionsveteran aussah. Ein Eindruck der durch den fehlenden linken Unterarm noch bestätigt wurde.

  • Zitat

    Magonidas: "Salve, seit ihr der Schiffer Pharos?"


    Pharos spuckte noch hinter dem Holzscheit her, dann drehte er sich um. An den einen Mann konnte er sich noch erinnern, den hatte er vor einiger Zeit, samt Sippschaft und Stückgut nach Mogontiacum gebracht. Den Eineinhalbarmigen kannte er nicht. So wandte er sich an den, der ihn angesprochen hatte.


    "Salve. Ja seker bin ik der Schipper Pharos".


    Die Frage war beantwortet. Und so verfiel Pharos wieder in abwartendes Schweigen.

  • "Wunderbar hättest du ein wenig Zeit für ein Gespräch. Ich soll dir übrigens noch Grüße von einem gemeinsamen Freund ausrichten, Faustus Domitius Massula. Falls du Zeit hast," irgendwie hörte sich dieser Teil wie eine rhetorische Frage an, " würde es dir etwas ausmachen möglichst dicht am Latein zu bleiben. Ich beherrsche die örtlichen Zungen nicht gut genug für diese Sache die doch einiges an Wichtigkeit hat!"


    Mathayus hatte seine Worte freundlich aber doch mit Bestimmtheit ausgesprochen die der Veteran hinter ihm noch unterstrich.

  • Zitat

    Magonidas: " ... Falls du Zeit hast"


    Pharos:
    "Oh ja, ik hab genugsam Zeit, weil die Arbeit an mein Kahn langsamer dauert", hier stieg ihm wieder die Wut über die Tricksereien des Werftbesitzers bis in den Kopf, aber er nahm sich zusammen als er den Namen Massula hörte. Er deutete auf ein paar Kisten, die neben seinem Kahn herumstanden.


    "Wollen wir uns hier setzen. Ja, mein Latein ist etwas wässerig von meiner batavischen Herkunft, aber ich helfe mir. Was willst du wissen?"

  • "Natürlich", Mathayus setzte sich und überlegte kurz.


    "Ich untersuche im Auftrag der Stadt ein Verbrechen bei dem das von dir gefundene Boot eine wichtige Rolle spielen kann bzw. fast sicher gespielt hat. Ich muss unbedingt die genaueste Stelle wissen wo du es gefunden hast um am Ufer eine Suche zu starten. Kannst du mich da morgen hinbringen?"


    Mathayus verschwendete keine Zeit mit Floskeln sondern kam gleich zur Sache. Der Mann der ihm gegenübersaß war kein Verdächtiger und daher hob er sich rhetorische Feinheiten für andere Gelegenheiten auf.

  • Zitat

    Magonidas: "Ich muss unbedingt die genaueste Stelle wissen wo du es gefunden hast um am Ufer eine Suche zu starten. Kannst du mich da morgen hinbringen?"


    Pharos:


    Pharos kratzte sich am Kopf. "Ufer? Das Boot ist dort gar niet an die Kant gekommen. Da ist vor die Kant eine Kieselbank. Wir reisen dort zwischen die Kieselbank und die Kant ... äh, das Ufer. Das Boot hat sich an der Stromseite von die Kieselbank gefangen. Dann ist es weiter gedriftet und hat sich wieder verfangen. Ik hab einen Mann geschickt, der hat es gefangen und über die Kieselbank zu mein Kahn gezogen".


    Pharos machte erst mal eine Pause. Für seine Verhältnisse hatte er eine endlos lange Rede gehalten. Nachdem er in seinem Kopf alles Restliche neu geordnet hatte, fuhr er fort: "Wir haben das Boot an mein Kahn gebunden und hierher gebracht, weil ik gesehn hab, dass es Valgiso, ... äh Domitius Massula gehört. Wenn du willst, kannst du dir trotzdem den Plats ankucken".


    Er zeigte auf das aufgebockte Boot: "Da sitzt es".

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