Domus Aeliana - Atrium

  • Sedulus nickte seine Schwester zu und meinte.


    Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen Adria.


    Wie geht es eigentlich eurem Junior? Bevor ich es vergesse und es wieder mitnehme... Hier habe ich ein kleines Geschenk für ihn.


    Sedulus überreichte die kleine Figur in Form eines Centaur seiner Schwester.


    Für ein Holzgladius ist er ja wohl noch zu jung schätze ich...


    Grinste er verlegen und wartete bis sich Quarto gesetzt hatte bevor er es Adria und ihm gleich tat.

  • Ein Gläschen verdünnten Wein bitte. Wegen mir müßt ihr euch keine großen Umstände machen.


    Winkte Sedulus ab.


    Warst du selbst auch in Kämpfe verwickelt als du in Parthien warst Quarto?


    Sedulus war zwar auch bei der kämpfenden Truppe wenn man es so wollte, doch weder bei den CU noch bei der Legio II Germanica ging es so haarig zu wie in Parthien. Und mit Sicherheit konnte Adria diese Sorte von Fragen schon nicht mehr hören. Was Sedulus auch verstehen konnte, doch interessierte es ihn halt als alter "Militär".

  • "Entschuldigt ihr mich bitte einen Moment", begann sie unvermittelt aufzustehen und aus dem Zimmer zu gehen.
    Das Gespräch über die letzten Monate in Parthien war nicht gerade etwas, dem sie gerne zuhörte, und somit die ideale Gelegenheit nach ihrem Sohn zu sehen.
    Auch wenn er gerade mit "wichtigeren" Dingen wie dem Durchwühlen von Adrias Schmuckkästchens beschäftigt war, ließ er sich durch die Aussicht auf ein Geschenk von Onkel Sedulus doch dazu bewegen, ihr ins Atrium zu folgen.
    Nach gutem Zureden brachte er sogar ein süßes "Hallo, Onkel Sedi", begleitet von einem braven Gesichtsausdruck, um den ihn jeder Angeklagte beneiden würde.

  • Sedulus nickte seiner Schwester zu und sah ihr nach.
    Kurze Zeit später kam sie auch schon wieder zurück samt dem Nachwuchs.


    Er strich dem kleinen Gaius lächelnd über den Kopf doch wartete er noch die Antwort seines Schwagers ab bevor er dem kleinen Mann sein Geschenk überreichte und sich kurz um ihn kümmern würde.


    In der Zwischenzeit fuhr ein Sklave etwas Trinkbares auf und Sedi trank einen Schluck.

  • Stolz betrachte Quarto seinen kleinen Sohn, noch immer darüber erstaunt, wie sehr er seit dem letzten Jahr gewachsen war und entzückt darüber, dass er zu sprechen angefangen hatte. Dann riss er sich los und wandte sich wieder seinem Gast zu.


    “Ähm... nein, ich bin kein Soldat. Meine Aufgabe in Parthia war nicht der Kampf. Aber ich habe die Folgen des Krieges gesehen und das mehr als genug. Leider wird Ruhm auch auf Kosten von Tod und Elend errungen. Aber das ist nun einmal der Lauf der Welt und der Wille der Götter.“


    Inzwischen brachten zwei dienstbare Sklaven den Wein.


    Nachdem sie ihnen eingeschenkt hatten, hob Quarto seinen Becher: “Auf dein Wohl. Mögen die Götter dir wohl gesonnen sein.“




    Sim-Off:

    Angebote in der WiSim, bitte bedient euch.

  • Hmm verstehe. Aber auch die Organisation einer Legion oder die des Stabes des Kaisers muß von jemanden geleitet werden. Ich nehme an du hast Iulianus beratend zur Seite gestanden.


    Ja, das ist wahr. Und meist ernten den Ruhm dann die, die sich eigentlich nicht die Hände schmutzig gemacht haben.
    Ob es der Wille der Götter ist, nun ich denke, darüber läßt es sich streiten.


    Sedulus griff zu und erhob ebenfalls sein Glas und erwiderte.


    Das kann ich nur zurück geben. Auf euch und euren Nachwuchs.


    Der Wein war äußerst köstlich. Sedulus ging davon aus das dieser hier nicht von dem Flavier war von wo Avarus seinen Wein bezog.


    Sehr guter Tropfen. So etwas bekommt man in Germanien nicht. Irgendwie vermißt man Rom schon wenn man einige Zeit hier verbracht hat.
    Wie geht es dem neuem Imperator? Man ja hört ja auf den Straßen so einiges und der Weg von Mogontiacum hier her ist lang...


    Sim-Off:

    Danke.

  • “Ein Falerner, oder genauer gesagt ein Cauciner, von den höchsten Lagen des ager Falernus. Er ist fünfzehn Jahre alt, also ideal gereift.“, meinte Quarto im Tonfall des Weinkenners.


    Als Sedulus auf den – wie er ja selbst nur zu genau wusste – kränkelnden Kaiser zu sprechen kam, runzelte er die Stirn.
    “Was sagt man denn so, auf der Straße?“

  • Doch ein so alter Wein. Das schmeckt man aber auch. Wie gesagt, sher guter Tropfen das. Kostet bestimmt auch einiges nehm ich an.


    Bevor er auf die Frage seines Schwagers antwortete nahm er noch einen kleinen Schluck und kaute diesen und sog ihn durch seine kleine Zahnlücke, naja er so ein Löchelchen zwischen seinen beiden Vorderzähne.


    Nun die einen sagen er sei todsterbens krank. Andere behaupten er würde dem Fährmann welcher die Toten über den Styx bringt schon bald für seine letzte Fahrt bezahlen. Und es gibt auch welche die sagen es sei an diesen Gerüchten überhaupt nichts dran und es sei alles erstunken und erlogen.


    Fragend sah nun Sedulus seinen Schwager und Patron an. Wer sollte es nicht besser wissen als Quarto.


    Also was stimmt nun? Nicht das ich schon wieder nach Germania Magna zu unseren Verbündeten reisen darf um einen neuen Vertrag auszuhandeln.


    Ein dezentes Lächeln huschte Sedulus über die Lippen.

  • Bei Sedulus' Worten runzelte Quarto die Stirn. Er hatte schon befürchtet, dass sich Valerianus' schlechter Gesundheitszustand in Windeseile herumsprechen und für Unsicherheit und Zweifel sorgen würde. Nun bestätigte sein Klient ihm diese Sorge.
    Aber er war nicht gewillt, den Gerüchten neue Nahrung zu geben und auch wenn Sedulus ein Verwandter und Freund war, antwortete er ihm nicht ganz aufrichtig und beschwichtigend:
    “Nun, es könnte ihm tatsächlich besser gehen. Er kränkelt ein wenig. Aber die Ärzte sind zuversichtlich, dass er mit ein wenig Ruhe und mit ihrer Hilfe bald genesen wird. Er ist ein kräftiger Mann. Das wird schon wieder. Allerdings könnte es sein, dass er sich in Kürze für einige Zeit aufs Land begibt, um dort, an der guten Luft, schneller wieder ganz der Alte zu werden.“
    Vielleicht wollte er sich mit diesen Worten auch selbst Mut machen, denn wer den Kaiser in letzter Zeit gesehen hatte, der musste erschrecken und sich sorgen. ...zumindest wenn er es gut mit ihm meinte.

  • Sedulus nickte. Als sein Schwager antwortete wußte er nicht genau ob er ihm alles sagen würde. Gut, es war seine Entscheidung und Sedi konnte damit leben.


    Ich hoffe er hat gute Ärzte und nicht irgendwelche Quacksalber wie es sie inzwischen zuhauf gibt. Ein wenig Ruhe auf dem Land wird ihm bestimmt gut tun. Anderseits, kann es auch für manchen zu ruhig sein und es wird dadurch nur schlimmer was ich für deinen Bruder ist er nicht wahr? nicht hoffe. In so kurzer Zeit einen weiteren Kaiser zu verlieren, das würde das Volk denke ich doch recht stark beuteln.


    Und nicht nur Sedulus dachte so das wußte er. Außerdem gab es wohl auch Männer die nur auf eine solche Gelegenheit warteten ala Laeca vor Jahren... 8)


    Aber Themawechsel...

  • Quarto war offensichtlich auch nicht geneigt, dass Thema weiter zu vertiefen. Darum fragte er:
    “Wie sind denn deine weiteren Pläne? Was hast du vor in nächster Zeit zu tun, nachdem du jetzt wieder in Rom bist?“

  • Gute Frage das lieber Schwager. Es kommt drauf an ob man mich in den Senat aufnimmt oder nicht. Erst wenn ich in dieser Sache Gewissheit habe, kann ich meine weiteren Pläne danach ausrichten. Ansonsten könnte ich in Germanien in der Regioverwaltung von Germania Superior unterkommen.
    Sollte ich allerdings die Ehre haben Senator zu werden, so werd ich mich in Rom um einen Posten so denn einer frei ist bewerben.


    So oder so, ich muß auf alle Fälle zurück nach Mogontiacum. Zum einen um meine Familie wenn nach Rom zu holen und zum anderen um dem Legaten abzusagen.


    Sedulus nahm erneut einen Schluck des köstlichen Weines.
    Dabei sah er den Jungen an und mußte an seine kleine Sabina denken.


    Groß ist euer Bub geworden und sprechen kann er auch schon. Ich werde die ersten Worte meiner Sabina wohl nicht mitbekommen die sie sprechen wird vor lauter Reiserei...

  • Quarto wischte Sedulus' Bedenken mit einer Geste weg.
    “Ach“, meinte er zuversichtlich: “über deine Berufung in den Senat mache ich mir keine Sorgen. Der Name deines Vaters hat bis heute einen hervorragenden Klang und du selbst hast dir mittlerweile auch einen gemacht. Außerdem ist deine Familie einflussreich und wohlhabend. Am Grundbesitz wird es doch wohl nicht scheitern, oder? Dein Onkel gilt schließlich als der drittreichste Mann des Imperiums.“
    Er lächelte wissend.

  • Wenn du das sagst...


    Sedulus hingegen hatte da schon seine Bedenken. Vorallem als er an seinen ersten Auftritt im Senat dachte als es um das Amt der Tresvir Capitalis ging.
    Und da war er wieder, der Vater...
    Aber alles andere ging runter wie Öl...


    Naja, so viel an Einfluss dürften wir wohl nicht mehr haben. Viele Germanica gibt es ja eigentlich nicht mehr.


    Wen gab es denn da noch der groß im Geschäft war. Zum einen Avarus und dann noch ein Vetter von seinem Vater mit Namen Corvus der wohl in Aegyptus der dortige Chef der Provinz war...


    Ach, von wegen der Grundstücke muß ich mir keine Gedanken machen. Ich denke die, die ich mein Eigen nennen kann reichen da völlig aus.


    Lächelte er unbesorgt.

  • “Oh, du solltest den Einfluss deiner gens nicht zu gering schätzen und du bist, davon bin ich überzeugt, auf dem besten Weg ihn noch weiter zu mehren.“


    Erneut hob Quarto seinen Becher und prostete Sedulus zu.

  • Schau an, die Gens Germanica hatte als doch noch einiges an Einfluss, wer hätte das gedacht. Naja arm waren wir nicht und mit Geld konnte man ja doch einiges anstellen vorallem Avarus. Bei Corvus wußte er es nicht genau aber als Chef einer so reichen Provinz konnte man davon ausgehen das auch er nicht gerade arm war. Und wie es bei Sedulus selbst in naher Zukunft aussehen würde, das wußten nur die Götter.


    Wenn du das sagst Schwager Quarto. Du kennst dich in der Politik und was sich in Rom so tut doch ein klein wenig mehr aus als ich will ich meinen. Und ich werde mich hüten dir Wiederworte zu geben.


    Lächelte Sedi und nahm ebenfalls seinen Becher und prostete seiner Schwester welche recht still war und seinem Schwager zu.


    Avarus erwähnte das eventuell einige Curatoren Posten frei werden würden oder nicht besetzt sind. Für denn Fall der Fälle, und man würde es befürworten mich zum Senator zu erheben, was denkst du wäre der Beste.

  • “Nun, dass Amt des Curator rei publicae ist gewiss am höchsten angesehen. Man kann sehr viel Einfluss auf die Politik in den Städten Italias nehmen. Wer geschickt ist, der kann sich als Curator rei publicae leicht eine große und treue Anhängerschaft im Kernland des Imperiums aufbauen. Aber weil das einem Senator sehr viel Einfluss verschafft, wird ein junges Senatsmitglied eher selten in dieses Amt berufen.“


    Quarto kratzte sich nachdenklich am Bart.


    “Es erscheint mir deshalb ratsamer, zunächst die Berufung in eines der stadtrömischen Curatorenämter anzustreben, zumindest dann, wenn du keine direkte Konfrontation mit Neidern und politischen Gegnern suchst.
    Soweit mir bekannt ist, hat Spurius Purgitius Macer nicht vor sein Amt als Curator aquarum aufzugeben.
    Das Amt des Curator viarum halte ich persönlich für eher unattraktiv. Um die Straßen Roms steht es nicht zum Besten. Für jedes einzelne Schlagloch wird der curator viarum verantwortlich gemacht, aber andererseits fehlen ihm die Mittel, die Probleme wirklich zu lösen und selbst wenn er mehr zur Verfügung hätte, könnte keiner der Aufgabe wirklich zur Gänze Herr werden. Es ist ein undankbares Amt.
    Als Curator operum publicorum hat man bessere Möglichkeiten, nicht nur Rom zu dienen, sondern auch sich selbst in ein gutes Licht zu rücken. Ich glaube auch, dass der jetzige Amtsinhaber Lucius Minicius Natalis vor hat, sich bald auf sein Landgut und in den Ruhestand zurück zu ziehen.
    Curator operum publicorum, ja, ich würde dir empfehlen, dieses Amt anzustreben.
    Aber die Entscheidung liegt natürlich bei dir alleine… und beim Imperator Caesar Augustus, natürlich.“

  • Curator operum publicorum also. Gut, wenn es so weit wäre, würde sich Sedulus um dieses Amt bemühen.


    Ich danke dir für deine Informationen und natürlich deinem Tip.
    Jetzt hängt eben nur noch alles davon ob ich Senator, und wann dieser Lucius Minicius Natalis seinen Abschied nimmt und, ob der Imperator damit einverstanden ist.


    Sedulus stoppte kurz um sich seine Wort selbst noch ein mal durch den Kopf gehen zu lassen.


    Das sind ja nicht gerade wenig Faktoren die da zusammen spielen. Nun gut, erst ein mal muß ich eh als Senator berufen werden, alles andere steht bis dahin eh noch in den Sternen.


    Sedulus sah den kleinen Gaius an welcher sich schon eine ganze Weile mit seinem Geschenk beschäftigte. Dabei lächelte er und mußte natürlich an Frau und Kind denken.

  • “Ja, warten wir das Zusammentreffen des Consilium Principis und die anschließende Entscheidung des Imperator Caesar Augustus ab.“, meinte Quarto.


    Dann lehnte er sich genüsslich zurück und sah zu seinem getreuen Eheweib mit ihrem gemeinsamen Sohn, der sein ganzer Stolz war.


    “Eines Tages wird auch der kleine Gaius in den Senat einziehen und wenn mir die Götter gnädig sind, dann werden sie mir ein langes Leben schenken. Dann kann ich ihn selbst an diesem stolzen Tag auf den Stufen der Curia Iulia in Empfang nehmen.“

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