Staubige Heimkehr

  • Batiatus klopfte sich den Staub von der Tunika. Asia, Achaja und Africa fiel von ihm ab. Gallia erst als er klopfte.

  • Nach einer Weile öffnete sich knarzend die schwere, hölzerne Porta der Villa Aurelia.
    Vorsichtig linste Eirene aus dem Halbdunkel des Empfangsraumes hinaus.


    "Ja?"


    Kannte sie die Gesichtszüge dieses Mannes?


    "Wen darf ich melden?"

    ANCILLA


    Im Besitz von Claudius Aurelius Crassus

  • Einige Wortfetzen drangen zu mir, als Eirene den Besucher ansprach.


    Als sich nach Ewigkeiten nichts tat und weder Eirene zurückkehrte, noch den Besucher hereinbat, begab ich mich neugierig zur Tür. Interessiert blickte ich über ihre Schulter.

  • Batiatus erkannte seine Tochter, hustete, drängte die Sklavin zur Seite und umarmte sie (Deandra, nicht die Sklavin)


    Deandra, Kleines! Es ist lange her


    Batiatus fixierte seine Tochter


    Du hast die Zeit genutzt um schön zu werden. Sehr schön sogar

  • „Vater?“ Ungläubig staunte ich den unerwarteten Besucher an.


    Mein Herz überschlug sich fasst, als er mich in die Arme schloss. Was für eine Überraschung! Mir fehlten die Worte. So lange musste ich in Rom und Ostia alleine leben, dann kamen meine Brüder zurück - einer nach dem anderen - und jetzt ... mein Papa. :)


    Ich drückte ihm einen dicken Kuss auf die Wange und strahlte ihn an. Seine Anwesenheit, seine Worte... Langsam schien mein Leben perfekt zu werden.


    „Ich habe dich soo vermisst! Komm rein. Du musst mir alles erzählen!“
    Ich nahm seine Hand wie in Kindertagen und zog ihn versuchsweise Richtung Triclinium. Er war stark und ich kam nicht so recht voran.


    Dann, ein Gedanke: "Ich hoffe, du bleibst lange!" Ängstlich sah ich meinen Vater an.

  • Batiatus gab seine Lyra der Sklavin Eirene und liess sich äußerlich widerwillig doch innerlich wiederwillig ins Tricilium ziehen.


    Deandra! Was hast Du getan? Das Haus ist ein anderes, ich wäre früher gekommen wenn ich gewusst hätte...

  • Batiatus begutachtete die herbeigerufene Sklavin gab ihr dann aber einen Klaps


    Später vielleicht. Erst möchte ich meine Tochter gebührend loben. Ich erwartete keinen Palast und kein Schmuckkästchen

  • Ich war erleichtert. Mein Vater zeigte sich zufrieden und das freute mich. Schon immer war es mir wichtig, ihm zu gefallen. Seine Liebe und sein Wohlwollen war einfach wichtig für mich.


    Und ich hatte gehörig Respekt vor ihm. Wie er gerade entschieden die Sklavin behandelte ... Ja, ich bewunderte ihn. Von nun an konnte mir eigentlich gar nichts mehr passieren. Zwei Männer an meiner Seite, beide stark, beide verlässlich. Mein Strahlen schien in meinem Gesicht für immer verewigt zu sein.


    Ich umarmte ihn nochmals, noch immer nicht fassend, dass er leibhaftig vor mir stand.


    "Ich gebe mir Mühe, die Villa wohnlich zu gestalten. Lange war das nicht der Fall, das stimmt. In letzter Zeit hat aber vor allem Eirene hier nach dem Rechten gesehen. Ich wohne zumeist in Ostia und bin seit kurzem Magistrata der Stadt. Komm, lass uns setzen." Ich zog meinen Vater noch etwas weiter zu den Liegen hin.

  • Batiatus atmete tief durch. Daheim!
    Deandra meine Kleine, wir haben viel zu erzählen, vieles ist geschehen


    Mein Sklave ist heute angekommen, er steht zu eurer Verfügung
    Batiatus nahm Platz und sah seine Tochter an


    Wo beginnen wir? Wo ist Vetter Crassus?

  • Sim-Off:

    Ängstlich sah ich mich um ;)


    "Dein Sklave?" Aber dann lenkte mich die Frage nach Crassus ab und ich wurde ernst.


    "Du weißt es noch nicht? Crassus trat schon vor Monaten seine letzte Reise an. Seitdem übt sein Sohn Sophus das Amt des Pater Familias aus. Einige Zeit schien es, als würde die Familie durch diesen Verlust zerbrechen ..."


    Bedrückt dachte ich an die anfänglich einsame Zeit in Ostia zurück.


    "Ich denke, es ist Sophus' Verdienst, dass sich die Familie wieder zusammenfindet. Derzeit scheint alles bestens zu laufen. Nie waren die Aurelier so stark wie jetzt und nie war ich so glücklich“, fügte ich mit einem Lächeln an.

  • Crassus tot?!? Wie kann.. Berichte!
    Als Deandra erzählt hatte erhob sich Batiatus mit feuchten Augen und hob die Hand zum Schwur


    Liebe Deandra, ich werde nie wieder einen Schatten auf dein Leben werfen, das schwöre ich Dir!
    Als Konon sich auch erhob und mit dem Kopf an die Decke stieß setzte sich Batiatus schnell wieder

  • Sofort erstarb mein Lächeln, als ich sah, wie sehr meinen Vater die Nachricht getroffen hatte.


    „Ich kann dir nicht viel über Crassus berichten, denn ich kenne selbst kaum Einzelheiten“, sagte ich leise. „Dieses Thema habe ich einfach immer vermieden. Ich hätte Sophus fragen können, aber ich konnte nie einschätzen, wie gut er mit dieser Tatsache umgehen konnte. Also habe ich es sein gelassen.


    Es wäre mir wirklich wichtig, wenn du von nun an bleiben würdest und dich nichts mehr in die Ferne zieht. Es lebt sich so schwer, wenn die wichtigsten Menschen, die ich habe, eigentlich nie anwesend sind.“


    Jetzt waren es meine Augen, die feucht schimmerten. Ich fühlte mich wirklich oft allein. Viel zu oft als das es für mich gut war.

  • Ich werde hier bleiben, ich bin des Reisens müde
    sagte Batiatus nicht nur um Deandra einen Gefallen zu tun.
    Seine "Geschäfte" der Vergangenheit hatte er hinter sich gelassen


    Doch wo ist Sophus? Als ich ihn zuletzt sah war er ein Knabe

  • Lächeln und gleichzeitig feucht schimmernde Augen? Wenn es keiner fertig brachte - ich schon. Ich umarmte meinen Vater und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.


    Mein Lächeln verstärkte sich, als ich seine Frage nach Sophus hörte und mir sogleich ein Bild aus Kindertagen in den Sinn kam. Schon damals hatte ich allerhand Blödsinn mit meinen Brüdern und Cousins mitgemacht – sehr zum Leidwesen meines Vaters.


    „Sophus? Na, ob du ihn wohl wiedererkennst?“ Ich erinnerte mich an meine eigene Überraschung damals in Mantua und musste schmunzeln.


    „Es ist nur Tage her, als er sich auf den Weg zu seiner Legion machte, die im Süden Italiens die letzte Schlacht gegen Laeca führte. Ich bin sehr erleichtert darüber, dass dieser Wahnsinn nun eine Ende gefunden hat. Es lässt mich hoffen, dass Sophus kaum noch mit den Kampfhandlungen in Berührung gekommen sein konnte. Allerdings habe ich auch von Commodus seit langem nichts mehr gehört.“

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