• Vergilia Iustina nickte dem Arzt zustimmend zu: "Ja, ich denke auch dass man sich diesem Sergier anvertrauen kann. Vielleicht bin ich ja lange genug krank um ihn besser kennen zu lernen." Sie lächelte, als dann auch Sergius Validus hereinkam. Als er dann davon sprach, dass er wegwolle und sie nicht mitkönne verzog sie enttäuscht das Gesicht, doch nickte sie auch hier: "Ich wäre sehr gerne mitgekommen, doch so ist es vermutlich besser. Ich danke dir für das Vertrauen, dass du mir dieses Haus überlässt. Ich werde mich revanchieren!"

  • Nach einiger Zeit hielt der Wagen wieder und Saldir spähte hinaus.
    Sie hatten vor einer Casa Halt gemacht, ihr Chauffeur blickte zu ihr und deutete auf das Haus. Tja, dann waren sie wohl da.
    Die Sklavin kletterte heraus und marschierte zur Tür, an die sie anklopfte.

  • Vergilia Iustina hörte ein Klopfen und war sich nicht sicher ob sie öffnen sollte. Allerdings hatte Validus ihr ja den Haushalt anvertraut und so zog sie sich, es war der 5. Tag seiner Abwesenheit, etwas geschwächt aus dem Bett und machte sich zum Vestibulium. Da sie nicht im Bett gelegen hatte sondern nur oben auf, tat dies nichts zur Sache, dass sie noch ihre Tunika trug. "Salvete, was kann ich für euch tun?"

  • Oje, Latein müsste man können. Etwas ratlos sah Saldir die junge Frau, die ihr die Tür geöffnet hatte an.
    "Validus...Brief...", brachte sie mühsam hervor und zeigte das zusammengerollte Blatt.

  • Iustina sieht das junge Mädchen freundlich an, stets darauf bedacht sie nicht aus den Augen zu lassen - man weiß ja nie. "Dies hier ist die Casa Sergia, Lucius Sergius Validus lebt hier, doch ist er gerade nicht da. Soll ich die Nachricht nehmen und ihm später aushändigen?"

  • Sie verstand kein Wort und stand etwas ratlos vor der Tür. Hm...sie kannte sich mit den römischen Namen nicht so aus, aber Lucius Sergius Validus schien ihr doch der Name eines Mannes zu sein.
    "Validus.", wiederholte sie daher. "Brief."

  • Sie hörte nur 'Validus' und lächelte froh, in der Hoffnung endlich den Adressaten des Briefs gefunden zu haben.
    "Validus. Brief.", sagte sie und streckte ihm die Schriftrolle entgegen.


    An den
    Magistratus in Colonia Claudia Ara Agrippinensium
    Lucius Sergius Validus



    Salve Lucius Sergius, oder besser Aelius Validus,
    geliebter Bruder!


    Diese Zeilen schreibe ich Dir in tiefer Rührung. So viele Jahre großer Entbehrungen liegen hinter unserer Familie. So viele sind von uns gegangen und ich wagte schon nicht mehr zu hoffen, dass Du von diesem Schicksal verschont geblieben bis. Umso größer waren Überraschung und Freude, als ich Deinen Brief in Händen hielt. Ich habe die Kette mit der Sonnenscheibe der Aelia wieder erkannt, mit der der Dich unser Vater damals fortschickte, als du noch ein Knabe warst. Es muss der Wille der Götter sein, dass Du nicht nur überlebt hast, sondern jetzt auch in den Schoß Deiner wirklichen Familie zurückkehrst. Mit Dankbarkeit und Freude nehme ich Dich im Kreise der Deinen auf.
    Leider bindet mich mein augenblickliches Amt als Quaestor an Rom und ich kann zurzeit nicht fort. Doch wenn meine Wahlperiode abgelaufen ist, will ich gerne nach Germanien reisen um dem Mann zu begegnen, den ich zuletzt als Knaben sah.


    Mögen die Götter Dich bis dahin schützen.

    gez. Lucius Aelius Quarto

  • Ich hielt einen Brief meines Bruders in den Händen! Er hatte meine Nachricht erhalten und hatte keine Zweifel an der Echtheit. Bald würde ich also wieder den Namen Aelius tragen... Lucius Aelius Validus.


    "Gib meinem Bruder... deinem Herrn diese Nachricht!"



    Salve mein Bruder,


    mit Freude habe ich deinen Brief gelesen und freue mich darauf, endlich meinen richtigen Namen wieder anzunehmen. Ich kann es kaum erwarten.
    Genauso wenig kann ich deinen Besuch erwarten. Ich hoffe, du kommst bald!
    Die Situation istz nicht die angenehmste, aber hier in der Stadt und in einem bestimmten Umkreis um die Stadt ist man sicher.


    Vale,


    Lucius Aelius Validus!

  • Vergilia beobachtet Validus, wie er einen Brief aufsetzte und begibt sich nachdenklich ins Peristyl der Casa Sergia. Sie hat sich soweit schon eingelebt und kennt sich im Hause schon gut aus. Im Atrium angekommen setzt sie sich hin und schließt entspannt die Augen.

  • Was denn? Schon wieder eine Schriftrolle? Schreiben musste wohl doch recht praktisch sein, wenn Saldir auch nicht so ganz nachvollziehen konnte, warum.
    Sie nahm die Nachricht entgegen und nickte freundlich.
    Wenn sie richtig verstanden hatte, sollte sie das also zurück zu Quarto bringen. Gut, das würde wohl nicht allzu schwer werden...
    "Va...Vale...", brachte sie mühsam hervor, machte kehrt und schlenderte zurück zum Händler, der sie hergebracht hatte. Mit ihm würde sie auch wieder zurück nach Rom fahren.


    Dieser zögerte nicht lange und schnalzte mit der Zunge, woraufhin sich die Kutsche in Bewegung setzte, zurück Richtung Italia.

  • "Ich werde mich endlich wieder als den bekennen, der ich wirklich bin. Endlich hat das Ziehen von Ort zu Ort ein Ende..."


    ...murmelte ich vor mir hin, halb abwesend!


    Dann ging ich in die Küche und holte mir frischen kühlen Wein. Wo war nur Vergilia?


    "Vergilia?"

  • Sie hörte die Stimme von Validus, wahrscheinlich war er schon fertig. Vergilia stand auf und folgte der Richtung in der sie ihn vermutete. Sie neigte an der Tür angekommen den Kopf vor um um die Ecke zu schauen. Als sie ihn sah erhellte sich ihr Blick. "Ja?

  • Ihr Blick war fragend als sie ihm in die Augen sieht und sich normal in die Tür stellt. "Wie meinst du das? Was ist geschehen? Hat es mit der Botin von eben etwas zu tun?" Vergilias Stimme war wie immer weich und sanft.

  • Ihr Blick wurde von einem Aha - Erlebnis gezeichnet und sie lächelte. Ihr war nicht ganz klar, was das zu bedeuten hatte... "Gut, kein Sergier. Welcher Gens gehörst du denn an?`Und hast du es erst eben erfahren oder wusstest du es schon länger?"

  • "Nun ich wahr schon immer jemand anderes, als ich vorgab. Und ich war auch immer auf Reisen... Doch nun hat das alles ein Ende! Ich bin ein Aelius! Lucius Aelius Validus!"


    Ich wahr stolz auf meine Abstammung

  • Ein leichtes Stirnrunzeln war zu erkennen, sie dachte nach. Der Name sagte ihr etwas aber nur weit, ganz weit in ihrem Hinterkopf. Als es dann plötzlich 'klick' machte und der Name sich zu einem Bild zusammenfügte. Bewundernd sah sie ihn an. "Lucius Aelius Validus? Da muss ich mir ja schon wieder einen neuen Namen merken" witzelte sie mit einem Zwinkern.

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