• "Legat Macer hat mir große Unterstützung durch die Legio zugesagt. Sowohl die Techniker als auch einen Großteil der Materialien wie Steine und Ziegel werden aus dem legionseigenen Steinbruch kommen. Um einen Architekten, der die Planung und Statik übernimmt, muss ich mich noch kümmern und ebenso um einen Kostenvoranschlag. Doch zunächst sollten wir den geeigneten Platz finden. Nur auf dieser Grundlage kann dann geplant werden. Davon hängen nicht nur die Transportkosten ab, sondern auch die Möglichkeiten, die der Bauwerkplaner bezüglich Größe und Ausstattung des Theaters hat.


    Lass uns doch mal diesen Hang beschreiten.“


    Ich wies zu einem großflächigen sanft ansteigenden Hang, der Mantua von einer Seite einrahmte.

  • Bei den Göttern! Herrlich! Das Theater - ich kann es schon förmlich fühlen die Atmosphäre die hier entsteht!


    Ich schaute mich um und war begeistert, strahlte über das ganze Gesicht und strahlte Cadior an.


    Dann müssen wir ran an die Umsetzung. Finanzierung und so weiter. Bei den Göttern! Herrlich.

  • "Lass uns in die Stadtverwaltung gehen und uns mit den Karten der Stadt auseinander setzen", schlug ich Marcellus vor. "Der Architekt braucht weitere Vorgaben und Informationen. Ich denke, bei diesem Platz für das Amphitheater bleibt es."


    Ich teilte Marcellus' Begeisterung.

  • Ich wusste, dass sich die Bürger Mantuas regelmäßig zu feststehenden Zeiten trafen, um sich über städtische Angelegenheiten auszutauschen, Probleme anzusprechen oder Anregungen für die Verbesserung der Lebensqualität in ihrer Stadt zu geben.


    Heute hatte ich selbst ein Anliegen und begab mich zu jenem Treffen, welches an schönen Tagen stets in Marktnähe und unter freiem Himmel stattfand. Auf diese Art war gesichert, dass auch unbeteiligte Spaziergänger, von der Menschenansammlung angezogen, stehenblieben und teils wertvolle Anregungen in die Diskussionen einwarfen.
    Glücklicher Weise wurden derartige Treffen nicht mehr durch Legionäre des hiesigen Kastells verhindert. Die eine unliebsame Begegnung, die die Auflösung eines solchen Treffens zur Folge hatte, erwies sich im Nachhinein als Missverständnis.


    Die Diskussionen waren bereits im Gang als ich eintraf. Ich grüßte und wartete zunächst auf die Beendigung des gerade anstehenden Themas. Auf die Frage, ob noch jemand ein Anliegen hätte, meldete ich mich zu Wort.


    „Mein Anliegen ist recht spezieller Natur. Es wird die Mehrheit der Bürger nicht interessieren, aber für mich hat es einen durchaus bedeutsamen Stellenwert. Mir geht es um das Angebot auf dem Markt, was ich als nicht ausreichend empfinde. Wie ich erst kürzlich feststellen musste, sind bestimmte Delikatessen einfach nicht erhältlich. Vor allem mangelt es an exotischen Gewürzen und ebensolchem Geflügelfleisch.
    Da sich in Mantua inzwischen auch reichere Familien angesiedelt haben, sollte dem auch Rechnung getragen werden. Ich möchte also heute anregen, dass – wie auch immer, das ist nicht meine Angelegenheit – noch mehr Fernhändler unsere Stadt erreichen und beliefern.“


    Ich war gespannt, ob jemand spontan Vorschläge diesbezüglich machen konnte.

  • Interessiert horchte ich diesem Anliegen zu. Endlich etwas, was mich auch persönlich betraff :D


    Ich habe in meinem Geschäft noch über 350 Einheiten exotischer Gewürze liegen. Diese warten sehnlichst auf Abnehmer. Natürlich kann ich nicht sicherstellen, dass diese aus meinem Geschäft in jeden Winkel des Imperiums gelangen, aber Mantua zu beliefern dürfte nicht so schwer sein.

  • "Salve TiAnO! So sieht man sich wieder."


    Herzlich begrüßte ich meinen Bekannten, dem ich noch nie in Mantua begegnet war.


    "Also, das klingt hervorragend! Wann kann denn mit dem Eintreffen dieser Waren gerechnet werden? Und noch etwas würde mich interessieren ... Wie kommt es, dass ich dich ausgerechnet hier in Mantua treffe?"

  • „Tja, auf dem Markt von Mantua waren sie vor fünf Tagen nicht erhältlich. Meine Sklavin hatte sich vergeblich bemüht und sie ist zuverlässig. Wenn sie sagt, es gab weder exotische Gewürze noch exotisches Geflügelfleisch, dann muss dies an dem gewesen sein.


    Ich sehe aber große Chancen, wenn du sagst, du hast Waren auf Lager, dass diese umgehend auch Mantua erreichen. Was meinst du?


    Nur eben für die exotischen Geflügelsorten muss ich noch eine Lösung finden. Ich möchte ungern auf diese verzichten.“


    Ich hatte ja gehofft, dass hier beim Bürgertreff etwas Hilfestellung zu erwarten war, aber offenbar hatte niemand eine brauchbare Idee, was das Fleisch betraf. Ich zuckte mit den Schultern. Warum sollte ich mir darüber Gedanken machen? Ich wollte kaufen, mehr nicht. Das Angebot mussten schon andere schaffen.

  • Ja, das mit dem Fleisch ist so eine Sache. Durch die vom Kaiser verordnete Neuordnung der Wirtschaft, habe ich sowohl meine Fischerei, als auch meinen Geflügelhof verloren und kann so keine exotischen Fleisch- oder Fischsorten mehr liefern. :(
    Auch sehe ich im Moment keine Möglichkeit, mir wieder einen solchen Betrieb zuzulegen.

  • "Ach!" Groß war mein Bedauern, als ich das hörte. Wie leicht wäre es sonst gewesen, diese Marktlücke zu schließen.


    "Schade, wirklich schade! Na, vielleicht kann man ja auf die Zukunft hoffen. Unter Umständen findet sich noch ein weiterer Händler. Ob die Stadtverwaltung dafür etwas tun kann? Ich werde einmal mit Cadior sprechen."


    Kurz entschlossen verabschiedete ich mich und ging geradewegs zur Curia.

  • Eine Reise nach Rom lag hinter mir und sie hatte sich gelohnt. Der Geflügelhof Flavia würde in absehbarer Zeit Mantua beliefern können. Ich begab mich zum Bürgertreff, um diese frohe Kunde zu verbreiten.


    "Salvete! ich kann für all diejenigen, die in Mantua auf exotisches Gelügelfleisch warten, eine frohe Nachricht überbringen. In Kürze, es mag wohl noch etwas dauern, aber dann werden auch in Mantua diverse Delikatessen dieser Art zu erwerben sein. Unser Lieferant sitzt in Rom. Es ist also kaum mit langen und komplizierten Transportwegen und damit Lieferschwierigkeiten zu rechnen."

  • "Oh, das sind gute Neuigkeiten! Ich kann also beruhigt demnächst einmal ein fröhliches Sommerfest in der Villa geben. =)


    Warten wir also auf die Lieferung, dann fange ich an zu planen. Hier in Mantua passiert viel zu wenig Amüsantes. Es wird Zeit, dass dem einmal Abhilfe geschaffen wird."


    Ich lachte Cadior nochmals zu und verließ daraufhin den Treffpunkt, um durch das Städtchen zu schlendern.

  • "Spar dir mal dein Sommerfest vorerst auf. Sollten die Wahlen nach Wunsch verlaufen, dann werde ich mich mit dem neuen Magistratus zusammensetzen und ein Stadtfest in Mantua planen. Das Wetter bietet sich dafür an, dass wir auf den Straßen für diverse Stände sorgen, die auch den Händler zu neuem Umsatz verhelfen werden.


    Ich plane Musikanten einzuladen und einiges an Freigetränken auszugeben. Vorhe wird die Stadt geschmückt. Dabei kannst du mir dann helfen." :D

  • „Ansonsten geht es dir noch gut! Ich helfe dir ganz sicher nicht beim Schmücken. Meine Sklaven könnte ich dir aber zur Verfügung stellen.


    Ist mir auch Recht, wenn ich kein Sommerfest gebe. Derzeit langweile ich mich in Mantua. Ich vereinsame hier. Sophus kommt auch nur alle paar Wochen einmal zum Essen nach Hause, ansonsten passiert rein gar nichts. Dabei gäbe es viele Möglichkeiten. Ich bin es leid zu warten und gehe nach Rom. Mein Vater hat heimgefunden, er ist da für mich.
    Hin und wieder werde ich vorbeisehen, klar, aber ich werde hier nicht mehr überwiegend leben. Die Villa kommt mir vor wie ein Grab und ich bin zu jung, um schon zu sterben.“

  • Zurück aus Rom und den Verhandlungen machte ich mich sofort auf den Weg, um zum Bürgertreff zu gelangen.


    "Salvete Mantuaer! Die Verhandlungen mit dem Geflügelhof Flavia haben ergeben, dass ab sofort Mantua mit exotischem Geflügelfleisch beliefert wird. Der Transport sei gesichert, das wurde mir zugesagt. Welche Mengen Mantua benötigt, wird sich erst nach gewisser Zeit herausstellen. Als Liefertag wurde Montag vereinbart. Ob nun schon morgen oder erst in einer Woche, weiß ich nicht zu sagen, das wird sich zeigen.
    Sollten weitere Wünsche bestehen oder andere Bedarfslücken auftreten, dann sei dies hier oder in der Curia zur Sprache zu bringen.“

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