[Balneum] Ein intimes Badezimmer

  • Ich liess mich ins heisse Wasser gleiten und goss eine gute Portion Rosenöl ins Becken.
    Nach einer Weile wasche ich mich und lasse mich von meiner Sklavin massieren und kehre anschliessend in mein Cubiculum zurück.

  • Erfrischt betrete ich mein Zimmer und trage Parfum auf. Alleine dafür hatte sich die Reise nach Roma gelohnt, dachte ich mr.
    Dann zog ich eine Wiesengrüne Tunika mit einer weissen Stola darüber an und machte mich auf den Weg zum forum.

  • Entspannd lag ich im heißen Wasser. Meine kalten Füße wurden zum erstenmal warm an diesem Tag. Es war ein anstrengender Tag mit zwei wichtigen Besprechungen gewesen. Jetzt sehte ich mich nach Ruhe und Frieden.
    Meine kleine Messi, lag satt und zufrieden schlummernd in der wundervollen Wiege die uns Kyria geschenkt hatte. Zu meinem vollkommen Glück fehlte mir aber meine geliebte Cloelia. An solchen Tagen, wie heute, hörte ich immer noch ihre Schreie im Circus. Dies würde ich Quiri und Onkel Felix nie verzeihen! Es gab nur noch einen Menschen, den ich tief in mein Herz hinließ und dieser kleine Mensch schlief gerade in seiner Wiege. Calpurnia würde das leben geniesen, aber ohne Verpflichtungen! Spaß, aber nur des Spaß willen!

    Einmal editiert, zuletzt von Flavia Calpurnia ()

  • Vorsichtig klopfte ich an die Tür.


    Dann sagte ich:


    "Calpurnia, da ist ein Lucius Decciums für Dich. Er wartet im Atrium. Soll ich ihn wegschicken?"


    Seit sie eine junge, schöne Frau geworden war, wagte ich es nicht mehr, sie im Bad zu besuchen. Sowie ich es oft getan hatte, als sie noch ein Kind war und sie wiedereinmal mit ihren beiden Schwestern, ihren Bruder Maximus zankten. Der arme Kerl, ich kann verstehen, das er zur Legion ging.

  • Lucius hier? Ich sollte ihn wegschicken .... oder doch nicht .....


    "Danke, Eumenes. Sage ihm ich werde in kürze bei ihm sein."


    Einer dieser Namenlosen Sklavinnen, die noch lange nicht so gut waren, wie meine arme Cloelia, trocknete mich ab.
    Dann rubbelete sie mein Haar, so das ich aussah wie eine nasse Katze. Ich ohrfeigte sie rechts und links für ihre Missgeschick. Die Tränen standen in ihren Augen.


    "Muss ich immer alles selbst machen!", schrie ich sie an.


    Schliesslich schlüpfte ich in eine dickere einfach Wolltunika. Darüber einen schlichten Wollumhang. Ich verzichtete auf Sandalen und zog warme Hausschuhe an. Also wenig aufreizend und ungeschminkt, ging ich ins Atrium.

  • Zunächst war der Einstieg ins Badewasser nicht ganz so erfreulich geweisen. Es hatte heftig gebrannt. Doch nun lag ich entspannt im Wasser und lies mir gut gehen. Eine Sklavin brachte mir das Frühstück hierher und ich genoss, heiße Milch mit Honig und Brot mit Honig.

  • Eumenes hatte mir schnell erklärt was in der letzten Nacht passiert war. Ich schickte ihn sofort zu Balbus. Derweil zog ich mich an und kontrollierte ob Saulus auch wirklich noch vor der Tür stand.

  • Schnell den Morgenmantel fallen gelassen und dann legte ich mich in das wohltemperierte Wasser. Sofort begann eine Sklavin damit mir die Haare zu waschen. Dafür stauchte ich sie ersteinmal zusammen. Erst wollte ich die Wärme des Wassers geniesen. Vor allem angewissen Stellen, die ich nun wieder spürte.
    In solchen Momenten vermisste ich meine Cloelia. Alle Sklavinnen die ich nach ihr als Bademädchen eingeteilt hatten, waren nicht mit ihr zu vergleichen. Weder beim Haare waschen, noch beim schwätzen.
    Wie gerne würde ich mit jemandem meine Geheimnisse teilen, wie ich es mit Cloelia konnte. Hier im intimen Bad, wo wir unter uns waren und Frauengespräche führen konnten.


    "Ach Cloelia, du kleines dummes Stück.", seufzte ich vor mich hin.

  • Frisch gewaschen und die Haare in einem Badetuch eingedreht. Ging ich wieder zurück ins Schlafzimmer. Diese Sklavin würde mir auch nicht mehr an den Kopf kommen!

  • Wie geheißen scheuchte Cassander sofort die Sklavinnen umher, die sich einigermaßen dafür zu eignen schienen ein Bad aufzusetzen.


    "Los, du da, Cloelia und du, ja du, Mira, ja dich mein ich. Ihr beiden, ihr werdet nun sofort hinunter gehen in den Keller, ach nein, ihr bleibt hier, Marcus wird das machen. Also, es geht um folgendes, ein Flavier ist hier und möchte ein Bad, also bewegt euch verdammt nochmal und steht hier nicht so rum, bevor das Wasser läuft könnt ihr hier noch schnell das Becken putzen, dalli!"


    Sofort setzten sich die beiden jungen Mädchen, mit denen Cassander natürlich schon längst im Bett gewesen war - zum Glück wussten sie nichts voneinander - in Bewegung, um noch schnell zu wischen.
    Cassander selbst eilte sofort zu dem Sklaven namens Marcus, damit sich jener in den Keller stellte und dort den Kessel anheißte, der das Wasser zum Balneum erwärmte, denn kalt wollte der Herr wohl nicht baden.
    Cassander selbst beobachtete den Kessel, lief wieder hinauf, wieder hinunter und das, bis das Becken gefüllt war.
    Und danach holte er den Herren.
    Natürlich war dafür gesorgt worden, dass dem Herrn zwei junge und gutaussehende Sklavinnen zur Seite standen, für alles, was man so bei einem Bad brauchte. Cassander selbst stand vor der Tür und lauschte.

  • Alles war zu meiner Zufriedenheit hergerichtet. Die Sklaven der Flavier hatten ihr Handwerk nicht verlernt. Die beiden Sklavinnen sahen wirklich sehr gut aus, doch wollte ich lieber allein sein.


    "Ihr beiden, ihr könnt gehen. Sorgt lieber dafür, dass mein Cubiculum vernünftig hergerichtet wird."


    Cassander hatte gut mitgedacht, doch wollte ich jetzt nicht die Gesellschaft zweier Sklavinnen nicht. Ich wollte nur in Ruhe mein Bad genießen.


    Als eine der Sklavinnen die Tür des Balneum öffnete, schlug, stand Cassander vor der Tür.


    "Cassander, was immer du da getan hast, kümmer dich jetzt lieber darum, dass ich nach dem Bad auch etwas zu essen bekomme."

  • "Verdammt.."


    Entfuhr es ihm, als ihn der Flavier ansprach. Diese dummen Sklavenmädchen hätten auch ein Geräusch von sich geben können, als sie die Tür öffneten, damit er schnell wegsprang.


    "Sofort, Herr."


    Antwortete er sogleich und beäugte die dummen Sklavinnen mit seinem Ihr-werdet-dafür-büßen-Blick.
    Sogleich eilte er in die Culina, um den Köchen und Mägden Bescheid zu geben, schließlich hatten die auch schon lange nichts mehr gekocht. Außer den üblichen Puls für die Sklaven.
    Nach einiger Zeit stand er schließlich an der Tür, klopfte und ging herein wobei ihm eine dicke Dampfwolke ins Gesicht flog.


    "Herr, das Triclinium wäre vorbereitet. Doch Herr, wir haben leider keinen Wein mehr."

  • Ich stieg aus dem Becken und trocknete mich ab. Was mich dann hörte, ließ mich innehalten.


    "Wir haben keinen Wein mehr?!?", sagte ich laut und erschrocken.


    "Das kann doch nicht sein. Gut, dass ich allein bin und wir keinen Gast hier haben. Wie sähe das denn aus, hätten wir keinen Wein für unseren Gast?"


    Meine Empörung war nicht zu überhören.


    "Dann sorg dafür, dass es schnellstmöglich wieder Wein in diesem Hause gibt!", fuhr ich Cassander an.


    Ich zog mir frische Kleidung an und ging ins Triclinium, wobei ich Cassander mit einer nickenden Kopfbewegung unmissverständlich klar machte, dass er für den Wein zu sorgen hatte.

  • Zum Glück wusste der Flavier nicht, dass Cassander selbst ein gutes Stück dazu beigetragen hatte die Weinreserven zu leeren, schließlich hatte er hier auch nur einen anstrengenden Job und wenn keiner da war...dann konnte man sich bedienen.


    "Natürlich, Herr. Ich werde die nötigen Anweisungen geben, damit morgen die Keller gefüllt werden, mit dem besten Tropfen."


    Ob die Hauskasse das vertrug? Schließlich hatte er auch daran genascht, war ja keiner da gewesen, der ihm auf die Finger hätte hauen können. :D
    So folgte er dem Flavier in das Triclinium.

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