Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Furianus erwiderte das Grinsen und schüttelte leicht den Kopf.


    "Es wäre sicherlich ein guter Wahlkampf."


    Commodus hatte es also auch nicht versäumt sich aufstellen zu lassen und Furianus freute sich nunmehr auf die Zeit, falls sie beide gewählt werden sollten. Doch ein schwarzer Schleier stand über dieser Wahl und Furianus senkte augenblicklich die Augen, als er sprach.


    "Du hast sicherlich gehört, wer noch auf der Liste steht."

    Für ihn bedeutete die Zustimmung des Kaisers nicht das geringste. Nein, es konnte vielmehr als Prüfung angesehen werden, ob der Senat wirklich so ehrlos war und einen solchen Konsul wählen würde oder nicht. Da der Kaiser keinen der auf der Liste stehenden favorisierte, in irgendeiner Art und Weise, hatte es sicherlich etwas zu bedeuten.


    "Die Zustimmung des Kaisers ist keine Favorisierung für Senator Avarus. Man denke sich den logischen Teil doch bitte weiter weshalb der Kaiser solch ein infamen Kandidatur zuließ."


    Langsam war es mehr als nur verzweifelnd, wenn sich gar kein Konsular erhob, keiner diese Schändung ahndete. So setzte er sich wieder, um ein wenig zu verschnaufen.

    "Wie mir scheint, so unterscheidest du nicht zwischen Ironie und ernst gemeinten Worten, Senator - bedauerlich.


    Ich weiss vielleicht nicht so viel über den Senat wie du, Senator, doch genug, um mich nicht auf die Rostra zu stellen und allen Römern einen verbalen Schlag ins Gesicht zu versetzen.


    Natürlich Senator, es war nur eine kleine Räberbande, die dann sogar die Prätorianergarde aufhalten musste, nicht nur einige Prätorianer, sondern eine Kohorte, falls ich mich täusche. Ach ja, du kannst es ja gar nicht wissen, denn von deinem Versteck aus konntest du nicht viel sehen, ich vergaß.
    Nicht nur, dass du das Volk, welches Genugtuung forderte, nun als gehirnlose Menge beleidigst, nein, nun behauptest du noch es seien die Patrizier gewesen...natürlich und bald sind es die Ritter und dann die Senatoren, welche Schuld an dieser Misäre waren.
    Aber du bist ja unschuldig, Avarus, natürlich."


    Er hätte schon lange nicht sprechen müssen, denn diesem Mann stand nicht einmal eine Konversation zu, denn er war für ihn kein Römer mehr.


    "Es ist Zeit für eben diese konstruktive Kritik, denn deine Vita, dein Ansehen und dein infames Verhalten gegenüber unserem Volk sprechen und werden immer gegen dich sprechen.
    Ich werde nicht schweigen, ich mache mich nicht schuldig am Untergang unserer Kultur. Dafür bin ich nicht Senator, ich sehe dem nicht einfach tatenlos zu.
    Denn wenn du Consul wirst, so ist es eine Beleidigung für jeden anderen, der dies Amt inne hatte und haben wird - und ich lasse mich von dir nicht beleidigen."


    Sim-Off:

    Oh ja, natürlich Avarus. Dann lasse ich auch meinen Werdegang ein wenig bearbeiten und einiges löschen, was mir nicht so passt. Wenn man so dumm ist (entschuldige, aber das war es) so muss man auch mit den Folgen rechnen. Einzig für dein feiges Editieren damals hättest du eine Nota Censoria verdient.
    Weisst du, was eine Nota Censoria überhaupt bedeutet? Ich habe niemals etwas gegen dich gehabt, aber was du hier spielst, deine Kandidatur, das ist doch purer Schwachsinn, denn du wärst politisch am Ende.

    "Das ist erfreulich, in doppeltem Maße, denn wir wären somit keine Gegner."


    Großartig, dass er nicht nur im Kandidaturfieber war, sondern auch noch Commodus als potenziellen Kollegen hatte.


    "Hast du es dem Kaiser oder Consul mitgeteilt? Die Frist verjährt bald, wenn ich mich nicht täusche."

    "Das kann ich sogleich zurückgeben, Avarus: denkst du überhaupt nach, wenn dein Mund sich bewegt und deine Zunge kreist?


    Das Volk hat dich angeklagt und über dir gerichtet, die meisten hier waren Zeugen dieses Spektakels. Das Einzige, wovon du freigesprochen wurdest, ist meine Klage wegen Beleidigung, nicht mehr und nicht weniger.


    Frei wurdest du nicht gesprochen, das sahen ja auch etliche am Forum Romanum, als der Kaiser höchstpersönlich ein Exempel an dir stattuierte, um das Volk zu beruhigen - du erinnst dich sicherlich an die Nota Censoria. Ich weiss nicht, ob dies in deinen Augen ein Freispruch war, in meinen sicherlich nicht."


    Die weiteren Worte des Senators konnte er mit einem Lächeln erwidern.


    "Meine Worte sind die Wahrheit, Senator, sie tun dir weh. Doch ich bin überrascht, dass du mir Geduld entgegen bringst, sogar sehr, großer Avarus.
    Ich hatte dich eigentlich als ungeduldig in Erinnerung, der du ja zu deiner Kreuzfahrt aufbrechen musstest und ein weiteres mal Feigheit bewiesen hast und vor Gericht niemals erschienen bist, auch wenn du auf der Anklagebank sitzen solltest."


    Sim-Off:

    Mal so ganz nebenbei gefragt: wo ist die Nota Censoria im Lebenslauf vermerkt? Sie war da, ich weiss es, ist nun weg...

    Furianus konnte nur lächelnd den Kopf schütteln.


    "Wenn du meine Vita betrachtest und mich zu beschämen versuchst, so versuche es, doch beschäme nicht das Konsulat!


    Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, denn ich diente stets Rom, nicht mir und keinem anderen! Hast du dies getan, als du ganz Rom mit deinen Worten geschändet hast und es nun ein weiteres Mal machst, indem du eine der Stadteinheiten Sklaven nennst?
    Was erwarten wir noch von dir? Welche Instanz wirst du als nächste verunglimpfen?


    Ich bin berechtigt das zu fordern, was ich heute tue, denn ich weiss, dass ich es muss, ich bin Römer. Ich schäme mich meiner Taten nicht und ich weiss auch nicht warum du dies so siehst.


    Habe ich Götter beleudigt, habe ich unsere Traditionen geschändet, habe mich als Consul wie ein Demagoge aufgeführt?! War ich feige, bin ich der, der mit einer Nota Censoria belegt worden ist?!
    Du bist es, Senator und ich sähe hier lieber einen Sklaven der Vigiles stehen, als dich - denn dieser Sklave hat Respekt vor uns und weiss um die Bedeutung dieses Amtes.
    Du jedoch, du kannst mit deiner Schändung und Beleidigung allem Römischen gegenüber nicht aufhören! Ein wahrer Römer bist du nicht, denn ein Römer hätte sich seinem Schicksal und dem Volke gestellt, welches er auf das Tiefste beleidigte, du jedoch stehst hier vor dem Senat und spuckst Rom erneut ins Gesicht!"


    Erwiderte er auf diese lächerlichen Anschuldigungen. Es war nicht verwunderlich, dass der Senator ihn zu schmähen versuchte, anstatt sich zu rechtfertigen, denn er wusste, dass alles zutrag.


    Sim-Off:

    Ich kann mich erinnern, dass es verboten ist jemanden in Gedanken zu diskriditieren, anstatt es frei heraus zu sprechen. Bitte unterlasse das.

    Furianus nahm seine Grüße dankend entgegen und lächelte freundlich.


    "Es blieb auch nicht so recht Zeit für eine Gratulation. Wir haben uns einfach verpasst, was unter der Schar der vielen Senatoren sicherlich nicht verwunderlich ist. Ich danke dir dennoch sehr. Es ist mir eine Ehre diesem Stand anzugehören, wie auch mein Vater."


    Beide gingen zu einer Klinengruppe und Furianus bot dem Senator an sich hinzulegen.


    "Was verschafft mir die Ehre deines Besuches, Commodus?"

    Furianus, und mit ihm war sowieso zu rechnen, würde immer an sich zweifeln, falls er nicht jetzt Partei ergriff.
    Das Volk hatte Avarus gerichtet, der Kaiser, das Reich.


    „Senator Avarus.


    Ich bin einer dieser Männer, denen das Herz bei deiner Kandidatur blutet, ich bin einer derer, die nicht wissen, ob du nun scherzt oder die Götter ihr grausames Spiel mit uns treiben. So spreche ich frei heraus, wie es mein Recht als Mitglied dieses Gremiums ist.


    Du sprichst von Verantwortung, von einem Kapitän, der das Schiff entweder durch die Stürme lenkt oder dieses unter seinem Kommando sinkt. Du, Senator, wirst seit dem Tage, an dem du das Schiff selbst zerstörtes nicht zu einer Kategorie gezählt werden können, du bist nichts von all dem, kein Kapitän.


    Deine Ehrlichkeit ist eine Tugend, doch deine Worte schmerzen nicht nur, sie töten nicht nur dich, sondern womöglich noch unschuldige Bürger, wie es bei dem Aufstand nach deiner Rede geschehen konnte! Ihre Rhythmen verliefen nicht haarscharf an der Grenze sondern darüber hinaus! Du hast das Ansehen des Senates getötet und die Achtung vor deiner Person.


    An dem schwärzesten Tage deines Consulats standest du, mit den heiligen Ehren eines Consuls ausgestattet, die du ohne Zweifel geschändet hast, auf der Rostra und vor dem Volk.
    Vor den Tempeln der Concordia, den Triumphbögen unserer Ahnen und dem Grabmal meiner Familie standest du, im Herzen Roms und seiner Geschichte und hast über die Götter, Rom und uns alle hier gespottet! Banditen sind wir für dich, alles Schurken und Barbaren. Selbst vor der Ehre unserer Götter sprach deine giftige Zunge schändlich über sie, beleidigte unsere Kultur und unsere Religion!


    Und spreche nicht von Unschuld! Du wurdest bereits gerichtet, Senator, als das Volk sich erhob und zu den Toren des Palastes stürmte deinen Kopf zu fordern! Man hat dich damals gerettet, doch dein Urteil ward gesprochen! Verkrochen hast du dich feige im Schutze des Palastes, den meine Ahnen erbauten! Hinter dem Rücken ehrenvoller Männer standest du und hast zugesehen, wie sie die Menge zu beschwichtigen versuchten und sie schließlich wie Hunde forttrieben! Nicht sie, sondern dich hätte man forttreiben sollen, denn nicht sie beleidigten uns alle, sondern DU!
    Und bis zu dem heutigen Tag weichst du von deiner Meinung nicht ab und beleidigst uns jeden Tag aufs Neue, wenn du dich dazu erdreist diesen Boden, diese Halle, mit deiner Anwesenheit zu beflecken – jeden Tag spuckst du auf Tradition, auf Rom und lächelst auf uns herab! Du wurdest gerichtet, Avarus, doch entkamst mit einem Grinsen weil sich tapfere Männer, Römer die du beleidigt hast, fehlerhaft verhielten und den Consul in Schutz nahmen!
    Ja, es hat einen Sinn, dass ich dich nicht beim Namen nenne, denn sie beschützten den Consul, nicht den Avarus!
    Kandidierst du also erneut, um wieder einmal im Schutze dieses heiligen Amtes unser Ansehen und das ganz Roms zu beschmutzen?!


    Eine Nota Censoria hielt dich, wie man heute sehen kann, auch nicht auf!
    Feige, Avarus, ehrlos bist du! Anstatt mit ein wenig Würde und Ehrgefühl von sich aus den Rücken zu kehren und den Senat zu verlassen, stehst du hier vor unseren Augen und lechzt nach dem heiligen Amte des Consuls ein weiteres Mal!


    Ein Amt, welches der große Cicero, Sulla, Pompeius, Caesar oder Augustus mit Ehre bekleideten, sprichst du dir zu, du, der Frevel begangen hat vor den Augen des Volkes und der Götter?!
    Du bist kein Consul, denn ein Consul repräsentiert das Imperium Romanum, ein Consul repräsentiert den Senat, ein Consul repräsentiert das Volk!
    Und du, dessen Kopf das Volk ohne Erbarmen forderte, du willst das Volk repräsentieren?!


    Damit beleidigst du große Männer Roms auf die schändlichste Art und Weise, wie es nur du ein weiteres Mal zustande bringen kannst. Du raubst diesen Männern den einzigen Stolz, das einzige heilige Ziel ihres Lebens, indem du das Amt mit deinem Namen befleckst und ihre Ehre dabei beschmutzt, die Ehre einer der Wenigen zu sein, die imstande sind dieses Amt zu bekleiden! Es ist eine Ehre, Avarus, mache das Consulat nicht zu einer einzigen Schande!


    Ihr ehemaligen Consuln die ihr hier sitzt, sprecht, denn dieser Mann schändet euer Amt.
    Ihr ehrvollen Consulare, lasst euer heiliges Amt nicht schmähen und mit einer Nota Censoria, einem Frevel und dem Spott auf der Rostra eines Mannes beflecken!
    Hört die Stimmen der Ahnen, hört die großen Männer Roms, eure Vorgänger, die sich gegen diese Beleidigung nicht wehren können und sprecht für sie! Euer Consulat verbürgt euch dazu, euer Schweigen wird gerichtet.


    Bitte sprecht im Namen Roms und seiner Geschichte, denn ein heiliger Eid wurde von euch allen geleistet, ein Eid auf Rom und die Verteidigung unserer Kultur und unserer Ehre.


    Mag Avarus noch so viel versprechen, ich will frei von Schuld sein und dieser Beleidigung unter einem Jahre, welches seinen Namen tragen muss, in den Senatslisten geführt zu werden!


    Ich schweige nicht und werde nicht schweigen, nicht hier, denn das wäre die größte Schuld gegenüber allem, was man römisch nennen kann! Und ich bin Römer, das Schicksal Roms geht mir nahe!


    Und eines möchte ich euch allen hier sagen:
    Wenn dieser Frevler das heiligste und ehrenvollste Amt unserer Kultur bekleidet, so werde ich mich zum ersten Mal in meinem Leben schämen, ein Römer zu sein!“


    Diese Welle von Emotionen raubte ihm viel Kraft, so dass er sich erleichtert und erschöpft setzte. Er hatte gesprochen und seine Hände von jeglicher Schuld an einem möglichen Consulat des Germanicus Avarus rein gewaschen, denn dies wäre die größte Beleidigung gegenüber allem, was er kannte und aus den Geschichtsbüchern las.

    Da keiner etwas einzubringen hatte, fuhr Furianus fort.


    "Zuerst sollten wir über die Ergebnisse der letzten Wettspiele sprechen, über Beobachtungen und mögliche Auswertungen der Siege und Niederlagen.
    Mit Aelius Callidus habe ich darüber schon sprechen können, was hätten denn die Anderen oder auch er nochmal, zu erwähnen?"

    Anerkennend nickte Furianus.


    "Deine Geburt wird Rom hoffentlich zu schätzen wissen. Das hoffe ich für uns alle.
    Von der mos maiorum spreche ich für gewöhnlich nicht mehr, sie starb schon aus. Blicke dich um, denn es erscheint mir so."


    Sie waren sicherlich nicht viele, nicht viele trauerten den alten Zeiten nach. Auch wenn er es ebenfalls nicht tat, denn das hatte er hinter sich, war er sich im klaren darüber, dass es schwer sein würde das alte Bild wieder herzustellen.


    "Das Schicksal hat einen Schleier, durch den wir ein trauriges Gesicht wie auch ein Lächeln nicht erkennen können. Es ist daher fast eine Art Glücksspiel, was wir, durch unseren Stand und seine Verpflichtungen, mit höheren Risiken spielen.
    Was hat schon ein plebejischer Senator zu verlieren? Wir dagegen unsere Identität und unser Gesicht, wenn es so weitergeht, wie bisher."

    Furianus, von dem erfreulichen Besuch informiert, kam in diesem Moment ins Atrium und rieb eilig die Hände aneinander, um dem Senator nicht die kalte Hand reichen zu müssen. Es war kalt, sehr kalt für die Verhältnisse in Rom und für Furianus sowieso. Das leichte Zittern verschwand zwar, doch die Nase war dennoch kälter, als sie sein musste.


    "Welch erfreuliche Überraschung du mir bereitest, Senator. Salve und sei willkommen."


    Begrüßte er den Mann freundlich und reichte ihm die Hand zum Gruße.

    Furianus, der die Sticheleien des Avarus zu gerne übersah, erhebte sich kurz, um diesem mit einem Lächeln beizupflichten.


    "Ein langer Frieden trübt den scharfen Blick, das Misstrauen, so dass man in dem Umhang der Sicherheit gehüllt keinesfalls vor Dolchen geschützt ist. Beobachtungen wären in dem Falle, wie es uns der Senator Avarus so vorbildlich schildert, angebracht.
    Schließlich wissen wir alle, wie so eine Volksverhetzung ausgehen kann...man fällt in Rage, gruppiert sich und stürmt zum Palast, um Köpfe zu fordern."


    Nun war es sein Blick, sein zynisches Lächeln, das auf den Avarus fiel. Damals konnte er sich einen Funken Freude, ja Genugtuung, zugestehen, als er die Meute vot dem Palast sah, welche den Kopf des Avarus forderte.

    "Avarus wird seinem Namen mehr als gerecht. Er wagt es sogar mir das gleiche Gedankengut zu unterstellen, sagt ich hätte des Geldes wegen ein Amt angenommen, welches doch niedriger entlohnt wird, als sein unnütziges Amt. Seien wir doch ehrlich, was macht er als Legatus?"


    Furianus musste nun selber angestrengt überlegen was so ein Legatus tun konnte, so ein Mann, von dessen Amt man noch nie gehört hatte, die Pflichten seines Amtes doch die Praefecti zu tragen hatten. Folglich tat er gar nichts.


    "Er macht gar nichts. Dazu komme ich auch nach stundenlangen Überlegungen. Ahja, eine Reise, die hat er gemacht. Diese war, da seine Verlobte mit an Bord war, wohl eher nicht dem Staat, dem Kaiser oder dem Cursus Publicus zuträglich und vonnöten gewesen, nein, nur dem Avarus. Und da erdreistet sich dieser Mensch noch eine Gehaltserhöhung für ein Amt zu fordern, dass man abschaffen sollte."


    Irgendwie war er es sich jetzt schon leid sowas wie Aufmerksamkeit an den Mann verschwenden zu müssen, der nicht einmal seine Worte verdiente.


    "Hätte der Kaiser nicht eingegriffen, Avarus hätte nicht nur die Nota Censoria auferlegt bekommen, sondern einen freundlichen Abschied vom Senat. Der Kaiser, auch wenn es schwer nachvollziehbar ist, mag ihn wohl.
    Und dass er den Staat gefährdet, da stimme ich dir natürlich vollkommen zu. Wenn man bedenkt, welch Ansehen nun der Senat durch ihn geniessen darf, so wundert es mich nicht, wenn schon Offiziere in Germanien den Senat verschmähen."


    Ein gedanke übermannte ihn, so dass er eine Pause einlegte und wie entgeistert zu dem kleinen Fenster schaute, was auf die Straße führte. Es schien, als würde er die Worte in Abwesenheit seines Geistes sprechen, denn er schaute Durus nicht an.


    "Als Freund sollte ich dich mahnen, dich vom Senat fernhalten, dir diese Enttäuschung und Pein ersparen in einem Raume mit diesem Mann zu sitzen. Doch als Mann mit Werten sehne ich mich nach einer Opposition gegen diese Lethargie und den Frevel, der in diesen Hallen herrscht, wünsche, dass du so schnell wie möglich berufen wirst."