Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    Furianus fragte sich ob er Commodus gekränkt hatte. Hoffentlich nicht, hoffentlich unterschied der Freund zwischen Politik und Freundschaft, auch wenn sich diese zwei Dinge auch verbinden ließen.


    Doch auch wenn ihn diese Frage interessierte, langsam an ihm zu zerren begann, so konnte er nicht einfach aufstehen, einen Senator verjagen und sich auf dessen Platz neben Commodus setzen. In Zukunft mussten sie sich absprechen, damit Furianus in seiner Nähe saß, das wäre leichter.

    Er setzte sich auf den dargebotenen Platz und stellte sich schon auf eine lange Erzählung an. Doch Durus vernichtete diese Vorstellung sogleich und Furianus musste lächeln, da sein Freund sich gerade durch gute Menschenkenntnis auszeichnete.


    "Ich danke dir für deine aufrichtigen Worte.
    Ich kann auch nicht verstehen warum man einen Demagogen und Aufwiegler noch länger im Senat duldet. Es sind Hunderte in dieser Halle und man kann sich dem einen nicht entledigen, schrecklich."


    Leider konnte Furianus nur reden so viel er nur wollte, der Dolch saß tief und keiner, nicht einmal der Kaiser, entfernten ihn.


    "Ich bin voller Zuversicht, dass du bald augenommen wirst, Durus. Ich weiß nicht ob sich Rom nach solchen Männern wie dir im Senat sehnt, ich jedenfalls seit dem Tage, an dem ich diesem Senator wieder in das Gesicht blicken musste, der, welcher nach der Schmach und seiner feigen Aktion, sich nicht aus eigenem Antriebe seiner Senatorenwürde zu entledigen, die Unverschämtheit besitzt gegen mich zu sprechen!
    Du weißt ja von wem ich da spreche, wir beide klagen ihn an."

    Furianus nickte, nun war dies also erledigt.


    "Das war mein Anliegen, welches mich zu dir führte. Was ich jedoch zu meiner Schande nicht in Erfahrung gebracht habe ist wie es dir geht. Was planst du nach deinem Aedilat?"


    Schließlich musste auch er informiert sein, besonders über Freunde, denen vielleicht geholfen werden konnte.

    Irgndwie behagte ihm diese Leere so ganz und gar nicht, nein, er war vielmehr wütend, dass nicht mehr Änhänger schienen, die doch durchaus in der Lage dazu waren.


    So bedeutete er einem Sklaven weitere Getränke zu reichen und sprach selbst.


    "Genug des Wartens, ich eröffne die Versammlung hiermit."


    Auch wenn es wenige Personen waren, so waren es die, die sich engagieren wollten und die, die auch die Zeit dafür fanden.


    "Fangen wir also an. Gibt es Themen, die besprochen werden wollen? Von euch heraus, bevor ich mit meiner Auswahl anfange?"

    "Es reicht auch, bei allen Spekulationen, wenn sie ihrem Eid dem Kaiser gegenüber verpflichtet sind und ihm die Treue halten.
    Was sie vom Senat halten ist in dem Grade unbedeutend, da wir uns nicht in Zeiten der Bürgerkriege befinden - die Götter mögen uns vor diesem Bild schützen.


    Ich deute die Äußerung dieses Nauarchus da jedoch anders. In meinen Augen übt er nicht Kritik am Senat, sondern an seinen ehemaligen Kameraden und Kommandeuren, die, nun mit purpurnem Streifen an der Toga, ihre Einheiten scheinbar vergessen haben und sich für die Belange der ehemaligen Waffenbrüder nicht mehr interessieren.
    Inwieweit dies wirklich zutrifft, das kann ich nicht beurteilen, denn es ist nur eine Meinung, eine von vielen und nicht die meinige."


    Seine passive Haltung gab er, auch wenn er sich darüber ärgerte, nun vollends auf. Er, der keine Erfahrung mit Offizieren, dem Befehlen und der Verantwortung im Militär hatte, wollte sich auch nicht in großem Maße einmischen. Kurze Wortmeldungen waren ihm behaglicher, als sich auf das dünne Eis zu begeben, welchem er sich zumindest in dieser Angelegenheit ausgesetzt sah.

    "Wie gut du dich doch in der Meinungsbildung verstehst, Senator Avarus. Wie gut du doch die vermeintlichen Stadtgespräche und die Ansichten der Patrizier heraushören kannst. Diese sind mir nicht bekannt.


    Natürlich, es ist nicht zu verdenken, dass du, der sich ja seines Vermögens doch so sehr rühmt, gleich darauf schließt, dass ich meine Ämter des Geldes wegen bekleide. Natürlich, Senator, doch ist nicht jeder so wie du.
    Der Imperator schickte mich nach Hispania, ich ging.
    Das Amt des Praefectus Annonae war verwaist und die Getreidelieferungen nicht konstant, ich ging.


    Der Grad zwischen Egoismus und Aufopferung für die Allgemeinheit scheint bei dir ziemlich klein zu sein, meiner ist es nicht. Der Dienst für Rom hat oberste Priorität, das müsstest du als Senator wissen.
    Unterstelle mir also nicht, du, der über seinen gut bezahlten Posten mit Agusaugen wacht, mich des Geldes wegen verpflichtet zu haben, denn wenn du doch so gut informiert sein willst, solltest du wissen, dass ich zur Praetur kandidieren will, die doch, welch ein Schreck, nicht entlohnt wird. Und das Amt des Architectus Provincialis wurde ja auch so hoch entlohnt.
    Und wenn wir schon dabei sind, Senator, trete ich nicht vor den Kaiser mit der Bitte meine Arbeit doch noch mehr zu entlohnen, als schon ungemein für diese Unmengen an Sesterzen verschwendet werden."


    Auch er setzte sich und sprach zu seinem Nachbarn leise.


    "Ein Senator, der nach Geld lechzt, ein Senator, der Frevel begeht, uns alle mit Wort und seinem Antliz diskriditiert, der muss wirklich ein Künstler sein, um aufgenommen zu werden. Der Kaiser hätte sich ihm entledigen sollen, spätestens nach dem Aufstand hätte man ihm die Senatorenwürde nehmen sollen, wenn man nach dieser Sache noch von Würde sprechen kann - welch Licht wirft der Mann nur auf uns."

    "Dass du, Senator Avarus, gerne beurteilst und uns Patrizier, wie auch allle anderen Römer, so sehr liebst, das hast du in deiner Rede auf der Rostra unter Beweis gestellt.
    Dass meine Worte nur meinen Taten folgen, dies habe ich dir doch gerade eben erklärt."


    Dass der Kaiser nicht der höchste aller Staatsmänner, sondern in seiner Stellung anders betrachtet werden musste, das ersparte er dem Avarus. Der Kaiser war nunmal der Kaiser und hatte seine Eigenheiten, seine Rechte und Befugnisse.


    "Diese Kunst, Senator, legen wir doch lieber in die Hände der Männer, die sich Ingenieure und Architekten nennen und damit auch ihr Brot verdienen.
    Wir sollten unsere Identität nicht verlieren, sie nicht zusätzlich durch Ausschweifungen entgegen den Sitten und Gesetzen unserer Vorväter verleumden."

    Furianus saß in einer der hinteren Reihen, das Sitzen war höchst unbequem und von den anwesenden Männern schien nur der Volkstribun ein wenig mitzudenken.


    Beteiligen wollte er sich keineswegs bei diesem Thema, denn er zog es bei militärischen Fragen vor sich nicht zu äußern, denn er war mit diesem Aspekt des Reiches nicht so recht vertraut. Was er jedoch wusste, das war die Geschichte Roms und deren Entwicklungen.


    Entweder hatten alle Senatoren eine restriktive Sichtweise oder sie waren einfach naiv oder auch uninformiert. Ungebildet waren sie sicherlich nicht. Der Volkstribun schien jedoch ein Mann, wenn auch nicht mit großer Begabung zur Rhetorik gesegnet, mit Kenntnissen zu sein.


    Wenn man nur mal einen kleinen Blick auf die Geschichte Roms werfen würde, dann wären die Anzeichen, die der Volkstribun zurecht andeutete, wohl begründet.
    Nach der Militärreform des Marius wandelte sich die römische Gesellschaft nämlich in die Zivilen und das Militär. Wenn man noch dazu wusste, dass der Kommandant jeder Einheit auch zugleich der Patron seiner Männer war, so hatte die Gens Decima einen großen Einfluss, einen zu großen, wenn man es weiterspinnen wollte. Der Bürgerkrieg um Sulla, die Kriege zwischen Caesar und Pompeius, Octavian und Antonius, dies waren die Zeugnisse der neuen Gesellschaft.
    Caesar war der beste Beweis dafür, denn er machte klar, dass man durch das Militär nun auch Politik betreiben konnte. Antonius setzte es fort, indem er mit Militärmacht Rom kontrollierte, Octavian ebenfalls, als er aus Griechenland nach Rom zog. Schon der alte Cicero hatte die neue Umstellung erkannt, wenn auch zu spät.


    Macht war also zuerst bei der Legion zu suchen und wenn man daran dachte, was der Volkstribun durch die vielen Einflüsse der Gens zu verdeutlichen versuchte, so war die Gens Decima eine wirkliche Bedrohung. Sie hatte direkten Einfluss auf insgesamt drei Legionen und eine Ala, dann auf die Cohortes Urbanae und mit dem Klienten auch auf die Prätorianer und Classis. Meridius war sogar Statthalter Germaniens, was ihm zudem auch die Loyalität anderer Legaten zusichern konnte. Wenn man noch die vielen Veteranen bedachte, die auch nach dem Dienst das Klientelverhältnis zum Kommandanten wahrten, hatten sie noch mehr Männer und noch mehr Einfluss.


    Doch dies konnte ihm egal sein, denn es war ihm gleich, ob der jetzige Imperator gestürzt oder doch noch das Glück haben würde, durch die Angst vor Macht und einem Bürgerkrieg oder das Zagen der Gens Decima, weiterhin regieren zu dürfen. Die Hauptsache war, dass die Gens Flavia auch an Einfluss gewann, sie bräuchten nur noch mehr Kommandeure, was er selbst bedeauerte nicht befolgt zu haben, als er noch die Chance für den Weg im Militär hatte.

    Wie mit dem Tod, so rechnete Furianus mit der frevelhaften Stimme des Avarus.


    "Ich spreche mir in diesem Falle einen gewissen Grad an Weitsichtigkeit selbst zu und habe schon längst veranlasst, dass ich von dieser Sünde befreit werde.
    Vielleicht findest du ja Gefallen an dieser Einnahmequelle, Senator Avarus, denn ob du nun vier, fünf, mehr oder auch weniger Betriebe hast, ist nicht von Bedeutung.
    Dass du Tugenden, Anstand und die römische Identität diskreditierst, wirst du vor den Ahnen wohl zuerst verantworten müssen, Avarus. Handwerkliche Betriebe erscheinen im Vergleich dazu wohl die kleineren Faktoren zu sein, an denen du von den Ahnen und späteren Generationen gemessen, gewertet und gerichtet wirst."


    Auch er stand nicht auf, denn warum sollte er sich von einem mit der Nota Censoria beschmutzten Mann groß rechtfertigen? Dass dieser kein Repräsentant der römischen Tugenden war, das war wohl allen Anwesenden klar.

    Furianus saß da und beobachtete. Bei den ersten Programmpunkten lauschte er nur, sammelte Erfahrungen und Eindrücke. Schließlich stellte er fest, dass der Senat seinen Vorstellungen und den Erzählungen, den Eindrücken in Schriften so gar nicht entsprach. Reden wurden nicht oder nur mit wenig Geschick gehalten, hitzige Diskussionen entfachten nicht einmal. Eine Rede hatte er, und da gab er sich selbst die Schuld, nicht vorbereitet. Er noch nicht so ganz über die Punkte des heutigen Tages informiert gewesen und konnte sich nicht schon vorher eine Meinung bilden. Vielleicht war er nicht der einzige und viele Senatoren hatten einfach keine Meinung, bevor sie durch die Tür die Halle betraten. In Erzählungen hatte man ihm immer gesagt, dass sich die Senatoren schon Tage zuvor auf Senatsdebatten vorbereitet hatten, ihre langen Reden schrieben und sie immer wieder bis zum "Auftritt" verfeinerten. So war das immer gewesen...


    Aber nun gehörte er zu denen, die noch frisch und unerfahren hatten, sich also nicht so schnell eine Meinung bildeten. Zwar war aus seiner doch konservativen Richtung schon eine gewisse Meinungsbildung vorgegeben, aber er war noch zu unerfahren.
    Gänzlich enthalten konnte er sich hier dennoch nicht und befand, dass es vielleicht von Vorteil wäre einem Cicero ähnlich an die Moral zu apellieren. Neutral konnte er da zwar nicht mehr bleiben, doch Meinungen wurden schon immer schnell in eine andere Richtung gerissen und man schämte sich auch nie dafür, besonders nicht im Senat.


    "Senatores, ich gebe hier und heute mein Debüt, indem ich das erste Mal das Wort im Senat ergreife und so soll man mich korrigieren, falls meine Worte des passiven Beobachters dem Senat und seinen Mitgliedern nicht gerecht werden.
    Der Senat zeichnet sich durch Männer aus, die erstmals politisch aktiv, treu zu unserem Kaiser und stolz auf unsere Ahnen, auf unser Reich sind und sich mit ihrer Anteilnahme dazu verpflichten Rom zu dienen, die Zukunft zu gestalten und etwaige Konsequenzen und die Schuld aus diesen zu tragen bereit sind. Eine große Bürde, wenn man die Vorstellung entwickelt, dass spätere Generationen über uns richten könnten – dies nicht immer positiv ausfallen könnte.


    Unsere Ahnen ehren wir auch heute in unseren Häusern, wie jeder Römer auch, ihre Weisheiten und Ratschläge befolgen wir, ihrem Geist und ihrer starken Hand danken wir. Und so frage ich mich, warum der Lex Claudia so wenig Beachtung in unserer Zeit gezeugt wird. Haben wir uns von den Sitten und Gebräuchen unserer Ahnen so weit entfernt, dass wir nicht in der Lage sind ihnen weiterhin zu folgen? Oder ist es der Mangel an Land, in dem größten Reich der Welt, welcher uns dazu treibt? Nein, so ist es nicht, werte Senatoren.


    Da ich euch - und ich wiederhole, dass man mich korrigieren sollte, falls dies nicht auf die Mitglieder dieses Gremiums zutrifft - auch Weitsichtigkeit zuspreche, bedenkt, was ihr nach dem Überqueren des Styx den Ahnen vorzutragen habt. Werdet ihr sagen, dass ihr einen Schneider besessen habt, eine Tischlerei oder ein Sägewerk, ihr Senatoren, die besten Männer Roms? Werdet ihr dies einem Cicero, einem Caesar oder Pompeius sagen?
    Wie werden die Ahnen über uns richten? Wie hoch werden folgende Generationen unser Verhalten schätzen?


    Wir, die einen Census von 1.000.000 Sesterzen jährlich aufbringen, haben wir etwa keine Mittel? Sind hier etwa Epikureer im Saal, die sich um ihre Einkünfte fürchten? Es würde mich doch sehr wundern, zumal die Epikureer die Politik meiden und sich um die Mehrung ihres Vermögens schon genug sorgen.


    Wir sind keine Karthager oder Athener, die sich durch den Seehandel auszeichnen, wir sind auch keine Spartaner, die nur durch Unterdrückung Anderer überleben. Wir sind Römer, ein Volk, welches schon seit der Gründung der ewigen Stadt durch die Arbeit mit dem Land auszeichnete, ein Volk mit Traditionen. Diese Traditionen sollten erhalten bleiben, denn wir nahmen das Erbe unserer Vorväter an, ihr Leben und ihre Kultur sollten wir nicht verschmähen.
    Besonders nicht wir, die Senatoren."


    Nach der kleinen Belehrung und Weisung setzte er sich wieder auf seinen Platz und lauschte.

    Mit Freuden nahm er die Zusage an.


    "Ich danke dir, Durus."


    Auch wenn Durus nur sagte, dass er versuchen werde sein Möglichstes zu tun doch unter Patriziern galt dies immerhin als Zusage. Sein Möglichstes, das des Aedils, konnte er mit Leichtigkeit erreichen, denn er war kein Quaestor, der einen Betrieb versteigern sollte, sondern ein Aedil, der dazu ermächtigt war.


    "Der Betrieb steht unter meiner Obhut und das heisst, dass ich auf die Bilanz schaue, mir Berichte zukommen. Doch die Betriebsführung obliegt einem fähigen SKlaven, den ich dem Betrieb nicht entreissen möchte. Meine Sklaven sollen auch verkauft werden.
    Der Anschaffungswert lag bei etwa 1000 Sesterzen, die Sklaven inklusive. Mittlerweile dürfte der Wert aufgrund der Wirtschaftlichkeit und dem guten Ruf darüber liegen. Aber ich bin nicht kleinlich und wäre auch mit einem Angebot von 800 Sesterzen zufrieden."

    "Per Aushang wäre es zu offensichtlich, denn mein Name würde früher oder später fallen und ganz Rom wüsste, dass ich einen Barbier besitze.
    Einen Klienten, der diesen versteigern würde, habe ich nicht und außerdem würde es da auch wieder auf mich zurückfallen."


    Furianus lächelte.


    "Wie schon erwähnt, ich will ihn loswerden. Und welch Spektakel wäre es denn, wenn man statt Sklaven nun Betriebe versteigert? Natürlich lege ich noch 4 Sklaven dazu.
    Und du als Aedil, würdest meinen Namen am besten raushalten können. Schließlich gibt es im Jahr sehr viele beschlagnahmte, enteignete oder sonstwie in die Obhut des Staates geratene Betriebe. Ich war ja auch Aedil, ich kenne deine Last nur zu gut."


    Wobei er damals auch gesundheitlich sehr angeschlagen war, besonders bei den Spielen, die er unglücklicherweise mitgestalten musste.

    "Du weisst ja, wie das doch so ist. Bevor man größere Anschaffungen tätigt, so übt man sich an kleineren. Und so handhabte ich es mit einem kleinen und bescheidenen Betrieb, der unter meiner Obhut blühte, bevor ich mich nicht an größeres wagte und Land kaufte.
    Da ich nun Senator bin kommt es erschwerend hinzu, dass ich nunmehr eine repräsentative Rolle einnehmen. Der Betrieb stört da erheblich mein Ansehen.
    Kurzum gesagt: Ich möchte den Betrieb loswerden."


    Nun war das Wesentliche schonmal vorgetragen und Furianus hatte sich schon vorher genau überlegt wie und wo er den Barbier anbieten wollte, kam jedoch zu dem Entschluss, dass dies hier der bessere Weg sei.


    "Es ist mir gleich wer den Barbier bekommt, hauptsache mein Name wird nicht damit in Verbindung gebracht. Ich dachte da an eine Versteigerung. Was meinst du, lässt sich dies bewerkstelligen, hast du Zeit dafür?"

    Furianus hatte sich schon seit einigen Tagen vorgenommen hier zu erscheinen und mit Durus über solch eine Angelegenheit zu sprechen. Seit er nun Senator war konnte er es nicht verschieben, es war höchste Zeit.


    So ließ er sich anmelden und ein Sklave klopfte für ihn an.

    Durchaus, Zeit war immer kostbar. Und Furianus, dessen Zeit mit den verzögerten Lieferungen aus Aegyptus einen einen Schub an Wert erhalten hatte, würde sich diese auch nicht nehmen lassen.


    "Ich bin deiner Ansicht."


    Pflichtete er ihr bei und wandte sich ein letztes Mal, nur die Höflichkeit gebot dies, an den Duumvirn, der ja bestrebt war ihnen zu helfen, jedoch am äußeren Ausdruck arbeiten musste.


    "Vale, Duumvir."


    Und so traten sie aus dem Officium, welches auch ihm langsam die Luft raubte.


    "Misenum ist eine schöne Stadt, die diese Begegnung mit ihren Reizen sicherlich verwischen kann. Wir könnten nun die hiesigen Lokalitäten besuchen oder wir begeben uns sogleich zur Casa Flavia, falls du noch von der Reise geschwächt bist und dich gerne ausruhen möchtest."


    Schließlich konnte er von ihr nicht alles verlangen. Sie hatte kaum Zeit sich zu aklimatisieren, er führte sie sogleich zur Curia. Nun sollte sie entscheiden, denn seine Anliegen konnten auch einen Tag lang ruhen.