Beiträge von Gaius Octavius Victor

    Mit einer hochgezogenen Braue schaute Victor den potenziellen Klienten an. Hoffentlich konnte er schneller schreiben, als er brauchte um etwas auszusprechen. :D


    "Bevor ich überhaupt etwas zu deiner, nunja Anfrage sage: Dir ist klar, dass ein Klient nicht nur Unterstützung erwarten kann sondern auch Unterstützung leisten muss?"

    Zitat

    Original von Germanica Aelia
    ...wie schon so oft, hatte auch ich endlich die Villa Tiberia erreicht und war zum allgemeinen Trubel geführt worden. Gut. Trubel war die Untertreibung des Jahrhunderts.[...]


    Ein Blick zuviel durch die Ansammlung der Gäste und Victor zuckte zusammen. Da liess er seinen Blick lieber schnell weiter schweifen, auf der Suche nach einem guten Schluck Wein.

    Nachdem er dem Scriba bsi zur Tür gefolgt war, trat er in das Officium ein und grüßte Tiberia livia zurück.


    "Salve Praetrix!"


    Dankbar nahm Victor auf dem angeboten Stuhl Platz und kam dann gleich zu dem Grund seines Erscheinens.


    "Ich bin vor kurzem noch einige Dokumente durchgegangen und dabei auf einen Punkt gestoßen, den ich schon aus den Augen verloren hatte, weil er eigentlich an die Advocatio Imperialis weitergereicht wurde. es geht um den kleinen Auftstand, vor dem Palast nach der Rede des Consuls, ich hatte damals einen Haftbefehl gegen einen gewissen, äh verfluch..."*hüstel*"ahso, Sergius Catilina, witzig nicht? Schon wieder ein Catilina in einen Aufstand verwickelt... Ah ich schweife ab: Die Advocatio wollte gegen ihn ermitteln, aber während meiner Amtszeit hörte ich nicht ein Wort mehr von ihr bzw. von besagtem Catilina."

    Als Betroffener der Diskussion um die Auszeichnung der gewesenen Magistrate, wollte Victor eigentlich nicht an selbiger teilnehmen, aber als ein befreundeter Senator ihm einen Boten mit der Zusammenfassung des bisher über seinen Verwandten Maximus Gesagtem geschickt hatte, wollte der Praefectus Urbi doch etwas zu dessen Verteidigung sagen . Gerade bekam er noch den Beitrag von Adria mit und die Worte von Hungaricus, bevor, unglücklicherweise, der Imperator das Thema wechselte.


    Einen kurzen Moment wartete Victor ab, ob ein Senator etwas auf die Frage des Kaisers erwiedern wollte. Als niemand etwas sagte, erhob sich Victor und hüstelte einmal kurz.


    "Mein Kaiser, ich hoffe ihr gestattet mir kurz eure Frage noch unbeantwortet zu lassen und einige wenige Worte noch zum Volkstribun zu verlieren?"


    Schnell fuhr Victor fort um die Geduld des Imperators nicht über Gebühr zu strapazieren.


    „Werte Senatoren, als ich gerade erst vor kurzem erfuhr, dass der Consul die Streichung der Auszeichnungen für Octavius Maximus forderte, keimte für einen kurzen Moment eine Frage in mir auf..."


    Victors Blick traf nur kurz Avarus, bevor er weiter redete.


    „Ist sein Wille dem Tribunus Plebis seine Auszeichnung abzuerkennen nicht möglicherweise dadurch zu erklären, dass Octavius Maximus die Appelatio beim Kaiser gegen ihn einbracht hatte? Den Grund für diese Appelatio und die Folgen für den Consul muss hier ja wohl nicht noch einmal dargelegt werden.


    Und ihr andern, die ihr ebenfalls eine Streichun gder Auszeichnung fordert: Wart ihr einmal kürzlich wieder auf den Straßen, auf denen in den ärmeren Vierteln? Ist euch da nicht aufgefallen, dass die Bürger zum größten Teil so glücklich sind in anbetracht dessen, dass sie so viel zu Essen haben? Schliesslich war es Maximus der ihre Versorgung mit großzügigen Geschenken die gesamte Amtszeit durch übernahm.


    Ebenso schaffte er es den wütenden Mob vor des Kaisers Palast mit seinen wohlüberlegten Worten aufzulösen und damit ein Blutbad zu verhindern? Und so jemanden wollt ihr die Auszeichnungen aberkennen? Weil er etwas tat, anstatt große Reden zu schwingen, denen nichts folgte?


    Auch sehe ich nicht das empörte Volk, das unzufrieden mit der Arbeit des Volkstribuns ist, ihr etwa? Wenn das Volk also zufrieden war, dann kann man dem Volkstribun doch auch schlecht vorwerfen, dass er es nicht vertreten hat, oder etwa doch? Vielleicht ist es ja neuerdings Aufgabe des Volkstribun einmal pro Woche hier vor uns zu stehen und einen unsinnigen Antrag einzubringen, damit wir Senatoren sehen könen, dass er etwas tut... und wir uns wenigstens nicht auch noch bequemen müssen, die Vorhänge vor unseren Sänften zur Seite zu ziehen und einen Blick auf die Straßen zu werfen.


    Für mich jedenfalls hat er seine Aufgaben erfüllt und dies mehr als genug um die volle Auszeichnung zu bekommen.


    Ich danke euch nochmals, Imperator, für eure Geduld."


    Kurz verneigte sich Victor in Richtung des Kaisers, dann setzte er sich wieder auf seinen Platz und las sich den Brief von Senator Geminus durch, damit er später wenigstens noch irgendwas zu der Frage des imperators sagen konnte, wenn er diesen schon unterbrach.

    Sim-Off:

    Nagut, Dragonum hat sich ja teilweise abgemeldet, also gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass er schon da ist.


    Nachdem alle Tribune versammelt waren, und Victor hinter jedem Namen auf einem Wachstäfelchen einen Haken gesetzt hatte, kam er zum Grund der Versammlung.


    "Wie ihr seht, werte Tribune, bin ich der neue Praefectus Urbi und in dieser Eigenschaft auch Kommandeur der Cohortes Urbanae. Das allerdings nicht zum ersten Mal, wie einigen von euch sicherlich bekannt ist. Aus diesem Grund können wir uns auch eine langwierige Besichtigungstour sparen und gleich mit einem Appell der Truppen anfangen. Also, Tribune, lasst eure Cohorten antreten, danach versammeln wir uns zusammen mit den Centurios wieder hier."

    Viel hatte sich seit seinem Auszug aus diesem Arbeitszimmer nicht geändert, nur die Farbe an den Wänden war ein wenig verblassst, aber nichts, was man nicht in kurzer zeit wieder herrichten konnte. Sogar der Schreibtisch war noch der Selbe und wahrscheinlich würde er auch wieder viel zu klein sein.


    Während seine Sklaven allerdings begannen die mitgebrachten Kisten auszupacken, verfasste Victor schnell einen Anschlag und rief dann einen Miles herein, der diesen gut sichtbar aufhängen sollte.

    Mit einer frischen Toga bekleidet bestieg Victor die Rostra und wandte sich, wesentlich entspannter, als dies beim Wahlk(r)ampf der Fall an die Zuhörer.


    "Quirites! Mitbürger! Volk von Rom!


    Eine Amtszeit ist wieder vorbei und ich stehe nun vor euch um Bericht und Rechenschaft über mein Wirken als Praetor Urbanus abzulegen.


    Nach bestem wissen und Gewissen kam ich meiner Aufgabe der Rechtsprechung nach und hatte ein offenes Ohr für die Beschwerden und Klagen der Bürger. Ebenso gewissenhaft wurden von mir alle eure Angelegenheiten und Klagen bearbeitet, die die formale Zustimmung des Praetors erforderlich machten. Hierbei machte sich auch mal wieder das Fehlen eines Praetors Peregrinus bemerkbar und was mich dazu bringt den Wunsch und die Hoffnung nach der Wahl eines solchen bei der nächsten Wahl auszudrücken.


    Desweiteren liess ich einen Unruhestifter vor den Mauern des Palatium Augusti festnehmen und in Untersuchungshaft bringen. Gegen ihn wird bei der Advocatio Imperialis ermittelt.


    Eine schwierige Rechtsfrage, nämlich die der Götterlästerung, vorgebracht durch einige Bürger und einen Amicus Romanum wurde nicht ignoriert, sondern dem Kaiser und Pontifex Maximus zur Beurteilung vorgebracht.


    Am Ende dieser meiner Rede wünsche ich der enuen Praetrix Urbanus Tiberia Livia alles Gute und den Segen der Götter für ihre Amtszeit zu wünschen. ich danke euch, für euer Gehör."


    Ein paar Augenblicke blieb Victor noch auf der Rostra stehen, um zu schauen, ob Fragen oder Kommentare aufkamen.

    Ein erhebendes Gefühl war es ja schon endlich wieder als Kommandeur der Cohortes Urbanae den Flügel der selbigen im Castra Praetoria betreten zu dürfen. Auch wenn der Brustpanzer eines Praefecten ein bisschen eng war bei seinem stolz geschwellten Oberkörper...


    Zwei Sklaven hinter ihm schleppten gleich die Utensilien für sein neues, altes Arbeitszimmer mit und so trat Victor auf die Wache am Tor und grüßte freundlich.