Beiträge von Quintus Decimus Mercator

    Zitat

    Original von Fabia Marciana
    Eine Weile stand ich so da, Martinus neben mir. Unwillkürlich griff ich nach seiner Hand.


    Still kam Mercator von hinten auf die beiden zu und legte seine Arme um die zwei. Er flüsterte den beiden zu.


    „Ich werde Maximian nach Rom mitnehmen. Er stand Viona sehr nahe. Er braucht jetzt sicher etwas Abstand.“


    Dann löste er sich von den beiden und ging nach vorne um einen Blumenkranz vor die Barre zu legen auf der Viona aufgebart war. Dann ging er ein paar Schritte zurück und sprach leise ein Gebet.

    Die Frage ist, ob man den Posten des Comes schon besetzen sollte und nicht zuerst versucht, die anderen Posten bis zum Magister Scriniorum aufzufüllen?! Nachdem wir in Hispania nicht genug Bewerber haben, würde ich auch vorerst von Wahlen absehen und die Duumviri einfach ernennen. Es bringt ohnehin nichts, wenn sich eine Person zur Wahl aufstellt. Wenn wir genug Berwerber für Ämter haben, kann man immer noch Wahlen abhalten.

    "Gut! Ich habe mir gedacht, dass so eine Reise nach Rom etwas für dich währe! Ich werde deinen Vater sofort einen Brief schreiben. Immerhin brauchen wir sein Einverständnis."


    Mercator lächelte.


    "Dann kannst du schon einmal zum packen beginnen. Wir werden recht bald abreisen."

    "Commodus?! Ja, gut! Dann sprich mit ihm. Du hast meine Erlaubnis."


    Mercator setzt sich hin und dachte einen Moment nach.


    "Ach Maximian! Was hältst du davon, wenn ich deinem Vater einen Brief schreibe und ihm frage, ob du mich nach Rom begleiten darfst? Du könntest dort einige Zeit bei mir bleiben und dann wieder nach Tarraco zurück reisen."

    „Tut mir leid Maximian, aber bisher hat sich bei mir niemand gemeldet. Ich werde einmal mit meinen Sohn Lucius reden, vielleicht weiß er jemanden. Was hältst du davon ihn zu fragen ob er dich einmal mit in die Curia nimmt. Immerhin ist er jetzt Magister Scriniorum. Würde dich das interessieren?“

    „Vielen, vielen Dank euch allen. Passt auf euch auf! Wir werden uns sicher wieder sehen!“


    Mercator ging noch einmal durch die Runde, schüttelte einige Hände und umarmte seine engsten Mitarbeiter zum abschied.


    Als er bei Fabia ankam flüsterte er ihr ins Ohr.


    „Pass mir gut auf meinen Sohn auf.“


    Er zwinkerte ihr zu und lächelte sie an.

    "Ja, da führt kein Weg dran vorbei. Aber keine Angst, ich werde euch sicher so oft wie möglich besuchen kommen."


    Mercator schaute Lucius an.


    "Mein Sohn! Solange bis Meridius oder dein Onkel Proximus zurück kommen übertrage ich dir die Führung der Gens. Pass bitte auf alle auf und nimm dich vor allem Maximian an.“

    Alle wahren hier und schauten Mercator erwartungsvoll an. Er wusste nicht recht wie er anfangen sollte. Ziemlich zögernd und stotternd begann er zu reden und entschied sich es kurz und schmerzlos raus zu sagen.


    „Meine Lieben, ich habe euch kommen lassen um euch mitzuteilen, dass ich Tarraco verlasse und nach Rom gehen werde. Ich wurde vom Kaiser in den Ritterstand erhoben und werde am kaiserlichen Hof den Posten des Magister Officiorum übernehmen.“


    Mercator wartete die Reaktionen der anderen ab bevor er weiter sprach…..

    Mercator ging auf Commodus zu und umarmte ihr brüderlich.


    „Vielen Dank Commodus, ich werde auf mich acht geben! Auch dir alles Gute! Nun bist du hier der Dienstälteste, also habe ein wachsames Auge auf die jungen Leute.“


    Mercator schmunzelte.

    Mercator hatte die Beamten der Curia ein letztes Mal in den Sitzungsraum zusammengerufen. Als alle anwesend waren stand er auf.


    „Meine lieben Freunde! Ich habe euch heute zum letzten Mal in meiner Funktion als Magister Scriniorum zusammengerufen um mich bei euch zu verabschieden. Es war mir eine Ehre und eine Freude mit euch zusammengearbeitet zu haben. Wir haben in dieser Zeit einiges erreicht und konnten so manches Vorhaben in die Tat umsetzen. Ich bin stolz auf diese Arbeit und auf euch und ich wünsche euch allen, alles Gute auf euren weiteren Wegen – wie diese auch immer ihren Lauf nehmen werden. Mein Weg führt mich nun nach Rom. Ich werde am Kaiserhof den Posten des Magister Officiorum einnehmen. Ich weiß das Hispania Tarraconensis und unsere wunderschöne Hauptstadt Tarraco in den besten Händen liegt und kann daher beruhigt, wenn auch traurig, mein neues Ziel in angriff nehmen. Vielen Dank für die wunderschöne Zeit mit euch und für die gute Zusammenarbeit.“


    Mit einem wehmütigen Gesichtsausdruck sah Mercator durch die Runde.

    Wie es auch sein Neffe Meridius vor einiger Zeit machen musste, lies Mercator die Familie hier im alten Tablinum versammeln um sich von ihnen schweren Herzens zu verabschieden. Während Gallus die Familie zusammentrommelte setze er sich noch einmal hin und lies seinen Blick durch den Raum schweifen. Oft hatte er hier gesessen, wenn er nach hektischen Tagen die Ruhe sucht. Und ruhig war es auch an diesem Tag. Er atmete tief durch und wartet auf das Eintreffen der Familienmitglieder…..

    Mercators Gesicht wurde ernst.


    „Darf ich euch in mein Officium weiter bitten.“


    Er streckte seine Hand in Richtung Türe und lies der Legatin den vordritt. Als die beiden sich gesetzt hatten begann er zu sprechen.


    „Meine liebe Messalina! Ich weiß nicht wirklich wie ich es sagen soll.... Ihr wisst, dass mir Hispania sehr am Herzen liegt und euer Angebot ehrt mich zu tiefst, aber ich muss es leider ablehnen. Ich habe in meiner Amtszeit für Tarraco soviel ich konnte gegeben, aber es wird Zeit, den Platz der jüngeren Generation zu überlassen. Wir haben nun eine funktionierende Verwaltung in Tarraco in der alle Posten besetzt sind. Fördert lieber die jungen Leute als das alte Eisen zu dem ich mich mittlerweile zähle.... Meine Zeit hier in Hispania ist abgelaufen. Ich habe gedient so gut ich konnt. Aber nun habe eine neue Aufgabe erhalten und diese führt mich nach Rom. Ich wurde vom Imperator in die kaiserliche Kanzlei berufen und soll dort den Posten des Magister Officiorum besetzen.“