Beiträge von Quintus Terentius Alienus

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    Original von Decima Valeria
    [I]"Bereits in der frühen Antike wurden Botschaften aus dem Felde in die Heimat geschickt. Im kollektiven Bewusstsein gespeichert ist der legendäre Läufer, der die Siegesbotschaft über die Perser bei Marathon, nach Athen brachte (490 vor Christus). Der „Marathonlauf“ erinnert an dieses Ereignis.


    Glaube nie, was die Bundeswehr dir erzählt ;)
    Der Marathonlauf hat nie stattgefunden (so wurde mir von einigen Professoren berichtet) sondern es war vielmehr eine Armeebewegung um die Perser vom Anlanden an einem Südattischen Strand zu hindern (Also quasi ein Wettlauf von Heer gegen Marine).


    Die Feldpost existiert schon recht lange, schließlich will man die Heimatfront ja mit Nachrichten versorgen, allerdings bei den Römern nur nebenbei als Heimatverbindung für Soldaten, da einfache Legionarii ja eigentlich keine Frauen oder Verlobte hatten (soweit mir bekannt).

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    Original von Gnaeus Agricolus Tarquinius
    "Wärent der Germania feldzug habe ich davon gekostet und mag es so sein das es vielleicht besser ist dan sein ruf ,persönlich würde ich es eine schifsmanschaft nicht servieren den die meiste meuterreien fängen damit an das der Koch unisbahres auf den tisch knalt"


    Lächelte ein wenig.


    Im Mare Internum habe ich meinen Mannschaften viel schlimmere Kost auftischen lassen müssen, weil der Proviantmeister sich verkalkuliert hatte...

    Alienus war ein wenig durch die Stadt gewandert und hatte nun den Marktplatz erreicht. Er betrachtete alles sehr genau und fügte in seinem Kopf einen Stadtplan von Mogontiacum zusammen um im Notfall auch in völliger Dunkelheit alles erreichen zu können.


    Doch nun ließ er seine Gedanken erstmal ein wenig wandern und schlenderte weiter.

    Sehr gut, wir haben also zwar einen ähnlichen Karriereweg hinter uns, nur dass du mehr in Roma unterwegs warst während ich mich meistenteils in der Provinz aufgehalten habe. Gutgut, somit decken wir quasi jeden Bereich ab, der wichtig sein könnte hier bei der Legio.


    Klient des LAPP war er also, aha.


    Du kennst den Legatus also besser als viele andere. Was für ein Mensch ist er?

    Das ist schnell erzählt, ich wurde am ANTE DIEM III KAL IAN DCCCLIV A.U.C. (30.12.2003/100 n.Chr.) Nauta der Classis Misenensis und habe mich von da aus in der Classis Misenensis und der Classis Germanica hochgearbeitet bis zum Centurio Classicus. Am NON SEP DCCCLV A.U.C. (5.9.2005/102 n.Chr.) wurde ich Praefectus Portuensis von Germania Inferior und am ANTE DIEM XVII KAL AUG DCCCLVI A.U.C. (16.7.2006/103 n.Chr.) Regionarius in Hispania Tarraconensis.
    Am ANTE DIEM XI KAL MAR DCCCLVII A.U.C. (19.2.2007/104 n.Chr.) kehrte ich zur Classis als Centurio zurück und machte mein Examen Secundum. Vor drei Wochen nun wurde ich zum Ritter ernannt und bekam das Tribunat hier bei der Legio II.


    Alienus überlegte noch kurz.


    Das wäre so ziemlich mein militärischer Lebenslauf. Wie sieht es bei dir aus?

    Alienus war erleichtert.


    Gut, wenn uns kaum administrative Aufgaben zukommen, dann würde ich gerne die Ausbildung überwachen, schließlich habe ich bereits einige Jahre selber ausgebildet und weiß, worauf zu achten ist. Auf dem Übungsplatz fühle ich mich eh wohler als an einem Schreibtisch.


    Deswegen bin ich ja im Grunde auch zurück zu den Streitkräften...

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    Original von Spurius Purgitius Macer
    Die theoretische Position des Feldzeichenträgers wechselte in der römischen Geschichte von hinter der Schlachtreihe (Republik) nach vor der Schlachtreihe (Kaiserzeit). Praktisch kann das aber trotzdem ganz unterschiedlich ausfallen und die Nähe zum Centurio ist zwar in vielen Fällen wichtig, aber auch nicht immer durchzuhalten. In der Linienformation geht es, aber wenn man dann zum Beispiel in eine Keilformation wechselt, in der der Centurio die Spitze bildet, dann kann man den Signifer da gar nicht gebrauchen.


    Zumal die Darstellung, dass der Centurio neben der Linie steht, im Massennahmkampf auch nicht zu halten ist, weil das sonst eine Schwachstelle zwischen den Blöcken wäre. Der müsste also auch eher in der Formation stehen.


    Im Grunde wie der Fahnenträger der Schlachtlinien der Neuzeit. Dieser steht meistens an einem festgelegten Punkt, kann aber variabel hin und her wechseln, je nachdem wie es die Situation erfordert.

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    Original von Ioshua Hraluch
    Stimmt auch. Eigentlich müßte man in der freien Wirtschaft richtig absahnen. Ist ja heute nicht anders. Die Top-Manager verdienen viel mehr als Bundeskanzler oder Minister. :D


    Und da liegt der Hase im Pfeffer.
    Die richtig guten Händler verdienen natürlich mehr als die im Staatsdienst angestellten, die Masse aber wird wohl in etwa das verdienen, was ein Soldat verdient (Naturalien mal rausgerechnet).
    Da die Großverdiener aber den Schnitt anheben, ist es statistisch so, dass die freien Kaufleute laut Liste mehr verdienen.


    Schwierig anzupassen also.

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    Original von Ioshua Hraluch


    Ich finde einfach die Diskrepanz zwischen dem, was man bereits mit einem relativ leicht erreichbaren Posten verdienen kann, zu dem, was man in der freien Wirtschaft sich mühsam erst erwirtschaften muß, zu groß. Gut, sicher, in der freien Wirtschaft ist es immer schwieriger, statt als Staatsbediensteter. Aber gerade diese letzte Versteigerung zeigt doch, daß man mit Ämtern, die zur unteren Gehaltsklasse gehören, bereits ein schöne Summe ansparen kann, die es einem erlaubt, da munter mitzubieten.


    Grundsätzlich ist es doch eher so, dass man im Staatsdienst weniger verdient, weil die Sicherheit die man genießt, größer ist. Ein Soldat verdient weniger als ein Kaufmann, weil ein Soldat sich darauf verlassen kann, dass er auch im nächsten Monat noch Geld verdient, was ein Kaufmann nicht behaupten kann.

    Alienus setzte sich und betrachtete den vor ihm sitzenden Mann etwas genauer, dann besann er sich auf seinen eigentlichen Besuchsgrund.


    Nun, der Legatus hat mir aufgetragen mich mit den anderen Tribunen in Verbindung zu setzen und über die Aufgabenverteilung zu sprechen. Also darüber, wer konkret welchen Aufgabenbereich übernehmen kann und will.