• Als sie den kurzen Weg in Richtung Mantua-Innenstadt marschierten, wurden sie durchnässt, als wären sie mitten ins Wasser gesprungen. Die Mäntel waren durchnässt und wertlos. Dicke, daumengroße Regentropfen prasselten massenweise auf dem feuchten Pflasterboden der Straße ein, auf der sie zur Stadt marschierten. Sie badeten, im ganz anderen, im ganz großen Stil. Reatinus hasste sich selbst dafür, sein warmes, trockenes Officium verlassen zu haben und einen Sondereinsatz dieser Sorte zu leiten. Pflicht lag schwer auf den Schultern, wusste er. Wobei er nicht wusste, was schwerer war, die Pflicht oder sein nasser Mantel.
    In der Stadt angekommen pfeifte der Wind durch die Straßen, welche immerzu von Lichtblitzen erhellt wurden. Hängeschilder flatterten in den Sturmböen und qiuetschten in den menschenleeren Straßen. Laternen waren zerbrochen und die größeren Scheiben, die noch nicht hinfortgeweht wurden, waren übrig geblieben. Mittlerweile hatte jeder die Zeit gehabt, sich in seinen Häusern zu retten - und man sah es den Leuten an, die aus den Fenstern blickten dass sie froh waren, nicht in der Haut der Milites zu stecken.


    "Centurio", rief Reatinus mit dem Wasser durchtrieften Gesicht, "Wir sind gleich da. Bereit halten. Es wird euch womöglich etwas entgegenfliegen. Achtet auf lose Ziegel von den Dächern." In dem Moment trat Reatinus versehentlich in eine Pfütze, was jedoch keinen Unterschied machte - nass war er eh schon! Und trotzdem fluchte er. "Ach, Scheiße."

  • "Merda!" stimmte Licinus in den Fluch seines Vorgesetzten ein, als er zusätzlich zum Regen jetzt noch Spritzer von unten abbekam.


    "Blick rundum! Auf Beschuss achten!"
    brüllte Licinus ein weiteres mal einen Befehl aus, der vielleicht irritierend klingen mochte, denn wer sollte hier schießen, aber Dachziegel oder Katapultgeschosse, der Unterschied war doch nun wirklich minimal.
    In einiger entfernung sah er am Stadteingang eine Gruppe Männer stehen, die sich in einen Hauseingang drückten, mit der vitis auf diese weisend sprach er:
    "Was meinst du triubunus? Unser Empfangskomitee?"

  • Mit verkniffenen Gesichtern stapften die Männer gegen den Sturm und Regen an und mit ihnen auch Priscus. Er konnte sich wirklich etwas besseres vorstellen, als bei diesem Wetter hier draußen herum zu laufen. Noch dazu, wo ihm die Stadt auf den ersten Blick nicht den Eindruck zu machen schien, dass bisher groß etwas passiert wäre. "Ich hoffe mal, die haben uns nicht nur gerufen, weil der Bürgermeister Hochwasser in seinem Rosenbeet hat", witzelte er sarkastisch und blickte sich so gut es ging um.

  • Antoninus war als Meldereiter mit in die Stadt geritten die Equites sollten die Verbindung zwischen den Aufräumkommandos halten. Er selbst hielt sich in der Nähe des Triubunus Servius Artorius Reatinus auf. Um auf seinen Befehl Nachrichten notfalls zu Casatra oder zu den andern Einheiten zu bringen. Nysa tänzelte im Regen nervös hin und her das das Tier das Unwetter fürchte war klar zu merken. Als einer der Blitze nieder ging scheute sie kurz und Antoninus mußte sie beruhigen. Er war schon am Tor der Casatra komplett durchnässt gewesen und der scharfe Wind sorgte dafür das ein frösteln in ihm auf kam. Wenn sie wieder drinnen währen müßte er Nysa ordenlich versorgen sonst würde sie sich erkälten.


    Sim-Off:

    Ich komm mal als Reiter mit wen keiner weiter mit spielt komm ich mit einem [NSC] dazu aber ich hoff es fliesen auch mal ein paar Nachrichten.

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Licinus
    "Merda!" stimmte Licinus in den Fluch seines Vorgesetzten ein, als er zusätzlich zum Regen jetzt noch Spritzer von unten abbekam.


    "Blick rundum! Auf Beschuss achten!"
    brüllte Licinus ein weiteres mal einen Befehl aus, der vielleicht irritierend klingen mochte, denn wer sollte hier schießen, aber Dachziegel oder Katapultgeschosse, der Unterschied war doch nun wirklich minimal.
    In einiger entfernung sah er am Stadteingang eine Gruppe Männer stehen, die sich in einen Hauseingang drückten, mit der vitis auf diese weisend sprach er:
    "Was meinst du triubunus? Unser Empfangskomitee?"


    "Ich habe schon darauf gewartet... immerhin sehen die so aus, als wollen die etwas von uns. Die feinen Herren wollen natürlich nicht nass werden, das werden also die Kerle sein, die dort warten. Dann lass mich mal eine Unterhaltung führen." So sprach der Artorier und so tat er es auch. Mit seinem zusammengekniffenen, wassertriefenden Gesicht trat er aus der Dunkelheit hervor und hielt entschlossen, mit eiligen Schritten auf die Männer zu, welche ihn unter seinem Mantel erst sehr spät erkannten und sich demententsprechend vor dieser dunklen Gestalt fürchteten, die auf sie zurannte. Unter dem Mantel erkannten sie jedoch bald Reatinus und atmeten erleichtert auf. Dieser schüttelte nur den Kopf. Wie wäre es wohl, wenn die an der Stelle der Milites stünden?


    "Wir brauchen eure Hilfe, Tribun. Wir fürchten um die Stadt", erzählte der erste Magistrat hektisch, woraufhin der Zweite besorgt einwand: "Mehrere Bäume sind durch den starken Wind ausgerissen worden und versperren die Straßen. Ein lautes Krachen ertönte in der Südseite der Stadt nach einem Blitz, womöglich ein Einschlag mit Verletzten. Die Kanalisation war in den letzten Tagen auch in keinem guten Zustand - wir möchten keine Hochwasserprobleme, seht bitte genau nach."
    "Das wird uns in den nächsten Wahlen in Mantua Kopf und Kragen kosten", schimpfte der dritte Magistrat, woraufhin Reatinus nur verständnislos wegblickte und dabei den Kopf schüttelte. Wie war das mit der Stadt?
    "DU wolltest doch an den Wartungskosten sparen! Wahrscheinlich haben wir im Stadtzentrum schon Wasserteiche, die größer sind als dein Haus", warf wiederum der erste Magistrat vor.
    "Tribun, wahrscheinlich..."


    "GENUG", schrie Reatinus unterbrechend und ohrenbetäubend, dass die Milites das sogar durch den Sturm haben hören müssen (und das recht deutlich!). Und sie schwiegen wie die Lämmer. "Meine Männer und ich nehmen das selbst in die Hand - verkriecht euch in eure schönen Häuser und betet zu den Göttern, dass die Stadt bis zu den nächsten Wahlen noch steht!" Damit wandte sich Reatinus ab und wieder an seinen Centurio, durch den Regen stapfend.


    "Von denen können wir keine Hilfe erwarten. Nicht viel zu tun. Einige Bäume, die auf der Straße liegen, ein Blitzeinschlag, womöglich Probleme mit Hochwasser wegen schlechter Kanalisation, vermute ich. Wir müssen die anderen Probleme in den Griff bekommen, und dann sehen, ob wir das Wasser umleiten können. Irgendwas müssen wir tun, die Stadt würde sonst zu Schaden kommen, ernsthaft. Wenigstens haben diese verdammten Blitze aufgehört!"



    Sim-Off:

    Das ist auch schon hart an der Grenze und ein echt hartes Gewitter... mehr würde ich auch nicht bringen, wäre ja übertrieben und die SL will ja Mantua nicht in Schutt und Asche sehen. ;)

  • Zitat

    Original von Servius Artorius Reatinus
    ...


    Schweigend lauschte Licinus dem "Gespräch" zwischen den Stadtältesten und dem tribunus. Zumindest den Brocken die er verstehen konnte und die dann durch die barsche Stimme des tribunus abgebrochen wurden.


    "Politiker eben!" Stellte Licinus nüchtern fest, als der tribunus geendet hatte.
    "Haben wir irgendwelche Ortsangaben oder müssen wir selbst suchen?
    Und Männer in die Kanalisation, davon würde ich ich bei diesem Wetter dringend abraten. Von oben ableiten, das geht, denke ich, aber unten ist zu gefährlich. Die Bäume übernehmen die dolabricen, der Rest kann sich das Wasser ansehen, würde ich vorschlagen, was meinst du?"

    Mit schaudern stellte er sich die Kanalisation vor, durch die er in Parthia gekrochen war. Nur mit reißendem Wasser gefüllt. Nein, das war ein nicht zu verantwortendes Risiko.



    Sim-Off:

    Wer will kann schon mal anfangen, ich spiel auch gern hinterher, wenn ich schon nciht so oft on kommen kann. Haltet euch nur bitte an das Sim-Off von Reatinus im Post vorher.

  • "Na super", schimpfte Priscus weiter, als auch bei den Soldaten angekommen war, was los war. "Ich hab's ja gesagt. Hochwasser im Rosenbeet und wir sollen es richten. Als wenn ein paar umgestürzte Bäume nicht Zeit hätte, bis es wenigstens nicht mehr regnet und stürmt gleichzeitig." Der Optio schien wirklich keinen Spass an diesem Einsatz zu haben, teilte sich selbst und drei Contubernia dann aber doch für einen der Straßenzüge am Südrand der Stadt um.


    "Wir gehen die Straße durch und suchen nach Verletzte, Schäden und Dingen, die wir sichern sollten, bevor sie auch noch kaputt gehen. Arbeitet in Vierergruppen. Ich will nicht, dass mit hier einer von euch bei dem Scheiß auch noch verloren geht", erklärte er noch einmal den Arbeitsauftrag, nachdem er sich mit seien Leuten an eine Ecke zurückgezogen hatte, wo der Wind nicht ganz so stark war und damit halbwegs normales Sprechen erlaubte. "Alles klar? Dann los!"

  • [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/albums/uu347/Kaysepunkt/357_0.jpg]
    Appius Mindius Senecio


    Senecio war patsch nass es war ein echter scheiß Tag. Warum hatte er sich nicht heute Morgen krank gemeldet? Statt im warmen Valetudinarium war er hier in diesem scheiß Wetter. „Optio ich schlage vor das hier ein Trupp warte lassen und Quasi einen zentralen Anlaufpunkt bildet. Wo eventuell Verletzte gesammelt werden.“ Es war ein ganz guter Vorschlag aber er hatte ihn nur gemacht weil er keine Lust hatte durch die Stadt zu rennen. Er ging strickt davon aus das der Optio ihn als Führer für diese Stelle einteilten würde.


     [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/albums/uu347/Kaysepunkt/Pegasus00.jpg]

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Licinus
    [...]



    Reatinus schüttelte über das Verhalten dieser Politiker immer noch verständnislos den patschnassen Kopf. Sie sahen alle aus, als wären sie gerade in ein Gewässer gesprungen und eine Besserung schien nicht in Sicht zu sein... trotzdem war Reatinus ruhig, als er das nächste Vorgehen überlegte und strahlte diese Ruhe auch aus. Obwohl jeder wusste, dass die Situation eine Schwierige war, so waren es doch die Offiziere, die ihre Männer beruhigen mussten. Die hatte er schon als Optio gelernt.


    "Die Bäume sind über die Stadt verteilt, das Wasserproblem schein größtenteils in den Plätzen in der Innenstadt zu sein. Und nein, in eine Kanalisation lasse ich niemanden klettern. Fehlt uns ja noch, dass jemand irgendetwas von unten mitbringt und uns alle ansteckt. Der Blitz schlug in der Südseite ein, wir werden das wohl schnell finden. Wir fangen damit an, um Überlebende sicherzustellen. Wir gehen dort hin, mit 15 Mann, dein Optio nimmt den Rest und sieht sich die Wasserprobleme in der Stadt an."

  • Zitat

    Original von Servius Artorius Reatinus
    ...


    "Jawohl, Herr!" antwortete Licinus.
    Dann räusperte er sich und gab den Befehl mit starker Stimme an seine männer weiter.
    Dann wählte er zwei contubernia aus die ihm und den tribunus folgen sollten und begab sich mit diesem dann an der Stadt entlang Richtung Süden.


    Schon aus einiger Entfernung konnte man das vom Blitz getroffene Gebäude erkennen. Das Dach war lückenhaft und schwarz verfärbt, anscheinend hatte es nach dem Blitzschlag Feuer gefangen, der starke Regen hatte das Feuer sich allerdings wohl nicht richtig ausbreiten lasse. Ein Glück, denn nun noch ein Feuer löschen hätte ihm grade noch gefehlt.

  • Da der Tribun eine andere Arbeitsteilung vorsah, als der Optio sich selber gerne gegeben hätte, kümmerte er sich mit seinen Leuten nun doch nicht um die Südseite der Stadt, sondern um reichlich undefinierte Wasserprobleme.


    "Also gut, Planänderung, wir gehen Wasser suchen. Hier, ich hab' schon ganz viel gefunden", bemerkte er sarkastisch und dirigierte seine Leute in die andere Richtung. Da er nun mehr Leute zur Verfügung hatte, konnte er sie auch anders einteilen. "Bleibt als Contubernium zusammen. Und fragt mich nicht, was wir eigentlich tun sollen. Wir haben keine Eimer, um Wasser irgendwo raus zu schöpfen und wir haben keine Schaufeln, um Dämme aufzuwerfen oder Gräben auszuheben. Scheucht einfach das Wasser aus der Stadt, verstanden?"


    Den Vorschlag mit dem Sammelpunkt hatte er nicht überhört. "Ja, ist gut, Sammelpunkt ist dort vorne an der überlaufenden Zisterne. Wer Wasser findet, das ihm nicht gehört, gibt es dort ab."

  • Sie hatten sich im Folgenden beeilt, rechtzeitig an der Stelle zu sein, an dem der Blitz einschlug. Man hätte ihnen keine Vorwürfe machen können, denn Reatinus und auch der Centurio trieben die Männer an, schneller zu sein, am Ende rannte ein Teil der Centurie quer durch die Stadt. Doch als sie ankamen, bot sich ihnen ein Bild des Übels... eine Person lag neben einem zerborstenen Ziegel reglos auf der Straße und das Blut verwusch einige Meter quer durch den Kopfsteinpflaster, bis es sich im Regen auflöste.


    Neben ihnen war das sichtlich durch den Einschlag beschädigte Gebäude und durch den Regen hindurch hörte man leise Hilferufe. Sie waren verzweifelt und klangen elendig. Reatinus trat zu den Mann, der niedergeschlagen wurde und tastete ihn ab... keine Regung. Er legte zwei Finger auf seinen Hals und hoffte inständig, Lebenszeichen zu finden. Er seufzte und wandte seinen Blick zum Centurio, schüttelte seinen Kopf als symbolisches Zeichen, dass der Mann es nicht geschafft hatte. Hier sah es aus, als hätte ein Scharmützel Einzug gehalten.
    "Centurio. Nimm einige Männer und suche das Haus ab. Schafft zuerst die Verletzten in Sicherheit."

  • Der Optio und seine Leute durchkämmten derweil mehr oder minder hilflos den anderen Teil der Stadt auf der Suche nach Maßnahmen, das Wasser von den Straßen zu vertreiben. Die Kanalisation schien mit den Wassermassen schlicht überfordert zu sein, so dass es kaum echte Möglichkeiten gab, zu helfen. Ein paar Teile eines vom Winde verwehten Baugerüstes blockierten einen Wasserablauf am Straßenrand, aber der Kanal darunter war ohne schon so voll, dass das Entfernen der Teile auch nicht viel brachte. Immerhin hatten die Soldaten damit jetzt ein paar Bretter und Balken zur Hand, mit denen sie eine Straßenecke weiter das Wasser daran hindern konnten, weit in eine ohnehin schon überflutete Werkstatt zu fließen, die etwas tiefer lag als das Straßenniveau.

  • Antoninus trabte mit Nysa immer in der Nähe des Tribuns umher. Er hatte zwar zu tun das Tier immer zu beruhigen aber sie vertraute ihm und lies sich die Angst nehmen. Es war ein ekeliges Wetter und es wollte nicht aufhören zu regnen. Auch als der Tribun mit denn Männer durch die Stadt rannte hielt er sich in Bereitschaft auch wenn er sich im Moment etwas nutzlos vorkam.

  • Zitat

    Original von Servius Artorius Reatinus
    "Centurio. Nimm einige Männer und suche das Haus ab. Schafft zuerst die Verletzten in Sicherheit."


    Licinus quittierte das Kopfschütteln des tribunus indem er den Kopf senkte. Er hatte verstanden. Schon während des laufes hierher hatte er sich etwas umgesehen, so dass er nun den Befehl bestätigte und sich wiederholte.


    Mit der Entschlossenheit eines Mannes der schon viele Tote gesehen hatte und peitschender Stimme gab er seine Befehle, wobei er auf die jeweils gemeinten Männer zeigte:
    "Zwei Mann den Leichnam beiseite schaffen.
    Zweites contubernium, alles absuchen, guckt ob ihr Holzbalken zum Hebeln und Stützen findet, egal was.
    Drei Mann mit mir! Der Rest bereithalten."

    Mit dem letzten Wort drehte er sich um und hielt zielstrebig auf das Haus zu, wissend, dass ihm die drei Männer folgten.
    Je näher sie dem Haus kamen, desto vorsichtiger wurden die Schritte der Soldaten. Drinnen angekommen offenbarte sich ihnen ein Schlachtfeld. Ein Teil des Daches war heruntergekracht und hatte die Holztreppen eingerissen, sie ragte gerade noch bis auf den Absatz des ersten Stockwerkes. Dort kamen sie vorläufig nicht hoch, stellte Licinus fest.
    Misstrauisch bearbeitete Licinus das verbliebene Stück Treppe mit seiner vitis, bevor er befand, dass es stabil genug sei und näherte sich der darunter liegenden Tür... Und trat beinahe ins Leere. Er konnte noch erkennen, dass hinter dieser Tür wohl mal eine weitere Treppe in einen Teil Keller führte, aber der hier liegende Teil des Hauses war komplett eingstürzt. Und dennoch, Licinus horchte genauer, waren da etwa?
    Licinus packte den Mann hinter ihm:
    "Hörst du das auch?!"
    "Jawohl Herr, das, das klingt wie ein Wimmern. Wie ein Mensch."
    "Einer?" Licinus hatte schreckliche Zweifel. Das klang für ihn nach mehr als einem Menschen.
    "Komm!" rief er zu dem Mann hinter ihm
    Kaum erreichte er die Tür donnerte er in die Richtung, wo seine restlichen Männer standen:
    "Sofort einen Melder in die castra! Wir brauchen zwei Wagen zum Transport von Verwundeten!"
    Zwei würden doch hoffentlich reichen?
    Als er den tribunus erreichte machte er eine schnelle Meldung:
    "Herr, im Keller des Hauses sind Menschen verschüttet, wie es in den oberen Stockwerken aussieht kann ich nicht sagen, die Treppe ist eingerissen. Wir müssen uns aber auf jeden Fall beeilen."


    Als er von dem tribunus wieder entlassen worden war lief er ins Haus zurück und näherte sich wieder der ehemaligen Kellertür.
    Täuschte er sich, oder war das Wimmern leiser geworden. Mit aller Stimme die er hatte brüllte er hinunter:
    "Hört ihr mich?! Wir sind von der legio, wir holen euch da raus!" Vorsichtig trat er weiter herunter um das abgerutschte Haus näher zu betrachten

  • "Sofort einen Melder in die Castra!“
    Das klang nach seinem Stichwort er sah zu dem der schien auch nichts dagegen sagen zu wollen. Antoninus zog leicht an denn Zügeln und drehte mit Nysa, dann gab er ihr die Sporen und sie preschten in Richtung Castra da von. Im gestrecktem Galopp ritten sie durch die Stadt, Nyas Hufe rissen das ganze Wasser immer mit nach oben. Was zwar unangenehm war aber sie waren ja eh schon total durchnässt. Jetzt wo sie Körperlich gefordert würde hatte Nysa ihre Angst abgelegt und trieb unermüdlich vorwärts. Schon hatten sie den Stadtrand erreicht und bogen Richtung Castra ab, nur noch ein Stück dann waren sie da. Nysa schnaubte aber ihre Bewegungen waren gleichmäßig so ereichten sie das Haupttor.

  • Ein anderer Teil der Soldaten, die unter dem Kommando von Priscus gegen die Wassermassen ankämpfen sollten, hatten mehr Glück und konnten in einem Innenhof etwas Werkzeug aufstöbern. Einige jüngere Soldaten wollten schon sofort beginnen, einfach an der nächstbesten Stelle einen Wall aufzuschütten, aber die älteren Soldaten hielten sie davon ab. "Wir können hier nicht sinnlos die Straßen aufreißen. Wir müssen schauen, dass wir das Wasser dorthin lenken, wo wir es halbwegs kontrollieren können."


    Der Regen hatte immer noch nicht nachgelassen, also war ohnehin überall Wasser und es kam immer noch mehr hinzu. Trotzdem hatten die Soldaten rasch einige Punkte ausgemacht, an denen ihnen das Wasser lieber war als an anderen. "Wasser fließt immer nach unten", erklärte ein Soldat den anderen. "Also müssen wir dafür sorgen, dass dort, wo wir es haben wollen, unten ist. Also macht hier mal ein Loch und dann einen Graben in die Richtung."


    Priscus kam mit einem Trupp zwei Straßen weiter um die Ecke und entdeckte die Kameraden, die mit dem Bau eines Grabens begonnen hatten. Um nicht gegen den Wind anbrüllen zu müssen, gab er nur mit der Hand ein Zeichen, dass er die Idee gut fand und zog dann mit seinen Leuten in die andere Richtung ab, um dort aus weiterem herrenlosem Baumaterial einen weiteren provisorischen Damm zu errichten.

  • Hektisch wurden Befehle vom Centurio gebrüllt und ebenso hektisch versuchten die Männer, ihnen Folge zu leisten. Innen schien das Bild, was sich ihnen bot, nicht besser zu sein. Es dauerte mehrere Minuten, die auch Reatinus mit den Männern im Haus verbrachte, um sich ein Bild von der Lage zu machen, die alles andere als ordentlich war. Unordentlich war eigentlich noch verharmlosend ausgedrückt... es sah einfach schrecklich aus und man konnte den Göttern danken, dass es wenigstens nur ein Haus war, in welchem ein Blitz einschlug und dass der Regen das Feuer löschen konnte!


    Reatinus trat in dem Moment hinaus, als Licinus einen Melder in die Castra entsendete. "UND MEHR CAPSARII MITBRINGEN", brüllte er mit donnernder Stimme hinterher, als der Melder losritt. Er verließ sich darauf, dass er ihn gehört hatte. Eine donnernde Stimme, wie sie der Tribun hatte, konnte man kaum überhören, selbst wenn es nicht einmal richtig zur Geltung kam. "Wir wollen nicht, dass die Verletzten auf ihren Weg in Sicherheit sterben", meinte Reatinus zum Centurio. Er hörte sich die Meldung der durchnässten Hauptmannes an. "Überlebende", echote er rufend, "Dann beeilt euch. Holt die Überlebenden schnell raus, ich will auch schnell einen klaren Weg nach oben sehen, womöglich liegen dort noch mehr Verletzte! Brauchen wir Verstärkung oder kommen deine Männer klar?"
    Angesichts der Lage und der Verletzten konnte er nicht schlecht sein, Verstärkung anzufordern...

  • Verdammt, wieso hatte er nicht daran gedacht?! Natürlich brauchten sie noch capsarii und am besten ein paar milites medici obendrein.


    "Jawohl Herr. Entschuldige!" meinte Licinus entsprechend zerknirscht. Er war ja bald nervöser als vor Edessa, verdammt noch eins!


    "Im haus selbst werden wir keine Verstärkung brauchen, denke ich. Nicht, wenn der eques und die Karren sich beeilen, es ist ohnehin eng genug." sprudelte es aus ihm heraus. "Wir wissen ja auch nicht, was der eventuell Rest gefunden hat. Und die Verletzten müssen ohnehin schnellstmöglich ins Lager."


    Schnell da raus? Anscheinend war seine formalige Darstellung nciht eindeutig genug gewesen. Aber zuerst mal:
    "Du! Du! Und du! Schafft Latten Balken und was ihr sonst bekommen könnt bei und zimmert mir eine Leiter nach oben zusammen.
    Alles andere Eimer und ähnliches beschaffen um den Keller auszuschöpfen so gut es geht! Beeilt euch!"

    Dann wandte er sich wieder an den tribunus:
    "Das war der einfache Teil, aber der verkeilte Schutt im Keller, das wird ein Problem. Und beim Abschöpfen müssen wir auch vorsichtig sein, nicht, dass uns alles zusammenkracht."*


    ~~~


    Mit einem unterdrückten Fluch auf den Lippen watete Licinus die ersten Stufen hinab. Wo blieben nur diese verdammten Wasserträger?!
    Langsam schob er die Füße vor um nicht über im Wasser liegende Balken zu fallen. "Hört ihr mich? Wo seit ihr?"


    "Hi .. Hier." hörte er eine leise Stimme. Offensichtlich ein kleines Mädchen. "Aha. Bald sind wir bei euch" schwindelte er, in seinen Ohren nicht sehr überzeugend, da die Angabe "hier" natürlich alles andere als eine hilfreiche war. "Wirklich?" kam auch promt die Frage zurück, auf die Licinus aber nicht groß einging, sondern zurückfragte:
    "Ja. - Wie heißt du denn, meine kleine?"


    Sim-Off:

    "Ja, ich weiß, Klischeedramatik :D

  • An der Sammelstelle an der überlaufenden Zisterne machten die Soldaten schon gar keinen Versuch mehr, irgendwie einen trockenen Unterstand zu finden. Sie waren komplett durchnässt, bis in den letzten Winkel ihrer Kleidung und ihres Körpers. Von ihren Kameraden hatte sich auch keiner mehr blicken lassen, seit diese in den Straßen verschwunden waren. Warum auch? Das Wasser floss in Strömen und sprudelte munter um die Fußknöchel, egal wo man stand.


    In Richtung Stadttor sahen sie durch den Wasserdunst einen Melder verschwinden. Woanders öffnete sich eine Tür, die zwei Stufen höher lag als due Straßen und ein Eimer voller Wasser wurde nach draußen ausgeleert. Wenig später ein zweiter, dann noch einer und es ging immer so weiter. Offenbar schöpfte dort jemand seinen Keller aus in der Hoffnung, dass das Wasser die Straße hinunter und erst beim Nachbarn wieder hinein floss.

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