• Wunderbar sagte Crassus und war froh, dass Philogena der gleichen Meinung wie er selber war. Zwar hatte er schon vorher den Eindruck von ihr gewonnen, dass sie nicht unbedingt immer im Mittelpunkt großer Menschenmengen stehen wollte, aber wer wusste schon ob das auch bei der Hochzeit so sein sollte. Crassus hatte schon vielfach von Frauen gehört, deren Hochzeitsfeier gar nicht groß genug sein konnte.


    Mit einem glücklichen und zufriedenen Lächeln verfolgte Crassus daraufhin Philogenas Worte und ihre Bewegung. Er meinte förmlich lesen zu können, wie sie sich auf die baldige Hochzeit freute und wie es ihr sichtlich Spaß machte sich um die Hochzeitsvorbereitungen zu kümmern. Und Crassus musste auch selber zugeben, dass er sich auch auf die Hochzeit freute. Es wurde ja auch langsam Zeit für einen Nachkommen und Erben zu sorgen... Sollen wir uns dann gleich Morgen auf zu einem Augur machen? Mit etwas Glück und dem wohlwollen der Götter haben wir dann schon einen Termin und können dann auch schon die Einladung austragen lassen und die Planungen konkret voran treiben und zu einem Ende bringen. Und vielleicht können wir uns auch noch bei ihm einen Tipp für ein Opfertier einholen. Er wird sich mit sowas ja auch noch besser auskennen.


    Crassus lächelte weiter als sie ihn für einige Momente lang stumm ansah. Beinahe erwartungsvoll wartete er darauf was sie wohl sagen würde. Und als sie es letztlich sagte wuchs Crassus Lächeln sogar noch ein Stück: Ich mich auch. Ist ja auch meine erste Hochzeit... er zwinkerte ihr zu Das geht jetzt alles ziemlich schnell, glaube ich.

  • Wenn er etwas wegen der Hochzeitsgröße noch gesagt hätte, hätte sie sich aber wohl eingestehen müssen, dass sie als Kind ganz anders über eine Hochzeit gedacht hatte. Als Kind wollte sie immer eine riesengroße Feier haben mit ganz vielen Leuten und dem ganzen Drumherum. Aber heute sah das ganz anders aus. Sie war froh, dass es keine wirklich riesige Feier mit tausenden von Gästen geben würde, zumal sie die meisten sowieso nicht kannte die dann wirklich kamen.


    „Sehr gerne,“ bestätigte sie seine Frage und lächelte erfreut auf „Das wäre sehr schön wenn wir auch gleich einen Termin hätten und alle anderen Dinge abklären können. Vielleicht müssen wir ja nicht einmal lange warten auch wenn ich noch gar nicht alle wichtigen Sachen habe die ich dann brauche, aber das bekomme ich auch noch hin,“ sagte sie mit diesem Leuchten in ihren Augen. Es war noch viel zu tun, aber sie würde es schaffen mit allem fertig zu werden selbst wenn der Termin in wenigen Tagen wäre. Aber sie freute sich wirklich auf diese Hochzeit und das immer mehr, je mehr sie mit ihrem Verlobten redete was sie wieder an ihre erste Begegnung erinnerte. Der Gedanke bereitete ihr ein wenig Herzklopfen und sie konnte ihren Blick gar nicht von ihrem Verlobten nehmen den sie nun wieder mit diesen leicht scheuen Lächeln anlächelte.


    „Es ist auch meine erste Hochzeit,“ meinte sie unnützerweise, denn sie beide wussten das voneinander. „Ich finde das alles immer noch seltsam, aber sehr schön. Ich meine,“ sie musste leise auflachen, ein wohlklingender Klang „Ich erinnere mich noch genau wie wir uns das erste mal gesehen haben. Ich habe gar nicht genug bekommen können von deinen Erzählungen und hätte sehr gerne noch so viel mit dir geredet. Eigentlich hatte ich geglaubt dich nicht mehr so schnell Wiederzusehen und dann kamst du und hast um meine Hand angehalten. Es war ein großer Moment und er hat mich sehr glücklich gemacht,“ gestand sie ihm während sich ihre Wangen wieder einmal röteten.

  • Crassus lachte als sie ihren Finger erhob und ihn mahnte auch ja seine Hände vor dem Essen zu waschen. Er fand es noch ziemlich ungewohnt, dass er sich nach dem Zeitplan von jemand anderem richten sollte und es nicht dann Essen gab, wann er eben Hunger hatte; ohne größere Vorbereitung oder Planung. In letzter Zeit hatte Crassus zwar keine kleinen Abendessen zu sich genommen, aber eben dann, wann er wollte und nicht zu einer bestimmten Uhrzeit.


    Letztlich ist es mir ja egal wer mit wem zusammen unterwegs ist und was sie miteinander machen. Ist ja nicht mein Problem... zumindest solang keine Caecilia dabei ist und dies an irgendwelchen Wänden in der Subura steht. Aber verwunderlich ist es trotzdem... 'und es wäre ja nicht die erste Dame aus gutem Hause, die mit einem Prätorianer mehr als nur zusammen unterwegs ist', vervollständigte Crassus in Gedanken den Satz während er an seine eigene Vergangenheit dachte.


    Wie ich Philogena kennengelernt habe? Crassus hatte die Gedanken von eben schon wieder verloren und lachte ein wenig Es war reiner Zufall. Es war ein heißer Tag und ich war in der Stadt zu einem Termin unterwegs. Da erlitt sie durch die unerträgliche Hitze einen Schwächeanfall. Da ich das zufällig gesehen habe und mit ihrem Onkel dem Senator Purgitius gut bekannt bin, hab ich ihr eine Erfrischung besorgen lassen und gewartet bis es ihr wieder besser ging. Meinen nachfolgenden Termin verpasste ich zwar dadurch ein wenig, aber den Göttern sei Dank spielt das keine Rolle, solange man Praefectus Praetorio ist. Da richten sich alle nach einem. er zwinkerte ihr zu.

  • Sie schenkte sich einen Kommentar zum Verhalten junger Damen und dergleichen. Dafür kannte sie seine Einstellung zu gut und wusste, dass er streng über seine Schwestern zu wachen wusste. Das Verhalten ihrer Brüder oder seines stand dabei nicht zur Debatte und Cara war nicht so dumm darüber mit ihm zu streiten.


    "So so, nunja, bei netter Gesellschaft vergisst man die Zeit ja auch gern." Dass sie selbst nicht die pünklichste war, erwähnte sie natürlich auch jetzt nicht. Das wusste er sowie so, aber er war ja keinen Deut besser. Also ermahnten sie sich zu Zeiten zur Pünktlichkeit und am Ende nahm es keiner dem anderen wirklich übel, dass es niemand so genau nahm mit der Zeit. Wenn etwas wichtig war, war Verlass auf den anderen, das genügte.
    "Und auch heute richtet sich noch alles nach dir, mein Teuerster," lachte sie. "Nun will ich dich nicht weiter von deiner Korrespondenz abhalten, sonst bin ich noch Schuld, dass du später länger brauchst."


    Sie stand auf und drückte einen Kuss auf seine Wange. "Also bis nachher."
    Dann huschte sie zur Tür, winkte noch einmal und verschwand aus der Tür auf die Gänge des Flures.

  • Ach es ist doch sowieso immer so, dass der Großteil der Arbeit in dem letzten, kleinsten Teil der Zeit vollbracht wird. In dem Fall beginnen wir die Planung gleich kurz vor Ende und haben damit auch gleich von Anfang an Stress. scherzte Crassus, auch wenn das was er sagte sicher nicht so falsch war. Er hatte ja selber lang genug als Offizier und Kommandeur größere Projekte begleitet und geleitet und wusste deshalb sehr gut, dass Arbeiten erst dann erledigt wurden, wenn sie auch erledigt werden mussten. Aus reiner Arbeitsbeflissenheit erledigte keiner Aufgaben, die noch in ferner Zukunft waren. Wir kriegen das auch in kurzer Zeit hin, da bin ich mir sehr sicher.


    Crassus konnte sich ein glückliches Lächeln nicht verheimlichen als Philogena von ihren Gedanken bei ihrem ersten zufälligen Treffen erzählte. Das Leben spielt selten so wie man es erwartet... um so schöner, wenn die Überraschung, die das Leben einem bietet, eine schöne ist, finde ich. Crassus trank einen Schluck aus seinem Becher und ließ dabei seinen Blick ruhig auf Philogena liegen Ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich dich endlich meine Ehefrau nennen kann. So unverhofft wir uns kennengelernt haben, so schön finde ich eben das auch.

  • Philogena lachte leise auf. Die Art von Crassus war etwas was sie gleich von Anfang verzaubert hatte, so war es doch kein Wunder, dass sie nichts gegen eine Hochzeit einzuwenden hatte. Er fand immer einen kleinen Scherz über den man auch lachen konnte und bei dem man sich auch wohl fühlte. Wohl fühlen das tat sie sich schon vom ersten Moment an als sie ihn kennengelernt hatte und so etwas war sicher selten. Sie wollte gar nicht wissen wie viele Ehen geschlossen wurden wo sich die Paare nicht mochten.
    „Und der Stress ist schneller vorbei, da wir ja kurz vor Ende beginnen,“ fügte sie schmunzelnd hinzu. Philogena war auch gespannt wie es bei einem Auguren werden würde und welchen Termin sie dann letztendlich hatten.


    Seine folgenden Worte lösten ein warmes Gefühl in ihr aus und sie blickte ihn ebenfalls an, erwiderte seinen Blick. „Ich bin den Göttern dafür dankbar, dass sie unsere Wege haben kreuzen lassen und den Tag werde ich sicherlich niemals vergessen.“ Philogena beugte sich ein Stück nach vorne und schob ihre Hand langsam über den Tisch bis sie die seine leicht berührte. Zaghaft und etwas schüchtern strichen ihre Finger über seine Hand und sie musste lächeln.


    „Was sagt eigentlich deine Familie zu deiner bevorstehenden Hochzeit?“ fiel ihr dann die Frage ein. Sie kannte so gut wie niemanden aus seiner Familie und wusste auch nicht ob sich noch mehr von ihnen hier in Rom aufhielten und wie viel Kontakt er zu anderen hatte.

  • Bis später! verabschiedete sich Crassus von Cara, die ungefähr so schnell gegangen ist, wie sie gekommen war. Ihn wunderte es zwar noch ein wenig, dass sie gar nichts mehr zu ihrer letzten Frage und Crassus Antwort dazu sagte, aber dachte sich auch nichts weiter dabei. Spätestens wenn er ihr Philogena vorstellen würde, würde man sich sicher noch ausgiebig über diese und andere, damit verwandte Themen unterhalten.
    Nach einem kurzen Moment, in dem Crassus seine Gedanken sammelte, machte sich Crassus wieder daran seine Korrespondenz zu erledigen.

  • Ja, das bin ich auch. und Crassus war tatsächlich froh, dass Philogena ihm auf den Straßen von Roms begegnet war. 'Unverhofft kommt oft' heißt es ja nicht ohne Grund, wie Crassus bestätigen kann. Und in seinem Fall kam Unverhofft zwar nicht so oft, aber dafür sehr überraschend und noch viel schöner. Und Crassus fand es nicht minder schön, dass daraus nun etwas längerfristiges werden sollte.


    Was meine Familie zu der Hochzeit sagt? Crassus lächelte ein wenig. Denn tatsächlich wurde er in letzter Zeit von seinen Verwandten recht häufig auf seine baldige Hochzeit angesprochen und die, die Philogena noch nicht kannten war sehr neugierig darauf sie kennenzulernen. Bislang wussten sie ja noch nicht, ob sich Crassus auch tatsächlich eine passende und sympathische Ehefrau ausgesucht hatte:
    Sie sind alle sehr gespannt und freuen sich schon sehr darauf dich endlich kennenzulernen. Manchmal glaube ich die sind noch aufgeregter als wir beide zusammen. scherzte Crassus und lächelte danach Philogena an. Bislang kennen sie nur meine Schwärmereien von dir, aber sie werden schon bald feststellen, dass ich kein bisschen übertrieben habe.


    Als Crassus seinen Blick von Philogena löste und über seinen Schreibtisch gleiten ließ, fiel ihm ein Brief auf, den er sogleich zu sich nahm und Philogena zeigte:

    Marcus Vinicius Lucianus
    und
    Aelia Paulina


    geben die glückliche Geburt ihrer Kinder bekannt.


    Am
    ANTE DIEM IV ID SEP DCCCLIX A.U.C. (10.9.2009)
    erblickten
    Lucius Vinicius Massa und Vinicia Pietas
    das Licht der Welt.
    Wir danken für die guten Wünsche,
    die wir vorab erhielten.



    Marcus Vinicius Lucianus
    et
    Aelia Paulina


    Hast du davon schon gehört? Wie auch immer, Lucianus ist ein guter, alter Freund von mir und ich möchte ihn deshalb gerne schon bald besuchen und ihm zu seinem Nachwuchs gratulieren. Hast du Lust mich dabei zu begleiten?



    Sim-Off:

    der Brief ist zwar eigentlich auf einer anderen Zeitebene, aber den vorziehen dürfte ja nichts kaputtmachen...

  • Glücklich lächelte sie und hatte das Gefühl, dass sie dieses Lächeln gar nicht mehr los bekommen würde. Aber was sollte es, es konnte und sollte schließlich jeder sehen, dass sie glücklich war.
    Ihre Wangen begannen bei seinen Worten wieder etwas zu glühen. Seine Schwärmereien über sie? Seine Worte machten sie natürlich glücklich denn wer hörte nicht gerne, dass jemand über ihn schwärmte.
    „Ich freue mich sie alle dann kennen zu lernen. Auf unserer Verlobung war nur eine junge Frau gewesen, ich habe aber ihren Namen schon wieder vergessen. Das passiert mir jedes Mal bei Namen. Die Gesichter merke ich mir aber die Namen dazu eher weniger,“ meinte sie etwas verlegen.
    „Wer ist denn alles von deiner Familie hier? Ich bin sehr gespannt ob ich sie alle noch vor unserer Hochzeit sehen werde.“


    Neugierig las sie dann den Brief den er ihr reichte. „Sie haben Zwillinge bekommen?“ fragte sie überrascht, denn so etwas war wirklich selten. Da mussten die Götter es aber gut mit ihnen meinen. „Sehr gerne komme ich mit dir,“ willigte sie auf der Stelle ein. „Wann hast du vor hinzugehen?“


    Irgendwann, vielleicht schon bald würden sie dann auch Kinder haben. Die Vorstellung war sehr schön, denn sie mochte Kinder sehr und wollte auch viele haben. Sicherlich gab es auch Risiken aber an diese wollte sie sicherlich nicht denken. Aber eines stand fest mehr als nur gerne wollte sie ihm einen Nachfolger auf die Welt setzen.

  • Bei Philogenas Frage, welche junge Frau sie denn bei ihrer Verlobungfeier kennengelernt hat, musste Crassus nicht lange überlegen. Erst nach den Feierlichkeiten war Cara wieder nach Hause gekommen und abgesehen von Calena, hatte Crassus nicht viele weibliche Verwandte in Rom. Du meinst bestimmt Calena. Ungefähr so alt wie du, blond und auch ziemlich genau so groß wie du? Ja, das kann dann nur Calena sein. Sie ist eine meiner Großcousinen und schon ein wenig länger wieder in Rom; viele meiner anderen Verwandte sind ja entweder auf dem Land oder befinden sich auf Studienreisen. Crassus ließ sich nach hinten gegen seine Lehne fallen und lächelte.


    Neben Calena ist Cara kürzlich hier wieder angekommen. Und so wie mir Laeva geschrieben hat, könnte es gut sein, dass sie auch bald wieder hier ist. Er nippte an seinem Becher und füllte ihn danach wieder neu von Decius habe ich aber schon eine Weile nichts mehr gesehen. Das war noch anders als ich noch bei den Prätorianern war. Da haben wir uns schon aus rein beruflichen Gründen recht oft gesehen. Ansonsten befinden sich nicht wesentlich mehr Caecilier hier in meinem Haus.


    Crassus hatte sich noch nicht so viele Gedanke gemacht, wann er die Vinicer besuchen wollte. Lediglich, dass er sie schon bald besuchen wollte stand für ihn fest. Ja, so wie es scheint haben die beiden Zwillinge bekommen. er nahm den Brief wieder zurück und legte ihn sauber auf einen Stapel Ich weiß noch nicht wann ich dahin gehen wollte. Sollte ja auch einen Überraschungsbesuch werden... wann wäre es dir am genehmsten? Morgen gleich, bevor wir zu den Auguren gehen wollen?

  • Philogena nickte. Das konnte hinkommen, dass das Calena gewesen war dachte sie sich. Zumindest kam ihr der Name nun bekannt vor. Und jung war die Frau auch gewesen die auf der Verlobungsfeier gewesen war. „Genau. Calena war ihr Name gewesen. Jetzt wo du es sagst erinnere ich mich wieder. Und wer ist Cara?“ fragte Philogena neugierig nach, denn er hatte nicht erwähnt, dass das seine Schwester war. Es klang wirklich ganz danach, dass dieser Haushalt hier sozusagen von Frauen regiert wurde. Diese Gedanken ließen sie lächeln, denn irgendwie passte das so gar nicht zu Crassus wie sie ihn kennengelernt hatte. Obwohl, Crassus umringt von seinen weiblichen Verwandten.


    Sie versuchte mit ihrem schmunzeln aufzuhören und hörte ihrem Zukünftigen genau zu. „Ziemlich schade, dass nicht mehr von deiner Familie hier verweilen, aber bei mir sieht es ja auch nicht wirklich anders aus. Ich habe meinen Cousin hier und alle anderen Verwandten sind irgendwo, ich kenn nicht einmal alle,“ meinte sie, wobei das sicher in den meisten Familien vorkam die groß waren, dass man nicht alle um sich herum kennen konnte.


    „Das können wir gerne so machen, da habe ich nichts dagegen. Sollten wir dann aber nicht etwas mitbringen als kleines Geschenk für die Kinder?“ fragte sie ihn, denn sie würde es auf jeden Fall eine sehr nette Geste finden. Nur was?

  • Cara ist meine Schwester. antwortete Crassus auf Philogenas Frage. Irgendwie komisch, fand Crassus, dass seine Verlobte und baldige Ehefrau noch nicht einmal seine Schwester kannte. Aber wie auch, wenn seine ganze Familie immer irgendwo auf irgendwelchen Reisen ist? Sie war zuletzt auf Studienreisen im Süden unterwegs. Unter anderem in Roms erster Provinz, auf Sizilien, und in Ägypten. Sie kam erst vor wenigen Tagen von ihrer Reise zurück. Es ist also gar nicht überraschend, dass du sie bislang noch nicht kennengelernt hast. Das dürfte sich schon bald ändern.


    Ein kleines Geschenk? Ohja, das ist sicher keine schlechte Idee. nickte Crassus bestätigend. Aber schon im gleichen Moment fiel ihm ein, dass er für das Geschenkaussuchen nur bestimmt geeignet war. Hast du etwa schon eine Idee für ein Geschenk? fragte er deshalb hoffnungsfroh.

  • Welche Geheimnisse dieser Mann wohl noch hatte? Oder wie groß seine Familie wohl noch war? Sie hatte nicht gewusst, dass er eine Schwester hatte, aber wann war auch schon mal die Gelegenheit gewesen, dass sie sich wirklich miteinander hatten beschäftigen können? Es war immer so wenig Zeit, da konnte man gar nicht glauben, dass sie beide bald Mann und Frau sein würden, zusammen vereint durch den Segen der Götter.
    „Ich freue mich schon deine Schwester kennen zu lernen. Sie hat sicher eine Menge von dir,“ sagte sie mit einem leichten Schmunzeln und hatte diese Worte natürlich nicht böse gemeint.
    Philogena freute sich auf jeden Fall seine weitere Familie kennen zu lernen, schließlich waren sie bald alle miteinander verwandt.


    „Ich würde vielleicht so etwas wie eine Puppe kaufen? Etwas zum spielen? Oder ja etwas womit sie was anfangen können wenn sie größer sind? Aber da habe ich auch keine Idee, das ist doch schwerer als ich dachte,“ sagte sie entschuldigend. Es war wirklich schwer ein passendes Geschenk für Kinder auszusuchen wenn man selber nichts mit Kindern zu tun hatte.

  • Ein wenig grinsend, ein wenig gespannt sah Crassus zu Philogena in den wenigen Momenten in denen Stille eingekehrt war. Crassus Verlobte schien für kurze Zeit in Gedanken versunken zu sein und während dieser Zeit versuchte Crassus Philogenas Gedanken zu ergründen. Natürlich hatte er dabei nicht wirklich viel Erfolg, schließlich war er ja kein Hellseher, wie sich manche Scharlatane nannten, aber dafür wuchs sein glückliches Lächeln um noch ein Stück als er daran dachte, dass Philogena bald seine Ehefrau sein würde.
    Ach, das meinst du? Was glaubst du denn was sie von mir haben könnte? hakte Crassus neugierig nach. Schließlich würde er auch so über den Umweg erfahren, was sie von ihm dachte und wie sie ihn einschätzte.


    Nein, ich denke es sollte schon etwas sein, dass das Kind auch schon jetzt nutzen kann. Eine Puppe möglicherweise, ja so etwas in der Richtung. Aber ich habe keine Ahnung, was ein Kind in dem Alter sonst so brauchen könnte. Da können sich die Kinder wohl glücklich schätzen, dass wir nicht ihre Eltern sind - so wenig Ahnung wie wir davon haben. scherzte Crassus, auch wenn die beiden früher oder später einen Sprössling bekommen (sollten).

  • „Oh ja,“ begann sie schmunzelnd „Nur die guten Sachen natürlich,“ meinte sie und lachte dann. „Nein ich meine es ernst. Sicherlich wird sie genauso nett sein wie du, alles andere weiß ich nicht dazu muss ich sie erst kennenlernen um rauszufinden was sie alles von dir hat,“ sagte sie und sah ihm lächelnd in die Augen. „Aber wenn sie dir ähnlich sieht hat sie sicher deine warmen Augen und dein Lächeln,“ meinte sie ein wenig verlegen. Das hatte sie gleich von Anfang an ihm gemocht, seine Augen und sein warmes Lächeln, einfach alles.


    „Vielleicht Kleidung? Die Ahnung kommt sicher mit der Zeit oder aber dann wenn man sich mit diesem Thema näher beschäftigt. Ich muss ja auch gestehen, dass ich von Kindern nicht wirklich Ahnung habe, ich habe mit keinen ansonsten zu tun. Schon komisch,“ meinte sie. „Vielleicht für den Jungen irgendein Spielzeug und für das Mädchen ein kleines Schmuckstück und eine Puppe? Etwas besseres fällt mir gerade nicht ein, oder man spaziert einfach über den Mercatus und sieht was es dort alles gibt,“ schlug sie vor, wobei sie sich fragte ob er sich auf einen solchen Ausflug einlassen wollte. Sie wusste, dass die Männer nicht sonderlich gerne solche kleinen Ausflüge unternahmen und es doch lieber den Frauen überließen.

  • Dass du nur gute Sachen erwartest, will ich doch hoffen! sagte Crassus gespielt empört. Aber mal ehrlich, wenn sie Eigenschaften von mir hat, kann sie ja nur positive haben. Schließlich habe ich selber ja gar keine negativen Charakterzüge, folglich könnte auch sie keine haben. meinte Crassus überheblich und mit einem Lachen. Er wusste selber, dass er sicher nicht nur positive Eigenschaften hatte, aber war trotzdem selbstbewusst genug um zu meinen, dass er trotzdem ein toller Hecht war ;)


    Hm ja, Kleidung wäre eine Idee. murmelte Crassus nachdenklich während er Philogenas Worten weiter lauschte Oder aber wir gehen tatsäch... Crassus wurde in seinem Satz unsanft unterbrochen als ein Sekretär eilig und nur nach kurzem Anklopfen, aber ohne auf ein 'Herein' zu warten, hereinstürmte.
    Ich bin gerade in einem Gespräch und wünschte nicht gestört zu werden!
    Ich weiß, Herr antwortete der Sekretär Aber das hier wird dich sicher interessieren. Du solltest den Brief gleich lesen. Der Schreiber grüßte Philogena mit einem flüchtigen Nicken und übergab dann darauf Crassus folgenden Brief:



    Crassus stutzte als er den Brief durchgelesen hatte und las ihn zur Sicherheit ein zweites Mal. Am Inhalt änderte es aber nichts. Neben der Formulierung auf der einen Seite wunderte sich Crassus natürlich am meisten über den Inhalt. Er sollte - beziehungsweise war ja schon - neuer Praefectus Aegypti. Ohne jede Ankündigung, Anklopfen, ein persönliches Treffen oder ähnliches. Lediglich ein Brief klärte ihn über den Umstand und seine Ernennung auf. Er wurde nicht einmal gefragt, ob er überhaupt wollte.
    Er übergab den Brief Philogena und wandte sich dann an seinen Sekretär:


    Schicke einen Boten zum Palast und lasse dir den Inhalt des Briefes bestätigen. Die Art und Weise, sowie die Umstände des Briefes sind... ein wenig "gewöhnugnsbedürftig". Als nächstes informiere meine Klienten, sowie den Rest der Familie. Wobei... nein, letzteres mache ich selber. Schicke nach den anderen, ich wünsche sie heute noch im Atrium zu sprechen. Dann muss ich vor meiner Abreise noch dringend mit einigen Senatoren sprechen... fertige Blankoschreiben an, ich werde mich um die Liste der Personen später kümmern. Und natürlich muss gepackt werden! Fangt so bald wie möglich damit an. In spätestens einer Woche möchte ich abreisebereit sein!
    Dann sah er zu Philogena, die den Brief inzwischen fertig gelesen haben sollte:
    Du kommst mit, nehme ich an? fragte er weniger als dass er es feststellte.

  • Crassus war wirklich ein kleiner Schlawiner, aber das machte ihn umso anziehender wie sie heute schon mehr als einmal feststellen musste. „Aber natürlich,“ sagte sie ein wenig vergnügt denn, dass jemand so ganz glatt sein sollte konnte sie sich beim besten Willen nicht vorstellen und sie wusste, dass sicherlich auch Crassus seine kleinen Ecken hatte, aber das machte einen Menschen doch erst zu dem was er war.


    Ihre Augen wurden einen Moment etwas größer als er es aussprechen wollte, denn wenn sie ehrlich war wäre sie wirklich gerne zusammen mit ihm einfach mal über den Mercatus geschländert und vielleicht hätten sie dann auch etwas schönes gefunden was für die Kinder brauchbar gewesen wäre, doch er kam gar nicht dazu es auszusprechen.
    Sie nickte dem Sekretär ebenfalls freundlich zu und wartete ab, schließlich wollte sie ihren Verlobten nicht beim Lesen stören.


    Umso überraschter schaute sie auf als er ihr den Brief in die Hand gab damit sie ihn selber lesen konnte. Verwirrt nahm sie ihn entgegen und begann ihn zu lesen und nahm nebenher noch wahr was Crassus alles seinem Bediensteten auftrug. Das alles verwirrte sie ziemlich sehr und als sie mit lesen fertig war schaute sie ihren Verlobten an.
    Hatte er so etwas schon einmal erwähnt, dass er nach Ägypten gehen würde? Sie wusste es nicht mehr, deswegen wollte sie nichts sagen.


    „Ähm ja…..sicherlich möchte ich bei dir sein. Es kommt etwas plötzlich das ganze,“ sagte sie leise und sichtlich verwirrt, aber dann lächelte sie ihn wieder an „Ich möchte an deiner Seite sein Gaius,“ meinte sie dann und reichte ihm den Brief wieder zurück.
    Ägypten…sie war noch nie dagewesen. Was Macer wohl sagen würde? Sicher nicht viel…oder doch? Aber sie war ja schließlich verlobt mit Crassus und würde ihn heiraten.

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