Kandidatur: Tribunus Plebis

  • Zitat

    Original von Gaius Prudentius Commodus
    Er hörte sich die Antwort aufmerksam an. Einen Moment lang überlegte er und man hätte meinen können, dass er das Thema abgehakt hatte. Doch dann erhob er erneut seine Stimme:
    "Es mag sein, dass ich in diesen Dingen etwas engstirnig bin, aber dies ist, meiner Meinung nach, ein Vorrecht eines Menschen meines Alters. Doch ich muss sagen, dass ich die Erfahrung machte, dass der beste Platz für einen Kommandanten stets der, an der Seite seiner Einheit war."


    Irritiert hob Metellus seine Augenbraue, als er die Kommentare von Commodus und seiner Gefolgschaft, bezüglich der Stellvertreter-Frage, hörte. Es klang ihm eher nach dem Auftakt zu einer anakreontischen Ode, als zu einer politischen Diskussion. Aber Metellus unterstellte ihm keine Böswilligkeit, es war wohl eher das Alter.


    Denn seit je her war es eine der großen Tugenden und Fähigkeiten von Amts- und Würdenträgern, stets gewissenhaft einen Stellvertreter auszuwählen, der in Abwesenheit die Geschicke nach dem Wunsch des Vorgesetzten erfüllte. So hatte schon Agrippa für seinen Herrn Augustus, in dessen Abwesenheit, die Schlacht von Actium entschieden. Metellus distanzierte sich ein wenig von dieser Gruppe.

  • Als Patrizierin äußerte man sich besser nicht, zu dem was Florus in seiner Rede sagte. Das beste ist still schweigend weiter zu gehen. Doch fiel mit ein hübscher junger Mann auf, der scheinbar der Sohn des Florus ist. Es erstaunte mich, wie er für seinen Vater einstand. Einen solchen Sohn wünsche ich mir auch. Langsam ging ich weiter.

  • Zitat

    Original von Artoria Medeia
    "Florus, fühl Dich doch nicht so in die Defensive gedrängt? Ich war doch ledeglich daran interessiert, ob der Kaiser mit dieser Kandidatur ebenfalls einverstanden ist. Mehr nicht. Für die letzten Monate musst Du Dich nicht durch meine Fragen genötigt fühlen, Dich zu rechtfertigen."


    Ich sehe keinen Grund, warum ich in die Defensive gedrängt sein sollte. Ihr habt eine Frage gestellt und ich habe sie beantwortet. Meine Arbeit wurde im Auftrag des Volkes ausgeführt und da sehe ich keinerlei Grund, warum ich diese nicht öffentlich machen sollte.


    Zitat

    Original von Titus Iunius Tonitrus
    "Du sprichst davon, dass Deine Aufgabe die war, die Chronicusa der Provinz Germania für die letzten 2 Amtsperioden zu erstellen. Und das hast Du auch getan hast.
    Warum war dies aber von Nöten, beziehungsweise, warum hast Du das getan, wo doch, nach zuverlässigen Quellen, diese bereits in der Regia in Mogontiacum, bis einschliesslich ANTE DIEM VIII KAL NOV DCCCLV A.U.C. (25.10.2005/102 n.Chr.), von der damaligen Scriba des Legaten Sedulus, in dessen Auftrag ausgehangen wurde?


    Versteh mich nicht falsch: ich spreche nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus reiner Neugierde deine Arbeitsweise betreffend. Ich will Einblick in die Arbeitsweise des möglichen künftigen Volkstribunen gewinnen."


    Nun, ich habe, soweit mir diese Dinge zugänglich waren, diese natürlich gelesen. Ich habe versucht, mir sämtliche Informationen zugänglich zu machen, welche vorhanden sind und damit meine Arbeit zu machen.


    Was die Chronicusa angeht, so wurde ich informiert, dass es verschiedene Ausgaben gäbe. Erstmals diejenige für die Provinz, das ist die, welche in Mogontiacum gelagert wird. Dann gibt es jedoch noch die Chronicusa des Imperium Romanum. Diese wurde bisher nicht aufgeteilt nach Provinzen angefertigt, was scheinbar zur Überlastung der zuständigen Personen geführt hat. Aus diesem Grund gab der Senat in Auftrag, dass diese Chronicusa des gesamten Imperium durch die Quaestoren verteilt nach Provinzen angefertigt und nach Ende der Amtsperiode zusammengesetzt werden sollte.


    In dieser Gesamtausgabe fehlten die Daten für die Amtsperiode vor der Jetzigen und daher habe ich sie nun nachgeliefert.

  • Auch eine Comtubernie der CU war zu gegen um für Ruhe und Ordnung zu sorgen ... als Dragonum beiläufig den Gesprächen lauschte wurde ihm wieder einmal bewusst wie sehr er doch die Politik verabscheute zum Glück war er nicht deswegen hier sondern um Rom vor sich selbst zu schützen ...

  • Zitat

    Original von Tiberius Octavius Dragonum
    Auch eine Comtubernie der CU war zu gegen um für Ruhe und Ordnung zu sorgen ... als Dragonum beiläufig den Gesprächen lauschte wurde ihm wieder einmal bewusst wie sehr er doch die Politik verabscheute zum Glück war er nicht deswegen hier sondern um Rom vor sich selbst zu schützen ...


    Hmmmmmm, den hatte Metellus doch des Nachts zuvor schon einmal getroffen...diese Stadt ist einfach zu klein ;)

  • Ich hatte mich zu den Menschen um Florus gesellt und seine Rede und die Diskussion gehört, nun erhob ich meine Stimme:


    "Werter Florus! Mit Freude habe ich Deine Rede gehört. Ich habe Dein Auftreten hier und auf der Comitia verfolgt. Ich hatte zunächst überlegt, ob ich nicht auch für dieses ehrenwerte Amt kandidieren sollte. Dann hörte ich Dich und entschied mich! Ich glaube, dass Du dieses Amt ehrenvoll bekleiden wirst.


    Die Anfragen nach Germania und Deiner Aufgaben dort sind berechtigt, denn schließlich hast Du als Quaestor Urbanus, und Urbanus bezieht sich klassischerweise wohl auf die Urbs, in welcher wir nun hier stehen, einen Sonderauftrag für den Wiederaufbau Germaniens bekommen - als Kommandant der ruhmreichen Classis. Mir erscheint die Ernennung eines Stellvertreters, der alle Rechte und Pflichten gut und stimmig. Deshalb erscheinen mir die Anfragen, die an Dich, Quaestor Urbanus, gestellt wurden, gut beantwortet. Daher will ich Dir meinen Applaus nicht verwehren!"
    :app:

  • Ich danke dir ganz herzlich, Kollege Quaestor!


    Ja, die Fragen sind sicherlich berechtigt und genau deswegen erhält jede auch ihre Antwort. Ich habe nichts zu verbergen.

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  • Curio trat nun zum anderen Kandidaten für das Volkstribunat mit der Absicht seine Frage auch hier zu stellen.


    "Lucius Annaeus, bisher pflegten wir guten und soliden Kontakt und somit verfolge ich mit grossem Interesse die Wahlen zum Volkstribunen. So lasse mich dir bitte eine Frage stellen:


    Wie ist dein Standpunkt bezügliche der letzten Volksversammlung?Hättest du in jenem spezifischen Falle auch eine einberufen und wenn ja, was hättest du anders gemacht? "

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    amare et sapere vix deo conceditur

  • Senator Curio. Es stimmt, wir hatten bisher immer guten Kontakt und das freut mich auch ausserordentlich.


    Wenn ich mich recht erinnere, so wurde mir durch meine Klienten zugetragen, dass ihr irgendwo an einem Ort wart, wo ihr alles gehört hat, das sich auf der Versammlung zugetragen hat. Daher wisst ihr, was ich dort gesprochen habe und wo ich mit dem Tribunen einig war, wo jedoch auch nicht.


    Es ist nicht meine Absicht, diesen Wahlkampf auf dem Rücken meines Amtsvorgängers auszutragen und daher werde ich nichts weiter dazu sagen, ausser dass ich im Falle der Steuerfreiheit der Patrizier ebenfalls ein Plebiszit einberufen hätte.


    Die Vorgänge auf diesem jedoch kann und darf man weder kritisieren noch vergleichen mit dem, was man selbst getan hätte, denn man weiss nie, wie sich so eine Versammlung entwickeln wird. Mag sein, dass ich gewisse Dinge anders getan hätte, aber was bringt dies nun? Im Nachhinein ist es immer einfach, Fehler zu finden und zu sagen, man hätte es besser getan. Das wäre weder fair, noch der Wahrheit entsprechend.


    Daher sage ich nur, ja, ich hätte ein Plebiszit einberufen. Mehr nicht. Ich hoffe, ihr seid trotzdem zufrieden.

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  • "Eine diplomatische Zunge ist Dir allemal beschieden, dies soll sehr vorteilshaft sein ;). Ob sie den Wählern derartigen Wohlklang bereitet, dass die Wählenden bei Deinem Namen das Kreuz machen werden, wird man ja bald sehen."

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  • "Als bevollmächtigter Vertreter des Wahlleiters, unseres geliebten Imperators, und in seinem Namen und Auftrag verkündige ich: Diese Kandidatur ist gemäss den Bestimmungen des Codex Universalis gültig und wird angenommen!"

  • Zitat

    Original von Gaius Scribonius Curio
    "Eine diplomatische Zunge ist Dir allemal beschieden, dies soll sehr vorteilshaft sein ;). Ob sie den Wählern derartigen Wohlklang bereitet, dass die Wählenden bei Deinem Namen das Kreuz machen werden, wird man ja bald sehen."


    Danke, Senator Curio. Ja, Diplomatie beginnt mit den Äusserungen die mach tätigt oder eben nicht tätigt. :D


    Und auch euch, Quaestor Sergius Stephanus und natürlich dem Kaiser, danke ich für die Annahme meiner Kandidatur!

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  • "Ich will doch nur nicht gehofft haben, dass du die Diplomatie zum höchsten Gott erhebst und dein Tatendrang demnach auf sehr niedriger Basis bleibt. Wer stets der Diplomatie frönt und nie Farbe bekennt, der richtet nichts aus."

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  • Wieder korrekt und wer mich und meine Auftritte hier in Rom schon etwas verfolgt hat, der hat sicher auch gemerkt, dass ich tief in meinem Innern kein Diplomat bin, sondern ein Mann der Handlung. Wie ich auf dem Plebiszit ins Fettnäpfchen getreten bin, war nicht gerade sehr diplomatisch :D


    Aber ich habe den Mut und den Anstand, mich für meine Fehler zu entschuldigen und mich nicht mit Ausreden vor den Konsequenzen drücken zu wollen.


    Ausserdem besitze ich eine Untugend der Diplomatie nicht, ich schmücke mich nicht mit fremden Federn. Ihr seht also Senator, ich werde ein Mann der Tat bleiben, selbst bei allen Versuchen anderer Personen, sei es hier oder sogar in der Acta Diurna, mich in eine andere Richtung zu drücken.

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  • Ganz ganz kurz bevor die Wahlurnen sich schlossen und die ersten Resulate veröffentlicht wurden, begab ich mich wieder auf die Rostra. Hier würde ich abwarten, welche Entscheidung das Volk getroffen hatte und hier würde ich Sieg oder Niederlage zur Kenntnis nehmen.

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  • Dann wurde das Ergebnis bekanntgegeben. Ich war enttäuscht, bitter enttäuscht. Nach der letzten Wahl, wo ich das beste Ergebnis aller Quaestorenkandidaten erzielt hatte, war dies nun wirklich ein Grund, sich möglichst bald zurückzuziehen.


    Dennoch applaudierte ich den Gewinnern.

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