Die Decimer unterwegs: Auf der anderen Rheinseite

  • Nachdem n un alle die waffen abgegeben hatten, nickten die beiden Wachen und deuteten der Gruppe ihnen zu folgen. Der Weg zum Rich war gesäumt mit Hütten, welche von kleinen Gärten umgeben waren. In oder auch meist vor ihnen spielten die Kinder. Aus einer Hütte klang lautes Hämmern. Man war gerade an der schmiede vorbei gekommen. Schließlich jedoch standen sie vor dem größten Gebäude dieses Dorfes und in der Nähe des Dorfplatzes.
    Ein etwas älterer Mann stand vor der Tür und wurde auch hier von anderen älteren Männern umgeben.


    Herwig ging mit den beiden Wachen auf den Mann zu und begrüßte ihn freundlich.Kurz erklärte er nun noch einmal das Anliegen der Römer. Der Rich begrüßte nun auch diese und deutete ihnen einzutreten.

  • Mattiacus folgte Herwig. Er ergriff das Wort und wollte den Rich begrüßen.


    "Ich grüße dich Rich der Germanen. Ich bin Marcus Decimus Mattiacus, Abgesandter des Statthalters der Provinz Germania Superior. Meine Absichten ist es, mit dir und den GRoßen deines Volkes über ein Angebot des Statthalters zu sprechen."

  • Baldwini nickte dem Römer zu.
    "Willkommen in unserem Dorf. Setzt euch um das Feuer und nehmt Platz."
    Er lächelte sogar. Sein Latein war sehr schlecht und er wusste nicht ob er verstanden wurde. Auch hatte er nicht viel von dem verstanden was der Römer gesagt hatte. Dann kam ihm der Gedanke, dass die Römer vielleicht diesen anderen Germanen zum übersetzen mitgebracht hatten.



    Herwig hörte sehr deutlich, dass es nicht das beste Latein war. Fragend sah er Mattiacus an. Hier würde er wohl übersetzen müssen, aber vielleicht reichte der Versuch erste inmal und Er hatte dennoch verstanden.

  • Mattiacus hatte das Latein schwerlich verstanden. Er wandte sich an Herwig.


    "Herwig, könntest du bitte für uns übersetzen. Kannst du dem Rich übersetzen, was ich vorhin gesagt habe: wer wir sind und woher wir kommen?"

  • Und Herweig tat wie ihm geheißen. Er übersetzte das von Mattiacus gesagte dem Germanen. Hier und dort musste er das lateinische Wort umschreiben, weil es keine Entsprechung im Germanischen gab.



    Der Rich lächelte freundlich und deutete erneut auf den Tisch mit den Hockern drum herum. Auf germanisch erklärte er Herwig, dass sie sich doch erst einmal setzen sollten und man bereit wäre darüber zu sprechen nachdem ihnen das Gastrecht erteilt wurde und man den Begrüßungsmet getrunken hatte.



    Dies übersetzte nun Herwig wieder den Römern, die der Aufforderung des Mannes hoffentlich Folge leisten würden.

  • Mattiacus und die anderen Römern kamen der Aufforderung nach. Bevor Mattiacus sich setzte holte er die Geschenke hervor, die er von draußen mitgebracht hatte. Sie waren in einem Tuch eingewickelt.


    "Herwig, bitte übersetze"


    Er schlug das Tuch zurück und hervor kam eine wunderschön gearbeitete Goldschale.


    "Diese Schale solll unser Gastgeschenk sein, als Dank für dein Feuer und dein Dach."


    Danach holte er wieder eine kleine Amphore hervor.


    "Und dieser Wein aus Hispania ist dazu da, aus der Schale getrunken zu werden. Er kommt von einem der besten Weingüter aus der Gegend um Tarraco, meiner Heimatstadt."

  • Ich blieb einen Schritt hinter Mattiacus stehen und verfolgte das kurze Gespräch. Schließlich wurden wir vom Rich an seine Tafl eingeladen um sein Gastrecht zu genießen und Met zu trinken.
    Ich war erleichtert, wie einfach bisher alles ging.

  • Auch Herwig nahm Platz, er hatte es zumindest vor. Doch als Mattiacus ihn aufforderte zu übersetzen, blieb er auch stehen und sagte dem Rich das Aufgetragene. Dann nahm er auch Platz und behielt den Rich gut im auge. Schließlich musste er ja seine Reaktion auch wieder übersetzen.


    Baldwini sah erst den Römer an und dann zu dem Germanen der übersetzte. Er nickte sich kurz und wand sich dann Mattiacus zu. Er besah sich die Geschenke und nickte dankbar. Dann wand er sich dem Übersetzer zu.
    "Ich danke dir für diese schönen Geschenke. Vielen Dank. Nun möchte ich dich hier in diesem Dorf willkommen heißen. Das Horn soll wandern."
    Dann wurde ihm das reich verziehrte Horn mit dmem Met gereicht. er trank einen Schluck und gab es dem Römer neben sich.


    Herwig übersetzte kurz wieder und machte sich bereit dann wieder die gegenworte zu übersetzen. Er würde heute wohl sehr schnell einen wunden Mund haben vom vielen übersetzen ;)

  • Mattiacus nahm das Horn entgegen und dankte mit einem Nicken. Er trank daraus.


    "Schon wieder Met, das Zeug ist echt nicht ungenießbar." dachte sich Mattiacus.


    Er wischte sich den Mund ab und reichte das Horn weiter.


    "Wir sind glücklich, Rich, dass wir in dein Dorf kommen durften. Ich bringe dir die Güße des Statthalters in Mogontiacum von jenseits des Rhenus. Vor vielen Tagen sind wir aufgebrochen, um dir und den Großen deines Stammes eine Einladung zu kommen zu lassen. Wenn die Blätter wieder an den Bäumen sprießen, möchte dich der Statthalter, der Vertreter des Imperators, in Mogontiacum begrüßen und mit dir wichtige Dinge der Zukunft unserer beiden Völker bereden."


    Mattiacus blickte ein wenig unsicher zu Herwig. "Ich hoffe, meine Worte klingen nicht zu geschwollen."

  • Herweig schüttelte den Kopf um Mattiacus zu bestätigen, dass dies nciht zu übertreiben war, musste aber wieder einmal hier und dort das oder andere ein wenig anders übersetzen weil es das nicht so im germanischem gab.


    "Ich werde gern mit denen aus meiner Gaue sprechen und darüber beraten ob wir dieser Einladung folgen können. Ich kann dir hier nichts versprechen."
    Sie waren den Römern immer noch neutral gegenüber und nicht jeder würde so begeistert davon sein zu den Römern zu gehen und diese Neutralität aufzubauen. Dennoch sah er hier durchaus Potenzial und vielleicht war es auch nciht so schlecht sich den Römern ein wenig zu nähern und vielleicht die ein oder andere gespannte Situation aus der Welt zu schaffen.

  • Nachdem der Germane wieder übersetzt hatte, nickte Baldwini verstehend und hob dann zur Erwiederung an.
    "Ich verstehe die Beweggründe sehr gut. Doch ich entscheide nicht allein. Es wird ein Rat einberufen werden unter meinen Männern und dieser wird entscheiden. So ist es Gesetz bei uns"
    Nachdem das Horn dann schließlich wieder bei ihm angekommen war, nickte er den Frauen zu, die schon wieder fließig gekocht hatten, dass sie mit dem Auftragen beginnen konnten. Der arme Übersetzer musste natürlich wieder arbeiten.

  • Mattiacus war hungrig und gespannt, was die Frauen wohl auftischen werden.


    "Ich verstehe dass sehr gut. Auch bei uns Römern müssen die Großen des Volkes, manchmal das ganze Volk selbst, darüber entscheiden, was das beste für die Zukunft ist. Ich hoffe, dieser Rat wird in den nächsten Tagen einberufen."

  • Die Frauen brachten frische Fladen, die herrlich dufteten, gebratenes Fleisch, Brei und natürlich Bier und Met. Als Nachgang würde es in honig eingelegtes Obst geben.
    "Ich werde so schnell es mir nöglich ist, solch ein Treffen einberufen."
    Er freute sich sehr, dass der Römer Verständnis zeigte.
    "Doch nun lasst uns Essen und Trinken und uns weiter unterhalten."


    Herwig übersetzte die ganze Zeit brav, wie es ihm aufgetragen ward.

  • Mattiacus nickte.


    "Wir danke dir, Rich."


    Das Essen sah sehr gut aus. Mattiacus nahm sich direkt ein Stück Fladen mit ein wenig Fleisch dazu.


    "Ihr Germanen wisst, wie man gutes Essen macht." sagte er vergnügt.

  • Der Rich schmunzelte zufrieden als der Römer das Essen lobte.
    "Es freut mich, dass dir unsere Speisen munden. Nicht selten muten sie doch anderen ein wenig seltsam an. Doch noch mehr staunen wirst du, wenn du das eingelegte Obst probieren kannst. Es wird dir sicher fast noch mehr munden als dies."
    Nun nahm auch er sich etwas und die Frauen sorgten dafür, dass immer ausreichend Nachschub von Bier und Met und natürlich auch den Speisen vorhanden war.

  • "Diese Einladung lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen!" erwiderte Mattiacus.


    Er nahm sich ein bisschen Obst und ass es mit einem Haps. Es schmeckte ihm wirklich sehr gut.


    "Mhm, köstlich. Wie die kandierten Früchte der Perser."

  • Nach der Übersetzung kam es ihm so vor als sei die Früchte wirklich gelobt worden und und dies sogar ausgesprochen stark.
    "Es freut mich, dass sie dir schmecken. Sie sind wirklich eine Köstlichkeit, die wir uns nur zu solchen Festen erlauben zu essen."
    Es war ja nicht so, dass man ständig so aß. Es waren Ausnahmen, die man machte wenn Gäste am Tische saßen.
    "Greift zu so lange noch etwas da ist."
    Damit meinte er natürlich alle am Tisch Sitzenden.

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