Valetudinarium - Das Lazarett der Classis

  • Hier befinden sich Räume für kranke und verletzte Soldaten sowie einige allgemeine und auch wenige spezialisierte Ärzte. Sie nehmen sich jeder Kleinigkeit an, wenn es sein muss.

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  • So führte mich der Wachoffizier nun also ins Valetudinarium. Ich zog es mittlerweile vor gar nichts mehr zu sagen, denn anscheinend wusste man noch nicht so recht was man mit mir anfangen sollte. Deshalb ließ ich den Medicus erst einmal die Wunde untersuchen und wartete darauf, das der Wachoffizier mit seiner Befragung beginnen würde.....

  • In der Zwischenzeit war auch ich geweckt und auch über diesen Mann informiert worden und da im Stützpunkt keine Eindringlinge gefunden werden konnten und auch die Suche entlang den Mauern durch Wachtrupps keine versteckten Männer aufgestöbert hatte, hatte sich die Lage im Castellum wieder etwas gelegt.


    Ich trat also ins Valetudinarium und blieb erstaunt stehen.


    Tiberius Antonius Marius, schau an! Optio, der Mann gehört definitiv zu uns, ich kenne ihn. Der Optio nickte und verliess uns.


    Sprich Nauta, was sagt der Medicus zu deiner Wunde?

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  • Ich deutete mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den Medicus, welcher noch immer genüsslich in meiner Wunde herumstocherte, dabei aber keine Anzeichen machte mir zu sagen wie schlimm es war. So konnte ich dem Praefecten auch keine Auskunft geben.


    Dafür war ich erleichtert, dass mich endlich jemand erkannt hatte und setzte mich wieder aufrecht hin:


    "Es ist halb so schlimm wie es aussieht Praefectus. Nicht wahr medicus?"


    antwortete ich angespannt....

  • Der Medicus verzog das Gesicht. Etwas Ruhe würde ihm sicher gut tun. Nur die Götter wissen, wo er sich so eine Wunde holen kann!


    Ich nickte dem Medicus zu, kannte ich ihn doch gut genug. Der Nauta würde wohl schon nach einem Tag wieder im Dienst sein.


    Und was treibst du dich bei einem Alarm ausserhalb der Mauer herum, Nauta?

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  • Nachdem der Medicus seine Untersuchung abgeschlossen hatte stand ich auf und salutierte erst einmal. Dann begann ich zu erzählen:


    "Das war so. Ich versah meinen Wachdienst zusammen mit Anchisothep Niger auf dem Mauerabschnitt IV. Niger hörte Geräusche, ich begab mich zu ihm. Es handelte sich um einen Mann, der angab er habe etwas an der Mauer verloren. Mir gefiel die ganze Sache nicht, deshalb schickte ich Niger um den wachhabenden Optio zu holen. Als ich dann alleine war auf der Mauer schrie der Mann plötzlich auf, mehrere Gestalten erhoben sich aus dem Gebüsch und flüchteten dann in die Stadt. Ich habe sofort Alarm gegeben, da ich nicht wusste um was es sich handelte.


    Als ich realisierte dass die Männer flüchteten, ich glaube vier an der Zahl nahm ich die Verfolgung auf. Da der Umweg zum Tor zu weit war sprang ich von der Mauer, wobei ich wohl die Höhe ein wenig unterschätzt hatte."


    ich zeigte dabei auf meine Wunde um dann weiterzusprechen:


    "Ich verfolgte die Männer bis in die Stadt, doch war ich nicht im Stande sie einzuholen. Ich vermute dass sie sich in den Häusern versteckt haben. Dann bin ich zum Stützpunkt zurückgekehrt."

  • Ich hörte mir seine Erzählung aufmerksam an und unterdrückte ein Lächeln. Diese jungen Soldaten versuchten doch wirklich immer die Dinge alleine zu regeln. Je länger sie nicht im Krieg waren, desto interessanter wurde es.


    Aber dir ist schon bewusst, das das Verlassen des Stützpunktes ohne Befehl bei Alarm gemäss Militärgesetz eine Straftat ist und einer Desertation gleichkommt?


    Mit deinem Handeln hast du nicht nur dich, sondern auch die Flotte in Gefahr gebracht. Hätten diese Männer deine Tat ausgenutzt und dich gefangen genommen, was hätten wir tun sollen? Hätten sie dir deine Ausrüstung abgenommen und so versucht Zugang zum Stützpunkt zu erhalten, was wäre dann wohl weiter passiert?


    Oder denke an eine Kriegssituation. Welche Chancen hättest du dann gehabt?


    Den militärischen Gruss liess ich erst einmal unbeantwortet und den Nauta in strammer Haltung stehen.

  • Ich senkte etwas den Kopf. Was ich da eigentlich getan hatte war mir erst im Nachhinein bewusst geworden und Florus zeigte mir dies noch einmal deutlich auf. Ich versuchte mich deshalb gar nicht erst aus der Situation herauszureden und stimmt dem Praefecten zu:


    "Dessen bin ich mir nun auch bewusst Praefectus. Doch diese Entscheidung fällte ich in wenigen Sekunden. Es ist mir nun bewusst, dass es ein Fehler war, doch ich stehe dazu."


    Ich hebte meinen Kopf wieder und sah meinen Befehlshaber an....

  • Nun denn! Du wirst dich also morgen nach dem Frühtraining bei mir im Officium melden! Bis dahin tue, was der Medicus befiehlt und gehe schlafen! Dein Platz in der Wache wird ein anderer Mann übernehmen!

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  • Ich quittierte den Befehl des Praefecten mit einem knappen:


    "Wie du befielst Praefectus."


    und salutierte gleichzeitig. Als Florus mit mir fertig war wandte ich mich dann an den Medicus:


    "Nun Medicus. Gib mir eine Salbe die verhindert dass sich die Wunde entzündet und lass mich dann gehen."


    Dieser sah mich finster an, knallte eine Salbe neben mir auf den Tisch und meinte:


    "Hier, aber komm nicht zu mir wenn die Wunde wieder schlimmer wird. Du bräuchtest Ruhe."


    Ohne zu antworten verließ ich das Valetudinarium und begab mich zu meiner Unterkunft......

  • Ein kleiner, fetter Mann in blauer Tunika welche seine Rundungen durch den enggeschnallten Gurt noch betonte, betrat den Raum.


    Salve, kleinen Kampf gehabt und von Soldaten aufgelesen dabei? Geschieht dir Recht!

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  • Also ich verstand einfach nicht warum in mir alle einen frechen jungen sahen. nein ich habe nur meinen Platz verteidigt!
    Der Offizier aus dem Officium hat mich hergeschickt, ich will zur Classis
    Antwortete ich und wartete was der Medicus nun von mir wissen wollte

  • Da er langsamer gelaufen war um nicht über ihn herzufallen trat er natürlich auch etwas später ein und sah sich nach ihm und irgendjemand anderen um und wurde leider auf der Stelle fündig. Mit gekreuzten Armen blieb er nicht weit entfernt stehen und besah sich das Schauspiel und den Anblick der sich ihm bot.

  • Theatralisch seufzte er als er angesprochen wurde und lies langsam seine Arme sinken. Wie wäre es mit der Entfernung dieses Burschens? Nein zum einen will ich mich melden und zum anderen müsste meine Lippe und Auge und vielleicht die ein oder andere Prellung behandelt werden. Mit einem schiefen Blick sah er den Burschen kurz an und dann wieder den Mann vor sich. Er hoffte, dass das hier mal schnell von statten gehen würde.

  • Wenigstens musste er nicht mehr den Anblick des Burschen, des Jünglings ertragen und deswegen folgte er dem Mann mit eiligen Schritten aus dem in einen Nebenraum. Nun bekam er doch noch den Respekt dem man ihm entgegen bringen sollte, denn es wäre ja eine Zumutung gewesen sich mustern zu lassen in Anwesenheit von diesem .... da gingen sogar ihm gedanklich die Worte aus.

  • Zitat

    Original von Caius Antonius Flavus
    Also ich verstand einfach nicht warum in mir alle einen frechen jungen sahen. nein ich habe nur meinen Platz verteidigt!
    Der Offizier aus dem Officium hat mich hergeschickt, ich will zur Classis
    Antwortete ich und wartete was der Medicus nun von mir wissen wollte


    Der Medicus liess sich durch diese Äusserungen nicht irritieren.


    Ausziehen! befahl er und wartete, bis die Tunika weg war. Dann untersuchte er die Muskulatur und die Knochen des Mannes. Da schien wenigstens nichts gebrochen oder gerissen zu sein. Tauglich schien er also zu sein.


    Erst jetzt wandte er sich der Nase und dem Auge zu. Unsanft machte er sich mit Daumen und Zeigefinger an der schiefen Nase zu schaffen. ...

  • Der Capsarius zog einen Vordruck der mit dem Ergebnis der Musterung zu beschriften war aus der Schublade und legte sie auf den Tisch. Dann meinte er:


    "Ausziehen."


    Dann wartete er bis der Mann seine Tunika abgelegt hatte und maß ersteinmal Größe und Gewicht.


    "Sehstärke?"

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