Arbeitsraum Claudius Menecrates

  • Ein heller Raum, der abseits der Betriebsamkeit diverser Sklaven lag, aber dennoch schnell über das Atrium erreichbar war, diente Claudius als Arbeitsraum. Er war komfortabel und zweckmäßig zugleich eingerichtet, was genau dem Wesen seines Nutzers entsprach: Vesuvianus war Patrizier, aber gleichzeitg auch durch die Legion geprägt. Verschwendungssucht und Bequemlichkeit hatten dort ihre Grenzen.


    edit: Themenüberschrift angepasst

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    Einmal editiert, zuletzt von Herius Claudius Menecrates ()

  • Detritus in Begleitung des ianitors, betrat das Arbeitszimmer seines Amtskollegen und begrüßte ihn.


    "Salve Claudius Vesuvianus, schön dich wieder mal zu sehen."


    Nebenbei reichte er ihm seine Hand.

  • Der Besucher wurde Claudius angekündigt und so hatte er sich bereits erhoben, als Detritus über die Schwelle trat. Er ging um den Schreibtisch herum und auf den langjährigen Curia-Partner zu, nahm dessen Hand und drückte sie zum Gruß.


    "Salve, Octavius. Es freut mich auch, dich zu sehen. Unsere Zusammenarbeit war stets produktiv gewesen, ich habe daher große Hoffnungen für unser beider Quaestur. Komm, setz dich und lass uns über die anstehenden Aufgaben reden."


    Claudius wies auf eine Sitzgruppe. Er gab dem Sklaven, der wie selbstverständlich dem Besucher gefolgt war, um eventuelle Anweisungen vom Hausherrn zu erhalten, zu verstehen, für Getränke und einen Imbiss zu sorgen.

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  • Detritus nahm Platz und erkundigte sich erstmals über den Gesundheitszustand des Claudius, um dann sofort die bevorstehenden Aufgaben zu besprechen.


    "Claudius wie geht es dir und wie ist es dir bis jetzt ergangen? Als Letztes hörte ich du wärst wieder zur Legio I zurückgekehrt."


    Er öffnete eine der zahlreichen Schriftrollen, die er mitgebracht hatte.


    "Nun wir sollten als Erstes die chronicusa romana besprechen."

  • Vesuvianus schritt ebenfalls zur Sitzecke und nahm Platz. Er trug im Hause, und weil er ja über der Arbeit gesessen hatte, nur eine Tunika und konnte es sich daher bequem machen, ohne auf den Sitz einer Toga acht geben zu müssen.


    "Danke der Nachfrage, und dir? Nach meiner ersten Quaestur bin ich wieder zur Legio gegangen, das ist richtig. Das ist allerdings schon sehr lange her. Wir hatten uns zwischenzeitlich einmal in Rom gesprochen, aber auch das liegt ja schon länger zurück."


    Der Blick des Claudiers richtete sich auf die Papiere, als Detritus sie entrollte.


    "Ist mir recht, meinetwegen besprechen wir erst die Chronicusa."

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  • "Ach du weißt ja wie das ist Unkraut verdirbt eben nie. :D Nach meiner Quästur wurde ich vom Kaiser tribunus cohortis urbanae ernannt."


    Die geöffnete Schriftrolle übergab er seinem Amtskollegen.


    "Das ist die Chronik vom Mai. Schau sie dir mal an und sag mir ob deiner Meinung nach was fehlt. Am ID MAI DCCCLVII A.U.C. (15.5.2007/104 n.Chr.) habe ich sie zum letzten Mal aktualisiert, ja an dem Tag wurde ein gewisser Appius Tiberius Iuvenalis zum Magister Memoriae ernannt."

  • "Gehst du etwa davon aus, dass ich sämtliche Ereignisse bis zum 15. im Kopf habe?"


    Claudius schaute zunächst gespielt erschrocken, lachte dann aber los.


    "Das müsste ich in Ruhe überprüfen, aber um ehrlich zu sein, halte ich wenig davon, dass wir uns gegenseitig kontrollieren. Wir sollten vielmehr die Arbeit aufteilen, entweder die Provinzen oder die Monate."


    Mehrere Sklaven betraten das Arbeitszimmer. Einer brachte ein Tablett mit Bechern sowie einer Schale mit Oliven, Käsestücken und Brot. Ein anderer trug Tischamphoren, die mit zwei Weinsorten und Wasser gefüllt waren. Wieder andere standen mit Wedeln bereit, denn die Sonne meinte es gut und schickte deftige Wärmegrade durch das geöffnete Fenster hinein.


    Sim-Off:

    Ich mach mal die WiSim fertig ...

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  • "Naja ich hoffte es. :D Ich würde sagen wir teilen uns die Arbeit nach Monaten auf und bearbeiten dann den letzten Monat zusammen."


    Als er die vielen Sklaven sah, freute sich seine Kehle und sein Gaumen und er konnte es kaum erwarten den Wein des Vesuvianus zu probieren.


    "Darf ich zugreifen?"


    Er wartete noch auf die Antwort des Claudius bezüglich der Aufteilung der Chronik, um ihm dann die Überraschung zu zeigen.


    Sim-Off:

    :)

  • Claudius musste über die Entgegnung grinsen. Mit dem Octavier war schon immer alles leicht zu regeln gewesen und der Humor kam auch mitunter zum Tragen. Er nickte daher.


    "Dann würd ich mal vorschlagen, ich nehme mir den kommenden Monat vor, da du den laufenden ja bereits bearbeitet hast. Eine weitere Absprache ist ja auch jederzeit möglich."


    Er ließ sich verdünnten Wein einschenken und gab den Sklaven den Auiftrag, sich nach den Wünschen seines Gastes zu richten. Ihm standen mehrere Varianten frei, er musste sich nicht nach den Vorlieben der Gastgebers richten.


    "Greif zu und lass er dir schmecken! Ansonsten... du warst wesentlich länger in Rom als ich. Was läuft so? Gibt es etwas zu berichten, das unsere Arbeit streifen oder beeinflussen könnte? Von dem bevorstehenden Feldzug hast du sicherlich gehört."


    Inzwischen genoss der Claudier einige der frischen Oliven.

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  • "Bitte keinen verdünnten Wein, lieber mit etwas Honig."


    Durchaus hatte der Octavier vom Feldzug gehörte, aber leider auch nicht viel, deshalb zog er weitere Schriftrollen hervor und rollte sie aus.


    "Über den Feldzug kann ich dir kaum was berichten, doch über ein bevorstehendes Bauwerk kann ich das, da ich vom Consul Prudentius Commodus beauftragt wurde es zu bauen und zwar handelt es sich dabei um das Ulpianum. Kennst du bereits dieses Projekt?"

  • Während die Sklaven den Wünschen des Gastes nachkamen, beugte sich Claudius interessiert vor, als weitere Papiere ausgerollt wurden. Schließlich hatte in der Vergangenheit Erfahrungen mit Großbauten gesammelt.


    "Das Ulpianum, ah. Ist mir bislang nicht als Bauprojekt bekannt. Du bist alleiniger Bauleiter? Hmhm. Ich wusste bislang gar nicht, dass du gelernter Architekt bist, das Thema ist auf jeden Fall interessant, ich würde gerne mehr erfahren. Unter Umständen kann ich mich bzw. meine Erfahrungen sogar einbringen, damit ich diese Amtzeit nicht nur über An- und Abmeldeformularen sitze."

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  • [Blockierte Grafik: http://img410.imageshack.us/img410/4120/sharifds4.jpg]
    Sharif


    Sharif, der Ianitor, wusste nicht, was der Herr gerade trieb, doch wenn man ihn bei wichtigen Dingen störte, so wurde er zumeist böse, das wusste er. Trotzdem musste er es wegen diesem dämlichen Vigil riskieren und klopfen. Das konnte ihn Kopf und Kragen kosten, naja, zumindest aber einige Striemen zusätzlich zu denen, die sich bereits auf seinem Rücken befanden. Er klopfte, wartete zwei Herzschläge (aufgrund seiner Aufregung also etwa eine Sekunde) und trat mit demütig gesenktem Kopf ein. Sein Herr befand sich gerade in einem Gespräch. Auch das noch! Da würde er Strafe bekommen, weil er mit einer Nichtigkeit störte, und außerdem musste der Vigil sicher warten....
    "Herr, vor der Porta stehen einige Vigiles. Sie wollen eine Brandschutzüberprüfung durchführen...." teilte Sharif mit. "Es wäre mir ein Vergnügen, die Herrschaften wieder fortzuschicken."

  • Claudius schätzte es ganz und gar nicht, wenn er in Gesprächen, und erst recht in wichtigen, gestört wurde. Ärgerlich blickte er zur Tür, als sich diese nach dem Klopfen öffnete - noch dazu, ohne dass er überhaupt 'herein' gerufen hatte. Seine Verärgerung wuchs, als er hörte, um was für Nebensächlichkeiten es sich bei dieser Störung handelte.


    "Beim Hades, Vigiles... Und deswegen platzt du hier herein?", fauchte er den Ianitor an. Es war Claudius zudem vollkommen neu, dass in den noblen Villenvierteln der Brandschutz überprüft wurde. Selbstverständlich mussten derartige Überprüfungen in den Gebieten Roms gemacht werden, die eng bebaut und von eher durchschnittlichen Bevölkerungsschichten bewohnt wurden. Aber doch nicht hier!


    Er schüttelte den Kopf, machte eine abwertende Handbewegung und überlegte, während er tief einatmete.


    "Soll warten, kann dauern", gab er unwillig seine Anweisung. Der Sache wollte er sich selbst annehmen.

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  • "Ich bin der einzige Bauleiter und ziehe es vor mich zuerst mit anderen architecti zu beraten. Ja Vesuvianus ich war ja mal sogar Architectus Urbi und ich hörte du hättest beim Bau eines Amphitheaters mitgewirkt und das äusserst erfolgreich."


    Die Meinung eines Bauherren, wie es der Claudius war, konnte bestimmt hilfreich sein, um ein stabiles und dauerhaftes Ulpianum zu errichten.


    Als der Sklave reinstürmte und was von Vigiles sagte, zog er es vor zu schweigen und abzuwarten.

  • "Du hast demnach schon einige Meinungen eingeholt", mutmaßte Claudius. "Meinst du über die Statik oder die Wahl der Materialien? Möglicherweise hast du aber konkrete Vorgaben, was die Ausführung betrifft. Hm, du hast die Statik bereits erstellt?"
    Vesuvianus hätte gerne mehr gewusst, wollte aber nicht zu neugierig wirken. Daher lehnte er sich wieder zurück und griff sich ein paar Oliven, die er genüsslich verzehrte.

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  • "Ich befrag gerade einige Gelehrte darüber, doch auch die können mir momentan nur vieles vorschlagen, doch keiner kann mir tatsächlich sagen ob es machbar wäre oder nicht. Man spricht zum Beispiel von Fenstern oder einer geschlossenen Kuppel. Konkrete Vorgaben habe ich keine erhalten, weder wurde bis jetzt die Statik erstellt und noch wurden die Materialien gewählt."

  • Claudius ließ sich das soeben Gehörte nochmals durch den Kopf gehen. Er musste nachfragen, denn er verstand es noch nicht.


    "In der Legion war der Bauleiter und der Architekt eine Person. Ist das in diesem Fall anders? Also, die Statik erstellt doch der Architekt und wenn Fenster gewünscht sind, dann muss er die in seinen Berechnungen berücksichtigen. Verglasungen gehen nur bis zu einer gewissen Größe, wenn die überschritten wird, muss man sich was einfallen lassen. Ich dachte bei Großbauten schon einmal an Unterteilungen durch Streben.
    Ich muss noch einmal nachfragen, wer ist für dieses Projekt denn nun der verantwortliche Architekt? Ich würde mich an den wenden, an deiner Stelle."


    Claudius war sich allerdings nicht sicher, ob Octavius am Ende selbst verantwortlich war.


    Sim-Off:

    20 bis 30 cm Glasfenster, die zu der Zeit möglich waren, dürften etwas klein sein. ;) Da ja aber in etwa 150 Jahren große Fenster z. B. in Kirchen möglich waren, können wir dem ja durch Eigenerfindung etwas nachhelfen.

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  • "Bei so einem Bauwerk glaub ich benötigt man schon mehrere architecti und ja ich bin der verantwortliche Architekt. Man könnte die Beleuchtung einfach durch eine offene Kuppel sichern und die statua des Kaisers einfach zwischen Kaiserhalle und Heldenhalle platzieren und dort wo einst die statua war könnte man einen Brunnen bauen."


    "Wenn dann sollen es eine Reihe von kleinen Fenstern sein."

  • "Meinst du eine Reihe jetzt wörtlich?", fragte Vesuvianus zur Sicherheit nach. "Da kommt so gut wie kein Licht rein, wobei... mir fällt gerade was ein. Ich habe gehört, dass in Alexandria durch Beimengung von Manganoxid in Verbindung mit besonderen Ölen erstmals die Schmelze von farblosem Glas gelungen ist. Andererseits leben wir im Mittelmeerraum und brauchen im Grunde keine Glasscheiben in den Fensteröffnungen. Eine offene Kuppel scheint mir hingegen unumgänglich, wenn genügend Licht einfallen soll."

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    Sharif


    Sharif nickte und deutete eine Verbeugung an. "Sehr wohl, der Herr", entgegnete er und wandte sich um, um schnellstmöglich der Höhle des Löwen zu entkommen. Da hatte er ja noch mal Glück gehabt und der Herr hatte ihm nicht den Kopf abgerissen. Sharif trödelte ein wenig auf dem Rückweg zur Porta, dann langte er aber an.

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