[Cubiculum] Ein unbenutztes Zimmer

  • Unweit der Sklavennterkunft befindet sich ein derzeit unbenutzter Raum. Dieser Raum wird den Sklaven von Übernachtungsgästen des Präfekten zur Verfügung gestellt. Er ist einfach aber zweckmäßig eingerichtet. Darin befinden sich mehrere Betten, die zwar nicht unbedingt bequem sind, aber ihren Zweck erfüllen.


    Es ist bereits dunkel. Ich hatte mich bereits hingelegt. Auch Nerva befindet sich wohl schon im Reich der Träume.
    Völlig geräuschlos, ein Lämpchen in der Hand haltend, versuche ich, mich aus dem Raum zu schleichen. Auf dem Gang bleibe ich stehen um zu horchen, ob Lucius vielleicht schon da ist. Doch ich kann nichts hören.
    So setze ich meinen Weg fort, zum vereinbarten Treffpunkt. Der schwache Schein des Lämpchens weist mir den Weg.
    Dann erreiche ich die Tür. Langsam und fast unhörbar offne ich sie.

  • Lucius hatte keinen Grund, heimlich zu tun. Er marschierte ohne Weiteres mit militärischem Gruß an den Wachen vorbei, die am Eingang des Praetoriums standen und schlug dann einen Weg ein, der jeden Beobachter dazu veranlasst hätte zu glauben, dass er einen Rundgang machte. Erst ganz allmählich wurden seine Schritte sanfter, leiser und er bewegte sich nun relativ ruhig zwischen den Säulen entlang. Wenig später erreichte er den Treffpunkt, blickte sich kurz um und betrat, als er niemanden sah, den Raum. Drinnen herrschte eine Dunkelheit, an die sich seine Augen erst gewöhnen mussten. Stumm stand er bei der Tür bis dies geschehen war und sah sich dann um. Salome war schon da, zumindest konnte die Silouette, die er weiter hintem im Raum wahrnahm, von niemand anderem kommen.

  • Endlich! Die Tür geht auf und er betritt den Raum. Ich kann kaum sein Gesicht erkennen. Das Licht ist einfach so schwach. So gehe ich ihm entgegen, bis ich schließlich vor ihm stehe.
    "Lucius! Ich hatte solche Sehnsucht! Da bist du endlich!"
    Ich schmiege mich an ihn und umarme ihn. Ich bin so froh, daß er jetzt hier ist, auch wenn es mir nicht ganz wohl dabei ist. Was , wenn man sie hier entdecken würde?

  • Lucius umarmte sie ebenfalls und küsste sie, zuerst auf den Mund, dann die Wangen und schließlich die Stirn. Da war wieder ihr Geruch, den er so mochte. Er selbst roch wohl wieder einmal nach Schweiss fürchtete er, wear der Tag auf dem Übungsplatz doch lang und anstrengend gewesen. "Pscht..." machte er leise und lächelte sie an. "Wie geht es dir?" fragte er dann während er sie ein kleines Stück von sich schob um sie zu betrachten, was bei der fast völligen Dunkelheit im Raum nur schlecht möglich war.

  • "Oh, es geht mir gut!" versichere ich ihm und versuche dabei zu lächeln. Das ich mir schon die ganze Zeit, seit unserem letzten Treffen, den Kopf zerbreche, wie es mit uns weitergehen könnte, erwähne ich nicht.
    "Bist du einigermaßen zufrieden mit diesem Raum? Es ist nicht so behaglich, wie es in deinem Haus war.", erkundige ich mich.
    Es ist wirklich zu dumm, daß es so finster ich. Doch dann erblicken meine Augen ein weiteres Lämpchen.
    Ich hole es und versuche es ebenfalls zu entzünden. Glücklicherweise ist in ihm noch genug Öl enthalten, sodas ein zweites Licht aufflammt und die Dunkelheit etwas mehr vertreibt.
    Endlich kann ich sein Gesicht richtig erkennen.

  • Lucius nickte. "Im Grunde ist mir jeder Raum recht..." Er setzte sich auf eines der Betten und nästelte an den Riemen seiner Lorica. "Könntest du mir eben hier raus helfen?" fragte er Salome. "Mit der Zeit wird das Ding unbequem."

  • "Oh, ja, natürlich! Ich helfe dir"
    Daraufhin stelle ich die beiden Lämpchen ab und komme ihm zu Hilfe. Es ist gar nicht so einfach und dieses Ding ist eigentlich ganz schön schwer! Wie schafft er es nur, den ganzen Tag damit herumzulaufen?


    Als ich ihn endlich von seinem Panzer befreit habe, flüchte ich mich in seine Arme und küsse ihn. Meine Finger durchkämmen sein kurzes Haar.
    "Ich habe dich so vermißt!"

  • Er erwiderte ihre Küsse und so sanken sie gemeinsam auf das Bett ohne voneinander zu lassen. Lucius fühlte sich, nicht nur da er von der Rüstung befreit war, sehr leicht. Eine ganze Weile lagen sie so da, küssten sich und hielten sich im schwachen Licht der Lampe in den Armen. Dann hob Lucius den Kopf. "Wir müssen noch etwas Geduld haben bevor ich dich freikaufen kann." sagte er und sprach damit ein Thema an, dass eigentlich schon seit ihrem Zusammensein in seinem Stadthaus im Kopf herum spukte.

  • Habe ich das eben richtig verstanden? Freikaufen?
    "Du willst mich freikaufen? Das willst du wirklich für mich tun?" Noch leidenschaftlicher ist der Kuß der auf meine Frage folgt. Doch etwas muß ich ihm noch sagen: das Gespräch mich Vespa auf dem Markt. Er muß davon erfahren!
    Mit einen Armen stütze ich mich etwas ab, damit ich sein Gesicht sehen kann.
    "Die Freiheit ist nicht das Wichtigste für mich! Wenn ich nur bei dir sein könnte! Ich muß dir aber noch etwas sagen, Lucius!
    Heute war ich mit der Herrin auf dem Markt und es ist ihr aufgefallen, daß ich nicht so recht bei der Sache war. Sie weiß es, Lucius!

  • LUcius erstarrte. Für einen Moment zog er die Stirn in Falten. "Das war leichtsinnig." stellte er dann fest. Die Gedanken in seinem Kopf überschlugen sich. Die Sache konnte für Salome üble Folgen haben, die er sich besser nicht ausmalte - auch wenn er Balbus so eigentlich nicht einschätzte. Dann schossen ihm plötzlich seine Karrierepläne durch den Kopf. Er war von Balbus abhängig, also konnte er es sich nicht leisten, ihn irgendwie zu beleidigen oder zu verärgern. "Wir müssen vorsichtig sein." sagte er dann und zwang sich zu einem Lächeln. "Überlass diese Dinge bitte mir Salome. Ich werde tun was ich kann, aber ich muss warten, bis ich die Mittel dazu habe." Er küsste sie wieder auf die Stirn. "Was sagt denn deine Herrin dazu?" fragte er dann.

  • Ich spüre plötzlich diese innere Spannung in ihm. Sein Tonfall hat sich geändert. Er versucht zwar ruig zu bleiben, doch ich merke es, wie unangenehm ihm diese Tatsache sein muß.
    Fast schon jammernd, versuche ich mich zu erklären.
    "Lucius, bitte. Ich hatte solche Angst. Es martert mein Hirn, wenn ich daran denke, was passiert, wenn er es so erfährt. Ich mußte mich jemanden anvertrauen. Zu ihr habe ich Vertrauen gefaßt. Sie ist so anders, wie meine vorherigen Herrinnen es waren. Sie hat mir versprochen, mir zu helfen, wenn ich es ihm sage. Doch ich bat sie darum, nicht deinen Namen preisgeben zu müssen. Ich werde ihn nicht verraten, selbst wenn er mir dafür Schläge androht!"
    Nicht nur die Angst, von meinem Herrn endeckt zu werden plagt mich, sondern auch, von ihm verlassen zu werden.

  • Lucius schüttelte den Kopf. Er versuchte, diese Sache innerlich mit militärischer Routine anzugehen, fand aber keinen rechten Ansatz. Er hatte bisher keine großen Erfahrungen mit der Liebe und spürte, dass ihm die Sache über den Kopf wuchs. Man konnte ruhig bleiben solange man nicht selbst gefühlstechnisch involviert war, jetzt war dies aber unmöglich. Er dachte nach während er Salome in den Armen hielt und fand schließlich die richtigen Worte. "Du musst keine Angst haben. Wir schaffen das, gemeinsam. Wenn etwas schief läuft mache ich meinen Einfluss gelten und hoffe, dass das ausreicht." Er sah sie wieder an. "Aber ich möchte, dass du von jetzt an etwas vorsichtiger bist. Wir beide haben eine Beziehung, die in dieser Welt nicht so gedacht ist. Das heisst wir müssen warten, bis wir wirklich etwas an unserer - deiner - Situation ändern können bevor wir andere einweihen." Er sah die Angst in ihrem Blick und küsste sie. "Lass uns über etwas anderes reden." schlug er vor.

  • Dieser Kuß, er gibt mir etwas Halt. Es vergeht eine Zeit, in der ich schweigend in seinen Armen liege. Die ich scheinbar genieße, doch in meinem Kopf arbeitet es weiter. Ich kann nicht aufhören, daran zu denken.
    Dann entschließe ich mich dazu, doch noch etwas zu sagen. Ernst ist mein Blick.
    "Lucius, ich will dir keine Scherereien machen. Es war alles nur meine Schuld. Ich bin nichts und ich habe auch nichts, außer meiner Liebe. Aber ich kann auch gut verstehen, wenn du..."Einen Moment zögere ich. Ich möchte es nicht aussprechen, doch ich muß.
    "...wenn du dich von mir abwenden willst."
    Starr verharre ich auf seine Reaktion wartend. Eine Sklavin sollte sich niemals Hoffnungen machen!, sage ich mir selbst, um eventuell nicht zu enttäuscht zu sein.

  • Lucius stützte sich auf einen Ellbogen und sah sie an. "Ich sehe mehr in dir als nichts." sagte er sanft. "Ich wäre schon sehr töricht wenn ich nicht von Anfang an gewust hätte, dass unsere Liebe sehr üble Konsequenzen haben kann, für uns beide. Aber das war es mir wert und ist es jetzt auch noch. Du musst dir keine Sorgen darum machen, wie ich zu dir stehe."

  • "Das ist das schönste, was mir jemals ein Mann gesagt hat, Lucius! Ich kann es fast gar nicht glauben. Immerzu denke ich ,ich befinde mich in einem Traum und müßte gleich aufwachen. Ich liebe dich, Lucius. Mehr als alles andere." Schließlich sinke ich wieder in seine Arme.
    "Ich hatte eigentlich gehofft, dich heute Nachmittag zu sehen, als wir wieder zurück aus der Stadt kamen. Doch jetzt bist du ja bei mir."
    Sanft streiche ich über sein Gesicht und küsse ihn abermals. Endlich verfliegt diese Spannung in mir und auch diese nagenden Gedanken lassen mir, wenigstens für eine Weile, etwas Ruhe.

  • "Und ich liebe dich." sagte er. Alles war sehr schnell gekommen, innerhalb weniger Wochen. Aber so schien das Leben zu sein, schnell und geprägt von Veränderungen. Noch vor kurzer Zeit hätte er nicht im Traum daran gedacht, eine Nacht mit einer Frau zu verbringen. Da kam ihm wieder ein Gedanke. "Wird es auffallen, dass du nicht in deinem Raum bist?" Leider musste er solche Fragen stellen.

  • "Mach dir keine Gedanken! Nerva schläft wie ein Murmeltier! Wir haben also die ganze Nacht für uns."
    Ich beschwichtige ihn. Langsam gleiten meine Arme über seinen Körper.
    "Möchtest du, daß ich mich, öhm entkleide?" frage ich zaghaft. Ich möchte ja nichts überstürzen, wenn es vielleicht zu schnell für ihn geht.

  • Na hallo! Nicht dass das dem Decurio nicht schon seit einer ganzen Weile im Kopf herum gegangen wäre, allerdings hatte er seinerseits erstmal abwarten wollen, ob es ihr nicht zu schnell ging. Scheinbar war für Salome die Lage klar. Er selbst hätte nicht von sich sagen können, dass er sich über die Maßen sicher war, beruhten seine bisherigen sexuellen Erfahrungen doch eher auf solchen unromantischer Natur...andererseits wusste Lucius ziemlich genau, was er wollte. Also lächelte er und sagte "Ich dachte eigentlich, dass ich das machen dürfte wenn es soweit ist..."

  • Auch für mich ist diese Situation neu. War es sonst immer der Wunsch meines jeweiligen Herrn, bei im zu liegen und ihm zu dienen, ist es nun mein Eigener. So ist es für mich erst selbstverständlich zu fragen, was er wünscht. Erst seine Antwort, erinnert mich wieder daran, daß es hier auch um mich geht. Was ich möchte. Was er darf.
    "Du darfst, wenn du möchtest!" , antworte ich ihm dann lächelnd.

  • Lucius ließ sich nicht lange bitte sondern ihren Worten einen langen uns intensiven Kuss folgen. Während er insgeheim hoffte, nach dem Tag im Dienst nicht ganz so sehr zu müffeln (denn er hatte sich nur kurz mit kaltem Wasser abwaschen können) schob er ihr langsam die Träger ihres Gewandes über die Schultern, nicht ohne jeden neuen Zentimeter Haut mit Küssen zu bedecken. Er begann sich zu entspannen und sich auch ein wenig im Duft ihrer Haut zu verlieren. Seine Gedanken begannen zu verschwimmen und in den Hintergrund zu treten, den Gefühlen Raum zu schaffen, die ihn überfluteten. Lucius kannte dieses Gefühl, wenn das Hirn die Kontrolle an den Körper abgab, sonst nur vom Kampf. Nun aber hieß er es willkommen und gab sich ihm hin...ihm und der wunderschönen Frau neben ihm...

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