Archiv der alten Casa | Der Eingang, Tabernae, Vor der Strasse, die alte Casa- vor dem Brand

  • Der verwirrte Blick des Optios sagte ihm, daß er in Germanien nach Feierabend sich nicht mit dem Studium der Sprache beschäftigt hatte.


    "Kenne den Feind, Optio. Dazu gehört auch seine Sprache. Ich sagte, wenn er ein Gefangener ist, dazu noch aus Germanien und noch fremd in Roma, dann solltest du ihn in Modedingen etwas besser beraten. Diese Sklaventunika ist etwas gewagt kurz und zeigt viel Bein, aber den Damen wird es sicher gefallen. Nur Wunder dich nicht, Aristides, wenn du keine abkriegst, weil alle sich mit ihm beschäftigen."

    Semper Fidelis - zum ewigen Ruhme des Imperiums und seines Imperators!

  • Die Germanen wollte Marcus wahrlich nicht kennen lernen und jetzt bestand eh kein Grund mehr dazu. So zuckte Marcus mit der Schulter und seine Gedanken wanderten zu allen möglichen Frauen, die hier anwesend sein könnten. Marcus, halt Deine Gedanken heute abend im Zaum. Da sieht man nur auf dem Gesicht, wenn man lüsterne Gedanken hatte. So dachte sich es Marcus. Verwirrt sah Marcus zu Rutger und besah sich dessen Tunika. Zugegeben, sie könnte länger sein, aber eigentlich trugen alle Sklaven sie in der Villa Flavia...alle die er kürzlich gesehen hatte! Es fiel Marcus wie Schuppen von den Augen. Wer war in der Villa Flavia wohl für so ein Geschmack bekannt? Na, seine beiden Vettern, Gracchus und Aquilius. Das erklärte wirklich die Kürze der Tunika. Marcus lachte kurz und nickte.


    "Wer weiß, welchem Augenpaar diese Beine dort gefallen werden!"


    Marcus tat die Bemerkung von Plautius sofort ab. Er konnte es sich nicht vorstellen, daß eine Dame ihn abweisen und einen hübschen jungen Germanen ihm vorziehen würde. Immerhin war Marcus ein Patrizier und mit diesem Gefühl richtete er sich auf und nahm seine patrizische Würde ein. Jedoch nicht sehr lange, grinste er doch schnell wieder und folgte den Anderen. Sonst würden sie noch im Morgengrauen hier stehen.

  • Zitat

    Original von Marcus Flavius Aristides
    ...
    Wütend knurrte Marcus auf, trat einen Schritt auf den Germanen zu und holte mit der Flachen Hand aus. Er gab Rutger einen Klaps auf den Nacken, schmerzhaft genug um ihn aufschrecken zu lassen, aber nicht zu hart.
    "Hab ich Dich etwas gefragt, Sklave?"
    ...


    Rutgers Wangenknochen mahlten, er ballte die Fäuste und seine Fingerknöchel wurden weiß als der Flavier ihn schlug. Wenn er doch nur... er würde ihn... aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt.
    Rutger hatte eine LISTE, und die würde er zu gegebener Zeit abarbeiten.
    Höchst verwundert sah er zu Plautius, als der sich auf Germanisch über Modefragen ausließ, und ganz betreten guckte er dann an sich runter. Das konnte ja heiter werden. Er fühlte sich gar nicht wohl in seiner Haut, als er der Truppe folgte.

  • Ich lachte und klopfte Aristides auf die Schulter...
    Dann ging ich ebenfalls in die Casa...
    Ein Fest war immer was herrliches... Besonders hier in Roma und ich freute mich drauf...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • Zitat

    Original von Cicinne
    Nun da sie aus seinen Worten raushörte, dass er annahm, dass sie eine Sklavin war flackerte etwas in ihren Augen auf. Es war nur für wenige Sekunden zu sehen, aber es war da. Man würde sie sicher demnächst suchen, aber sie hatte sich das nicht alles so vorgestellt, als sie beschloss zu gehen und sich hier durchzuschlagen. Zwar waren ihre Gedanken immer wieder bei Curio, aber es war alles so verzwickt, dass sie völlig abgeschaltet hatte und eine Kurzschlußreaktion folgte auf die nächste, wie wohl auch jetzt, als sie anfing sich gegegn den Mann zu wehren der sie immer noch festhielt und ihr auf die eine oder andere Weise ziemliche Angst bereitete oder zumindest ziemliches Unbehagen.
    "Lass mich einfach los ich gehöre niemanden und wenn doch würde ich es dir nicht sagen" versuchte sie sich rauszureden und vor allem aus seinem Griff zu befreien.


    "Nein." entgegnete er nun eine Spur ungnädiger als zuvor. Schließlich war sie die Missetäterin hier, nicht er. "Es ist simpel, solange du nicht sagst, wer du bist oder zu dem du gehörst, wirst du hier in der Casa Artoria verbleiben. Ich habe nicht vor, so ein Verhalten zu dulden." Als sie sich wehrte, packte er wie automatisch ihre Handgelenke mit festem Griff um ihr mit leicht geengten Augen in die ihren zu blicken. "Also - wie ist dein Name und zu wem gehörst du, Mädchen?"

  • Er konnte sie doch nicht einfach so hier behalten. Curio würde sauer werden, ganz bestimmt würde er das. "Ich kann nicht einfach hier bleiben und du hast sicher nicht das Recht dazu mich einfach hier festzuhalten." Cicinne sah ihn verzwefelt an. Woher konnte er denn so sicher sein, dass sie eine Sklavin war und nicht eine Peregrini oder jemand ganz anderes? "Ich heiße Cicinne" sagte soie dann doch schließlich noch, aber nich wer ihr Herr war. Doch als er fester zugriff und sie so anschaute begann sie sich doch wieder zu wehren und stemmte sich mit den Füßen in den Boden um sich von ihm zu befreien, die Tür war doch so nahe.

  • Zum seinem Glück wusste die Kleine nicht, dass er nur auf das Geradewohl hin geschätzt hatte. Ob es ins Ziel war, wusste er aber nicht, aber zumindest hatte er nun einen Namen, damit ließ sich etwas anfangen. Cicinne. Ein schöner Name, befand er.


    "Wie gesagt, du hast die Wahl. Entweder die Cohortes Urbanae oder ich." Und schon wieder kam dieses schlechte Gefühl in ihm hoch, er fühlte sich gemein, was aber sicher daran lag, dass dieses Mädchen so wundervoll dem Kindchenschema angepasst war. Nein nein, Corvinus, lass dich nicht von deinem Gewissen übermannen. So lässt sich nichts gewinnen und die kleine war schön und konnte ihm somit bestimmt noch von Nutzen sein.


    Corvinus war weder ein großer Mann, noch ein Berg an Muskeln, aber unter dem beigen Stoff der Toga verbargen sich doch die Kräfte des Ringers, der er einmal war und der er immer noch war, so es denn sein musste. Er war versucht, sie einfach zu packen und über seine Schulter zu werfen, aber das wäre nun nicht wirklich nicht angemessen gewesen und hätte seine Frau das gesehen, hätte sie das unter Umständen falsch auffassen können.


    "Es ist simpel, du wirst für mich arbeiten, bis du diese Schuld, die du durch diesen versuchten Raub bei mir verursacht hast, beglichen hast. In der Zwischenzeit kann ich dir Essen und Logie bieten - für deine Arbeitskraft. Ein gerechter Tausch, wie ich finde."


    So versuchte er mit beiden Händen ihre Hände zu fixieren und sie eingehend und eindringlich anzusehen - und mit etwas Empathie würde ihr wohl klar werden, dass er sie wirklich nicht in sein Cubiculum schaffen wollte, sondern tatsächlich zum arbeiten brauchen würde.

  • Sie schien mit einem Berg zu kämpfen, denn sein Griff war eisern und sie konnte ihn nicht von der Stelle bewegen. Es war selten, dass sie etwas einschüchtern konnte, aber hier wurde sie es langsam und wusste nicht was sie dagegen machne sollte. Wenn sie sagte, dass Curio ihr Herr war würde dieser Ärger bekommen, wenn sie es nicht sagte würde sie als Flüchtige gelten und Curio wäre a) sauer und b)krank vor Sorge. Die Corhortes Urbanae durften nicht hier her kommen und dieses Druckmittel was er hatte war auch wohl das einzige was wirkte, denn sie wollte nicht von ihnen aufgegriffen werden.
    "Ich habe doch nichts getan. Du hast das Schmuckstück doch noch und ich konnte es dir nicht entwenden. Du hast nicht das Recht dazu" versuchte sie es noch einmal,aber wusste, dass sie auf taube Ohren stoßen würde.
    "Ich kann nicht für dich arbeiten, mein Herr......." Cicinne biss sich auf die Lippen, als sie merkte, dass sie sich grade dabei war zu verraten, aber er konnte nichts machen solange er nicht wusste wer ihr Herr war. Ihr Versuchte sich gegen ihn zu behaupten wurden im Keim noch erstickt und sie sah ihm in die Augen.

  • Sie sah richtig süß aus, wenn sie sich auf die Lippen biss. Irgendwie erinnerte sie ihn ein wenig an Hypathia, auch wenn sie nicht an deren Grazie und deren sinnlicher Art herankam. Dennoch begann ihm dieses Spiel zu gefallen, sozusagen die Zähmung der Widerspenstigen. Dass er sie nicht zähmen konnte, das war ihm irgendwie bewusst - aber er wollte es auch nicht, denn sonst wäre ihm wohl langweilig geworden. So zog er sie einmal ruckartig näher, dass sie gegen seine Brust prallen musste, ging darauf aber einen kleinen Schritt zurück, um ihr nicht zu nahe - unziemlich nahe - zu sein, auch wenn ihm der Gedanke gar nicht so unangenehm schien.


    "Wenn du wüsstest, was ich alles kann. Denkst du, einer Sklavin glaubt man? Man hört ihr zu? Nenne den Namen deines Herren und ich will nachsichtig sein. Ich will dir ja nichts antun, Mädchen."

  • Sie stieß gegen ihn und einen leisen Seufzer aus. Ihr Blick enthielt Verwunderung über seine Art, die so seltsam war und sie wusste nicht ob sie ihm trauen konnte oder nicht. Wenn sie ihm sagte wem sie gehörte, dann würde Curio den Ärger haben und wenn nicht dann sie. Es war egal was sie machte es würde alles im Kreise sich drehen und keinen Anfang und Ende finden. Ihr Atem war unweigerlich schneller geworden und sie schien ein junges Tier zu sein welches man in eine Ecke getrieben hatte und das nun kurz davor stand eingefangen zu werden nur, dass sie schon eingefangen war.
    Nein einer Sklavin glaubte man nie, ausser Curio ihn konnte sie immer um den kleinen Finger wickeln und würde es sicher auch dieses mal schaffen. Ihre Hände ballten sich langsam zu Fäusten und sie sah tief in seine Augen.
    "Mich auf jeden Fall nicht festhalten" sagte sie mir nicht mehr solch fester Stimme wie noch eben. Ihr Blick glitt von seinem ab und suchte den Boden. Vielleicht ließ er sie los wenn sie es sagte und vielleicht konnte sie dann einfach abhauen. "Caius Sergius Curio, ist mein Herr."

  • Ein Sergier. Na herrje, das hatte ihm noch gefehlt. War aber nicht einmal so verwunderlich, wahrscheinlich bildet das Pack ihre Sklaven zu Dieben aus und lassen sie dann durch die Straßen Roms ziehen, um arme Passanten zu bestehlen. Er fasste langsam einen Entschluss, hielt das scheue Reh, welches er festhielt, aber weiterhin im Griff. Was für ein stures Mädchen, dafür aber ziemlich hübsch. Und sie hatte Feuer im Hintern, das gefiel ihm.
    "Sergius Curio. Ich nehme an, er ist verwandt mit Sergius Sulla?"


    Kurz schnaubte er triumphierend durch die Nase, dann ließ er sie los. Seine Entscheidung reifte heran, dann verschränkte er unbarmherzig seine Arme vor der Brust und musterte sie. "Auf jeden Fall werden wir deinem Herren einen Besuch abstatten." Auch wenn er es wohl nicht zugegeben hätte, aber er wollte sie haben. Hätte er sie erst einmal ordentlich erzogen, würde sie ihm bestimmt gute Dienste erweisen.

  • Vielleicht wäre es doch besser gewesen nicht zu sagen wem sie gehörte, denn in letzter Zeit brachte sie sich damit nur in Schwierigkeiten oder besser gesagt Curio. Sie schien die Probleme anzuziehen und es erschreckte sie sogar, dass er zu Curio gehen wollte. Das konnte sie doch nicht zulassen, sie konnte nicht zulassen, dass Curio wegen ihr Ärger bekam und was würde er wohl sagen wenn er erfuhr, dass sie hatte klauen wollen? Vielleicht würde er sien dann nicht mehr sehen wollen. So viele Gedanken gingen ihr durch den kopf und alles geriet einfach aus den Fugen, das konnte doch alles nicht wahr sein.


    "Sicher ist er mit Sulla verwandt, er war mein erster Herr aber dann wurde ich weiter gegeben an Sergius Curio und ich fände es nicht gut, dass du zu ihm willst" sagte sie und presste gleich darauf ihre Lippen feste zusammen. Cicinne war froh, als er sie endlich los ließ und verschränkte ihre Arme vor der Brust und ging einen Shcritt nach hinten auf die Mauer zu. Es war ganz gut, dass sie nicht wusste was er dachte und, dass er darüber nachsinnte sie zu ergattern, denn sie würde sich nicht eingliedern wollen, zumindest nicht vorerst. Nicht umsonst hatte sie damals Sulla ein Messer an den Hals gehalten.

  • Blinzelnd sah er sie an. Sulla war ihr erster Herr? Das erklärte wirklich viel und nun tat sie ihm schon wieder fast leid. Die trotzige Miene verführte ihn fast dazu, ihre Wange zu streicheln, aber das ließ er lieber. Er wollte sie nun nicht unnötig aufstacheln, nicht mehr als gut war. Langsam aber sicher zog sich seine Braue nach oben. Sie fände es nicht gut? Der würde er schon noch zeigen, was es hieß, sich unterzuordnen. Er war kein Freund von Unterdrückung, aber jeder hatte seinen Platz und konnte sich einen anderen erarbeiten, selbst Sklaven. Warum sollte es ihr da besser gehen? Mit einer beiläufigen Bewegung putzte er den Staub von seiner Tunika, dann drehte er sich um und rief zu einer jungen Sklavin, sie solle Hypathia ausrichten, dass er noch etwas brauchen werde.


    "Auch wenn es dir nicht gefällt, wir werden deinen Herren aufsuchen. Es ist ohnehin schon wieder etwas lange her, dass ich in der Villa Sergia zu Gast war." merkte er an. Und in Gedanken fügte er ein 'den Göttern sei Dank' hinzu. Dass es ihr nicht unbedingt Behagen bereitete, sah er - aber darauf ging er nicht ein.

  • Seit dem sie in diesem Haushalt war konnte sie sich nicht erinnern, dass er jemals zu Besuch gewesen war, denn ansonsten hätte sie ihn ja erkenne müssen. Ohje Curio würde sie dafür auspeitschen und so presste sie ihre Arme nur noch fester an ihren Körper. "Dann wirst du alleine ohne mich gehen müssen, denn ich komme nicht mit" sagte soe mit einer vollen Protion Trotz und dachte nicht daran sich von der Stelle zu bewegen. Wieder machte sie einen Schritt nach hinten bis sie merkte, dass es nicht weiter ging weil ihr Rücken gegen die Mauer stieß an der sie ebens chon gelehnt hatte.


    "Du hast doch nichts verloren, also warum muss dieses Gespräch sein? Ich habe dir nichts gestohlen und dir nichts angetan, also kannst du mich doch auch gehen lassen und ich verspreche, dass du mich nie wieder sehen musst" versuchte sie es nun auf diese Weise, aber irgendwie traf sie sicher nicht den richtigen Punkt. Vielleicht konnte sie Curio aber auch glauben machen, dass er log, schließlich hatten sie eine besondere Beziehung zueinander, da musste sie doch einen Pluspunkt gegenüber dieses Mannes haben. Stur sah sie ihn an und nahm eine leichte Abwehrhaltung ihm gegenüber ein. So stand die kleine Sklavin da und eigentlich war das ein ziemlich komisches Bild was sie da abgaben.

  • Ein paar kleine Fältchen bildeten sich auf seiner Stirn, als er sie beobachtete. Hatte sie nun Angst vor ihm? Er konnte es nicht wirklich zuordnen, schüttelte dann aber schmunzelnd mit dem Kopf, ehe er wieder mit ruhiger Stimme zu sprechen begann. "Und wenn ich dich zu ihm tragen muss, ist mir das auch egal. Ich könnte auch alleine zu ihm gehen, aber denkst du nicht, das würde ein um einiges schlechteres Bild auf dich werfen, als wenn du in meiner Gesellschaft mitkommen würdest? Denk logisch, Cicinne."


    Als sie fortfuhr, schnaubte er durch die Nase und schüttelte erneut mit dem Kopf. Dass sie recht hatte, konnte er nicht leugnen, aber er wollte sie haben. Sollte er es ihr sagen? Nein, lieber nicht, sie schien an ihrem Herren zu hängen. Aber in Misenum am Strand würde es ihr bestimmt auch gefallen. Beim Gedanken an sie beim Strand, bei Hypathia und ihm, da biss er sich leicht auf die Unterlippe, was sich in ein Nagen ausweitete. Schließlich antwortete er ihr, auf Beherrschung bedacht. "Wir werden deinen Herren aufsuchen und ich werde ihm meinen Standpunkt erläutern."

  • Cicinne würde bald platzen, das wusste sie und vielleicht legte der Mann es nur drauf an, dass sie in die Luft ging, aber sie wusste,dass sie achtsam sein musste ansonsten würde irgendwann der Kopf von Curio rollen und das wollte sie wieder einmal nicht, auch wenn er sicher schon genügend Probleme wegen ihr an den Hals bekam. Ihre Augenlider zuckten ein wenig und kurz musste sie schmunzeln bei dem Gedanken daran wie er eine sich wild wehrende Sklavin durch die Strassen von Roma trug. "Ich denke logisch und wenn du meinst ich hätte Angst vor meinem Herrn, dann täuschst du dich. Ich weiß nur nicht was das soll, denn ich habe dir nichts getan und du willst unbedingt, dass ich Ärger bekomme." Ihre Worte hatten eine gewisse Härte und ihr Blick schien um einiges dunkler zu werden. Noch immer musste sie zu ihm aufsehen, aber da sie nun ein wenig weiter von ihm weg stand überlegte sie ob sie nicht doch noch einmal versuchen sollte abzuhauen.


    Ihr Kopf neigte sich auf die rechte Seite und zwei Strähnen ihres braunen Haares rutschten ihr in die Stirn. "Er wird dir kein Wort glauben" fauchte sie wie eine kleine Katze und huschte einfach auf die Seite in die Richtung wo die Tür war, so weit war der Weg ja nicht.

  • 'Das werden wir ja noch sehen', dachte er sich, als sie meinte, dass er ihm kein Wort glauben würde. Schließlich war Corvinus ein ehrenwerter Römer und die kleine Cicinne nur eine griechische Sklavin, wenn auch durchaus mit überzeugenden Argumenten. Irgendwie hatte er das Gefühl, als wolle sie ihn am liebsten anspringen und kam sich vor wie ein Wollnashorn vor einer Löwin. Doch dann versuchte sie seitlich auszuweichen, womit er eigentlich nicht gerechnet hatte - zum Glück hatte er aber vorher die schwere Porta geschlossen. Zwar war sie wieselflink und um einiges agiler als er, doch schaffte er es, sie am Rückenstoff ihrer Tunika zu packen und fest ruckartig zu sich zu ziehen.


    "Ich sage es dir im Guten, komm mit mir mit, dann soll dir viel erspart bleiben. Aber wenn nicht..."
    Das Ende ließ er lieber offen, das wirkte dramatischer und sie sollte es sich selbst ausmalen, was dann passieren könnte. Er hätte viel gegeben dafür, ihre Gedanken lesen, spüren zu können. Dass es für ihn um einiges gesunder war, diese nicht zu kennen, wusste der Selige zum Glück nicht.

  • Cicinne hatte gehofft ihn austricksen zu können, aber ihre Listen ließen in letzter Zeit so ziemlich zu wünschen übrig und so kam was kommen musste, denn er hatte sie wieder am Schlawittchen und riss sie zu sich, dass sie mit ihrem Rücken und der Seite gegen ihn prallte. "Ufffff" machte sie als sie noch versuchte sich mit den Armen irgendwie abzustützen. Seine Worte drangen nicht wirklich an ihr Ohr denn diese hatte sie schon viel zu oft gehört, aber was war geschehen? Meistens nicht, denn sie musste ihre Herrn immer nur mit ihren treuen und blauen Augen ansehen da ließen sie meisten von ihr wieder ab. Das beste Beispiel war wohl Sulla gewesen, der es nicht übers Herz gebracht hatte sie auszupeitschen obwohl sie ihn mit einem Messer bedroht hatte.


    Ihr Herz schlug ziemlich wild in ihrer Brust und sie presste ihre Lippen aufeinander bis sie fast nur noch einen weißen Strich bildeten. "Lass mich los und in Ruhe. Ich komme nicht mit. Ich hatte nichts gemacht, das war alles ein Missverständnis" meinte sie und wurde nun wild. Wie eine kleine Raubkatze begann sie sich zu wehren und sich aus seinem griff zu befreien, oder zumindest versuchte sie es, als sie nach ihm schlug und dann mit einer schnellen Kopfbewegung, indem sie ihn zur Seite nach unten beugte, in seinen Arm biss.

  • Stockschläge auf die nackten Fußsohlen.. das ging ihm durch dem Kopf, als der Schmerz wie ein Blitz seinen Leib durchzuckte. Dieses Gör! Doch in Situationen, wo jeder versuchte seinen Arm so rasch wie möglich aus den Fängen der kleinen Raubkatze zu ziehen, schlang er seinen freien Arm um ihren Bauch, drückte sie an seinen Bauch und gleichzeitig dazu presste er seinen Arm fester in ihren Mund, die Muskeln anspannend - durch das Adrenalin waren jene ohnehin schon verhärtet. Eine Ohrfeige hätte ihr gehört, doch das lag derzeit nicht im Bereich des möglichen. Ohhh, er würde sie nackt durch die Dornbüsche am Stadtrand von Neapolis schicken. Zumindest konnte er so ihren Kopf steuern und drückte ihn an seiner Brust, während er seinen Arm weiter in ihren Mund zwängte.


    Dabei ließ es sich nicht vermeiden, dass er an ihrem Haar roch, doch der Augenblick, indem er die Mundwinkel hob, der währte nicht lange. Schließlich strich er mit seinem Unterarm an ihrem Leib hinauf und schmiegte seine freie Hand unter ihr Kinn. "Nimm den Mund nicht zu voll...", zischte er leise. "Ist es dir lieber, wenn ich dich bewusstlos schlage und dann hintrage?"

  • Das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen weil er seinen Arm so weit in ihren Mund presste war fast unerträglich und ein kurzer Moment der Übelkeit überkam sie, doch er währte nicht lange, denn sie hatte keine Zeit um solche Gefühle überhaupt zuzulassen und wurde feste an seinen Körper gepresst und gab leise Geräusche von sich. Beinahe hätte sie einfach noch fester zugebissen, aber das Drücken und der Griff von ihm verhinderten es. Cicinne kniff ihre Augen zusammen und ließ locker, ja ihr ganzer Körper schien auf einmal lockerer zu werden, denn sie wusste, dass sie wohl verloren hatte was das Fliehen betraf, dabei hatte sie zu Anfang gar nichts gemacht.


    Sie kam sich wie geknebelt und gefesselt vor, denn viel bewegen konnte sie sich nicht und da er den Arm weiter in ihren Mund presste konnte sie auch nichts sagen und nur schwer atmen, was man auch spürte. Cine legte eine Hand an seinen Arm um den Druck etwas entgegenzuwirken. "Hmmmmmm" machte sie und spürte wie seine Hand sich unter ihr Kinn legte.Diese Berührung ließ sie die Augen öffnen und so konnte sie ihn oder musste sie ihn ein wenig ansehen.

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