cubiculum Duccia Clara | Ankunft

  • "Bis später ... und danke für Deine Worte, es ist sehr nett von Dir, mir das zu sagen ..."


    und so verabschiedete ich mich von Ursus, und obwohl seine Worte mich zu Tränen gerührt haben, war es gut,
    dass er die nicht gesehen hat ... . Ich seufzte und trank einen Schluck Honigwasser. Dann lehnte ich mich zurück
    und wartete auf Tilla und mein Bad...

  • "Mensch, richt das gut! Da könnt ich mich ja echt ma dazulegen!" kommentierte ich den wohlduftenden Geruch, der von den Badeessenzen im balneum ausging. Doch mit dem dazulegen wurde es heute wohl nix! Drum seuftzte ich nur mal kurz und machte mich auf den Weg um diese Duccia Clara abzuholen, die ich bereits kurz nach ihrer Ankunft schon einmal gesehen hatte.
    An der Tür zu ihrem cubiculum angekommen klopfte ich einmal kräftig, öffnete dann die Tür und trat ein.
    "Öhm, domina, das Bad wär´dann so weit fertig. Wenn du mir bitte folgen würdest!"

  • Ich war sehr müde und bin fast eingeschlafen, als es klopfte und eine andere Sklavin das Zimmer betrat. Die kam mir
    zwar bekannt vor, aber ich konnte mich in dem Moment nicht erinnern, wo ich sie gesehen habe. Langsam stand ich
    auf und folgte ihr ins Bad ...

  • Tilla traf unterwegs zwei Sklaven, nämlich Dina und Brix, fragte sie, ob sie ihr helfen wollten die Truhen auszupacken. Denn alleine würde sie das in ein paar Stunden sicher nicht schaffen. Ursus hatte ihr vorhin geraten auch andere um Hilfe zu bitten. Gemeinsam mit den beiden anderen Sklaven verstaute sie die mitgebrachten Kleidungsstücke, welche sie ausgiebig und neugierig befühlte, in den Wandschränken.


    Schöne Gegenstände, wie Tierfiguren stellte sie alle zusammen auf einen weiteren Tisch unterm Fenster, sodass es beinahe wie eine Herde aussah, die sich versammelt hatte und nicht mehr wusste, wohin sie gehen sollte. Tilla fiel es sichtlich schwer, nicht gleich loszuspielen. Wieviele Tiere Duccia Clara doch hatte und sie nur eine einzige Pferdefigur!


    Dina lenkte sie ab und machte sie auf die letzte Truhe aufmerksam. Zusammen hoben sie den Deckel hoch und blickten keine Sekunde später auf eine Unzahl von Bücherrollen. Lesestoff ohne Ende! Wohin damit? Es fehlte ein Regal. Dina schob die offene Truhe neben das Bett und schickte Brix ein solches zu besorgen. Vorsichtig nahm Tilla eine Bücherrolle hinaus und öffnete sie. Tierzeichnungen! Sie zeigte Dina die Tiere auf dem Tisch und zusammen stellte sie die Tierfigur zu der jeweiligen passenden Zeichnung. War das ein Spaß... auch Dina spielte mit, legte das Huhn zum Huhn.

  • Heilfroh, aus dem balneum entlassen worden zu sein, kehrte ich zu Tilla zurück, die in Duccia Claras cubiculum war, um dort ihre Sachen auszupacken.
    Ich öffnete die Tür und traute kaum meinen Augen!
    "Ey, was geht´n hier ab? Aber sonst klappt´s noch?!", sagte ich trocken.
    Tilla und Dina spielten mit irgendwelchen Tierfiguren aus Holz! War das hier´n Kindergarten, oder sowas? Hatte ich mich in der Tür geirrt und das hier war sowas wie´n Spielzimmer?

  • Tilla schreckte hoch, starrte Caelyn verdutzt an. Was denn? Waren die Stunden, die Duccia Clara baden wollten schon etwa vorbei? Ihr kam es so vor, gerade erst angefangen zu haben. Dina zog sie am Arm auf die Füße. Widerwillig kam Tilla sie der Aufforderung der Älteren nach, rappelte sich auf und liess sich von ihr zur Tür bringen, wo Caelyn stand. Haben doch nur die Tiere bewundert. gestikulierte Tilla, starrte sehnsüchtig auf die Figuren zurück.


    So viele Tierfiguren hat sie. Sie kramte in einem Beutel, holte das Pferd hervor, welches sie von Marcus zu den Saturnalien geschenkt bekommen hatte.Ich hab nur das hier.


    Eine Sklavin platzte in den Raum und teilte mit, dass Tilla im balneum verlangt wurde. Ich habe doch gar nicht so lang gespielt. meinte Tiilla ganz erschrocken und steckte das hölzerne Pferd wieder ein. Bis gleich. winkte sie Caelyn und hüpfte Glöckchen schellend davon, ohne daran zu denken, dass sie vielleicht lieber die Tiere aufräumen sollte.

  • Als wir das Cubiculum erreichten und rein kamen, war ich angenehm überrascht. Alles war ausgeräumt, keine Kisten mehr.
    Das große Bett war frisch bezogen und sah einladend aus ... Ja, ich war sehr müde ... Dann sah ich meine Bücher-Truhe, die
    offen stand -


    "Tilla, danke Dir, dass Du das hier alles so schnell organisieren konntest, aber meine Rollen muss ich zuerst ordnen und
    dann können wir die ... "
    - ich suchte nach einem Regal - " ... ja, dort unterbringen"


    Dann ging ich zum Fenster und entdeckte meine kleine Tierchen auf einem Tischchen stehen und liegen ...
    und auch ein paar Rollen lagen da ...


    "Ach, das ist schön, dass Du die auch ausgepackt hast, das ist ein Geschenk von einem kleinen Freund, der hat diese
    Figuren für mich aus dem Holz gefertigt ... der kleine Randwig ... und er hat sie auch gemalt, wie Du, nehme ich an,
    schon gesehen hast ..."


    dabei lächelte ich in mich hinein, Tilla durfte natürlich nicht, ohne mich zu fragen, die Rollen öffnen, aber sie war
    eigentlich noch ein Kind und neugierig, wie eben die Kinder und Sklaven sind...


    "Magst Du Tiere, Tilla?"

  • Dann waren sie da. Tilla drückte die Tür auf und schob sie mit dem Fuß hinter sich wieder zu. Nun war sie quasi nur angelehnt, aber das war sicher nicht schlimm? Sie konnte nicht weiter drüber nachdenken, lächelte bei dem erneuten Lob immer ein bisschen mehr und entdeckte auch das Regal. Aha.. da hatte Brix also noch eines besorgen können. Ihr Blick flog zurück zu dem Tisch voller Tiere. Ach herrjeh.. die hatte sie ganz vergessen.. aber Clara schien nicht einmal ärgerlich zu sein, sie ausgepackt vorzufinden. Tilla führte Clara zum Korbstuhl neben eben diesem Tisch unterm Fenster, rückte noch schnell das Rückenlehne-Kissen zurecht, bevor die ältere sich hineinsetzte. Warte kurz... Kurz hob sie die Hand, suchte die Tafel und kehrte wieder zu Clara zurück. Ja.. die Tiere sind toll.. so scheen niedergemalt. Ich habe ein eigenes Perd. Da... ich mag es und die da auch. Pieps, Miau, Wau-Wau. Rechtschreibfehler waren immer noch drin. Tilla reichte die Schreibtafel an Clara weiter, zog ihr Saturnaliengeschenk das Pferd aus dem Beutel, zeigte auf Maus, Katze und Hund. Weiss-Bauch-blau-Rücken Delphine schien Clara nicht dabei zu haben. Langsam kniete sie sich zu Boden, richtete den umgefallenen Esel wieder auf.

  • Tilla war wirklich sehr aufmerksam. Ich nahm Platz und lehnte mich zurück. Der Korbsessel war sehr bequem.
    Dann versuchte ich die Kritzelei, die Tilla schrieb, zu entziffern und außerdem bewunderte ich noch das Pferdchen, das sie mir zeigte -


    "Schön ... ach, wenn Du die Tierchen so magst, kannst Du zwei davon nehmen, diesen Esel und diese Kuh ... die habe
    ich aus Britannia mitgebracht ... , über Hunde und Katzen können wir uns später noch unterhalten... , aber jetzt müssen wir
    einen anderen Platz für sie suchen, denn diesen Tisch werde ich brauchen, um Briefe zu schreiben ..."


    Ich dachte kurz nach, seufzte leicht und lächelte dann Tilla an -


    "Wollen wir nun meine Haare in Ordnung bringen? Wo ist eigentlich mein Spiegel?"....

  • Clara schenkte ihr eine ungekannte Aufmerksamkeit, die sie ganzganz selten nur von anderen Menschen bekam. Sie verfolgte Claras Benehmen und nahm ihre Bewunderung für ihr Pferd wahr. Tilla lächelte, strich dem Pferd über den Rücken und legte den Kopf schief, als sie das Angebot hörte. Vorsichtig nahm sie ihr die Tafel aus der Hand und schrieb was neues auf. Was ist ein Esel und Kuh?? Über Hunde und Katzen sprechen? Gerne!! Fragend sah sie Clara an... reichte ihr die Tafel zurück.


    Den Tisch frei räumen für Briefe schreiben? Hmm.. und wo sollten die Tiere dann hin? Tilla nahm sie nacheinander vom Tisch und stellte sie unter dem Tisch auf, so hatten sie quasi ein 'Dach' überm Kopf. Es sah interessant aus, wie sie da so regungslos standen.


    Achja.. das Haare kämmen. Tilla erhob sich und holte den Spiegel herbei, welchen sie Clara reichte. Den Kamm hatte sie aus den Bad mitgebracht. Ich fang schon an. Spontan stellte Tilla sich neben Clara auf, umfasste ein knapp Büschel Haare und kämmte es vorsichtig aus. Ganz so wie Aurelia Prisca es ihr beigebracht hatte... jetzt der nächste Büschel. Und einmal rundum Haare auskämmen an Claras Hinterkopf vorbei. Es dürfte kaum geziept haben. Forschend sah sie Clara an. Alles in Ordnung? gebärdete sie.

  • Tilla schrieb noch etwas und gab mir die Tafel :


    "Oh, der Esel ist diese Figur hier, der eben umgefallen war, der arme ... und die Kuh ist dieses Tier
    hier, die gibt uns Milch ... also ein Haustier ... sehr nützlich ...."


    dabei dachte ich an die heiße Milch, die Randwig mir immer brachte, bevor ich schlafen ging ...


    "Aber Tilla, kommst Du nicht aus Hispania, hast Du noch nie da einen Esel gesehen ... ?"


    Ich nahm Spiegel und ließ mir die Haare kämmen, Tilla machte es gut und gekonnt, was mich sehr
    freute und da ich sie auch im Spiegel sah, lächelte ich das Mädchen an -


    "Ja, es ist alles in Ordnung, Du machst es sehr gut, Tilla, ich bin zufrieden ..., ich habe eine schöne Saphirnadel
    für mein Haar ... dann ..."
    ,


    plötzlich fiel mir noch etwas ein -


    "Wo ist eigentlich meine kleine Schmuck-Truhe ...?"

  • Sie schielte zu den Tieren auf dem Boden hinunter, suchte den Esel und wunderte sich über die Kuh. Dieses Tier gab Milch? Und war zeitgleich ein Haustier? Wie ging denn das? Diese Kuh war nicht mal so groß wie ihr Pferd...
    Duccia Clara brachte mit ihren Aussagen nur noch mehr Fragen in Tillas kreiselnde Gedanken hervor. Unweigerlich krauste sie schwer nachdenkend die Nase, während sie sich Büschel für Büschel die langen Haare auskämmte. Das Rätsel von Köchin Niki hatte sie immer noch nicht gelöst: ein Tier mit buschigem Schwanz und Hörnern auf dem Kopf, welches Nüsse aß. Wie hiess es bloß? Da musste sie noch mal Siv fragen gehen.


    Clara konnte sie zwar im Spiegel sehen, die gut beschäftigte Tilla kannte diesen Trick nicht. Nein. lautete die Antwort auf ihre Herkunft. Weiss nicht woher ich bin. Ich kenne keine Esel. fügte sie hinzu und liess den Kamm nach dem letzten Haarstrich sinken. Die Haare waren noch ein wenig feucht.


    Ihre Schmucktruhe? Tilla entkräuselte ihre Nase, stellte sich vor Clara auf, zuckte nach einem Rundumblick mit den Schultern. Tut mir leid. Es waren viele Kisten auszupacken. Bestimmt hat Caelyn sie ausgepackt und weggestellt. Soll ich sie herholen? Sogar Saphirnadeln hat Clara. Als ehemalige Straßendiebin sollte Tilla sich eigentlich für Schmuck interessieren, aber diese Tiere waren viel viel interessanter.

  • Inzwischen erinnerte ich mich, dass meine Schmuckschatulle sich in der Truhe mit den Bücherrollen befand. Und
    da Tilla mit meinem Haar fertig war, stand ich auf und begab mich auf die Suche nach meiner Saphirnadel. Ich
    holte das Schmuckkästchen vorsichtig aus der Truhe und machte es auf und bald fand ich auch das schöne Stück und
    gab die leuchtende, dunkelblaue Nadel dem Mädchen -


    "Tilla, sieh mal, wie schön die ist ... und bitte, stecke sie in mein Haar ... da ganz oben ... "


    und ich zeigte Tilla, wie man das macht -


    "So, Du hast also noch nie einen Esel gesehen, dabei sind sie doch überall ... nun, wenn Du diese Figur nicht magst,
    nimm eine andere, was Dir eben gefällt ... , später gebe ich Dir noch ein Buch über Tiere mit Zeichnungen, wenn
    Du möchtest ..., eine sehr interessante Lektüre ..."

  • Wie und woher sollte sie auch wissen, wie eine Schmuckschatulle aussah? Erst eine einzige hatte sie gesehen, nämlich die von Aurelia Prisca. Und die hatte sie nur für wenige Sekunden gesehen. Jetzt bekam sie eine zweite zu sehen. Ihre Finger begannen unwillkürlich zu jucken und zu kribbeln, so lange Clara bei der Büchertruhe stand und in dieser Kiste herumkramte. Die Ältere kehrte mit einer blauen Nadel zurück und gab ihr diese auch noch in die Hand.


    Tilla blickte beinahe fassungslos auf das strahlende Blau hinab. DAS war Saphir? DAS war dasselbe Blau wie in ihrem Amulett. Der winzige Unterschied waren die nicht vorhandenen Kristalle in der Nadel. Sie musste mehrmals hart schlucken, um die plötzlich aufgetauchte Watte aus den Ohren wegzubekommen. Was für ein Blau! trötete der kleine Mann im Ohr. Es rauschte in ihren Ohren, als ob sie gerade am Strand und am Meer wäre. Das Meer machte große Wellen, die viel höher den Strand hinaufkrochen als üblich. Tilla blinzelte, schüttelte den Kopf. Nein, hört auf, ich bin nicht bei euch. Ich bin in einem Zimmer. dachte sie erschrocken.


    Mit leicht zitternden Händen befestigte sie die Nadel in Claras Haar, berührte das Blau ein letztes Mal bevor sie zurücktrat und die Hände hinterm Rücken versteckte. Der kleine Mann im Ohr war wieder still. Was war das eben nur gewesen? Langsamer reagieren und etwas verspätet trat sie zum Tisch, hockte sich hin, nahm den Esel und die Kuh, steckte beides in ihren Beutel zum Pferd. Noch auf dem Boden sitzend, sah sie zu Clara auf, die davon redete ihr ein Buch zur Lektüre geben zu wollen. Tilla lächelte scheu, nickte und hob den Daumen. Sie freute sich immer noch über diese ungekannte Aufmerksamkeit, zog die Schreibtafel zu sich. Si. Ich mag noch mehr Tiere angucken... über Delphine lesen.

  • Mit Interesse beobachtete ich wie Tilla den leuchtenden Stein betrachtete, bevor sie die Nadel in meinem Haar
    befestigte. Dann saß sie wieder am Boden und nahm doch den Esel und die Kuh und ließ die Figuren in ihrem Beutel verschwinden.


    "Du bist ein gutes Mädchen,Tilla, und es freut mich, dass Du diese Figuren doch magst ... , .... und meine Nadel hat Dir auch gefallen,
    nicht wahr?"


    Und mit einem Lächeln nahm ich wieder die Tafel, die sie mir gab und nickte zustimmend -


    "Nun, die Buchrolle muss ich zuerst finden, da wird auch über Delphine berichtet ... sehr viel sogar ..."

  • Sie war ein gutes Mädchen? Wenn Clara wüsste, was sie für Prisca und ihren Verlobten getan hatte. Sachte klopfte sie auf den Beutel, nickte lächelnd. Ich tue drauf aufpassen. Ja, die Nadel ist schön blau. gebärdete sie langsam. Immer noch kam ihr das plötzlich aufgetauchte Bild mit den riesigen Meereswellen seltsam vor. Ob sie es erzählen sollte? So gut kannte sie Clara auch wieder nicht... erst wenige Stunden.


    Erneut nahm sie Clara die Tafel aus der Hand, schrieb auf, was sie gebärdet hatte und fügte hinzu. Das wäre schön. Was weisst du über cetus? Sie sind schwarz, haben glänzende Dreieckflosse und tauchen immer wieder woanders auf. So schnell schwimmen sie durchs Meer. Etwa so.. Tilla verdeutlichte das ganze, indem sie den Daumen von der flachen Hand abwinkelte und den Hand-'Hai' schlängelnd auf und ab durch die Luft bewegte. So jedenfalls war das ihre Vorstellung wie er sich durchs Wasser bewegte.

  • Tilla schrieb noch etwas und versuchte auch mir zu zeigen, was sie da meinte ... , was ich nicht verstanden habe
    und las dann ihre Kritzelei -


    "Cetus? Wolltest Du die Geschichte über das Seeungeheuer und Andromeda lesen? Oder meinst Du vielleicht
    den Haifisch? "


    abwartend sah ich sie an

  • Seeungeheuer? Das wurde ja immer interessanter und seltsamer. Verwirrt sah sie Clara an. Es gab eine Geschichte über ein Androdings? Das klang fast so wie Hektor sie genannt hatte... kleine Atlanterin. Und was waren Seeungeheuer? Das neue unbekannte Wort hörte sich irgendwie beängstigend an. Sie nahm die Tafel aus Claras Händen wieder an sich. Über das Tier. Den Hai. Ein Fisch. Mit Dreiecksflosse auf dem Rücken. Es ist schwarz. Das war alles was sie vom Haifisch gesehen hatte, der da plötzlich im Wasser aufgetaucht war. Und die Absicht gehabt hatte ihre badende Herrin anzugreifen. Tilla gab die Tafel an Duccia Clara zurück und schüttelte sich. Hmm.. warum hatte sie jetzt so ein seltsames Gefühl im Magen? Langsam stand sie auf. Was nun? Sie hatte Clara gehorcht, ihr Gepäck ausgepackt, sie aus dem Bad begleitet, hatte ihr zudem die Haare gekämmt und einen blauen Saphir in der Hand gehabt. War es an der Zeit sie alleine zu lassen? Entschuldige, mir ist nicht gut. Kann ich gehen? fragte sie langsam. Deutete auf ihren Magen, verzog das Gesicht und zeigte bittend auf sich selbst und auf die Tür.

  • Auf einmal sah Tilla blass aus, aber sie schrieb noch etwas und gab mir das Täfelchen


    "Ach so, Du meinst doch den Haifisch, wenn Du baden gehst und da einen siehst, musst Du so schnell, wie nur möglich
    weg schwimmen, das ist ein sehr, sehr gefährliches Tier, fast schon auch ein Ungeheuer ..."


    Als ich wieder Tilla ansah, deutete sie mir, dass es ihr nicht gut geht, nun sie hatte heute auch viel geleistet.


    "Ja, Tilla, Du kannst gehen, ich wollte mich jetzt auch ausruhen, und danke Dir, gutes Mädchen ..."


    Dabei lächelte ich sie an und ließ sie gehen.

  • Ein Ungeheuer war also ein gefährliches Tier? Und sie sollte vor diesem dann weg schwimmen. Ja, das hatte sie auch gemacht. Hatte die Aufmerksamkeit des schwarzen Fisches auf sich gelenkt, damit es nicht mehr zu ihrer Herrin schwamm. Sie war dann also in Gefahr gewesen! Und Luna! Und Hektor! Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Delphine nicht gekommen wären. Tilla hörte wie von weitem, dass sie gehen durfte und sah Duccia Clara schwach lächelnd an. Diese Frau wusste viel.. und sie hatte Bücherrollen! Langsam verneigte sich Tilla vor ihr, was so gar nicht ihre Art war, drehte sich um und verliess das cubiculum durch die Tür. Unbedingt musste sie noch einmal mit Clara sprechen, doch nicht mehr heute. Später vielleicht... auf jeden Fall. Leise zog sie die Tür hinter sich zu und verschwand in einem der Gänge. Dass sie zudem Ursus Bescheid sagen sollte, wenn Clara mit allem fertig war, kam ihr nicht in den Sinn. Tilla hatte im kalten Wasser einem Ungeheuer gegenüber gestanden.

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