[Die Mission Optio Statorum Mogontiaci] Divodurum

  • Zitat

    Original von Marcus Terentius Lupus
    Lupus legte seinem Kameraden die Hand auf die Schulter und meinte,
    Probus,...wenn zwei das Gleiche tun ist das immer noch nicht das Selbe!...glaubst du denn man läßt einem Probatus das durchgehen, was ein Veteran sich erlaubt?
    Er sah ihn ernst an...
    ...aber glaube mir, es ist eine Sache etwas in der Kaserne zu sagen und eine völlig andere im Feld oder im Einsatz,...wie jetzt hier...
    Damit ließ er es gut sein und stand auf um seinen Napf draußen zu reinigen.


    Lupus legte mir seine Hand auf meine Schulter. Als ich ihm zuhörte, wurde ich ärgerlich. Was wollte er denn noch von mir hören? Ich hatte mich doch schon bei ihm für meine unbedarften Worte entschuldigt. Sollte ich jetzt noch irgendwie zu kreuze kriechen und ihm die Füße küssen. Das würde ich ganz bestimmt nicht tun! Ich hatte doch eingesehen, dass meine Worte falsch gewesen waren.


    Ich sah ihn nicht an, sondern stopfte mir den restlichen Eintopf aus meiner Schüssel in den Mund. So kam ich nicht in die Verlegenheit, meiner Verärgerung freien Lauf zu lassen. Wer weiß, was ich dann wieder alles gesagt und verkehrt gemacht hätte! Ich wurde aus Lupus nicht schlau. Auf der einen Seite mochte ich ihn. Er war stets hilfsbereit und freundlich. Außerdem war er höchstwahrscheinlich der beste Koch in der II. Aber in solchen Augenblicken wie diesen fand ich ihn ätzend. Konnte er denn nicht mal seine Klappe halten, nachdem man ihm schon recht gegeben hatte. Nein, immer schön nachbohren. Ich wusste ja, dass er es im Grunde nicht böse meinte. Aber manchmal machte mich das echt wütend. Da erinnerte ich mich an Lupus Worte im Theorieunterricht. Das ihm sein Wissen schon häufig Mißgunst und Ablehnung eingebracht hätte. Damals hatte ich mir es nicht vorstellen können. Doch heute? Irgendwie schämte ich mich in diesem Moment ein bisschen über meine Wut auf ihn. Schweigend kaute ich weiter und starrte vor mich hin.

  • Lupus kam wieder herein und setzte sich auf seine Lagerstatt. Er verstaute den Napf in seinem Gepäck und holte sein Gladius heraus...nicht mehr lange und er würde es gegen ein Spatha eintauschen,...langsam und gleichmäßig zog er den Schleifsteig über die Klinge,...langsam und gleichmäßig,...
    Er blickte auf seine Kameraden ,...sie waren alle irgendwie beschäftigt oder schliefen bereits...Probus schiwen zu schmollen,...er saß ihm abgewandt und zog einen Katzenbuckel, wie es schien.
    Lupus lächelte und meinte,
    Kopf hoch Probus,...bald bist du mich los,...
    Allerdings bezweifelte Lupus, daß sich einer der Veteranen ihm so annehmen würde wie er,...er hoffte, daß Probus die Zeit nutzte um das nötigste zu lernen.

  • Als Lupus wieder in das Zelt zurück kam, schaute ich nicht hoch. Zwar war ich nicht mehr wütend auf ihn. Aber er konnte mir mal den Buckel runter rutschen. Also schwieg ich. Da ich mittlerweile meinen Eintopf aufgegessen hatte, beschloss ich, den Napf auszuspülen. Außerdem musste ich mich noch richtig waschen. Die Katzenwäsche von vorhin hatte nur den gröbsten Schmutz entfernt. Daher wollte ich gerade aufstehen und mir meine andere Leinentunika holen, als mich Lupus ansprach.


    Verwundert drehte ich mich um und starrte ihn an. „Wie meinst du das? Gehst du weg oder was?“, fragte ich ihn. Ich bereute sofort meine Wut auf ihn. Denn die Sorge, wieder einen Kameraden zu verlieren, stieg in mir hoch. Erst Valerian. Und jetzt auch noch Lupus?

  • Lupus lächelte ihn an und entgegnete,
    Ich gehe zu den Equites,...es war mein Ziel,...deshalb bin ich zur Legion gegangen...
    Insgeheim jedoch wunderte er sich wie schnell die Zeit in der Legion bisher für ihn vergangen war,...

  • Ich starrte Lupus völlig entgeistert an. Das war ja das Allerneueste, was ich da hörte. Also verlor ich in absehbarer Zeit wieder einen Kameraden. „Aber wieso das denn?“, fragte ich ihn. Es war eine ziemlich bescheuerte Frage. Aber mir fiel nichts besseres in diesem Moment ein. Denn mein Kopf war wie leergefegt.

  • Probus schien das Ganze doch mehr mitzunehmen als erwartet...
    Lupus sah ihn mit verwundertem Gesichtsausdruck an und sagte,
    Ich bin hierher nach Germania gekommen um mich bei der Alae Numidia zu melden.
    Er verzog schmerzhaft das Gesicht als er sich an das Gespräch mit seinem Cousain Alienus erinnerte...und fuhr fort,
    Doch man überzeugte mich zunächst einmal eine Grundausbildung hier bei der Legio zu machen,...wohl in der Hoffnung ich würde es mir anders überlegen,...
    Er hob die Hände und meinte,
    Naja, was soll ich sagen,...ich will immer noch zur Reiterei,...jetzt mache ich erst einmal die Grundausbildung zum Reiter und dann sehen wir weiter,...Primus sprach auch schon davon zur Ala zu gehen um mehr Kampferfahrung zu sammeln...wer weiß´, vielleicht erbe ich dann seinen Posten bei der Turma oder wir gehen zusammen zur Ala,...
    Beschwichtigend hob er die Schultern und schloß,
    Dieser Entschluß steht schon sehr lange fest,...es hat nichts mit dir oder den Kumpels hier zu tun...

  • Zitat

    Original von Gaius Iulius Oktavianus
    In mir wuchs langsam, aber stettig der Verdacht, dass ich mich mit der benötigten Mannschaftsstärke verschätzt habe. Es war zwar meine erste Operation, doch wäre dies keine Entschuldigung, wenn diese Mission aufgrund dieses Fehlers schiefgehen würde. Deshalb wäre es wirklich günstiger bei der hiesigen Stadtwache Verstärkung anzufordern.


    " Nun, einer muss die hiesige Stadtwache ja benachrichtigen. Du darfst diese Aufgabe daher gerne übernehmen, Drusus!


    Versuche möglichst viele Soldaten für die Operation zu bekommen, die werten Herren in Divodurum sollen mit ihren Soldaten nicht geizen ;).
    Die Mannschaft selbst soll zur 1. Stunde des morgigen Tages (also etwa um 7:00 Uhr) anwesend sein."


    Drusus nickte sofort. "Dann übernehme ich das, Okatavianus!", erklärte er bereitwillig. "Ich werde mir noch zwei Legionäre mitnehmen, als Leibwache sozusagen. Gibt's noch etwas, oder kann ich mich dann gleich meiner neuen Aufgabe widmen?"


  • Ich hörte Lupus Worte, aber verstand sie nicht ganz. Wie konnte man freiwillig zur Reiterei gehen wollen? Ich hatte nie viel mit Pferden zu tun gehabt. Und vielleicht rührte daher mein Unverständnis. Denn meiner Ansicht nach war die Legionäre die Herren der Schlachtfelder. Vor uns rissen die Feinde aus, nicht vor den Euqites. Aber wenn er es so wollte, würde ich nicht dagegen reden.


    „Ich merke, dass du dir das lange überlegt hast, Lupus. Und ich verstehe dich zum Teil. Wenn es dein Wunsch ist, zu den Equites zu gehen, will ich nicht versuchen, dich zum Bleiben zu überreden.“ Ich musste dabei an meinen Wunsch denken, Legionarius zu sein. Und niemand hätte mich nach dem Tod meines Vaters davon abhalten können. So wusste ich, dass auch ich Lupus nicht davon abbringen könnte.


    Ich ging zu meinem Marschgepäck, zerrte die Leinentunika hervor und machte mich auf, um mich anständig zu waschen. "Falls jemand nach mir fragen sollte, ich gehe mich frischmachen." Und verließ das Zelt.


    Vor dem Zelt blieb ich stehen und schaute mich um. Da sah ich, was ich suchte. Einen Eimer voll Wasser. Ich ging zu ihm, entkleidete mich und fing an, mich gründlich zu waschen. Nach kurzer Zeit trocknete ich mich mit der Wolltunika ab und zog die neue Leinentunika an. Die durchgeschwitzte spülte ich in dem restlichen Wasser durch und hing sie zum Trocknen an eine Leine, die zwischen zwei Zelten gespannt worden war und auf der sich schon einige Kleidungsstücke befanden. Danach ging ich wieder in das Zelt, um mich schlafen zu legen.

  • "Gut", nickte Drusus. "Wir sehen uns dann später wieder, Oktavianus!" Dann ging der Iulier zu jenem Zelt, in dem er selbst oft übernachtet hatte, nämlich dem des dritten Contuberniums.


    Dort angekommen trat der Optio einfach ein und meinte in militärischem Tonfall an Lupus und Probus gewandt: "Probatus Terentius und Probatus Germanicus! Ihr begleitet mich zur Stadtwache! Sofort!" Warum sagte er lieber nicht, dass sorgte nur für Unmut unter den Soldaten.

  • Lupus fuhr zusammen als er die Stimme des Optio "vernahm". Rasch zog er sich sein Gladius wieder an, zog den Helm auf, schnappte sich Scutum und Pilum.
    Ein Blick auf Probus,...wenn er fertig war würden sie das "Sofort" des Optios umsetzen,...möglichst zeitnah.
    Warum ausgerechnet sie mitgehen sollten war ihm schleierhaft,...hier waren doch auch Legionäre,...

  • Ich lag auf meiner Schlafstätte. Mein Mantel diente mir als wärmende Decke, während ich auf dem Stroh lag. Noch immer gingen mir die Worte von Lupus durch den Kopf.


    Da tauchte der Optio auf einmal auf und befahl Lupus und mir mit ihm mitzukommen. Etwas mürrisch stand ich von meinem Lager auf. Ich hatte mich schon so auf ein wenig Schlaf gefreut. Doch nun wurde nichts daraus. Schöner Mist! Ich nahm meine Lorica auf und pellte mich schnell hinein. „Lupus, kannst du mir kurz helfen?“ Ich hätte es auch alleine gekonnt. Allerdings hätte es dann wesentlich länger gedauert. Und der Ton des Optio machte mir klar, dass wir uns beeilen sollten. Nachdem mir Lupus geholfen hatte, die Verschlüsse zu schließen, schnappte ich mir den Rest meiner Kampfausrüstung bis auf die Pila. Ich dachte, dass wir diese wohl nicht brauchen würden. Dann trat ich vor das Zelt zum Optio.

  • Die Frage nach dem Warum, genauer gesagt warum Drusus ausgrechnet Lupus und Probus mitgenommen hatte war schnell beantwortet. Denn erstens kannte er die beiden noch von vor seiner Beförderung zum Optio, zweitens hatte er die beiden mitausgebildet.


    Glücklicherweise nahmen die beiden das "sofort" des Nachwuchsschreihals auch ernst und waren sofort fertig vor dem Zelt eingetroffen. "Kommt mit!", befahl er und versuchte mit Unfreundlichkeit die Nervösität, die er über seinen Auftrag empfand aus seiner Stimme zu verbannen. Wenn er versagte, und sie keine, beziehungsweise zu wenig Verstärkung bekommen würden, dann würde es wohl sehr gefährlich für sie werden...


    Anschließend machte er sich zum Haupttor ihres kleinen Lagers auf und verließ es durch selbiges um nach Divodorum, genauer gesagt dem dortigen Quartier der Stadtwache zu marschieren.

  • Lupus sah Probus vielsagend an und dachte sich seinen Teil. So trottete er hinter dem Optio her,...daß er ein Pilum trug und Probus nicht, schien ihm glatt entgangen zu sein. Sie verließen das Lager und betraten die Stadt,...der Optio ging schnurstracks auf ein nur ihm bekanntes Ziel zu...

  • Ich erwiderte Lupus vielsagenden Blick. Aber ich verkniff mir eine Bemerkung. Denn erstens hatte ich die Worte meines Kameraden nicht vergessen. Und zweitens hatte der Optio nicht gerade die beste Laune, aus welchen Gründen auch immer. Ich wunderte mich noch, dass Lupus eines seiner Pila mitgenommen hatte. Aber es war zu spät für mich, es ihm gleich zu tun. Denn der Optio setzte sich sogleich in Bewegung. Wohin es nun gehen sollte, wusste ich nicht. Aber Befehl war Befehl. So folgte ich ihm einfach, wobei ich nochmals kurz an die Wärme meiner Schlafstätte denken musste.

  • Zitat

    "Gut", nickte Drusus. "Wir sehen uns dann später wieder, Oktavianus!" Dann ging der Iulier zu jenem Zelt, in dem er selbst oft übernachtet hatte, nämlich dem des dritten Contuberniums.


    Dort angekommen trat der Optio einfach ein und meinte in militärischem Tonfall an Lupus und Probus gewandt: "Probatus Terentius und Probatus Germanicus! Ihr begleitet mich zur Stadtwache! Sofort!" Warum sagte er lieber nicht, dass sorgte nur für Unmut unter den Soldaten.


    " Viel Glück, Drusus!


    Als mein Neffe in einem Zelt verschwunden war, um sich ein paar Weggefährten zu holen, ließ ich mein Blick über das kleine, aber feine Lager schweifen. Die Männer haben, trotz einigen logistischen Problemen - auf die ich nicht wirklich gut vorbereitet war -, gute Arbeit geleistet.


    Ich musste mir wohl oder übel eingestehen, dass ich das Ausmaß der Operation etwas unterschätzt habe. Weitere Fehler durfte ich mir nicht mehr erlauben. Immerhin war ich für das Wohl der Männer und den Erfolg dieser Mission verantwortlich...

  • Als Drusus mit seinen beiden Gefolgsleuten, den beiden Legionarii Terentius Lupus und Germanicus Probus in das kleine, aber feine Lager der Legio Germanica vor den Toren Divodorums zurückkehrte war es schon sehr dunkel. Die meisten der Legionäre schliefen wohl schon, nur an den Toren waren noch Wachen postiert. Diese ließen den Optio, den sie natürlich kannten sofort durch.


    Anschließend entließ der Iulier die beiden Legionäre und machte sich zum Zelt des anderen Optios, seines Onkels auf. Auch dort ließ man ihn einfach vorbei und so blieb ihm nur noch nach dem anderen Iulier zu rufen. "Okatavianus?"

  • Zitat

    Als Drusus mit seinen beiden Gefolgsleuten, den beiden Legionarii Terentius Lupus und Germanicus Probus in das kleine, aber feine Lager der Legio Germanica vor den Toren Divodorums zurückkehrte war es schon sehr dunkel. Die meisten der Legionäre schliefen wohl schon, nur an den Toren waren noch Wachen postiert. Diese ließen den Optio, den sie natürlich kannten sofort durch. Anschließend entließ der Iulier die beiden Legionäre und machte sich zum Zelt des anderen Optios, seines Onkels auf. Auch dort ließ man ihn einfach vorbei und so blieb ihm nur noch nach dem anderen Iulier zu rufen. "Okatavianus?"


    Ich war gerade damit beschäftigt mir ein paar Unterlagen über Gnaeus Domitius und dessen "Anwesen" durchzulesen, als man meinen Namen rief. Ich legte die Unterlagen zur Seite und wandte mich dem Sprecher zu, der kein geringerer war als mein Neffe Optio Iulius Drusus.


    " Ah, salve Drusus. Warst du erfolgreich?"

  • "Salve, Oktavianus!", begrüßte Drusus seinen Onkel in freundschaftlichem Ton und deutete einen Salut an. "Ja, man kann durchaus sagen, das ich erfolgreich war." Der Iulier hielt kurz inne. "Der Kommandant der Stadtwache hat mir versichert, dass er mir Morgen in der Früh zwei ganze Centurien vorbeischicken wird!"

  • Zitat

    "Salve, Oktavianus!", begrüßte Drusus seinen Onkel in freundschaftlichem Ton und deutete einen Salut an. "Ja, man kann durchaus sagen, das ich erfolgreich war." Der Iulier hielt kurz inne. "Der Kommandant der Stadtwache hat mir versichert, dass er mir Morgen in der Früh zwei ganze Centurien vorbeischicken wird!"


    " Das klingt ja schon mal sehr gut, Drusus! Zwei Centurien dürften uns durchaus reichen.


    Wie steht es mit der Loyalität der Soldaten? Denn ich vermute mal, dass sich dieser Domitius auch bei den Truppen etwas Einfluss ausübt."

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